Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Dülmen Standard 17.05.2009

Beim Umzug ist jetzt soweit alles „in trockenen Tüchern“. Zwar haben wir noch keinen Strom angemeldet (das sollte ich diese Woche unbedingt noch machen) aber ansonsten ist jetzt schon mal alles an seinem Platz – bis auf einige wenige Umzugskartons, die noch ausgepackt und eingeräumt werden wollen. Die letzten sind immer die, in denen sich der ganze Müll angesammelt hat, von dem man sich eigentlich noch nicht ganz trennen will, den man andererseits auch nicht immer braucht und für den noch ein Platz gefunden werden will, wo man ihn noch weitere drei Jahre unbenutzt aufheben kann. So ist es doch.


Aktenordner mit Belegen beispielsweise. Da erfahre ich beim Durchsehen, dass unser Drucker doch noch Garantie hat, denn der Kaufbeleg ist von März 2007. Juhu, den hätte ich ja ewig gesucht. Aber jetzt: wohin damit – erst mal wieder zurück in die Kiste. Für Ordner und Belege gibt es noch keinen Platz. Oder diese drei Glasvasen; was ist mit dem Salatbesteck und den Salatschalen? Wohin damit? Zuviele Detailfragen verwischen die Sicht auf das Grosse.

Und damit wären wir bei einer guten Überleitung zum heutigen Magicthema – dem Standardevent in Dülmen am Sonntag, 17. Mai. Doch zunächst ist noch Platz für einen kleine, aber wichtige Zwischennachricht. Haltet diese gute Überleitung bitte so lange fest.

I now officially hate the Telekom.

Ich könnte es auch auf deutsch sagen, aber dieser Term „I now officially..“ ist einfach cooler.
…und cool wäre das, was ich jetzt am meisten brauchen kann.

Am Freitag war so ein Tag, den man wirklich nicht braucht. Für den Freitag war die Umschaltung unseres Telefonanschlusses angekündigt, eine einfache Sache, wenn man nur von der oberen Etage in die untere Etage zieht. Hierfür hatte man uns bei Arcor gesagt, dass trotzdem ein Telekom-Techniker rauskommen müsste; ich hätte ja lieber einen Arcor-Techniker gehabt, aber das geht ja offiziell nicht.

Da ich bereits entsprechende Erfahrung mit den Telekommitarbeitern habe, haben wir alles so vorbereitet, dass es quasi idiotensicher ist: sowohl in der alten wie in der neuen Wohnung war eine Klingel, mein Vater war da und hatte die Türen offen gelassen um diese zu hören. Gleichzeitig war meine Mutter nebenan (schliesslich stehen da drei Klingeln und überall steht unser Name drauf, das kann schon einmal verwirrend sein). Fest steht: es war überall jemand.

Doch um zehn Uhr finden meine Eltern einen Zettel im Briefkasten, dass jemand um 10.05 da gewesen war und niemand angetroffen hat. Ganz offensichtlich hat sich dieser jemand, der es nicht mal für nötig befunden hat, auf dem Zettel seinen Namen zu hinterlassen, es auch nicht wirklich versucht, denn geklingelt hat er nicht.

Also rief ich bei der Telekom an um irgendwie den namenlosen Techniker zu erreichen. Natürlich war man dort nicht in der Lage, mir helfen zu können, den Auftrag kann man nicht herausfinden, und da ich kein Kunde bin, können sie das auch gar nicht, meine Telefonnummer hat man nicht in der Datenbank. Hm – die Suchabfragen auf die Datenbank der Stadtbücherei ist da leistungsfähiger, aber was erwartet man auch. Bei Arcor dann ein ähnliches Bild des Grauen. Ja, man sieht den Status des Auftrags, aber nein, man könnte jetzt die Telekom nicht kontaktieren, da man den Status nicht ändern kann bis nicht der Telekomtechniker die Rückmeldung gegeben hätte, er hätte niemanden angetroffen. Das würde er mit dem Uplink um ca. 16h machen und dann solle ich nochmals anrufen.

Hey, ich meine, ich rufe doch jetzt an – kann man das nicht jetzt schon notieren? OMG, und ich dachte immer, wir hätten bei der Firma ein schlechtes Kunden- und Auftragssystem. Dagegen ist unseres ja Gold…

Die Zeit vergeht, und da ich noch einen Termin im Krankenhaus gemacht habe, packe ich meine Sachen annähernd pünktlich und düse los um mich dort vorzustellen. Meine Ärztin hat mir eine Überweisung ausgestellt und natürlich rief ich vorher an, wann ich für einen Termin vorbeikommen kann. Also stehe ich schliesslich eine Stunde später in diesem Büro und wundere mich, dass es ein Verwaltungs- und kein Untersuchungsbüro ist. „Ja“, sagt man mir, „Sie können dann in vierzehn Tagen um vierzehn Uhr kommen.“

Bam. Da habe ich also telefonisch einen Termin gemacht, damit ich jetzt… einen Termin machen kann? Dafür mache ich früher Feierabend, gondele durch drei Städte um jetzt innerhalb von fünf Minuten einen Termin zu machen, den man auch genauso gut telefonisch hätte machen können? Ist das so eine Art „Cross-Selling“, dass ich noch ein Magengeschwür durch die Aufregung bekommen soll, dass sie dann direkt mitbehandeln können? Im Wohle des Patienten? Ich frage extra noch mal nach, was das für ein Termin ist – macht man dann die Behandlung, oder ist das ein Gespräch für einen neuen Termin…

Kaum aus dem Krankenhaus raus bekomme ich eine SMS von Arcor. Ich wähle die angegebene Servicenummer und lande bei Marco, der deutlich souveräner ist, als die beiden Würstchen im Call-In-Service-Center von heute morgen. Von ihm höre ich auch Worte des Bedauerns, dass es nicht geklappt hat. Wir wissen ja nun auch, woran es liegt: die Telekomtechniker sind unkommunikativ, um es mal so zu formulieren. Menschenscheu schmeissen sie nur schnell die Karte in den Briefkasten und düsen davon. Das hat man davon, dass man die Leute von der Post übernommen hat…
Anyway, meinen Anschluss reaktivieren geht nicht, weil die Kündigung des alten Anschlusses schon durch ist, und ein neuer Termin mit der Telekom hat eine Inkubationszeit von zehn Tagen. Also stehe ich jetzt weitere zwei Wochen ohne Telefon und Internet da. „Telekom spioniert Bankdaten aus“ betitelt das Handelsblatt heute die Printausgabe, kein Wunder, dass sie mit meiner Telefonnummer nichts anfangen. Vielleicht ist das Geschäftsfeld Telefonie nicht mehr ausreichend ertragreich – und ich werde den Eindruck nicht los, dass das stimmt, was ich von den Leuten gehört habe, denen ich die Story schon erzählt habe: da werden Machtkämpfe der Firmen auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Marco erklärt mir, dass ich Nutzungsausfall bei Arcor geltend machen kann, soweit so gut, aber die Ursache liegt woanders und das ist es, weshalb für mich nun der Score weiter gesunken ist auf das Level von „I now officially hate the Telekom“.

Da ich mir – für diese „Untersuchung“, die nicht stattfand – mehr Zeit eingeplant hatte, habe ich bis zum Abend noch etwas Zeit. Also nochmal schnell zur Bank gefahren und ein paar Überweisungen erledigt – zum Beispiel dieses Knöllchen wegen Geschwindigkeitsübertretung, denn ich war ja schon spät dran auf dem Weg zum Krankenhaus… kann ja keiner ahnen, dass ich nicht einen Termin zur Untersuchung gemacht habe, sondern einen Termin für eine Terminvereinbarung. Hätte ich das gewusst, ich hätte mir alle Zeit der Welt genommen.

Schliesslich telefoniere ich im Auto noch ein bisschen und parke dann aus. Ich könnte noch zum Supermarkt fahren und einkaufen. Also rückwärts aus meiner Parkbucht gesetzt, da kommt aus einer Querstrasse ein weisser BMW und biegt auf meine Strasse ab und stellt sich direkt vor mich (seine Spur war durch parkende Autos gesperrt). Ich setze also soweit zurück, dass er in die Lücke vor den Parkbuchten einfahren kann, aber er fährt dicht auf mich auf. Hm. Also ein Verrückter. Ich mache den Motor aus und warte ab. Er auch. Komischer Typ.
Aus dem Auto hinter dem BMW steigt ein Mann mittleren Alters aus und erklärt dem BMW-Fahrer die Taktik. Dieser fährt dann etwas zurück und in die Bucht. Ich signalisiere durch einen hochgehaltenen Daumen, dass ich seinen Lernerfolg zu würdigen weiss, aber der BMW-Fahrer, eventuell noch keine 20, streckt mir den Mittelfinger entgegen und meint „Du Arschloch lern erst mal autofahren!“. Nice Play, Dude – an dieser Stelle war es wirklich gut, dass ich angeschnallt im Auto sass, sonst hätte ich dem Typ direkt in seine Telekomvisage geboxt.
Ich finde für solche Typen einfach keine Worte.

Am Samstag abend soll mich noch ein im Internet bekannter Magicspieler anrufen um mich zu fragen, wieso ich so ein dickes Fell hätte. Ich sollte diese Frage nicht verstehen. Der Martin, der hat ein dickes Fell. Ich habe nur einen Termin für eine Terminvereinbarung…

Zuviele Detailfragen verwischen die Sicht auf das Grosse.

Da waren wir stehen geblieben. Am Freitag haben wir Marcs Geburtstag gefeiert. Beim Hippy. Neun Leute machten einen auf FNM, nur eben ohne FNM quasi. Bei dem Draft musste ich mir alle Karten durchlesen (also alles ab Conflux) und habe bestimmt die Hälfte der Interaktionen nicht gesehen. Mein Haufen war dürftig, aber ich habe mehr gewonnen als ich dachte. Das 3-1-Draftdeck muss ich die Tage mal einstellen. Das Format finde ich immer noch komisch, das Draften hat irgendwie keinen Spass gemacht. Ein paar Casualspiele runden den Abend aber ab.

Kommen wir zum heutigen Thema: Standard in Dülmen. Wieder mal viel zu wenig Spieler, ich glaube so um die 29 Standardspieler und knappe 80 im Legacy. Was mich wundert: seit Monaten sieht man in den grossen Turnierserien abnehmende Teilnehmerzahlen für Standard. Das betrifft ja nicht nur Iserlohn und Dülmen, sondern auch die Standard-FNMs. In einer Zeit, in der Standard zumindest für die Nationals-Qualifizierung eine Rolle spielt, würde ich doch auf ein grösseres Interesse spekulieren, aber es ist nicht vorhanden. Sieht man doch auch an den nicht mehr zustande kommenden Standard-FNMs. Als Standardhäschen habe ich mir auch schon überlegt, auf Legacy umzustellen – zumindest, um dieses Jahr noch von meinem 1600er Eternal-Rating zu profitieren. Sprich: bei gewonnenen Spielen im Verhältnis mehr Punkte hinzuzubekommen.
Falls das überhaupt funktioniert.

Meine Magickarten sind derzeit jedenfalls alle an einem Platz. Sie stehen in Longboxen und Kartenkisten gestabelt in einer Ecke. Und ich wusste gar nicht, dass es SO viele Karten sind. Bisher waren sie im Wohnzimmer an mehreren Ecken verteilt, nun will ich keine Magickarte im Wohnzimmer mehr haben (ausser vielleicht, um einen Schrank in die Waage zu stellen oder sowas) und verbanne sie ins Kinderzimmer. Einen ganzen Berg von Kartenboxen… und irgendwo dadrin meine Standarddecks. Ah, eine neunte-Edition-Fatpack-Box… das ist sie… zerr… schieb… Hm. Zuviele Kisten noch drauf. Also halb entpackt, rausgezogen und dabei den Schwung Romane umgestossen, die ihrerseits wieder Fatpackboxen mit sich ziehen, aber egal! Ich habe sie.

Nein. Das war die Draftkiste. Also doch die andere… ah, im hinteren Stapel in der Mitte… zerrr… ZERRRR… *RUMS* *POLTER*

Ta-Da! Strahlend stehe ich mit der Kiste wie einem Pokal in der Hand da, und keiner hat meinen Triumph gewürdigt. Ausser der zusammengefallene Stapel Kartenboxen. Aber darum werde ich mich später kümmern, nun müssen die Decks geprüft werden. Zwei Ordner mit standardlegalen Karten (vor Conflux) kann ich noch greifen, die Conflux und Alara Reborn-Displays jetzt noch aufreissen? Nein, ich wüsste nicht wohin mit den aufgerissenen Karten, also muss das reichen.

Ich schleiche mit den Ordnern und der Kiste ins Wohnzimmer und schaffe auf dem Esstisch Platz und wische ihn noch einmal ab. Schnell ist das Feendeck ausgebreitet. Das mit mehr Schwarz und Thoughtseize main. Ohne Scion of Oona und Sower im board. Gefällt mir nicht so gut, aber hat vermutlich immer noch eine ausreichende Durchschlagskraft. Als Backup immerhin zu gebrauchen, wenn es kein anderes Deck geben wird. Marion streift unter „du wolltest doch keine Karten mehr im Wohnzimmer“-Blicken vorbei und wie ein erwischter Hund schiebe ich die Karten zur Seite.

Das nächste Deck ist Doran. Hatte ich letztlich erst gespielt und für schlecht gefunden. Damit müsste ich deutliche Änderungen unternehmen, um es spielen zu wollen. Kann also nur als Teilespender herhalten, denn es hat den Grossteil der Reflecting Pool und anderer non-basic lands. Hm. Gab es da nicht diesen Anathemancer? Soweit hatte ich die alphabetisch sortierte Kartenliste von Alara Reborn doch gelesen. Also unspielbar, dieses Deck.

Drittes Deck. It only gets worse. Ein Artefakt-Haufen um Master Transmuter. Eine ausgeführte Idee ohne weiteres Testing. Viele Proxies und Ideenkarten drin, die ich noch nicht auf Spielbarkeit geprüft habe. Das Deck bräuchte noch jede Menge Tuning und Testing – Zeit und Karten also, was ich beides nicht im kurzfristigen Zugriff habe. Immerhin hätte ich Spielpartner und einen Platz zum Spielen. Man muss lernen, das positive zu sehen…

Also sieht es so aus, dass ich Feen spiele, wenn Danny nicht noch ein anderes Deck haben sollte. Der, lieb wie er ist, offenbart mir auf der Fahrt nach Dülmen, dass er ein Bant-Deck zusammengebaut hat. Das Grundgerüst sieht gut aus, mir gefallen nur fünf Karten wirklich nicht, das sind Steward of Valeron und das Warhammer-Äquivalent im main. Die Winged Coatl finde ich unüblich, will sie aber ausprobieren. Sie sollten sich später als nicht so gut herausstellen. Nicht wirklich schlecht – immerhin hat man etwas gegen Goblin Ram Gang oder Wren’s Run Vanquisher, sie sind aber als 3-Mana-Removal nur deswegen interessant, weil sie den Mimic instant-mässig pumpen. Was aber keinen wirklichen Fortschritt darstellt.

Um es vorweg zu sagen: Qasali Pridemage wäre vermutlich die stabilere Wahl – hiervon zwei im Main statt der Schlange und zwei ins Sideboard für die Naturalizes und man hätte einen Sideboardslot frei. Die haben wir natürlich nicht da gehabt, und das mit dem Naturalize war einfach zu schlecht. Später vielleicht mehr dazu.

Ach ja, das Sideboard. Das war komplett aus meinen Tauschkarten zusammengewürfelt und hatte offensichtlich keine Cloudthresher. Feen waren auch keine am Start, das beruhigt…

Ich fügte dem Deck noch drei Negate hinzu. An Cryptic Command überlegte ich, aber die „UUU“ in den Casting Cost sahen plötzlich wieder erschreckend aus. Ich entschloss mich, sie lieber nicht zu spielen und denselben Trick wie beim Meerfolk-Deck zu versuchen. Der Gegner würde um die Karte herumspielen und das wäre genauso gut, als wenn ich sie spielen würde. Dieser Trick klappte offensichtlich nicht bei den Spielern, die den Bluff callen. Ob nun unbewusst oder in voller Absicht. Darum: einfach mal ausprobieren ob der Counter da ist – vielleicht ist er es ja gar nicht. Die „beste Karte im Format“ nicht zu spielen war trotzdem etwas ärgerlich. Aber sie blieb im Feendeck.

Immerhin beschied ich Elspeth, die ich nur einmal dabei hatte, einen Platz im Maindeck, wodurch der Sledge ins Sideboard wanderte. Die letzten beiden Sideboardkarten sind fast schon Basic Lands geworden, so wenig Material fand ich… 🙁

Runde 1 – Sören – DRK-Kuli – 5CC

Nach Sörens Start und meinem Mulligan in eine spielbare Hand vergesse ich den Mimic in der zweiten Runde und er soll bis zum Spielende auf der Hand bleiben, weil ich Monk-Flooded gehe. Nur noch Länder und Rhox War Monks, seinerseits kommen Kitchen Finks und irgendwelche Walls, ihr wisst schon welche, auch ohne Kartenverlinkungen. Nachdem er mit Jund Charm seine Finks auf 5/4 gepumpt hat (wäre ein Judge vorbeigekommen, er hätte die Finks eventuell für tot gehalten), schiebe ich zusammen. Mit zweiter-Runde-Mimic hätte das Spiel aber auch nicht wesentlich anders ausgesehen.

-2 Winged Coatl, -3 Snakeform, +3 Gaddock Teeg, +Negate, +Remove Soul

Auch das zweite Spiel beginne ich mit einer 6-Karten-Hand. Falls ich ein glückliches Land nachziehe, könnte ich nach Seaside Citadel (IIRC) in der zweiten Runde den ersten Gaddock Teeg legen, aber durch ein Treetop Village ist mir das erst in Runde 3 vergönnt. Es entbrennt ein Kampf um den Gaddock Teeg (den dritten könnte ich mit Bant Charm schützen, will aber dann aus irgendeinem Grund seinen Shriekmaw unter die Library legen um mit einem Rafiq in die Wand anzugreifen (pseudo-6/6-Gaddock Teegs sind ganz gut). Entsprechend hat Sören einfach noch ein Removal und kann schliesslich einen grünen und weissen Planeswalker legen und Martial Coup für 7 machen. Zu einem Zeitpunkt, wo ich dann endlich Bant Charm nachziehe…

0-1

Runde 2 – Kevin – GW-Aggro

Habe leider vergessen, welchen Kugelschreiber Kevin hatte (nachdem Sören den DRK-Kuli benutzt, der erstaunlich ähnlich zum Couchmagic-Kuli ist). Kevin unterschätzt die Angriffskraft eines Mimics, der zunächst nur lieb mit Exalted angreift, um dann dank Rafiq vermutlich 14 Schadenspunkte zu machen. Seine drei Spirittokens werden keine Chumpblocker dank Snakeform. Winged Coatl wäre hier als trample-Instant auch möglich gewesen.

-Elspeth, -Snakeform, -Finest Hour, +3 Gaddock Teeg

Im zweiten Spiel bin ich trotz Hierarch langsam, er spielt auch einen und dann ein neues Rhino. Spontan denke ich an das Vieh, dass allen 1/1ern zwei Marken gibt und an den Spirit-Spruch, den er folgende Runde wohl spielen wird. Also entsorge ich das Ding mit einem Bant Charm. Bei näherer Betrachtung erweist sich das Nashorn aber als das, dass die Kreaturen unzerstörbar machen kann. Na egal, weg ist weg. Ich lege Mimic und Infiltrator, er macht wieder Spirittokens, die ihn als Aggressor auftreten lassen, aber mein Deck war das Aggrodeck. Als ich nur noch zwei Mana offen habe spielt er selbstsicher einen Martial Coup für 5, aber Negate konnte diese Pläne vereiteln, da er zuvor all-in war, war der Angriff nur eine Formsache.

1-1

Runde 3 – Nino – weisser Kuli – Jund-Aggro / Husk-Quillspike-Combo

Nino beginnt und sieht sich einem frühen Mimic ausgesetzt, dem er mit Nantuko Husk begegnet. Er lässt den gepumpten Mimic vorbei und legt Spouting Thrinax, den ich mit Bant Charm entfernen will, ein ganz klarer Patzer. Natürlich macht er sich in Antwort darauf noch drei Tokens und ich erkenne, dass ich das lieber mit dem Husk hätte machen sollen. Oh je. Immerhin kann ich jetzt Wände verputzen, wenn auch kein Magic mehr spielen. Nach Angriff mit zwei gepumpten Mimics ist er (ohne Block) dann auf 3 Leben, greift mich mit einem weiteren Thrinax noch mit dem Husk an, der mir ungeblockte 16 Schadenspunkte reinsemmeln darf, aber kann dann meine letzten zwei Lebenspunkte nicht mehr mit einem Shock oder ähnlichem aus seinem Karplusan Forest verwandeln. Also gewinnen die Mimics diesen epischen Timmy-Kampf.

-Negate, -Rafiq, -Hierarch, -Coatl, +Remove Soul, +Path to Exile, +Sledge, +Wilt-Leaf Liege

Zu Anfang des zweiten Spiels zeige ich ihm wieder den Mimic, während er mit Quillspike ein anderes Combo-Fass aufmacht. Quillspike ist mir ohne Devoted Druid oder Persist-Engine ja erst mal egal, und entsprechendes wird mir auch vorenthalten. Dafür hat er den Shriekmaw als Antwort auf meine erste Rafiq, aber die zweite darf dann mal ran an den Mann. Der Mimic macht zwischenzeitlich auch sein Ding, so dass Rafiq nicht mehr so viel zu tun hat und schliesslich zeigt sich, dass Terror durch seinen Instant-Status doch Vorteile gehabt hätte, in Form von jeder Menge verhindertem Schaden.

2-1

Nino spielt nach längerer Pause mal sein erstes Turnier und hat sich dafür ein relativ einfach zu beschaffendes Deck aufgebaut. Ich bin gespannt, in welche Richtung er das weiterentwickelt.

Runde 4 – Burning Bernd – hochwertiger Metallkugelschreiber – GB Elfen

Der Burning Bernd kommt relativ spät (ich wollte schon in Panik den ‚mein Gegner ist nicht erschienen‘-Trick in Betracht ziehen) und wir rekapitulieren, dass wir immer gegeneinander gepairt werden, und von den fünf Spielen konnte ich erst eines (bei den National Qualifiern in der Kaktusfarm) und nur durch Glück für mich entscheiden. Dieses Mal spielt Bernd gar keine Burn-Farbe, sondern schwarz-grün.

Im ersten Spiel, dass ich dank geglücktem Würfelwurf beginne, ziehe ich einfach den Gottdraw nach einer Starthand von fünf Ländern, Path und Rafiq. Ich kann in der dritten Runde den Pfannkuchenwender legen, vierte Runde Rafiq, attack für 8, fünfte Runde Elspeth, attack für 14. Die Quote gezogenen Removals bei Bernd hielt sich nahe null, was unwahrscheinlich, aber zutreffend war.

-Negate, -Rafiq, +Path to Exile, +Remove Soul

Bernd entscheidet sich dafür im zweiten Spiel zu beginnen und legt, leicht geflooded aber mit zwei Treetop Villages, den Paragon, den Imperious Perfect und einen Shriekmaw, der den entscheidenen Blocker abstellt und dann noch unblockiert mitangreifen darf. Ich ziehe nur zwei Männchen in diesem Spiel und die Sprüche sind gegen die vielen Kreaturen recht sinnlos (Doppel-Negate, danke).

Im dritten Spiel beginne ich also wieder und verursache den ersten Schaden mit einem über einen Wren’s Run Vanquisher trampelnden Mimic. Es folgen bei mir Rhox War Monk und Infiltrator, während Bernd vor sich hinflooded.

3-1

Runde 5 – Reini – Bic – RB Aggro

Reini sass schon mehrfach neben mir und fragt mich jetzt: „Was spielst du nochmal?“. Ich erinnere ihn an sein total brokenes Deck beim GP Paris letztes Jahr, aber er drückt die Stimmung mit seinen verlorenen Ergebnissen bei den Grand Prixs insgesamt (München nach 5-0 Start dann doch noch 5-4 gegangen und so). Immerhin hat es jetzt ja mit dem PTQ-Sieg hingehauen.

Ich spiele zuerst, und er bringt die Figure auf den Tisch, die ich erst mit der zweiten Rafiq auf dem Spielfeld handeln muss. Bei ihm kommen noch Anathemancer, der mir drei Schaden macht und dann blockt, und Goblin Outlander der ganz gut im Blocken von Rafiq sein soll. Wir haben das aber nur theoretisch durchgespielt, denn ich hatte auch noch ein Treetop Village, und das kam dann trampelnderweise mal vorbei. Detail am Rande: nach Block mit Anathemancer geht er auf zwei und ich entdecke einen Bant Charm auf meiner Hand. Soooo schlecht. Trotzdem gewonnen.

-2 Negate, -Rafiq, -Snakeform, -2 Winged Coatl, +Remove Soul, +Twincast, +Path to Exile, +Liege, +Sledge, +Naturalize
(Blöd geboarded)

Im zweiten Spiel mache ich Reini nicht einen Schadenspunkt; er legt Mogg Fanatic, Outlander und Shambling Remains gegen die ich immer in der Defensive bin und mir genau der halbe Zug fehlt, da er begonnen hat. Nach einem riskanten nicht-Blockens der Remains durch meinen Pfannkuchenmann gehe ich auf stabile 5 Lebenspunkte und er hat noch einen 4-Damage-Spruch und den geopferten Mogg Fanatic. Ich spekulierte auf eine Finest Hour in der kommenden Runde, die mich wieder hochgebracht hätte, aber das war zu riskant.

Also im dritten Spiel wieder selbst begonnen und mal wieder mit der fünf-Land-Hand. Immerhin ein Village dabei, also wird es gespielt. Doch Reini legt wieder Mogg Fanatic, der mich meinen Mimic auf der Hand behalten lässt. In der dritten Runde blockt mein Treetop Village dann keck seinen angreifenden Goblin, was ihn sehr wundert. Mich auch, denn jeder Incinerate oder ähnliches wäre direkt LD geworden. Aber dieses Mal hat er den entscheidenden Spruch nicht und ich darf den Goblin entfernen. Für das Land hat er dann noch einen Banefire für 2. On the draw zwei Karten für mein Land getauscht ist im langen Spiel von Vorteil für mich. Ich bekomme also Mimic auf den Tisch und kann mit Rafiq ihn auf 9 angreifen, als er doppel-Shiekmaw-Evoke macht. Nice Play.
Es folgt eine Goblin Ram-Gang nach der anderen, die ich mit Path oder Bant Charm unter die Library packe, sein Blightning erwischt bei mir ein Land und ein Naturalize, das so gerne ein 2/2 Bär gewesen wäre, der dann schon auf dem Tisch gelegen hätte. Erst danach legt er das Endless Torment, und wenig später zur Sicherheit noch ein zweites. Bei ihm liegen nun ein Goblin Outlander und ein Ghitu Encampment während ich Finest Hour und einen Sledge gezogen habe. Aber dann kommt ein Noble Hierarch, der mit dem Hammer ausgerüstet wird und dann als 4/5 trample, wither angreifen darf. Nach dem Doppelblock entsorge ich das Land zuerst, im zweiten Angriff nimmt er sich noch die 2 und sinkt auf 4 Lebenspunkte. Ich bin bei 8, als ich „GO“ daneben schreibe für den 1/1 Goblin Outlander, der mich die folgenden vier Runden angreift, als wir beide von oben ziehen. Weitere Paths und Bant Charms sind gut gegen die anderen Kreaturen (Ram-Gangs dieser Welt) aber ich ziehe kein Männchen mehr um den Hammer daran zu befestigen. Ein spannendes Spiel, dass ich mit einer dritten Kampfphase gewonnen hätte, geht also an Reini.

3-2

Runde 6 – Dominik – Honda-Kuli – LD Esper

Dominik wäre gerne 4-2 und Jochen meint, er hätte mein Deck gesehen und Dominik hätte eine gute Chance dagegen. In Retrospektive erkenne ich den Sinn dieser Aussage nicht. Als Dominik nach meinem Start mit Mimic mein Land zerstört und ich dann den zweiten Mimic auch auf UW lege und ihn auf 15 haue, ist das Spiel eigentlich schon entschieden, denn meine Mimics zerstört er auch in der folgenden Runde nicht, sondern nur ein weiteres Land.

-Finest Hour, -Elspeth, -3 Snakeform, -Winged Coatl, +2 Naturalize, +3 Gaddock Teeg, +Twincast

Ich lege einen Reflecting Pool und Dominik staunt mich fragend an: „Der… macht aber… jetzt kein Mana, oder?“. Ganz richtig. Ich habe eine 1-Land gehalten. Das Boarding hat super lange gedauert und ich vermute, dass er sein LD rausgeboarded hat, was er gegen Aggro machen muss. Wenn ich noch ein Land finde, kann ich ihn unter Druck setzen… „Ganz genau, aber ein getappt ins Spiel kommendes Land macht das ja auch nicht.“ antworte ich und ziehe prompt dieses Land nach, als hätte meine Antwort einen Gebetscharakter gehabt. Also lege ich Noble Hierarch, den Dominik nicht entfernt und mich damit als nächstes Rafiq spielen lässt. Oh, ich habe wieder ein Land nachgezogen, genau (hatte aber noch Mimic und War Monk als Alternativen, die aber auch bei Infest gegangen wären). Dieser haut Dominik nach Path auf seinen potentiellen Blocker auf 10 und dann schiebt er in seiner Runde auch schon zusammen. „Da hat das Boarden ja länger gedauert als das Spiel.“ Jo.

4-2

Schliesslich habe ich als Siebter noch fünf Booster bekommen, was bei der geringen Teilnehmerzahl wirklich ok ist. Immerhin war der Abend so noch nicht kaputt, als wir um kurz vor sieben zurück waren. Die sechsründigen Turniere beginnen mir zu gefallen.

7 Kommentare

  1. malz77 meint:

    zumindest glaube ich, dass highlander standard keine spieler wegnimmt. von den gestern anwesenden (die ich kenne) spielern spielt überhaupt keiner (mehr) standard. also wir sind nicht die bösen 🙂

  2. atog28 meint:

    Das lässt sich durch die Standings leicht nachvollziehen.

  3. Teardrop meint:

    Heyhey,

    wenn ich gewusst hätte, dass meine Frage zu einer so ungünstigen Zeit kommt, ich hätte sie ja glatt auf später verschoben.
    Deine Geschichten da sind schon extrem ärgerlich. Aber manchmal kommt eines zum anderen, da kann man sich dann nur ärgern.

    Mir hat der Text mal wieder super gefallen. Und Glücwunsch zum 4-2. An dem Deck solltest Du weiterarbeiten!

  4. atog28 meint:

    Patrick Chapin schrieb über das Deck ansatzweise in Five-Color Blood in Regionals, and Decks I Dislike folgendes:

    There is no question this deck is cute, as who wouldn’t want to Shore-crash in conjunction with Rafiq and Finest Hour? Those are serious beats. That said, the deck is very much a one-trick pony. What does it do against a Path to Exile? Its vulnerability seems wretched, as I can’t even imagine how I would play this deck against a B/W Token deck with Zealous Persecution, Wrath, Path/Terror, and token generators.

    This is another deck that is not terrible by any stretch of the imagination, but it’s another deck that seems to lack a theoretical reason to exist in the meta beyond “Noble Hierarch is a good card.” Isn’t this just a bad G/W Tokens deck?

    Gut, es ging um eine andere Zusammensetzung (diejenige, die den PTQ in Virginia gewonnen hat) aber das Grundproblem ist dasselbe. Der Gegner ärgert sich, dass er kein Spotremoval hat, wenn ich gewinne. Das bedeutet doch, dass, wenn er eins hat, man mit diesem Deck einfach nicht gewinnt. Das fehlende Massenremoval war nach dem Martial Coup für 7 (auf 14 Leben) auch mir auffällig.

    Ich werde das Deck mal selbst zusammensetzen, aber es ist eigentlich eher ein Combo-Aggro-Deck. Man kann recht schnell abgehen, aber der Gegner kann das „countern“. Ich fand das Deck nur besser als Feen, und das war es vielleicht derzeit auch. Im Dezember war das noch eine gute Wahl, aber aktuell geht es eigentlich nicht.

  5. TrashT meint:

    „Mit dem Mimic waere das auch nicht viel anders gewesen…“ Lekkere Rationalisierung – haette der Gegner durch die unendlichen Pfannkuchenwender etc. nicht 3463426 Schadenspunkte durch den Mimic genommen? So anstatt 0?

    Aber was ich viel geiler finde ist: „Ja wolltest DU denn nicht keine Karten mehr im Wohnzimmer haben?“
    Kommt mir eher so vor, als ob das wer anders wollte 😛

  6. atog28 meint:

    Jo, natürlich habe ich durch den Mimic auf der Hand eine Phantastillionen Schaden weniger gemacht. Und ich dachte schon, das merkt niemand, was ich da schreibe. Danke…

    *smirk*

  7. atog28 meint:

    Hui, fast ein Jahr kein Constructed-Event mehr gespielt.

    09-05-1919793, Magic: Standard-2009-05-17-Dülmen: 2009-05-17 7
    6 Dominik Wiewelhove Win 1784
    5 Reinhold Kohl Loss 1779
    4 Bernd Brendemühl Win 1787
    3 Nino Wesselbaum Win 1780
    2 Kevin Hucklenbroich Win 1776
    1 Sören Tenambergen Loss 1772

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