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Highlander Grand Prix 2006

atog28

Mein Entschluß, den Highlander Grand Prix 2006 mitzunehmen fiel kurzfristig. Wie, so frage ich mich, soll man am Montag früh aufstehen, wenn man es nicht am Sonntag schon übt. So funktionieren wir den Anmeldezeitraum von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr flugs zu einem Vorteil um und versuchen es mal.

Ein Deck bräuchte ich noch, denn obwohl ich im casual Bereich schon seit mehr als zehn Jahren fast ausschliesslich Highlander spiele, ist es mehr ein aus der Not als Solches erkorener Status, denn als Notwendigkeit. Entsprechend inkonsequent sind diese Decks dann – und für einen Highlander Grand Prix gänzlich ungeeignet.

Nur Mono-schwarz Aggro oder White Weenie standen für mich zur Debatte, da das rote noch Karten – vor allem Goblins – erfordern würde, die ich nicht besitze. Zur Geschichte meines weissen Kartenpools vielleicht an anderer Stelle nochmal mehr, damit ich nicht ausufere – die Qualität auf die ich in der Farbe zurückgreifen konnte, war für einen „von-jetzt-auf-Gleich“-Build jedoch kriegsentscheidend.

Mehr als Nacht- denn als Nebelaktion entstand dann folgendes Deck etwa sechs Stunden vor Tunierbeginn (Schlaf nicht mitgerechnet). Einige Karten kann ich nach den sieben Runden bereits besser einschätzen – denn der Grand Prix war, von einer eher als Stippvisite ausgefallene Veranstaltung im Grunewald, meine einzige Turnier-Veranstaltung im Highlander. Hier also mein neues Highlander Deck (diesmal lohnt es sich eine Deckliste zu schreiben, was das Fazit quasi vorwegnimmt, für alle, die kombinieren können…)

Foilanteil: 26%. Beim Spielen stellte sich heraus, dass der Tundra Wolves nix kann, der Pristine Angel wird entweder gecountert oder per Desertion auf die andere Seite geholt – hier fehlt mir noch ein Exalted Angel. Besser als gedacht waren Damping Matrix und Zhalfirin Knight. Gerade letzterer wirkt etwas suboptimal, war aber besonders gegen Mishra’s Factory effizient. Ohja, Mishra und Maze of Ith hab ich gestern beim Zusammenwerfen nicht mehr gefunden bzw. vergessen (genauso wie einen Lebenspunkte-Block mitzunehmen – total schlecht vorbereitet musste ich Würfel nehmen, die mir andauernd geklaut wurden, wodurch ich ab und zu mal 10 Leben weniger hatte als gedacht — grrrr!). Die Cycle-Länder haben mich mit ihrem „comes into play tapped“ Satz um ein Match betrogen und können raus.

Da Justus sich krank meldete, führte Dang Ngoc Huy Dinh (die wandelnde Chipstüte) das Tunier zusammen mit Evil-„Judge Bredt„-Bernd. Es gab ausserdem noch zwei Scorekeeper, deren Namen sich aber nicht aus der Seite der harten Fakten (this one) erschliessen – ich bin fast sicher, dass es sich später aus dem Comment-Bereich ergeben kann…
Die Organisation war aus meinem Blickwinkel als Spieler jedenfalls ordentlich. Der Raum hatte an beiden Seiten Fenster zum „ordentlich durchlüften“ (was mir schon nach Ende der ersten Runde ein Anliegen war) und ausser sechs nicht registrierten Spielern zu Beginn der ersten Runde (Misplaced Childhood anyone?) gab es keine Schnitzer und die Runden liefen auch ohne grossartige Verzögerungen. Marillions Sänger sang später mal als „Fish“ – sollte dieser Deck-Archtype vorkommen? Mal sehen…

Runde 1 – Andre Schwankl – White Weenie
Gleich zum (beinahe pünklichen) Beginn dann ein Mirror-Match, das ich in der Form nicht erwartet habe. Ich meine – wer bitte ist ausser mir so drauf um white-weenie zu spielen? Andre wars jedenfalls und in einem meiner Meinung nach knappen dritten Partie konnten ich das Spiel 2-1 für mich entscheiden. Andre spielte mehr Equipment, unter anderem sah ich Bonesplitter und Grafted Wargear.

1-0

Nach der Runde, die ich wie schon gesagt, meinte nur knapp gewonnen zu haben, belohnte ich das Deck durch eine Foil Version einer enthaltenen Karte (pimp your deck also). Leider enthielt die Auswahl an verfügbaren Foilkarten nur die, die schon im Deck waren, oder die ich nicht spielte. Trotzdem fand ich noch einen (DCI Foil) Soltari Priest. Neuerdings (20 Oct) auch Standard legal, was ihm den Vorzug vor einem Genju of the Fields gab, das bald rausrotieren wird und damit im Preis wohl fällt.

Runde 2 – Konstantin – Four Color Control
Der notierte Spielstand von 0-2 gibt nicht genau wider, wie knapp die beiden Spiele waren. Im ersten Spiel legt er mir ein Standstill vor die Nase und ich ziehe (von oben) das Black Vise. Gespielt – er zieht drei Karten und nimmt sich vier im Upkeep. Leider ist der Kartenvorteil halt trotzdem da.
Im zweiten Spiel konnte ich ihn anfangs gut unter Druck setzten (wenn man halt anfängt) und wenn ich mich recht erinnere, musste er bei sechs Leben die Notbremse ziehen und fand sie in Pernicious Deed, die mir Crusade, Paladin, zwei Soldatentoken und Zuran Orb nahm, seinen Palincron aber nicht betraf.

1-1

Da bis zur nächsten Runde noch Zeit war, konnte ich mir vom „auenland“ noch die WOW Einführungsrunde gönnen und bin positiv begeistert. Wenn man hochrechnet, dass die Demodecks in etwa das Kaliber der Startbox des Coreset besitzen, bietet WOW CCG vermutlich einiges an Potential.

Runde 3 – Philipp Frank – Mono-R
Der arme Philipp. Im ersten Spiel resolve ich Rune of Protection: Red in der vierten Runde, ziehe einen Freewind Falcon, ein Worship, einen Guardian of the Guildpact – und erst als er mir auf 1 Life den letzten Schaden machen will, liest er sich Worship auch mal durch. Drei Runden später (ich fragte mich zunächst, warum er nicht zusammenschiebt, aber es konnte ja noch ein Artifact kommen) kam dann auch ein Goblin Charbelcher. Den er aber nicht aktivieren konnte, bevor ich nicht eine Pithing Needle legen durfte.
Das zweite Spiel fand ich den Soltari Priest und zog den Schutzkreis ein paar Runden später nach. Rest siehe Spiel 1. 2-0

2-1

Runde 4 – Roger Kreft – BGU Aggro-Control
Roger hatte ganz klar den Sea-Stompy Plan. Ein Tier hinlegen, dann mit Counterspells beschützen. Und das klappte auch ganz gut. Zwar durfte ich jeweils anfangs noch ein bisschen Druck auf sein Lebenspunktepolster geben, aber sein Deck war getunt genug, um dem immer eine Auflösung entgegenzusetzen.Ein 2-0 für Roger war dann das Ergebnis und Spass gemacht hat’s auch noch. Er fand meine Hüllen so rutschig – kein Wunder, hatte ich die doch extra mit unter die Dusche genommen und ordentlich eingeseift…

2-2

Runde 5 – Dennis Richter – Schwarz-Grün/Rock mit +1/+1 Countern?
Nicht ganz so lustig fand ich die fünfte Runde, was ein bisschen an Dennis lag, der sich seiner Kommentare, das Spiel betreffend, in Murmellautstärke entledigte. Zweimal dachte ich, dass er meine Shadow-Viecher mit nicht-Shadow Kreaturen blocken wollte, dabei ging es um die Aktivierung des Phyrexian Plaguelord
Dann gab es noch die Stelle im Spiel, als ich eine Needle spielte, er sagte nach etwas Überlegen „Ja“ und ich nannte den Spike Weaver, der mich drei Runden kosten sollte über seine Nebeleffekte. Er darauf „Dann aktivier ich den in response“. Haha. Oder auch nicht… 2-0

3-2

Runde 6 – Norman (?) – Grün/blau
Im ersten Spiel ist Norman zunächst auf grün etwas schwach, da ich ihm einen Llanowar Elf per Schwert entferne. Das merke ich erst, als er nach vier Runden mal einen Blastoderm abschmeisst. Das Spiel geht oft hin und her und über eine vergessene Phyrexian Furnace-Aktivierung ärgere ich mich, als ein Werebear als 4/4 ins Spiel kommt, bei exakt sieben Karten im Friedhof. Hmpf.
An einer Stelle will ich meínen Armageddon spielen, aber irgendwie muss ich immer erst noch was anderes spielen – zwei Engel per Decree, von denen er mir nach Transmutierter Drifting Phantasms einen per Man-o-war entfernt. Überhaupt ist sein Deck auf eine Engine mit dem, oder Eternal Witness, oder Mystic Snake – alles in Zusammenarbeit mit Crystal Shard – ausgelegt. Nach dem rettenden Armageddon (das ich erst spielen kann, wenn er nicht mehr genug Mana zum bounce der Mystic Snake und anschliessendem Countern hat), kann ich ihn mit dem verbleibenden Engel angreifen. Für dieses Spiel haben wir schon so viel Zeit gebraucht, dass wir im zweiten Spiel in die Extrarunden gehen, in denen ich mich über Zuran Orb und Shining Shoal noch auf sechs Leben halten kann und das 1-0-1 erreiche. Zwar begann das zweite Spiel auch positiv für mich, aber Phantom und Blastoderm machen mir schliesslich zu viel Druck. Wenn Norman an der einen oder anderen Ecke schneller gespielt hätte, hätte ich das zweite Spiel sicher verloren.

4-2

Runde 7 – Rene Schumann – Weiss/Grün
Nachdem Rene mich im ersten Spiel relativ problemlos besiegen konnte (es war wieder eine dieser 5-land Starthände, bei der ich noch sechs Länder nachzog, wie ich es schon so oft geschafft hatte), konnte ich ihm im zweiten Spiel die komplette Kurve präsentieren und entsprechend schnell auf Null bringen.
Das dritte Spiel sollte also alles entscheiden. Rene konnte mit 10 Punkten nicht mehr in die Top8 kommen – ich hätte, als 29. Spieler in den Standings bei Rückenwind, und wenn Ostern auf Weihnachten fällt, noch eine Chance auf die Top8. Und relativ problemlos kann ich Rene auf 5 Leben herunterbringen, als er zunächst einen Story Circle absetzen kann (und ich hab doch keine Artifactkreaturen drin… mist). Als ich dann eine Kreatur mehr habe als er weisse Manaquellen, spielt er Sunscour. Also muss ich wieder sammeln und stoppe Rene’s Kreisel per Damping Matrix, die er mir aber per Naturalize entfernt. Das sollte ihm gleich nützlich sein, denn um ihm die letzten Schadenspunkte ohne lästige Sammelei zu verpassen habe ich bereits einen Shining Shoal auf der Hand, dessen Bedienung mir Norman ja in Runde 6 erklärt hat. Mein Plan lautet also, abzuwarten bis er eine Kreatur > 3/3 legt, grün natürlich, und den Schaden dann auf ihn umlenken.
Rene spielt also einen 6/6 Trampler. Ideales Ziel für meinen Shoal schonmal. Dann resolvt er noch Sword of Fire and Ice und equipped dieses an den Wurm – aber das ist nicht das Problem mit der Damping Matrix. Denn als er angreift und ich mit Kampfschaden auf dem Stapel das Shining Shoal auf ihn spiele (x=6), holt er sich per Diving Top einen Swords to Plowshares für seinen Wurm und ist damit noch nicht tot, sondern direkt viel lebendiger. Das er noch ein Weatherseed Treefolk resolvt (das ziemlich ätzend mit dem Schwert ist) und ich in den vier Runden nach seiner Aktion mit dem StP nur „Plains“ benannte Karten nachziehe (und nicht mal einen Disenchant, der meiner Hand of Honor zum racen schon gereicht hätte), lässt ihn meine 20 / 22 Lebenspunkte widerstandslos entfernen. Shizz. Aber schönes Spiel – ich mag ja so knappe Sachen und hin und her.

4-3

Was gibt’s noch zu sagen – achja, es gab ein Boosterbingo bei dem ich die meisten Bedingungen aber direkt nachdem Huy sie mit deutlicher Stimme ansagte, vergass, da sie mein Deck nicht erfüllen konnte – Threshold gab’s da, und die UB Decks waren da halt schneller – oder eine Aura auf einer Kreatur mit unterschiedlicher Farbe – naja, nicht schlimm.
So bleibt am Ende ein weisses Highlander als Enkel einer Idee übrig, die ich vor langer Zeit hatte und die später mal erzählt werden soll.

Am Ende war der Raum eine nette Mischung aus allerlei Düften, wie man sie von diesen Turnieren her kennt – zwar eher Pferderennen, aber was soll’s. Zumindest eine Frau spielte um den Preis, die beste weibliche Mitspielerin zu sein. „Mit Abstand!“ meinte Huy. Vermutlich hat er recht, denn ich hielt denselben und mich lieber in der Nähe der geöffneten Fenster auf. Bevor ich mich zu einem Heinz Erhardt-Lookalike-Wettbewerb vorführe, melde ich mich lieber ab. Gute Nacht…

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