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Drei neue Casual Decks

atog28

An dieser Stelle sollte zunächst ein anderer Artikel stehen. Ich hatte auf der Suche nach Decks, die ich noch nicht beschrieben hatte, mein Grixis-EDH (Thraximundar) gefunden. Beim Beschreiben der Karten stelle ich aber fest, dass ich das Deck nicht verstanden habe. Zuviele Ungereimtheiten treffen in der Deckliste und in meinen Beschreibungen aufeinander. Ich werde in mich gehen und das überarbeiten.

So lange vertröste ich euch mit drei Dingen. Nach den drei Richtlinien gut erzählter Geschichten sollten es immer drei Dinge sein, die man bespricht. In diesem Fall sind es: die Leitlinie der „10 goldenen A“, dann drei neue Casualdecks und schliesslich der Ausblick auf was noch kommen wird.

Doch zunächst am Anfang eine lustige Leitlinie, die ich einem Kommentar der Zeit entnehme:

Alle
Anfallenden
Arbeiten
Auf
Andere
Abschieben
Anschließend
Anscheissen
Aber
Anständig

Autor: wendelin89.

Fand ich ganz witzig. Brauche ich meinen Kollegen aber nicht mitzuteilen…

Jetzt aber zu den neuen Decks. Wenn ich schon meine alten Decks nicht verstehe, dann auch die neuen nicht und daher könnt ihr nach Herzenslust über mich herziehen. Entweder über die Deckideen oder über die Ausführung. Oder einfach generell. Könnt ihr euch aussuchen.

Deck 1: Please hold the line

Das erste neue Deck hat als Thema die Kreaturen mit Defender, die irgendwie angreifen können. Diese Idee spukt mir seit Warmonger’s Chariot im Kopf herum, andere Ausführungen davon gibt es aber schon seit Jahren in diversen Casual-Gruppen.

Die Stärke dieser Strategie ist gering, der Überraschungsfaktor ist mittel und die Freude, wenn es denn mal funktioniert hoffentlich um so höher. Denn machen wir uns nichts vor: Aggro oder Combo, man muss sich schon entscheiden – beides zusammen funktioniert nicht immer.

So war ich auch im ersten Spiel mit einer Handvoll Mauern (auch ein schöner Decktitel) ausgestattet aber mit keiner Möglichkeit, diese zur Seite zu drehen. Schauen wir uns an dieser Stelle die Deckliste an:

Please hold the line

Casual | 01.11.2011 | atog28
Good

Main [60]
1 Emeria, the Sky Ruin
23 Plains

1 Harm’s Way (?)
4 Perimeter Captain

1 Divine Offering (?)
4 Stalwart Shield-Bearers
2 Honor of the Pure
4 Warmonger’s Chariot

1 Hold the Line
4 Plumeveil
4 Stoic Ephemera

4 Wakestone Gargoyle
2 Sunweb

1 Evangelize
2 Manor Gargoyle
2 Iona’s Judgment (?)

Info [3643]
Kartentypen
24 Land (40%)
24 Creature (40%)
6 Artifact (10%)
2 Enchantment (3.3%)
1 Sorcery (1.7%)
1 Instant (1.7%)

Den Decknamen hat das Deck von dem einzelnen Hold the Line, dass ich symptomatisch für die Spielweise des Decks finde. Man wartet sich einen ab und irgendwann geht’s dann weiter. Wie in einer Warteschleife beim Telefonieren. Der Operator, mit dem man in diesem Fall rechnet, ist Wakestone Gargoyle, mit dem plötzlich alle Defender angreifen.

Es ist natürlich toll, wenn man mit Perimeter Captain angreifen kann, aber ich meine dann eher so Plumeveil und Stoic Ephemera. Gerade letztere ist gar nicht so schlecht als Angreifer…

Mehr will ich zunächst nicht dazu sagen, denn das Deck habe ich nicht so häufig gespielt, dass dabei irgendwas sinnvolles herauskäme. 🙂

Deck 2: Sissraz!

In der Tradition, dass ich Tribal-Decks immer mit „z!“ beende und das bei „Schlangenz!“ so doof aussähe, heisst das jetzt Sissraz!. Wäre das schon mal geklärt. Das ist meine Inkarnation des Schlangen-Highlanders. Ursprünglich baue ich zwar noch an einem Spinnendeck, aber durch den Urlaub kam ich mit Teardrops Schlangenhighlander (Snakes on the Ground) in Kontakt und es war irgendwie so klobig.

Daher hatte ich mir vorgenommen, eigene Erfahrungen mit diesem Tribe zu sammeln und auch ein Highlanderdeck daraus zu bauen. Weitere Erklärungen nach dieser Deckliste.

Sissraz!

Highlander | 21.10.2011 | atog28
Good

Main [100]
5 Island
23 Forest
1 Evolving Wilds
1 Halimar Depths
1 Mosswort Bridge
1 Oboro, Palace in the Clouds
1 Okina, Temple to the Grandfathers
1 Simic Growth Chamber
1 Terramorphic Expanse
1 Tranquil Thicket
1 Yavimaya Coast

1 Orochi Hatchery

1 Brittle Effigy
1 Nafs Asp
1 Mold Adder
1 Mothdust Changeling
1 Orochi Leafcaller
1 Relic of Progenitus
1 Sakura-Tribe Scout
1 Unsummon
1 Vines of Vastwood
1 Winter Blast

1 Ambush Viper
1 Blight Mamba
1 Coiling Oracle
1 Cream of the Crop
1 Death-Hood Cobra
1 Leeching Bite
1 Lotus Cobra
1 Matsu-Tribe Sniper
1 Mire Boa
1 Negate
1 Orochi Sustainer
1 Plummet
1 River Boa
1 Sakura-Tribe Elder
1 Squall Line
1 Strength of the Tajuru
1 Thornbite Staff

1 Coiled Tinviper
1 Glass Asp
1 Harrow
1 Kashi-Tribe Elite
1 Lorescale Coatl
1 Oblivion Stone
1 Obsidian Battle-Axe
1 Ohran Viper
1 Ophidian
1 Shizuko, Caller of Autumn
1 Snakeform
1 Sosuke’s Summons
1 Strata Scythe
1 Sword of Light and Shadow
1 Winged Coatl

1 Anaconda
1 Chameleon Colossus
1 Invert the Skies
1 Harmonize
1 Kashi-Tribe Reaver
1 Mystic Snake
1 Patagia Viper
1 Sachi, Daughter of Seshiro
1 Shisato, Whispering Hunter
1 Snake Basket
1 Sosuke, Son of Seshiro
1 Turtleshell Changeling

1 Bestial Menace
1 Citanul Flute
1 Coat of Arms

1 Cobra Trap
1 Lurking Predators
1 Serpent Generator
1 Seshiro the Anointed

1 Biomantic Mastery

Info [4326]
Snake Tribal Highlander

Kartentypen
37 Land (37%)
33 Creature (33%)
13 Artifact (13%)
11 Instant (11%)
5 Sorcery (5%)
2 Tribal (2%)
2 Enchantment (2%)

Der Unterschied besteht darin, dass ich auch blau zugelassen habe. Viele Gründe für die zweite Farbe gibt es nicht. Patagia Viper, Lorescale Coatl und Ophidian sind da schon die wichtigen. Mystic Snake und Winged Coatl die anderen. Der hauptsächliche Grund für blau ist, dass das Deck einfarbig viele schlechte Karten spielen muss, die mehr oder weniger Vanille-Charakter haben – und dabei nicht mal nach guter Vanille schmecken. Ausserdem habe ich bereits viele grüne Decks (z.B. das monogrüne Sliverdeck, das grüne Highlander und ein Elfendeck), sodass ich keine Freude an noch mehr nur grünen Decks habe. Auch die Zahl der blau-grünen Decks wird mir langsam zu hoch, aber das ist ein anderes Thema. Da habe ich noch keine zwei anderen Highlander bzw. Tribaldecks.

Ausserdem spiele ich im Vergleich zu Teardrop wesentlich mehr Tricks. Denn oft ist es doch so, dass man genügend Kreaturen hat und irgendwie nicht durchkommt oder die Kreaturen sowieso sterben würden, wenn man sie spielte. Also braucht es Tricks. Direkt beim ersten Spieleabend vor zwei Wochen haben diese Tricks es auch geschafft, einige Spiele zu gewinnen, wobei es irgendwie die Ausnutzung der Effekte „schlechter“ Karten ist, wie dieses Deck gewinnt. Das finde ich sehr charmant.

In einem Spiel war es die Blight Mamba, die immer im 2HG noch unsinniger ist, weil sie die einzige Quelle für Poisontoken war. Entsprechend wurde sie durchgelassen und nie geblockt. Dann entstand die Spielsituation, dass sich die beiden Gegner austappten und fünf Poisontoken hatten. Durch ihre All-In-Attacke wären wir in der kommenden Runde tot gewesen, aber Strata Scythe auf Forest drehte das Spiel, in dem die Blight Mamba plötzlich 11 Poison Tokens machen und das Spiel so vorzeitig gewinnen konnte.

In einem anderen Spiel kombinierten sich Unsummon auf einen gegnerischen ungetappten Ninja und Winter Blast auf den einzigen anderen möglichen Blocker (Ornithopter) in der Art, dass wir genau passend die Gegner auf 0 angreifen konnten.

Ansonsten gibt es noch nicht viel zu diesem Deck zu sagen. Thematisch kann ich erneut Mothdust Changeling ins Deck schummeln (Ich bin neu hier und möchte wissen, was daran erwähnenswert ist?). Ist zwar nicht fair, „Eldrazi“ in einem Schlangendeck zu spielen, aber nun ja, er ist es eben.

An diesem Deck will ich etwas herumfeilen um herauszufinden, wie man ein Schlangenhighlander bauen muss, damit es wirklich böse wird.

Deck 3: Skeletonz!

Auch das dritte Deck heute ist ein Tribal-Thema und ich entferne mich wieder etwas von dem Highlandertrend, den ihr in den letzten Monaten bei mir festgestellt habt. Auch wenn ich automatisch in binären Playsets denke, versuche ich ab und zu auch mal an den normalen Deckbauregeln mit bis zu vier Mal pro Karte zu denken. Wenn es sich lohnt.

Bei einem Skelett-Stamm-Deck muss es sogar so sein, denn sie haben nur zwei Lords. Death Baron und Adaptive Automaton. Das macht nicht so viel Laune auf Highlander.

Derzeit ist es ein schwarzes Deck mit einem Spritzer rot und sieht so aus:

Neben den Skeletten (*klapper-klapper*) für 2 Mana gibt es glücklicherweise auch nicht-Changelinge, die nicht nur mehr kosten, sondern auch mehr bringen. Erwähnenswert sind die Vampire (Skeletal Vampire) und die Drachen (Skithiryx, the Blight Dragon). Vor allem letztere wollte ich ohnehin immer mal irgendwie spielen – hier passen sie perfekt.

Den Boden macht das Deck mit den normalen Skeletten dicht. Mit Reassembling Skeleton gibt es auch die „richtige“ Regeneration – diese Fähigkeit ist äussert stilvoll und sollte auch bei Zombies zum Einsatz kommen. Beachtenswert ist, dass Spawning Pool auch zu einem Skelett wird.

Insgesamt ist das Deck eine typische Atog-Konstruktion eines monoB-Flieger Decks. Ein bisschen rotes Removal (Skeletonize muss eben sein) das berücksichtigt, dass die eigenen Männchen alle regenerieren können. Als Notlösung ist bei dem Deck mit der Manabeule im 2-Manabereich ein Knowledge Pool eingepackt um Lösungen im gegnerischen Deck zu finden.

Dem Deck fehlen noch Lashwrithe für mehr Bums (vor allem mit dem Skelettdrachen – au!).

Ausblick

Nach langer Zeit des Hin- und Herüberlegens habe ich mich dazu entschieden, mich mehr auf einfarbige Riesenhighlander zu stürzen.

Bekannt hierzu sind vielleicht schon mein Blaues Highlander mit 353 Karten und das Grüne Highlander mit 351 Karten. Diese Decks sind recht erfolgreich in der Multiplayerrunde.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Aufruf durchgeführt, welche andere Farbe ausser grün ich bauen sollte (damals hatte ich nur das grüne). Dieser Aufruf war in „Nächstes Highlander… deiner Wahl!“. Das Ergebnis war damals für ein schwarzes Deck ausgefallen, dass ich auch immer noch habe – aber es machte keinen Spass zu spielen.

Da die grüne und blaue Version nun ganz spielbar sind, will ich mich mehr um die schwarze Version kümmern. Diese findet sich derzeit unter dem Begriff Grosser Schwarzer in der Deckliste wieder und in den kommenden Wochen schraube ich daran herum, damit es ebenfalls auf 350 Karten kommt und spielbar wird. Derzeit krankt es daran, dass es in Hüllen steckt, von denen ich nur ca. 280 Stück habe, aber das Problem wird sich irgendwie lösen. Da bin ich sicher.

Also wird es einen zweiten Frühling für das schwarze Deck geben. Vermutlich noch in diesem Winter.

Zweitens werde ich neben dem schwarzen Deck nun auch ein rotes aufbauen. Mich reizt die Idee, ein monorotes Highlander mit 350 Karten zu bauen, weil jeder sagt, dass es in dieser Farbe nicht geht. Rot ist die schlechteste Multiplayerfarbe, da sie viel zu wenig langfristigen Kartenvorteil bietet. Landzerstörung als rotes Thema ist zum einen spieltechnisch unsinniger, aber auch bei den Spielern unbeliebter als Countern oder Discard. Alles spricht dagegen, dass man in dieser Farbe irgendwas reissen kann.

Genau darum werde ich es versuchen.

Und weil ich noch Atog spielen will…

5 Kommentare

  1. Teardrop meint:

    Ich würde das Deck mit den Walls ja GWR spielen, um noch die Ballermauer und die Kartenzieh-Mauern alle unterzubringen sowie die Mauer, die Extremana macht.
    Ich muss mich da doch mal dranmachen.
    Der Rest mit der Idee, die mauer auch mal hauen gehen zu lassen, ist schon gar nicht so schlecht.

  2. Udolattek meint:

    … von der Farbe her ist vielleicht so eine Karte wie:

    Mirrorweave (rare aus Shadowmoor)

    mal nicht so schlecht für das Mauerdeck?!?
    Falls man mal gegen so einen bösen, bösen, nonlegendary
    Drachen spielt, oder so, oder selbst seine eigene gute
    Mauer im Spiel kopieren möchte.
    … mal so als Finisher …

    Liebe Grüsse,
    Udo

  3. atog28 meint:

    Hippy warf heute abend Glyph of Destruction und Fling in die Runde. Auch ein Grund, rot reinzunehmen. Die Mauer (Vent Sentinel für die, die nicht mitraten wollen) war im Limited der Brüller aber ist vielleicht im Casual nicht stark genug. Wollte heute irgendwas wie „all +2/0 first strike“ als Instant in diesem Deck haben. Ist glaube ich auch rot… (Rally the Forces)

    Die Mirrorweave-Idee finde ich super. Danke, das baue ich ein! Auch damit können Mauern mal angreifen. 🙂

  4. Teardrop meint:

    Mirrorweave ist zu „in jedem Deck gut!“, um sie auch noch in dem Deck zu spielen. Die hat man ja bald überall drin…

  5. Mario Haßler meint:

    Meine Umsetzung eines Angreifende-Mauern-Decks: http://magic.freizeitspieler.de/decklisten.php?bwgngnsspl (weiß-blau). Im Multiplayer läuft es gut, weil man sich erst einmal einmauern kann (höhö) und nicht angegriffen wird, um dann mit lauter fliegenden Fatties zuschlagen zu können.

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