Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Auf der Suche nach dem Jade Monster

atog28

Mein Vorsatz für 2011 war: „Weniger Themen pro Blog“. Das bedeutet in etwa soviel wie: lieber mehr Blogs und dafür konzentrierter auf ein Thema. Das funktioniert soweit auch gut, aber immer dann, wenn ich eine Zeitlang nicht blogge, stauen sich ein paar Ideen wie Wasser in einem Staudamm und wenn der dann geöffnet wird, sprudeln die Themen. Sozusagen.

Ich fühle mich schlecht, mich für die Vielfalt von Themen erneut entschuldigen zu wollen, aber so ist es eben. Der Vorsatz wird ab und zu gebrochen.

Was haben diese Videos gemeinsam?

Beim Stöbern durch MkM fand ich neulich eine günstige Version des Frost Titan (nicht „Forst Titan“, obwohl das interessante Assoziationen zuliesse…). Da die Titanen in M13 nicht mehr enthalten sind, sollte man das derzeitige Angebot nutzen, denn ich tippe darauf, dass deren Preise steigen können. Eventuell aber auch nicht. Jedenfalls fand ich den foil Frost Titan EDIT: nicht! aus dem Duels of the Planeswalker Booster für zwei Euro – war billig für mich.

Da ich unter einem Stein lebe, habe ich keine Ahnung, woher die Version stammt. Was liegt für Männer da näher, als bei Youtube nach einem Unboxing-Video zu suchen (es ist empirisch belegt, dass Unboxing-Videos hauptsächlich von Männern produziert und konsumiert werden).

Ich fand dies, dies, die sechsfache Version und das mit der „shitty common“ (was für ein Seitenhieb darauf, dass ich den Dragon Hatchling nicht nur für super stark finde, sondern den auch so selten geöffnet hatte, bis udolattek diese Lücke ausglich). In diesen Videos lässt sich beobachten, was in den Boostern drin ist, die es auch bei MkM gibt. Soviel nur als Produktinformation für eine Nische, die eventuell nicht jeder kannte.

Common Highlander

Casual-Spieler neigen zu sehr komischen Formaten. Zwei davon beschäftigen mich derzeit. Einmal die doppelte Einschränkung, jede Karte nur einmal zu spielen (Highlander) und zusätzlich nicht die seltenen Karten zu verwenden, was allgemein im „Pauper“ soweit geht, nur Commons zu spielen.

Davon interessiert, las ich Marios Spielbericht vom 25.07.2012 – Common Highlander, den ich zum Lesen empfehle, und fand den folgenden Absatz:

Wir beenden den Abend mit der Diskussion vom Anfang und entscheiden schlicht demokratisch, dass für „Common Highlander“-Decks in Zukunft die höchste Seltenheitsstufe einer Karte ausschlaggebend sein soll. Mir hätte es zwar besser gefallen, wenn Karten durch Herabstufung wieder eine Chance auf Verwendung bekommen hätte, aber die Mehrheit der übrigen Spieler ist überzeugt, dass der Blick auf die höchste Seltenheitsstufe einfacher ist und das Einmal-raus-für-immer-raus-Prinzip insgesamt zu weniger Anlässen führt, das Deck überarbeiten zu müssen. Und so soll es denn sein.

Für die Spielgruppe ist das Ergebnis natürlich ok. Jeder kann so spielen, wie er meint und sich auf Formate einigen, wie es ihnen gefällt. Aber die Begründung, es sei einfacher, die höchste Seltenheitsstufe zählen zu lassen, gefällt mir nicht, denn das kann per Definition nicht einfacher sein, als die niedrigste Seltenheitsstufe rauszusuchen. Es ist eine Verkleinerung des Formats gegenüber einer möglichen Erweiterung und das ist das eigentliche Argument, was dann folgt: es führt zu weniger Anlässen, das Deck zu überarbeiten.

Das finde ich schade, denn Decks sind doch lebende Gebilde. Zumindest denke ich, dass sie es sein sollten. Decks sollte man sowieso immer mal wieder überarbeiten. Ich weiss, es gibt dazu auch unterschiedliche Ansätze. Ich kann jemanden auch bequatschen, dass sein Artefakt-Deck total IMBA ist. Man kann auch einfach generelle Artefaktzerstörer in die Decks packen.

Exkurs
Ich glaube, das ist bei unserer Spielgruppe passiert, als jeder ein Esper-(UWB)-Artefakt-Highlander spielte, dass immer irgendwelchen Unsinn gemacht hat. Beim Tom mit Darksteel Tralala, bei Ingo mit Tinker und bei mir wahrscheinlich mit beidem… :-/
Dann kam Hippy mit seinem auf Creeping Corrosion und Ichor Wellspring / Mycosynth Wellspring basierenden Deck und ein paar Aura Shards später hatte kein Artefaktdeck mehr eine Chance.

Allein durch neue Decks gibt es die Anforderung, die anderen Decks anzupassen und das finde ich auch gut so. Decks wollen immer überarbeitet werden.

Ich finde das einen sehr wichtigen Punkt bei Magic.

Mulligans

Ich möchte einen weiteren Artikel aus der letzten Zeit positiv hervorheben.
A Mulligan Rant las ich kurz nachdem ich den Artikel aus dem folgenden Abschnitt gelesen hatte. Ich finde den deshalb so toll, weil ich mich bei den zahllosen Artikeln zum Thema Mulligan auch immer gefragt habe: warum sollte ich zu wenig Mulligans nehmen? Das wäre die Quintessenz dessen, was die meisten Mulligan-Artikel sagen.

Tatsächlich muss man sich mit einer gegebenen Starthand ja fragen, welches Spiel man damit spielen kann. Und zu einem deutlichen Teil hat die Konstruktion des Decks einen Einfluss auf dieses Spiel und auch auf die haltbaren Hände. Decks ohne Manafixing sind schwieriger zu entscheiden als Decks, die Manafixing haben. In Decks mit carddraw sind Mulligans einfacher hinzunehmen als in Decks ohne Carddraw.

Ich nehme beim Casual relativ selten einen Mulligan, weil ich nicht immer einen perfekten Gewinnplan umsetzen will – meine Decks sind aber auch auf eine gewisse Varianz ausgelegt (dazu plane ich seit Monaten auch einen Blog, aber ihr werdet den nicht mögen). Dabei stellt sich oft heraus, dass auch die etwas strittigen Hände ein vernünftiges Spiel ergeben. Vorausgesetzt, man hat die Mindestanforderungen zur Anzahl der Länder erfüllt. Wichtig ist dabei, sich auf das Spiel einzustellen und je nach Lage lieber das Spiel länger oder kürzer zu gestalten. Wobei Mulligans im Casual sowieso nicht die Bedeutung haben, den sie in ergebnisorientierten Umgebungen besitzen.

Was ich von Magic gelernt habe

Mir ging es so wie Philip. Lange Zeit nichts gelesen. „Philip“ finde ich BTW den schwierigsten Namen mit den meisten Schreibweisen und keiner Chance, sich das irgendwie merken zu können. Dann las ich Was ich von Magic gelernt habe von Florian Reiter. Ein super Thema. Ein super Autor.

Mit jedem Absatz wurde aber meine Erwartung untererfüllt. So weit, dass ich mir schon dachte, einen eigenen Eintrag zu schreiben mit dem, was ich von Magic gelernt habe. Ich erkläre es mir so, dass dieser Artikel tatsächlich mit der „heissen Nadel“ gestrickt ist und mit Zeitdruck entstand. Ich hätte lieber auf die hier eher störenden Bilder verzichtet (auch wenn das eher eine redaktionelle Bearbeitung ist als die Leistung des Autoren) und an dieser Stelle etwas mehr Inhalt gehabt.

Aber vielleicht kann man dieses Thema auch als Aussenstehender nicht bewerten, weil es eben das ist, was der Autor gelernt hat. Sollte da etwas dabei sein, was man selbst nicht gelernt hat – oder was einem selbstverständlich war, dann hat man eventuell Glück gehabt, das nicht von Magic zu lernen sondern von etwas anderem. Und das ist nicht zu verurteilen – dieses Thema ist per se sehr persönlich.

Damit ist es ein perfektes Blog-Thema und ich plane, das auch aufzugreifen. Nur nicht unbedingt in den nächsten Tagen.

Decklisten

„Kein Magic-Artikel ist komplett ohne eine Deckliste.“ – viele, beinahe alle modernen Magic-Artikel verstossen gegen diesen Ur-Grundsatz der Magiclektüre. Auch dieser Blogeintrag muss wieder ohne Deckliste auskommen.

Dabei hätte ich genügend Decks zu besprechen. Schliesslich war ich einige Tage krankgeschrieben und beschäftigte mich in der Magic-freien Zeit damit, meine Decks zu überarbeiten. Alle. Da wäre schon was dabei, was ich noch besprechen will. Ausserdem hatte ich ein günstiges Angebot für Kartenboxen gefunden – es war billiger als ein Euro pro Box und macht damit die Grabbelkisten auf der Spiel’2012 uninteressanter – und wollte die jetzt sinnlos herumstehenden leeren Boxen mit neuen Decks füllen. Zumindest so, dass eine von jeder Farbe gefüllt wird.

Aber ich möchte hier auch nicht zu viel Vermischung reinbringen und spare mir dieses Thema genauso für einen separaten Eintrag auf, wie das, was sich in dem Domain-Selektor am oberen Seitenrand getan hat.

Was mit dem „Jade Monster“ ist?

Als wir letzten Mittwoch beim Michael gespielt haben, stand das auf seinem Briefkasten. Ich blamierte mich sehr.

Mir fiel spontan Baku Altar ein, oder sowas wie Jade Statue. Aber Jade ist in letzter Zeit nicht mehr so beliebt bei Wizards. Eine Bildsuche bei Google findet auch sehr niedliche Miniaturen von Pixied Dust Miniatures.

Jedenfalls habe ich es nicht gefunden.

5 Kommentare

  1. Ormus meint:

    Der glitzernde Frost Titan war nicht in einem Booster, den gabs als Einzelkarte zu Duels 2012 (zur PC Version afair). Nicht das jetzt jemand die Promo Booster wegen nem Titan kauft 😉

  2. atog28 meint:

    Nee, stimmt ja, ich wollte noch was zu Serra Avatar erzählen. Naja, egal. 🙂

  3. Mario Haßler meint:

    Naturgemäß gehe ich auf den Teil „Common Highlander“ ein. Auch ich habe nichts gegen eine regelmäßige Überarbeitung und Anpassung dieser 200-Karten-Decks, zumal das bei Heraufstufung einer Karte ohnehin nötig ist. Die niedrigste Seltenheitsstufe ist aber in der Hinsicht das gleiche wie die höchste — nur umgekehrt, sozusagen.

    Ich halte nach wie vor die letzte Seltenheitsstufe für das beste Kriterium, auch wenn es mehr Aufwand bei der Recherche erfordert. In der Annahme, dass WotC bei Neuauflagen von Karten Ausrutscher nach oben oder unten korrigiert (auch wenn sich „Anarchist“ und „Stadtschreiber“ (edit: Scrivener) in dieser Hinsicht widersprechen), sollte sich das Format auf lange Sicht so am besten anfühlen.

    Der französische Gast hat aber nicht wirklich diesen Nachnamen, oder?

  4. atog28 meint:

    Heisst der Stadtschreiber nicht eher Stadtgelehrter? (habe Kartenlinks hinzugefügt) Das sind dann ja auch andere Karten. Die Überarbeitungshäufigkeit sollte jedenfalls nichts mit der Formatdefinition zu tun haben. Ich halte auch viel von der Idee, dass Wizards korrigierend eingreift, denn viele Commons der ersten Jahre waren aus heutiger Sicht etwas unbalanciert zu den Rares. Das haben sie insgesamt besser im Griff.

    @Nachname: Nein, nicht ganz, aber fast… auf jeden Fall war die freudsche Fehlleistung mal wieder lustiger als die Realität.

  5. Mario Haßler meint:

    Srivener = Stadtschreiber/Schreibgelehrter: Kommt auf die Edition an, siehe http://magic.freizeitspieler.de/uebersetzungsfehler.php

    Der blaue Spontanzauberzurückholer war in Exodus „uncommon“ und wurde in Odyssee „common“. Der rote Hexereizurückholer war in Exodus und Odyssee „common“, wurde aber in der 9. Edition „uncommon“. Hier kann man allenfalls argumentieren, dass es Blau mittlerweile mehr liegt, Spontanzauber aus dem Friedhof zu hieven, als es Rot mit Hexereien kann.

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