Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Auch ein schwarzes Loch hat mal klein angefangen…

atog28

So geil. Da hörte ich heute morgen im Tagesgespräch von WDR5 so eine Diskussion über diesen Teilchenbeschleuniger (memo to self: Apfeltaschen und Puddingbrezel beim Bäcker durch Mitnahme beschleunigen) und da sprechen sie von einem schwarzen Loch, dass ein Millionstel von einem Millionstel Gramm schwer ist – und der kritische Anrufer meint, auch ein schwarzes Loch habe mal klein angefangen.

MP3: Mod.: Sabine Brandi; Gast: Prof. Peter Mättig, Elementarteilchenphysiker Uni Wuppertal © WDR 2008; ca. bei Minute 11

Ich schmeiss mich weg und beisse in den Teppich vor lachen. Der Podcast ist wirklich gut, zieht es euch rein, so lange der noch auf dem Server liegt, da sind so einige Highlights dabei und ich frage mich nicht wirklich, wer die Zeit hat, morgens um 9.00h beim Radio anzurufen. Denn: Physikstudenten sind da ja noch nicht wach. 🙂

Im Rahmen der Aktion „Mehr Zeit für Atogs“ wurde nicht nur der sich ewig drehende Kreisel (was für eine Überleitung) im Extended gebannt (meine Gedanken hierzu sind im Vergleich zu anderen Dingen so elementar unwichtig, dass es mir nur diese Randnotiz wert wäre) sondern wurde heute auch von Euch akzeptiert, dass ich vier Drafts in einem Aufwasch präsentiere. Ich danke Euch für Euer Verständnis – vier, sicherlich eher länger ausfallende, Blogeinträge wären momentan einfach nicht drin. Darum lest ihr heute über vier Drafts „SSE“. Süd-süd-ost, obviously… irgendwann (nach derzeitiger Terminplanung kurz vor Weihnachten) komme ich vielleicht auch dazu, einen Reisebericht zu verfassen. Wie wir alle wissen, das leckerste an einem Turnierbericht.

Um die Entwicklung aufzuzeigen (einige Leute wollen so etwas bei mir festgestellt haben, allerdings kann ich nur kategorisch kopfschütteln – so was fange ich gar nicht erst an!) präsentiere ich euch die Drafts in zeitlich aufsteigender Reihenfolge.

Beginnen möchte ich dabei mit einer kurzen Notiz zum Blogeintrag „Es ist immer lustig, bis jemand verletzt wird. Dann ist es saukomisch.“ in dem ich beim FNM im Drachental ein monorotes Deck draftete und damit recht erfolgreich war. Ich würde sogar behaupten, dass es besser als alle anderen Decks desselben Drafttischs war (etwas, das bei mir selten genug vorkommt, dass ich es extra erwähnen darf). Nun habe ich schon länger kein FNM mehr besucht (und nach aktuellen Planungen ist der 26.9. ein möglicher Next-FNM-Day, darum musste ich mir woanders behelfen.

An einem Donnerstag in Hannover entstand beispielsweise ein Klon dieses Decks. Danny und ich waren gerade an der Site angekommen und drafteten zur Abwechslung mal (Reisebericht mit Pi, Pa und Po folgt später…). Dabei entstand in Anlehnung an das Deck vom FNM zuvor ebenfalls ein monorotes Deck, bei dem ich aber die 1/1ser mit Haste und +x/0 mit den Hotheaded Giants verwechselte – die fatale Folge war ein weniger aggressives oder sagen wir besser: weniger explosives Deck. Denn das rote Decks aggressiv sind, berücksichtigt der eine oder andere Spieler; allerdings seltener, dass man zusätzlich zum Board noch mit einer 9/1 und 10/1 Kreatur zusätzlich angreift… ach, dieses Deck war aber auch saukomisch.

Die Kurve dieses Decks war ganz ok (über „Info“ kann man derzeit auf die Deckseite gelangen, für die, die jetzt erst zugeschaltet haben, hierfür plane ich immer noch eine besser sichtbare Funktion – aber die begrenzte Zeit… jaja…) und liegt mit 5-9-5-4-1 für ein rotes Deck im grünen Bereich.

Ich blättere 14 Seiten meines Notizblocks zurück und erkenne, dass ich in der ersten Runde gegen Jörg spielte, dessen weiss/blaues Deck nicht sonderlich viele Permanents enthielt. Da war die eine Bombe, in Form von Godhead of Awe, aber ich machte es noch falsch, in dem ich sie entsorgte – statt mit Flammenhieb zuerst seine anderen Kreaturen wegzuschiessen. Es war quasi ein Reflex. Das Auge erkennt Godhead of Awe und die linke Hand tappt Mana, die rechte schiesst die Godhead weg – dann beginnt erst der Denkprozess.

So muss man sich das vorstellen.

In der zweiten Runde kann ich gegen Teardrop oder Danny spielen und die Pairings schlagen Danny vor, der in jedem der drei Spiele die second-Turn blaue Kohorte auf den Tisch slammt. Komischerweise sterbe ich auch dran, in Spiel zwei und drei kann ich ihm gerade fünf bzw. drei Schaden zufügen.

Deck 2
Der nächste Draft ereignete sich nach der 0-3 Niederlage beim PTQ am Freitag. Ich sprach bereits davon. Um mich etwas aufzuheitern, draftete ich folgendes und fand es richtig gut, dann aber heraus, dass mein rechter Nachbar auch schwarz draftete.

Ich machte nur zwei Spiele mit dem Deck, etwas, dass sehr schade ist, sind die Single-Elimination-Ausrichtungen der Side-Event Drafts. Mit diesem Deck hätte ich lieber länger gespielt, aber es ging irgendwie nicht. Mein Gegner Stefan in der ersten Runde hatte unendlich viele 2/1 Männchen, ich möchte ein bisschen zynisch behaupten, sein Deck bestand aus nichts anderem. Einige Kreaturen waren sogar noch schlechter (Bären für 3 Mana) aber letztlich hatte er einfach mehr 2-power Kreaturen als ich 3-toughness Blocker. So kann man es vielleicht zusammenfassen. Dass ich nie ein fünftes Land für einen Cultbrand Cinder fand, brauche ich nicht erwähnen.

Immerhin hatte ich neun Rares…

Deck 3
Also draftete ich direkt nochmal, den letzten Sideevent-Draft am Freitag durfte ich durch das schnelle Abklatschen schon starten. Hätte das Spiel gegen Stefan nur drei Minuten länger gedauert (also insgesamt acht oder so), wäre ich zu spät dran gewesen. Dieses Mal draftete ich eine solidere Wahl. Es wurde monogrün.

Das Deck fand ich noch besser als das schwarze. Zum einen, weil es eben nicht schwarz ist und zum anderen, weil es wirklich sehr schnell Druck aufbauen kann. Es hat aber auch noch entsprechend viele Tricks, um mit den kleinen Kreaturen im Lategame überzeugen zu können.

Aus heutiger Sicht finde ich das Deck aber nicht optimal. Die Landverteilung ist etwas zu spendabel und weniger 1-drops (die sich ohnehin erst ab fünf Ländern im Spiel zeigen wollten) hätten es auch getan. Ich spielte gegen Dennis Nolte, dem ich ein äusserst muffeliger Gegner war. Dennis, dafür möchte ich mich entschuldigen, aber das Deck hat mich auch einfach nur verarscht und nach den unglücklichen Draws des Tages war es noch das gegrillte Marshmellow auf der Sahne auf dem Icing of the Cake. Dennis gewann souverän mit dem UW Flieger-Deck, dass im ersten Spiel zu wenig Flieger zeigte, so dass ich das Firespout draussen liess.

Deck 4
Deutlich erfolgreicher ging es da schon wieder in heimischen Gefilden angekommen, beim Danny in der Galerie zu. Da das Wochenende noch nicht genug Magic beinhaltete, drafteten wir am 1.9. am langen Tisch. Mit acht Personen waren wir erstaunlich wenig, so dass Marion und ich doch noch blieben, obwohl wir nach der Verteilung der „From the Vault: Dragon“-Boxen eigentlich wieder fahren wollten. Tim, deine Box habe ich in Sicherheit gebracht. Aber darüber sprachen wir schon…

Als First-Pick jonglierte ich mit Rhys und wurde nach einem Shield of the Oversoul eher in weiss gedrängt, weil Jörg zur rechten alles Grün nahm, was er kriegen konnte. In Eventide belohnte mich ein Deathbringer Liege als Firstpick mit der Entscheidung, in weiss zu gehen und die Cenn’s Enlistment erinnerten mich an die „Ultimate“-Aktivierung vom Rhys. Wenn ich einfach mehr Token machen würde, das wäre doch eine prima Idee…

Das Deck geriet erschreckend unspektakulär. Ich erwartete beim Ausspielen des Rhys bereits das gegnerische Removal, und eine andere Siegbedingung hatte ich irgendwie auch nicht. Kleine Randnotiz: witzig, dass man in diesem Block monoweisse Decks baut. Dann habe ich eine automatische Farberkennung in dem Deck-Tool, dass sich nach den Manakosten der enthaltenen Karten richtet, und erst ab 5% eine Farbe nicht mehr als Splash (also mit kleinem Buchstaben) notiert. Was ist dieses monoweisse Deck natürlich… WURGb. Klar…

Runde 1 – Tom
Ich kotze Rhys auf den Tisch und Tom auch, nur ohne Rhys. Er bekommt Rhys mit keiner Karte gehandelt und als ich das bemerke, mache ich einfach ein Token nach dem anderen, verstärke sie mit dem Liege, mache mehr Token, die Soldaten sind, die Spirits sind, oder die Elfen sind und überrenne den RG-Tom auf eigenen, relativ unstabilen 9 Lebenspunkten (er kontrolliert geschätzte 15 Kreaturen zu dem Zeitpunkt).
Im zweiten Spiel ist meine erste Karte der Deathbringer Liege, der in Verbindung mit einer Silkbind Faerie (oh, sie ist 2/4, nice!) genug Block-Power darstellt, um ziemlich viele Runden fliegend anzugreifen und gleichzeitig zu blocken. Sieben Runden ging das Spielchen so. Wieder war ich auf ungesunden sechs Lebenspunkten, bei mehreren 3/3 Kreaturen bei Tom. Aber Niveous Wisp hält mit dem Liege (und der Fae) mehrere Angreifer in Schach… tap drei, ich zieh eine Karte… unfair.

1-0

Runde 2 – David
David vermöbelte zuvor am Nebentisch den Danny, der David dann zusprach, er würde das ganz locker gewinnen. Zumindest das erste Spiel ging aber an mich, da ich mit Battlegate Mimic und Somnomancer Druck aufbaute und mich wegen eines Double Cleave auch traute, mit beiden in Sickle Ripper und seinen 4/2 Wither-Mann anzugreifen. Später konnte ich sie wonnig herumliegen lassen oder entfernen und mit Soldatentoken und den 2/1sern das Spiel gewinnen.

In der zweiten Runde zeigt mir David, was er noch so gedraftet hat. Unter „20, 18“ steht bei mir nur noch ein Strich, neben dem „Oona“ markiert, wer hier die Bomben mit den Locken aufgemacht hat.

Also heisst es im dritten Spiel schneller gewinnen als Oona ins Spiel kommt. Dank Battlegate Mimic und Ballynock Trapper sowie Deathbringer Liege gelingt mir das sogar, da David eine Runde den sechsten Landdrop verpasst. Seine Kreaturen stelle ich sofort mit Wonnigem Herumliegen ab, um schnell viel Schaden durchzubringen.

2-0

Mit Tim drawe ich dann für die letzte Partie (was mir später drei kostbare Ratingpunkte abnehmen sollte, ich wusste es doch schon vorher). Wir spielten noch den first Pick aus, allerdings weiss ich heute nicht mehr, was er spielte. In drei Spielen gewann ich dieses Match, das entscheidende Spiel war dank Elite und Hobgoblin mit einem ‚Raketen‘-Start ausgestattet.

Ich freue mich ehrlich darauf, euch mehr über Hannover zu erzählen – vielleicht mache ich das auch mal lieber als nächstes. Das 2HG-Event ist zwar schon fast fertig (ich glaube der Wordcount in dem Artikelentwurf ist noch zweistellig, aber das wird schon noch) aber ich habe da gar keine Lust zu. Keine Lust ist ja der eigentliche Grund, wenn man „keine Zeit“ sagt… dachte ich mal während der Schul- und Studienzeit.

Also schreibe ich lieber über Hannover – ich brauche nur noch eine witzige Überschrift. „HannOverThere“ und „Hann is Over“ sind ja schon belegt.

6 Kommentare

  1. EvilBernd meint:

    „Hann ouvert“

  2. Teardrop meint:

    Hann Solo?!?
    Hang over…
    Reveilark von Nahem (Wenn Du es rausfindest…)

  3. atog28 meint:

    „Hangover in Hannover“ hatte ich noch, aber Evils Titel gefällt.

  4. Belcadrach meint:

    War hier nicht noch ein Artikel???

  5. atog28 meint:

    Dachte, den vermisst schon keiner…

  6. Mathias meint:

    Die Radioaufnahme ist ja mal der Hammer. Ich verstehe einfach nicht wie so viele Leute meinen können sich über etwas äußern zu müssen von dem sie nicht die geringste Ahnung haben! Wenn man sich darüber informiert und dann Zweifel hegt ist das ja in Ordnung, aber wenn man aus purem Pessimismus heraus alles schlecht redet, was Leute, die man eigentlich als wesentlich klüger als man selbst erkennen müsste, planen, dann könnte ich wirklich nur reinschlagen.
    Wenn solche Leute was zu sagen hätten wäre die Erde heute wohl immer noch eine Scheibe… dumm nur, dass sie zumindest meinen, was sagen zu haben.

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