Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Combo aus drei Teilen

atog28

Zu Beginn ein fabelhaftes Gedicht:

CRAYFISH, SWAN, AND PIKE
(Translation of I. Krylov*’s fable)

Let crayfish, swan and pike
Draw heavy loaded cart,
Each being just a part
Of harness they dislike.

They try a lot, and everyone
Starts pulling it with zeal;
The problem is that each of them
With his path wants to deal!

The swan makes upward for a cloud,
The crayfish falls behind;
The pike dives sharply in the deep,
And cart moves not from site.

The moral of the verse is that
Accordance should prevail
Amid the people who have plans
To work but not in vain.

* Ivan Krylov – Russian fables writer (1769-1844).

Ich hoffe, ihr habt das alles gelesen und verstanden. Oder zumindest interpretiert, was dann das Gefühl „verstanden“ hat entstehen lassen. Same here.


To work but not in vain
Manche meiner Decks baue ich „bottom-up“. Das ist eine Methodik, die von einer Spielsituation ausgeht und von da aus erschliesst, wie man dahin kommen kann. Für Combo ist das eine geeignete Herangehensweise; man kann sogar behaupten, die einzig Wahre, denn die Combos, die durch gute Karten oder Synergien entstehen sind nur „zufällig gut“. Bei Bottom-Up ist die Combo die auslösende Bedingung.

So fragte ich neulich mal nach den Möglichkeiten von Amoeboid Changeling. Da die Abgrenzung zu Unnatural Selection naheliegend ist, beziehungsweise sich die Anwendung oft überlappt, ist es schwierig, eine Funktion zu finden, in der es wesentlich ist, dass der AmCh eine Kreatur ist. Vielleicht ist meinen Lesern bekannt, dass daraus ein Casual Deck mit Adarkar Valkyre entstand, welches ich nur deshalb in meinen Beschreibungen vernachlässige, da ich es mit einem Esper-Deck gemergert habe und es danach irgendwo in meinen Kisten verschwunden ist. In dem Absatz, den ich gestern löschte, stand einiges über meine Kartenunordnung und warum das so ist und was mich daran stört, aber es wird schon sinnvoll gewesen sein, dass ich das gelöscht habe, so dass ihr nicht wissen könnt, worauf ich mich beziehe. Jedenfalls ist das Deck weg. Experiment auf Eis gelegt.

Zeit für etwas Neues. Im November kommt Oblivion Ring zu denen, die FNM spielen und vielleicht habt ihr auch schon in den letzten zwei Jahren, in denen es die Karte nun gibt, mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn man zwei davon kontrolliert.

Oblivion RingOblivion Ring

Könnte man nicht die eine ausgelöste Fähigkeit benutzen um den anderen Ring zu entfernen? Also mit der Fähigkeit von Ring A wird Ring B entfernt – mit dessen Fähigkeit man aber wiederum Ring A anzielt und diesen entfernt? Lässt sich da nicht eine unendliche Kette von Ereignissen erzeugen? Könnte man immer wieder Ring A und Ring B ins Spiel kommen und den anderen Ring ins Visir nehmen?

Folgende Elemente sind beteiligt: Ring A und B sind die Permanents im Spiel. A1 und B1 sind die ausgelösten Fähigkeiten von A und B, die ein Permanent entfernen und A2 und B2 bringen diese wieder zurück, wenn A oder B das Spiel verlassen. Dann entsteht folgender Verlauf:

A und B kommen gleichzeitig ins Spiel.
Im Spiel: A, B | Exil: –

A1 und B1 triggern, ich lege sie auf den Stack. A1 zielt auf B und B1 zielt auf A. Ich wähle, dass A1 zuerst auf den Stack geht.

Stack sieht dann so aus (oben ist vorne): B1 entfernt A | A1 entfernt B
Im Spiel: A, B | Exil: –

Das erste Element des Stacks resolvt: B1 entfernt A. Dadurch wird A2 ausgelöst.

Stack: A2 | A1 entfernt B
Im Spiel: B | Exil: A

A2 resolvt jetzt. Hat aber keine Funktion.

Stack: A1 entfernt B
Im Spiel: B | Exil: A

Dann resolvt A1 und entfernt B. Dadurch löst B2 aus.

Stack: B2
Im Spiel: – | Exil: A,B

B2 bringt A wieder ins Spiel. Das löst A1 aus, aber damit kann ich keinen Ring mehr anzielen, weil B nicht da ist.

Stack: A1 (irgendwas anderes als Ziel)
Im Spiel: A | Exil: B

Im Endeffekt sind die Stack-Regeln das Hemmnis um die Combo aus zwei Ringen gegenseitig zu starten. Um eine endlose Kette sich selbst entfernender Ringe zu kontrollieren, braucht man drei Exemplare. Mit A, B und C funktioniert das plötzlich. Es ist nicht unbedingt trivial, aber wer das obenstehende Beispiel erweitern möchte, findet das trotzdem schnell selbst raus, was wann wie anzielt. Positiver Nebeneffekt: man darf die Ringe sogar nacheinander spielen und muss sie nicht gleichzeitig ins Spiel bringen.

Confusion in the Rings

Now that I own the BBC, what am I supposed to do with this thing? Jetzt, da eine bestehende Verkettung von Oblivion Rings immer wieder ins Spiel lömpelt, was kann man damit tun?

Erstaunlich wenig. Abgesehen von Effekten, die ausgelöste Fähigkeiten „forken“ können, und die es noch nicht gibt, kann man nicht unbegrenzt viel Board unter Kontrolle bringen. Eigentlich hat man nur fröhlich herumspringende Enchantments. Was tut man mit diesen? Natürlich andere Karten suchen, die einen „comes into play“-Trigger haben, der bei ins Spiel kommenden Enchantments irgendetwas sinnvolles tut. Dieses sinnvolle könnte man dann X-mal mit beliebigem X durchführen.

Leider gibt es nur eine einzige Karte, die bei ins Spiel hüpfenden Enchantments etwas tut. Bei Kreaturen ist man da verwöhnt, aber als Enchantment gibts nicht so viel.

Confusion in the Ranks hat den Vorteil, den gleichen Kartentyp zu besitzen und tauscht Enchantments, wenn die Oblivion Ringe ins Spiel kommen. Das ist toll. So kann man dem Gegner die ganzen lästigen Enchantments abnehmen, mit denen er uns die ganze Zeit malträtiert.

Natürlich ist das ziemlicher Unsinn, denn so viele Enchantments hat kaum jemand, dass sich der Aufwand lohnt. Enchantments sind aktuell absolut unterrepräsentiert. Fast kann man froh sein, dass es den Kartentyp überhaupt noch gibt. Nur das Confusion bringt an sich nichts, dafür könnte man Wild Research zum Suchen der Ringe in das Deck packen.

Opalescence
Die Karte, die – warum auch immer – aus Enchantments Kreaturen macht, übersetzt ins Spiel kommende Enchantments mit ins Spiel kommende Kreaturen. Deren Trigger lassen sich vielseitig verwenden; es ist aber die Frage, ob man diesen Effekt nicht einfacher erzielen kann. Zumindest, wenn man Worldgorger Dragon / Animate Dead spielen kann. Ist langweiliger als drei Oblivion Rings, aber einfacher.

Enchanted Evening
Man kann mit Enchanted Evening ganz böse Aktionen machen. Wenn ich mir die vorstelle, beinhalten sie aber nicht die drei Oblivion Ringe, sondern eher so etwas wie Remove Enchantments. Eine Combo aus zwei Teilen ist immer besser als eine aus drei (oder vier).

Was alles nicht geht:
Sigil of the Empty Throne und Mesa Enchantress schauen nur nach gesprochenen Sprüchen, nicht nach das Spiel betretenden Enchantments. Anstrengungen in diese Richtung sind vergebens, es ist wirklich nur Confusion in the Ranks.

Fazit
Bei aller Liebe für die Situation, aber aus dieser Spielsituation sehe ich keinen sinnvollen Nutzwert. Da es derzeit an Triggern für die hüpfenden Ringe fehlt, und die anderen Combo-Karten jeweils stärkere Alternativen kennen, kann man aus der Combo von drei Ringen einfach nichts gewinnen. Spätestens beim Vergleich der Manakosten verlieren die Ringe, da man neun Mana aufbringen muss, um die drei Ringe zu spielen, selbst wenn man etwas damit erreichen würde.

Also eine nette Idee, aber man kann nichts damit machen.


Achtet auf der Spiel 2009 auf die versteckten couchdraft.de-Kugelschreiber!

Ein Kommentar

  1. atog28 meint:

    http://www.mtg-forum.de/thread-kann-man-zwangsweise-gegner-aufgeben-63985.html

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