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DC Persil.dec

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Hier ist wieder der rasende Deckdoc in spe. Heute melde ich mich nicht aus der Praxis. Da unsere Kittel inzwischen einige Flecken haben, brachten wir sie in eine chinesische Reinigung in der Innenstadt. Hier drehen sie sich in einer der grossen Waschtrommeln damit sie wieder blütenweiss werden. Wir (die Sprechstundenhilfe und ich – quasi) sitzen an den ausladenen Bügeltischen. Da es nichts zu bügeln gibt – *hust* – breiten wir ein Deck auf dem Tisch aus. Wir haben heute keine Zeit für lange Erklärungen, denn die heutige Deckliste ist schon lang genug.

Das heutige Deck ist erneut aus dem Casual Bereich. Es ist eigentlich selbstverständlich, aber ich sag’s ja nur. Ein Turnierdeck auf den Deckcheck zu stellen (BTW ein Begriff, den sich der Chef auch mal schützen lassen sollte) ist meine Sache nicht. Schliesslich bin ich kein Chefchirurg.

Breiten wir die Deckliste auf dem Bügeltisch aus ergibt sich folgendes Bild:

Persil.dec

(115 Karten)
16 Swamp
16 Plains
8 Island
3 Icatian Store
1 Quellen von Cho

4 Wash Out
3 Shifting Sky
2 Sway of Illusion
1 Energy Flux
1 Chamäleongeist
1 Llawan, Cephalid Empress
1 Hydromorph Guardian

2 Verfall der Tugend
2 Dystopia
2 Soul Rend
2 Transmutation
2 Phyrexian Reclamation
2 Extinction
1 Pestilence
1 Diabolic Edict
1 Vile Requiem
1 Befoul
3 Ihsan’s Shade
3 Fallen Angel
1 Dread Specter
1 Infernal Medusa
2 Abomination

3 Martyr’s Cry
2 Circle of Protection: Black
1 Circle of Protection: White
2 Disenchant
2 Dust to Dust
1 Purify
1 Allay
1 Light of Day
1 Lashknife Barrier
4 Aurora Griffin
3 Northern Paladin
2 Angelic Protector
2 Voice of All
2 Coalation Honor-Guard
1 Major Teroh
1 Possessed Nomad
2 Knight of Dawn
1 Intrepid Hero

Dieses Mal werde ich mehr zum Deck schreiben als letzte Woche. Das liegt einerseits daran, dass die Kartenauswahl dieses Decks vielen unbekannt sein wird und die Deckstrategie etwas diffiziler ist. Zum anderen liegt es daran, dass ich letzte Woche nicht so viele Kommentare bekam wie ich annahm. Lobend davon ausnehmen kann ich palaber und bongoking, wobei letzterer durch seine Anregungen den Doktortitel fast schon sicher hat. Tom hat sich über die Vorschläge sehr gefreut.

Das Persil.dec ist ein Deck älteren Semesters von Eric. Ich habe schon viel von ihm erzählt, daher wundert es eifrige Leser nicht, dass die Deckliste ein Pestilence und ein „Diabolic Eric“ enthält. Diese Karten sind fixiert! Genauso wie bei Ingo das Darksteel Ingot nicht fehlen darf, sieht man Eric mit Diabolic Edict.

Aber in der Gesamtheit von 115 Karten fällt es dem unbedarften Leser schwer, die Keycards auszumachen. Es sind, wenn man von den Kartenanzahlen ausgeht wird es leichter, die vier Aurora Griffin und die Shifting Sky. Sie geben gleichzeitig auch die Zeit und Inspiration des Decks an – es entstand 2001 zur Zeit von Planeshift.

Ziel des Decks
Ziel des Decks ist es, die Farbe von Permanents zu kontrollieren. Dabei soll das Shifting Sky auf schwarz alle nicht-Land Karten schwarz werden lassen. Der Aurora Griffin wird dann benützt um einzelne Permanents weiss zu färben. Regeltechnisch geht das in Ordnung, da beide Effekte im gleichen Layer abgearbeitet werden und daher der Timestamp über ihre Reihenfolge entscheidet – denn glücklicherweise ist Shifting Sky nicht so getextet, dass er von der Farbe abhängig wäre.

Der Name des Decks ist an den Werbespruch (weisser als weiss) angelehnt. Ein anderer bekannter Slogan wäre „Da weiss man was man hat“. „Weiss“. Funny..

Äh… wo war ich?

Achja, die Wäscherei.

Kommen wir also zu den Interaktionen. Dystopia wird genutzt um ausgewählte weisse Permanents zu zerstören, die man mit dem Aurora Griffin auswählt. Als ich gerade die Karte verlinke kommt mir die Frage naheliegend vor, ob man auf den Trigger des Dystopia überhaupt reagieren kann mit dem Aurora Griffin, da auf der Karte ein „if“ steht. Eigentlich würde es also gar nicht triggern wenn der betreffende Spieler keine weisse Karte kontrolliert – glücklicherweise geht es aber doch. Der Oracle Text hat keinen „intervening if clause“. Und weil es keinen IF-Klaus gibt, geht der erst mal auf den Stapel, man kann in Ruhe noch was weiss färben und das muss der Gegner dann opfern.

Damit sind die Rechtfertigungen für die Dreifarbigkeit dargestellt, der Rest besteht hauptsächlich aus Karten mit Synergien. Die Portalkarte (Verfall der Tugend) zerstört alle weissen Kreaturen – passt. Was weniger zu passen scheint sind die Fallen Angel oder die Angelic Protector. Die weissen Engel sind dabei eine gute Kombination mit den Aurora Griffins die damit alles blocken – und mit Transmutation auch zu guten Angreifern werden sollen. Die schwarzen Engel füllen mehr oder weniger nur das Deck.

Soweit die Erklärungen, die ich von Eric mündlich bekam.

Sezierung
Ich habe schon einige Male gegen das Deck gespielt und manchmal lief es wirklich wie geplant und dann ist die Kombination schwer zu durchbrechen (wir haben immer zuwenig Enchantmentzerstörer…). An anderen Tagen lief es wieder nicht so gut und war auch nicht als Persil.dec zu erkennen. Wie liesse sich das verbessern?

Zunächst gibt es eine wichtige Regel: Eric spielt ausschliesslich mit Karten im „alten“ Design. Es dürfen also nur Karten bis Scourge oder Siebter Edition verwendet werden, keine Mirrodin oder folgenden Karten. Das finde ich sehr schade, da viele aktuelle Karten die alten Karten „obsolet“ machen. Cloudchaser Kestrel ist wie Aurora Griffin, sogar eigentlich besser (den Enchantment-Zerstör Trigger kann man eventuell mit gegnerischen Enchantments umgehen) – aber er hat das falsche Design und ist damit nicht Element der Menge „erlaubter Kartenpool“. Leider betrifft das auch die Eight-and-a-half-Tails, die ich mir auch gut darin vorstellen kann.

Dafür haben wir Zugriff auf den sonstigen Vintage-legalen Kartenbereich, wobei Eric bei einigen Karten schon anmerkte, dass sie nur gespielt werden, weil sie noch so rumlagen.

Auch diese Woche möchte ich den Fokus auf Anmerkungen eurerseits legen, aber zunächst noch meine Anmerkungen darstellen, die hoffentlich nicht zu sehr in eine Richtung drängen.

Anmerkungen
Das Deck ist auf ein paar Keycards aufgebaut, hat aber keine Möglichkeit, da sicher ran zu kommen. Das wird von der Deckgrösse von 115 Karten zusätzlich negativ beeinflusst. Immerhin stimmt die Manaquote soweit ich das beurteilen kann (Eric spielt meist weniger Landanteil). Mein Bestreben ginge in eine Absenkung der Kartenanzahl um die Konstanz zu erhöhen, das Thema des Decks wirklich umsetzen zu können. Dabei würde ich etwa 80 Karten anpeilen.

Ausserdem sollte das Deck Tutoren einsetzen um an die wichtigen Karten zu kommen. Immerhin spielen wir schon schwarz, da liegt dieser Gedanke auf der Hand. Die eingesetzten Karten sollten vom Preisniveau zum Rest des Decks passen. Vampiric Tutor wäre (finanziell) zu teuer.
Ausserdem fehlt eine Absicherung (gegen Tranquility oder Tempest of Light) in Form von Counterspells, etwas, dass ich auf jeden Fall einbauen würde, selbst wenn es nur um ein oder zwei Karten geht.

Schmeissen wir mal ein paar unfokussierte Karten vom Bügeltisch:
-1 Llawan, Cephalid Empress – geht weil sie nix mit schwarz oder weiss am Hut hat. Shifting Sky auf blau ist ein Notfall und den wollen wir vermeiden. Ein Deck wie Abe’s SeaTroll.dec kann damit eher was anfangen.
-1 Hydromorph Guardian – von der Qualität her eher eine Draftkarte. Da wir durch Kreaturen opfern keinen Vorteil haben, fliegt sie raus um vielseitigeren Karten Platz zu schaffen.
-2 Extinction, -1 Lashknife Barrier, -1 Dread Specter, -1 Infernal Medusa -3 Fallen Angel, -1 Intrepid Hero, -1 Lashknife Barrier – sind einfach ausserhalb des Themas
-1 Fountain of Cho – das Land ist zu langsam und im Endeffekt werden wir es nicht brauchen. Auch ein Icatian Store darf gehen, drei ist zu viel Risiko. Ausserdem können noch ein Plains und drei Swamps gehen. Damit steigt die Landquote von 38 auf 40 Prozent.

Nun zum qualitativen Teil.
Thema Befoul – ist es Kreatur oder Landzerstörung? Eine Möglichkeit, ein Land zu zerstören, sollte man haben. Ich mag die verschiedene Anwendung, aber insgesamt finde ich die Karte, auch durch die Spruchkosten in einem dreifarbigen Deck, eher unpassend. Gerne würde ich Eric Where (Who/What/When/Where/Why) vorschlagen, die noch universeller ist, eine Kreatur aber nur countern kann. Ausserdem: neues Cardframe. Hier sollte er aber eine Ausnahme machen. Leider keine Ausnahme macht das Deckstats Tool, das sich weigert eine meiner zehn Versuche, diese Karte zu akzeptieren, anzuerkennen.

Ansonsten haben wir einen Toolbox-Charakter ohne Werkzeuge zum Suchen. Demonic Tutor sollte sich für das Deck noch auftreiben lassen. Was auch wesentlicher Bestandteil jedes Decks im Multiplayer sein sollte ist Card Draw. Statt mehr Diabolic Tutoren einzufüllen, halte ich wiederholbaren Card Draw für wichtiger. Nicht mal die sonst von Eric so geliebte Rystic Study findet sich. Zwei Treasure Trove (oder Browse) würden dem Deck gut stehen, aber da ich zwei Extinction herausnahm, passen zwei Dregs of Sorrow dem Deck besser

Die Kreaturenkurve startet auch im ursprünglichen Deck spät und durch meine herausgenommenen Kreaturen brauchen wir nun einen Ausgleich. Da das Deck eher einen kontrollierenden Ansatz hat, sollten es gute Blocker sein – warum nicht mit Schutz vor schwarz? Dustrider Falcon darf von mir aus dreimal mitspielen und die teueren Kreaturen mit Schutz vor Schwarz ergänzen.

Meine neue Deckliste sähe so aus:
Das neue Persil.dec
14 Swamp
15 Plains
8 Island
2 Icatian Store
4 Wash Out
3 Shifting Sky
2 Sway of Illusion
1 Energy Flux
1 Chameleon Spirit
2 Virtue’s Ruin
2 Dystopia
2 Soul Rend
2 Phyrexian Reclamation
1 Pestilence
1 Diabolic Edict
3 Duskrider Falcon
1 Vile Requiem
1 Demonic Tutor
2 Treasure Trove
1 Befoul (Who/Where/When/Why)
3 Ihsan’s Shade
2 Abomination
3 Martyr’s Cry
2 Circle of Protection: Black
1 Circle of Protection: White
2 Disenchant
2 Dust to Dust
1 Purify
1 Allay
1 Light of Day
4 Aurora Griffin
3 Northern Paladin
2 Angelic Protector
2 Voice of All
2 Coalition Honor Guard
1 Major Teroh
1 Possessed Nomad
2 Knight of Dawn
2 Dregs of Sorrow

Aber vielleicht ist es bei diesem Deck auch möglich den umgekehrten Weg zu gehen und es „neu aufzubauen“ statt Änderungen vorzunehmen. Da das Deck aber schon durch viel Spielerfahrung entsprechend „getunt“ ist, habe ich mich auf eine Konzentration auf das Hauptthema beschränkt.

Abschliessend – war das so jetzt zu frontal? Oder habt ihr noch Ideen die ich noch nicht verarbeitete? Die Besitzerin der Wäscherei macht es sich einfach: „Gib einfach alles saube‘ zu’ück“.

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