Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

Couchmagic

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Бухгалтерская отчетность за III квартал 2010 года

atog28

The greatest risk is to risk nothing at all.
– Leo Buscaglia

Heute räume ich ein bisschen in der Abstellkammer auf. In der Abstellkammer bewahre ich Gegenstände (hier: Links und Ideen) auf, die ich später mal in einem Blog verwenden will. Einige Fächer meiner Abstellkammer sind leer, die Ideen sind bereits genutzt. Andere Links oder Ideen verstauben, teilweise in Einweckgläsern, vor sich hin. Zeit, diese auszumisten. Ich werde heute die eine oder andere Kiste aus meiner Abstellkammer hervorziehen, hineinsehen und überlegen, ob wir das noch brauchen. Sozusagen ein Herbstputz.

Aktuell hat Teardrop (z.B. bekannt durch seine SOA Analyse) sich in die Reihe der Couchmagic-Autoren geschummelt (es war mehr ein „ich schummele ihn rein“, um es genauer zu sagen) und eventuell können wir ihn ja häufiger featuren. Ich würde mich freuen.

„Featuren“? Schrieb nicht TobiH unlängst im Artikel #550 etwas über die Verwendung englischer Ausdrücke in deutschsprachigen Magicartikeln? Diese Gedanken hatte ich mir damals, als ich noch bei Magicuniverse war, auch gemacht und grösstenteils die englischen Ausdrücke übersetzt. Auch wenn sich jeder einzelne Satz dann ‚gestelzt‘ und ungewöhnlich anhört, wenn man an die englische Ausdrucksweise gewöhnt ist – beim Lesen fällt das zum einen nicht so auf und zum anderen geht der englisch geprägte Slang in der Schriftsprache mir mächtig auf die Eier. Addiere hinzu, dass die meisten keine spannenden Sätze bauen und der Slang verliert sich in einer wortschatzlosen Endlosschleife.

TobiH schreibt nun auch Zusammenfassungen seiner Artikel? Ich bin schon beinahe begeistert, wenn Mark Rosewater oder Patrick Chapin (My 100th Article looking back) das tun. Für Leser heisst das oft: 1% weniger wirklichen Inhalt (wenn man’s alle 50 Artikel macht, schon 2%) und legt die Vermutung nahe, das führe zu einem Verlust an Inhalt. Dagegen halten muss man aber, dass die Übersichtlichkeit steigt, weil es in diesen Rückblicken (die auch Abe für seine Casual-Artikel regelmässig anfertigt) eine Zusammenfassung der jüngeren Artikel gibt. Einen Verlust von Inhalt kann man nur geltend machen, wenn man alle Artikel des Autors ohnehin liest. Dann gewinnt man nichts hinzu. Ansonsten findet sich unter den älteren Artikeln immer mal wieder was interessantes – und das ist der eigentliche Zweck.

Viele Informationen gelangen schnell in das virtuelle Archiv, um niemals mehr gefunden zu werden. Die Rückblicke sollen diese Entwicklung etwas verzögern, das Augenmerk auch auf ältere Informationen lenken, die immer noch von Interesse sein können.


Beim Aufräumen des virtuellen Kabinetts wird es in diesem Blog immer wieder zu Themenumbrüchen kommen, die keine Überleitung bekommen, aber auch keine Verbindung im sie umgebenden Text aufbauen. Dafür schon mal „Sorry“. Hier finde ich einen Link vom 17. Mai 2005 auf einen Artikel vom Ferret, der beschreibt, woran selbst konstruierte Core Sets leiden: Why Ninth Edition will suck at least for you.
Inzwischen ist es interessant, die weitere Entwicklung der Core Sets zu betrachten. Tenth Edition bot man uns noch mit schwarzem Rand an, einige nette Uncommons, aber ansonsten ähnlich zur 9ED. Magic 2010 und 2011 brachten durch neue Karten einen tatsächlichen Umbruch. Diese Sets sucken auch nicht mehr so wie die „only reprint“-Editionen davor. Aus meiner Sicht eine geniale Idee, auch um Magic bei Einzelhändlern abseits der Rollenspielläden zu platzieren.


Gestern folgte ich der Werbemail eines Online-T-Shirt-Shops und fand unter den „Nerd/Geek“ Rubriken zahlreiche Shirts mit Facebook- oder Twitter-Themen. Wie ich schon mal schrieb, bin ich kein Fan sozialer Netzwerke (und werde das bereuen, wenn es hier zu einer ähnlichen Verlagerung der sozialen Fähigkeiten kommen muss wie es Auktionsplattformen auf das reale Leben ausüben, aber das nur am Rande) und wunderte mich entsprechend. Dazu passt der Link Die Diktatur der Einfachheit – 20 Jahre Online, der die Internetgeschichte behandelt und sich am Ende mit einer möglichen Entwicklung beschäftigt. Ob es wirklich so weit kommt? RockMelt!


Auch noch was von früher: Das Geheimnis der Dondra. Nein, kein DSA-Abenteuer, auch wenn es sich vielleicht so anhört. Was habe ich das oft gehört und das darin enthaltene Eisenbahnrätsel war eigentlich zu kniffelig, um es in einem Hörspiel zu beschreiben.


Allerlei witzige Texte verbreiten sich nicht nur wegen viralem Marketing durch das Internet. Dass die Post eine Versackungsordnung über die Versackung von Beuteln und Wertbeuteln besitzt, stellt sich inzwischen bei Recherchen als nicht den Tatsachen entsprechend heraus. Trotzdem hält sich dieser Passus hartnäckig (z.B. hier: Uni Jena: Grusswort Schoebel).

Was anderes ist das hier, dessen Definition so schräg ist:
Selbstreproduzierender Kleinflugkörper auf biologischer Basis mit fest programmierter automatischer Rückkehr aus allen beliebigen Richtungen und Distanzen

Das (glückliche) schweizer Militär nennt so seine Brieftauben. Und ein Taschenmesser haben die natürlich auch.


Einen verstörend seltsamen Test finde ich den der Stiftung Weltethos über Ethik. Bei Magic geht es nur selten um Ethik, wenn man Entscheidungen trifft, aber sobald man die definierten Spielregeln verlässt, kann dieser Bereich betroffen werden. Ist aufgeben in jeder Situation ethisch vertretbar? Muss ich aufgeben, wenn ich keinen Vorteil aus einem gewonnenen Spiel habe, mein Gegner aber schon? Darf ich ein Unentschieden mit meinem Gegner vereinbaren? Muss mein Gegner mir meine Aufgabe bezahlen?


Ethics of Casual, Dom Camus wrote an article on The Ethics of Casual
1) Must not destroy lands.
2) Must not prevent opponents from playing the game (no prison decks).
3) Must win gradually, not via a single devastating move.
4) Must not run counters of any kind.
5) Must not run discard.
6) Must not force the opponent to have specific answers.
7) Must not be overpowered (powerful cards are fine, as long as the deck as a whole is reasonable).
8) Must interact well with a variety of possible decks my partners might run.
9) Must run enough answers itself that no class of threat is an instant game loss.
10) Must be reasonably consistent.
Quelle: Yawgmoth’s Whimsy #262 – Flogging a Dead Horse: Casual Play on MTGO
(12.2.2009)


Schon im Juli wurde die letzte Dodge Viper ausgeliefert. Damit (oder auch mit dem Bluesmobile)darf man in einem verkehrsberuhigten Bereich auf Fussgänger Rücksicht nehmen und nur auf gekennzeichneten Flächen parken (letztgenannten Punkt vergessen leider viele).


Snakeform

Und hatte ich erwähnt, beim GP Bochum neben Levy gesessen zu haben? Sein Pool war nicht so prickelnd, fand ich.


Am Ende wieder ein paar Dinge in eigener Sache. Aus gegebenem Anlass möchte ich eine Malware-Warnung aussprechen. Malware, das wollte ich gegen Anfang der 90er Jahre, als Software, die dies inzwischen meint, gerade erst aufkam, als Begriff für meine Programme nutzen. Aber schon damals wurde der Begriff für Schadsoftware genutzt und ich liess davon ab. Hätte ich mal einen Wortschutz beantragt um unendlich zu verdienen… anyway…

Ich habe mich nicht eingehend damit beschäftigt, aber es gibt eine recht üble drive-by-infection mit „Thinkpoint“ (siehe Artikel von chip vom 25.10.). Zwar beschreibt Chip, dass ein Zustimmen des Scans nicht erfolgen soll, aber ich kann inzwischen berichten, dass sich das auch dann ausführt, wenn man das Fenster wegklickt. Wenn ihr so ein seltsames Fenster mal seht: immer den Prozess über den Taskmanager (STRG+ALT+ENTF) beenden, ich nehme an, das Fenster wurde manipuliert und „X“ ist nicht zum schliessen da.

Das Entfernen gestaltet sich tatsächlich schwierig. Thinkpoint ändert Registrierungseinträge und überschreibt die Netzwerkfunktion von Windows mit einem weiteren Trojaner. Ersteres führt dazu, dass man beim Starten von Windows keinen Zugriff mehr auf das System hat (also keine Taskleiste, keinen Startknopf etc.) weil sich Thinkpoint als Shell einträgt. Auch der abgesicherte Modus bringt keinen Zugriff. Zweites führt dazu, dass der Rechner bei Internetverbindung weitere Malware herunterlädt und installiert, möglicherweise den Rechner auch zum Versenden von Schadsoftware einsetzt – das habe ich nicht gecheckt, ist aber wahrscheinlich.

Zum Entfernen habe ich folgende Ratschläge: zunächst die Internetverbindung kappen (also WLAN-Stick rausziehen, Stecker ziehen, Router ausschalten, was immer auch hierzu hilft). Thinkpoint, das vorgibt, ein Anti-Virenprogramm zu sein, meckert dann, es könne keine Virusdefinitionen herunterladen. Gut so. Übrigens gibt es keinen Hinweis auf den Hersteller, keine „Über mich“-Funktion im gut gemachten Menu und keine Beenden-Funktion. Alles Hinweise, dass es sich nicht um ein offizielles Produkt handeln kann.

Mit dem Taskmanager lässt sich der Task „hotfix.exe“ beenden. Dann hat man einen schwarzen Bildschirm. Auch mit dem Taskmanager startet man einen neuen Task „explorer.exe“, was den Windows-Zugriff wieder erlaubt. Bei mir war Malwarebytes schon installiert, das ich dann ausführte, um die bekannten Trojaner zu entfernen. In der Registry (Ausführen: regedit.exe) habe ich dann nach „hotfix.exe“ gesucht und den Eintrag in der Shell mit „explorer.exe“ überschrieben (kann man bestimmt auch weglassen).
Zu diesem Zeitpunkt ist es aber immer noch nicht möglich, mit dem Rechner ins Netzwerk zu gehen.

Dann habe ich einen Wiederherstellungspunkt in der Systemwiederherstellung ausgesucht, der einige Tage zurückliegt und diesen aktiviert. Nach dem Wiederherstellen noch einmal mit Malwarebytes gescannt und erst dann eine Netzwerkverbindung wiederhergestellt. Ob dies ausreicht, um die tief in das System eingreifende Malware zu beseitigen, weiss ich nicht. Daher kann ich für die Anleitung auch keine Garantie übernehmen (es ist nur ein Erfahrungsbericht).


Statt mich mit dem Thema Malware zu unterhalten, hätte ich die Zeit lieber genutzt, um etwas sinnvolles zu tun. Da sind noch viele Seiten zu programmieren, und mein jüngstes Projekt hätte ich gerne inzwischen vorgestellt. Derzeit wissen es leider noch zu wenige (nur Carsten aus dem Fantasy Warehouse und Teardrop, wenn ich mich recht erinnere) und schattengänger sollte es wissen, weiss aber erst davon, wenn ich ihm eine Mail schicke. Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich, wenn ich endlich den Vorhang hochziehen kann. Oh boy, oh boy, oh boy…
Wenn man mal so drüber nachdenkt, hätte Evil seine (ehemaligen) Seiten viel stärker miteinander verbinden sollen.


Wart ihr schon mal in Oberstaufen? Ich war gestern mal da. In Form von Google Street View. Der grosse Medienhype, der inzwischen wieder tatsächlichen Nachrichten gewichen ist, ist abgeebt, also traut sich Google, Oberstaufen als erste Stadt Deutschlands darzustellen, die komplett in Street View abgebildet ist.

Im atog28-Test schnitt Street View dabei aber schlecht ab. Ich hatte zuvor keine Erfahrungen mit Street View und derzeit ist es nicht mehr als eine andere Perspektive für Google Earth. Man scrollt so vor sich hin und aus dem Startpunkt nach vorn zu fahren, brachte schnell ein schwarzes Bild – das Ende der Welt. Dann ein kurzer Gedankenblitz: ist es vielleicht wirklich mal so, dass wenn man nicht in Street View zu finden sein wird, man quasi nicht mehr existiert – weil man „hinter“ dem Ende der kartographierten Welt lebt? Ein Fall für einen Sci-Fi-Autor.

Derzeit wendet man und fährt nach Oberstaufen hinein. Nur die grosse Ortsdurchfahrt kann man abfahren, die durch eine gepflegte Wohnsiedlung führt und ständig taucht ein silberner SUV auf. Als würde man von ihm verfolgt. Abgebogen wird in Oberstaufen eher weniger. Auch die Nebenstrassen bleiben Street-View-Interessenten gesperrt.

Dann geht es über eine Bahnlinie und in dem Kuddelmuddel auf der „Bahnhofstrasse“ verliert sich das silberne Fahrzeug, statt dessen folgt uns nun ein dunkelblauer Peugeot, den wir über eine kurvige Strasse bis zur Ortseingangskreuzung von der B308 beobachten können. Auch hier bleiben Umleitungen und nicht kartographierte Nebenstrassen im Gedächnis. Den ganzen Ort – also den Ortskern, die Kirche oder das Rathaus, können wir nicht sehen. Dafür das Restaurant am Bahnhof oder die prächtigen Brücken und die grösstenteils wunderbare sommerliche Landschaft auf der Landstrasse bis zum anderen Teil der Welt. Wie beim Jim Carrey-Film liegt auf Oberstaufen die Street-View-Käseglocke.

An der Tankstelle kostet Diesel 1.03 und Benzin 1.30. Schon was her. Die Strassenbauarbeiten bleiben dokumentiert. Kann Street View was? Spontan kommt mir die Idee von zusammengeschalteten Lifebildern und die Sorge, dass wir das auch in ein paar Jahren als völlig normal empfinden werden. Die Nebenstrassen fehlen und in einer besiedelteren Gegend als Oberstaufen wäre Street View mehr als eine Ortsdurchfahrt. Beispielsweise Köln oder Mülheim a.d.Ruhr eignen sich besonders dafür, sich zu verfahren und mit Street View mehr auszuprobieren, als man in Realität bereit ist.

Denn wenn man sich verfahren hat, schliesst man einfach den Browser und geht ins Bett.

2 Kommentare

  1. Teardrop meint:

    Hey Artefaktbeisser!

    Ich bin im Moment mit Kontent für meinen eigenen Blog siehe Link und Linksammlung) beschäftigt, habe aber tatsächlich ein Thema für Couchmagic. Und an der Anleitung arbeite ich dann auch, versprochen. Wie Du gesehen haben könntest, hab‘ ich mich da auch schon betätigt.

    Auf Deine neue Seite freue ich mich auch! Eine Revolution.

    Eine Frage noch: Wie bist Du an den Virus gekommen? Und ist der schon installiert, wenn das Fenster aufgeht? Oder kann man da die Installation noch verhindern?
    Denn ich wäre ja total aufgeschmissen (screwed würde man sagen(sic)) in so einer Situation!

  2. atog28 meint:

    Evolution statt Revolution.

    Virus war da bestimmt schon installiert. RP-Online hat heute auch eine Nachricht in eigener Sache geschrieben und plötzlich gab es auch wieder neue Security Updates bei Wizards – nein, bei Windows. Wie konnte ich das nur verwechseln.

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