Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Über meine „Stille Ecke“ habe ich schon geschrieben, als ich dafür einen neuen Schreibtisch organisierte. Die Bezeichnung ist übrigens an die „Stille Treppe“ angelehnt, die von der Super Nanny (Vorsicht, kein ernstgemeinter Link) in diesen sterilen Reihenhaussiedlungen angewendet wird, wo Fernsehteams die Kindererziehung dokumentieren dürfen. An diesem Platz, wo ich meine Decks bearbeite und Karten sortiere, habe ich auch einen alten Rechner stehen, um Kartensuche zu betreiben, Videos zu gucken und alles, was man beim Deckbau noch braucht. Dieser meinte kurz vor Weihnachten, sein Betriebsende ist erreicht. Ich hätte ein Tagebuch schreiben sollen…


Lange her…. sagen wir: 23. Dezember 2012
Ich tippe etwas an meinem Blog, da schaltet sich der Rechner mitten im Betrieb ab und fährt nicht mehr hoch. Wieder und wieder starte ich den Rechner, manchmal kommt er bis zum Splash-Screen von Windows XP, stürzt aber immer wieder ab, manchmal auch vorher. Schliesslich ist es dem Bios zu viel und ich habe zu viele Schlechtstartse.
Im Bios gucke ich mir zunächst den Hardware Monitor an, hier liegt aber erkennbar alles im Tolerenzbereich, sowohl Spannung wie auch Temperatur sind in Ordnung. Trotzdem ist der Rechner nicht mehr zu einem Start zu bewegen. Tippe auf defekten Prozessor, Motherboard oder Netzteil.

24. Dezember 2012
Ich entschiesse mich, über die Weihnachtstage ersatzweise mit dem Telefon die Kartensuche zu machen (etwas, dass ich vor fünf Jahren noch nicht in Betracht gezogen hätte), das ist aber nicht so schön. Ich will das RG Highlander umbauen, aber in einem Browser ohne Taskwechsel ist es das eine und mit dem Eintippen der Karten auf einer Minitatur-Touchscreen-Tastatur das andere. Daher bleibt das Deck unbearbeitet und halb zerflückt auf dem Tisch liegen. Für später.

25. Dezember 2012
Was mache ich mit dem Rechner? Neu kaufen? Reparieren? Eigentlich ist der noch gut. Mit dem 2,2 Ghz-Prozessor und 1,25 GB Ram und der dicken Grafikkarte macht die zehn Jahre alte Konfiguration immer noch eine gute Figur. Vielleicht liegt es nur am Prozessor oder am Netzteil und man kann den wieder flott machen. Ich habe aber keine Lust, selbst daran herum zu doktoren. Dieses RG-Deck liegt auf dem Tisch herum und ich kann nichts ordentlich abstellen. Grrr.

27. Dezember 2012
Der PC-Fachhändler vor Ort, bei dem ich schon ein paar Mal Computer zum Reparieren abgab, ist auch für dieses Problem mein Ziel. Ich beschreibe ihm das Problem und er will mal das Netzteil durchprüfen. Ich bekomme eine Wartenummer und es braucht ein paar Tage.

2. Januar 2013
Um Platz zu schaffen, kümmere ich mich um das noch offen da liegende Deck und trage es mit meinem alten Laptop ein. Vielleicht könnte ich den auch dort verwenden? Aber es stellt sich raus, dass auch der sechs Jahre alte Laptop viel zu lahm ist, um irgendwas zu reissen. Es ist sogar viel schlimmer als mit dem Rechner, der nun in Reparatur ist. Das Hochfahren dauert eine Viertelstunde und bevor nicht alle Updates installiert sind, ist der Rechner so mit sich selbst beschäftigt, dass er Mausbewegungen nicht annimmt. Die Uhr springt im zehn-Sekunden-Takt, das sieht alles sehr lahm aus. Eine Internetverbindung macht er erst nach Minuten fertig.
Das ist keine Lösung und noch keine Rückmeldung von der Reparatur…

7. Januar 2013
Noch keine Rückmeldung…

10. Januar 2013
Immer noch keine Rückmeldung…

11. Januar 2013, morgens
So lange kann das doch nicht dauern. Nach zwei Wochen ohne Rückmeldung vom PC-Händler fahre ich dort vorbei und gucke nach. Er holt den Rechner aus einer Schlange anderer Geräte und guckt auf einen Zettel. Zwei Dinge wären dran. „Netzteil ist defekt und die 80 GB Platte ist platt“. Letzteres ist nicht tragisch, weil ja noch eine 250er drin ist, aber ein neues Netzteil nehme ich mit um es selbst einzubauen (Stichwort: Ergebnisse schaffen, und nicht noch zwei Wochen warten).

11. Januar 2013, etwas später
Einige Stunden später habe ich dort, wo vorher noch rote und grüne Karten lagen, Schraubenzieher und Computerteile verstreut. Mit einem zwischenzeitlich bestellten USB-Festplattenrahmen lese ich die Inhalte mit dem Laptop aus, der sich gefangen hat und sich nun etwas flüssiger zeigt, aber es ist eben nicht arbeitstauglich.

Das neue Netzteil ist lustig, es hat nur zwei Stromanschlüsse (für IDE), ich habe aber drei Geräte. Festplatte, Grafikkarte und DVD-Rom. Festplatte und Grafikkarte gewinnen. DVD-Rom, du musst leider in die Stille Ecke. Achso… da bist du ja schon.
Finde in der Grabbelkiste noch einen Y-Adapter für die Stromkabel. Feiere die SCSI-Zeit, in der man sieben Festplatten im Big Tower mit einem 200W-Netzteil betrieben hat…

Mit dem neuen Netzteil klappt der Start auch nicht. Ich konfiguriere mehrfach hin und her, in allen Kombinationen. Egal ob mit der 80er oder 250er Platte. Mit dem alten Netzteil sieht es genauso aus. Bastele mehrere Stunden an dem Rechner, das wollte ich doch nicht – dafür hatte ich den doch in Reparatur gegeben.

Ergebnis: Fehler nicht gelöst. Irgendwas ist immer noch dran. Altes Laptop, auch keine Lösung.

11. Januar 2013, noch etwas später
Gut, dass mir der PC-Fachbetrieb so viel Zeit zum Erarbeiten von Fall-Back-Lösungen liess. Im Media Markt (hier hätte aber auch Saturn stehen können, wobei ich den im Rhein-Ruhr-Zentrum sehr empfehlen kann) gucke ich mir das Angebot frischer Laptops an. Denn das altersschwache Laptop zeigte, dass es ersetzt werden möchte. Die Standlösungen sind nicht günstiger oder besonders leistungsintensiver.

In einer Vielzahl möglicher Windows-Klapprechner beneidete ich ein bisschen die Apfelsektion, wo Herren in beigen Lederjacken und graumelierten Haaren sich nur zwischen „mittlerem Preissegment“, „höherem Preissegment“ und „höchstes Preissegment“ entscheiden mussten.

Also setzte ich mir Guidlines, was sollte mein Rechner unbedingt haben? Das wichtige beim Laptop ist eine vernünftig angelegte Tastatur – die haben oft von den Standards abweichende Tastenbelegungen und ich mag nicht die „Ende“ oder „Entfernen“-Tasten suchen. Bei dem alten HP-Laptop waren die sinnvoll angeordnet. Und entweder 8GB Ram oder eine SSD sollten verbaut sein und billig musste es sein, denn für den Zweck brauche ich kein Hi-End-Gerät. Der Rest ist also egal.

Bei nicht-Apple-Geräten setzten sich etwa zehn ins Viertelfinale von denen sich schliesslich zwei durchsetzten. Die beiden Finalgeräte waren beide von Toshiba, ein älteres 15″-Gerät mit zusätzlicher 32GB SSD-Platte und Windows 7 für 550 EUR und ein neueres 17″-Gerät (8GB Ram) auf Paletten für 450 GB.
Meine Wahl fiel auf das neuere Gerät, ein Toshiba C870D-11T, auch wenn dessen Prozessor schon nach der Packungsangabe etwas langsam aussieht. Ich spreche keine Empfehlung aus, dazu später mehr.

Aside.
In der laufenden Marketingaktion geht Media Markt auf den günstigsten Preis von Idealo runter und so fiel der Preis von ausgezeichneten 459 EUR auf die vom Verkäufer „Media Markt“ bei Idealo eingestellten 449 EUR. Das war auch gleichzeitig das einzige Angebot dieses Laptops, der auch unter anderen, leicht abweichenden Bezeichnungen, marktgängig ist.

Abenteuer Windows 8

Wie andere im Dschungelcamp, so wollte ich mich nun in die bunte Blätter-Kachel-Welt von Windows acht stürzen. Irgendwann müsste man ja mal.

Um es vorweg zu sagen: nach dem, was ich in den Zeitschriften und Internet-Videos über Windows 8 gesehen habe, war ich erst mal skeptisch über die Benutzeroberfläche. Für Touchgeräte im Anwenderbereich ist das durchaus eine vernünftige Oberfläche, aber nicht, wenn man trotzdem noch auf die antiquierte Maus setzt. Ausserdem ist die Kachelgeschichte nichts für die Entwicklung.
In Betracht zog ich das erst nach einer Einführung in Windows Server 2012, bei der wir eigentlich mehr über das neue Design von Windows 8 gesprochen haben und als mir ein Freund dazu riet, die Oberfläche als erweiterte Schnellstartleiste zu sehen. Letztenendes kann es doch gar nicht so schlimm sein…

11. Januar 2013, ganz spät
Also Windows 8 ist vorinstalliert und ich starte zu Hause den neuen Laptop. Windows-Installationen habe ich früher häufiger gemacht, daher freue ich mich, dass relativ früh die Netzwerkeinstellungen abgefragt werden, denn das war ein logischer Fehler bei der Aktivierung früherer Windows-Versionen. Danach geht es um das Benutzerkonto, und ein Windows-Konto wird einem quasi aufgedrängt. Das habe ich noch nicht. Also klicke ich auf „neu anlegen“.
Ich fülle die (zu vielen) Pflichtfelder aus – wozu das Geburtsdatum dienen soll, ist mir immer noch nicht klar. Schliesslich bestätige ich die Angaben und sehe mehrere Sekunden eine Ameisenkolonne. Dann schliesslich ein noch aus altem Windows (immerhin nicht 3.11) stammendes Fenster, das Setup hat nicht funktioniert und muss wiederholt werden.

Vielleicht sagt man da mal, was nicht funktioniert hat? Tipp für Fehlermeldungen: man muss auch sagen, was nicht funktioniert hat und was den Fehler verursacht hat. Ansonsten ist das ein Indiz dafür, dass die Entwickler selbst nicht wussten, was schiefgelaufen ist. Jedenfalls starte ich den Installationsprozess neu – mit einer kleinen Krause um den Hals – und finde bei der Benutzerkontenangabe schliesslich unten einen kleinen Textlink, dass man auch ein lokales Konto verwenden kann. Juhu!

Natürlich gibt es keine Unterscheidung in Administrator- oder Benutzerkonten mehr, und auch die bunten Microsoft-Buttons funktionieren nicht, wenn man kein Windows-Konto eingetragen hat. Was also dazu führt, dass all diese bunten und zu viel animierten Kacheln schneller vom Desktop fliegen, als man ein „X“ finden kann. Ja, das ist nicht so lustig, wie es sich anhört…

Wer hat sich eigentlich diese Oberfläche ausgedacht? Es ist super-unintuitiv – nein – mega-unintuitiv, dass man mit der Maus in eine Ecke fahren muss, um die Einstellungen zu finden. Wer soll darauf kommen? Noch schlimmer wird es, wenn man mehrere Bildschirme betreibt und nicht mehr einfach in die Ecke fahren kann, sondern einen Balance-Akt mit dem Mauszeiger auf den paar Pixeln machen muss, die diese Funktion starten. Da brauche ich dann auch keine Spiele mehr, da reicht dieses „Betriebssystem“. Nach dem Löschen einiger nicht funktionierender Kacheln und erlöst, dass ich einen Desktop finde, klappe ich das Laptop zu.

12. Januar 2013
Unintuitiv, zweiter Teil.

Warum muss man überall in diesem Windows 8 bloss horizontzal scrollen? Immerhin geht es mit dem Mausrad und nein, ich finde es nicht gewöhnlich, dass man nach unten scrollt, um den Bildschirm nach links zu schieben. Vielleicht habe ich nicht ausreichend geraucht, aber die bunten Kacheln habe ich ja schliesslich alle gelöscht… „Mail“ – das braucht man ja auch nie, kein Wunder, dass man es ohne Microsoft-Konto nicht einrichten kann.

13. Januar 2013
Installiere Firefox und finde es damit recht praktisch, dass dieser nur auf der Desktop-Sicht gestartet wird. Fummele noch etwas an den Einstellungen und dann will ich den Rechner herunterfahren. Ah… geht nicht. Es gibt keinen Knopf dafür.

Google, wie man Windows acht herunterfährt. Aha… irgendwie Verkrampfungen über Windows-Taste? Shift-Klicken auf ein Icon in der Balla-Balla-Bar? Nein, ist nicht. Es gibt auch ein kleines Kommando, das man in eine neue Verknüpfung legen kann. Baue mir damit einen „Shutdown“-Link auf den Desktop.
Ironisch, dass man auch erst mal auf den Desktop kommen muss dafür…

15. Januar 2013
Ok, Rechner läuft soweit, ich habe das RG-Highlander-Deck fertig und kann endlich einigermassen flüssig Karten eingeben. Dabei gucke ich mir ein 45-Minuten-Video auf Youtube an.

Nach zehn Minuten kommt eine Meldung „14:59 bis zum herunterfahren, Updates werden installiert“. Bitte was? Ich versuche das zu verzögern, schliesslich ist der Rechner gerade mal zehn Minuten an, aber er lässt sich nicht drauf ein. Was soll der Mist? Nach einer Viertelstunde schliesst er tatsächlich meinen Browser und startet neu. Ich fühle mich ohnmächtig…

16. Januar 2013
Erzähle einem Kollegen von meinen Abenteuern mit Windows 8. Peter sagt, es gibt immer einen Zyklus bei Microsoft. Es gibt immer ein stabiles Betriebssystem, dann wieder eins, das was ausprobiert und nicht so gut ist.
Windows 98 – stabil, Windows ME – mäh, Windows XP – stabil, Windows Vista – mäh, Windows 7 – stabil, Windows 8 – mäh.
Wann bin ich eigentlich in den falschen Rhythmus geraten? ;-/

17. Januar 2013
Ok, der Rechner ist relativ schlapp. Das Hochfahren dauert relativ lange und die Videos werden nur mit Anstrengungen wiedergegeben. So flüssig wie mit dem vorherigen Rechner ist das noch lange nicht. Besonders auffällig ist das, als ich Minecraft installiere. Zunächst freue ich mich auf die 64-bit Umgebung (was vorher unter Windows XP nicht ging), aber das läuft selbst mit niedrigsten Grafikeinstellungen nicht gut. Muss es auch nicht, aber ich hätte von einem aktuellen System da mehr erwartet. Ist eben auch nur ein alter und müder Prozessor drin, hatte ich im Geschäft ja schon gedacht.

Ausserdem hat Toshiba eine sehr seltsame Registrierungspolicy. Bei der Internetsuche finde ich auch andere Nutzer, denen diese Maßnahmen gegen den Strich gehen, und die sich „nie wieder Toshiba“ sagen. Ich kann sie gut verstehen.

20. Januar 2013
Inzwischen hat sich der Rechner schon wieder automatisch neu gestartet, das ist wirklich ärgerlich. Diese Bevormundung passt methodisch in Windows 8. Warum man bei Microsoft den Desktop (für Standgeräte ohne Kapazivität!) aufgeben will, an den sich alle Benutzer gewöhnt haben und warum man immer wieder mit Traditionen brechen muss, ist mir ein Rätsel. An die Ribbons von Office gewöhne ich mich seit etwa einem Jahr – nicht, dass ich nicht immer noch besser mit dem alten Menu klar käme, dass ich mir aber nicht mehr alternativ anzeigen kann, aber es gibt eine Online-Flash-Hilfe dafür – warum nicht einfach eine Option, dass der Benutzer entscheiden kann?

Aber entscheidende Benutzer mag man nicht. In Windows 8 habe ich noch keine Option gefunden, die sperrige Kacheloberfläche abzuschalten. Dafür bin ich inzwischen aber auch zu einfach wieder auf dem Desktop (denn dieser wird auf dem zweiten Monitor angezeigt und das Starten von Firefox killt dann die Kacheln). Daher stört Windows 8 jetzt nicht mehr so sehr.

Reminder: bis Ende Januar kann ich ein Windows 7 Upgrade für mein auslaufendes XP kaufen. Das sollte ich unbedingt machen!

Duels of the Planeswalker 2013

Was Windows 8 für ein Betriebssystem, ist Duels of the Planeswalker für unser Lieblingskartenspiel. Man möchte es am liebsten mit einem Game-Controller steuern und bei Duels of the Planeswalker ist es nicht anders. Aber eins nach dem anderen.

Als Alternative zum Kartensortieren (oder Bügeln… *schluck* was ist schlimmer?) habe ich das schon etwas länger vor gehabt – der Teardrop schrieb darüber schon in Weapons of Choice II im November 2011. Zwischenzeitlich hatte ich das einmal zu installieren versucht, und nun eben zum zweiten Mal und es hat geklappt. Ausserdem ist da noch Geld auf dieser gekündigten Kreditkarte… oder so.

Um es direkt zu sagen: ich hatte eine Menge Spass mit Duels of the Planeswalker bisher. Nach dem Download musste ich mich erst mal an die Steuerungsschwierigkeiten gewöhnen. Am ungewohntesten ist es, dass man innerhalb einer gewissen Zeit reagieren kann, sonst ist der Spruch resolvt. Wenn man nicht rechtzeitig auf die Leertaste hämmert, dann wird eben die Kreatur nicht gepumpt oder der Spruch nicht gecountert. Das ist komisch.

Als ich mich daran gewöhnt hatte, war das Spielen sogar erstaunlich interessant. Witzig finde ich, dass man mit einem kleinen Kartenpool in der Kampagne startet und nach und nach immer mehr Decks und Karten dazu bekommt. Decks bekommt man irgendwie zu viele – und hat dafür am Anfang eine zu begrenzte Auswahl. Ich würde hier lieber fünf Startoptionen haben, um das mehrfach durchzuspielen.

Ich mag auch die Kampagne, bei der man pro gewonnenem Spiel eine Karte freischaltet, wobei nicht jede Stufe für jede Strategie sinnvoll ist. Mein Lieblingsdeck ist das grüne, weil „Grün hat die grössten Kreaturen“. Ja, diese Hilfetipps auf den Ladebildschirmen sind auch lustig. Was nicht lustig ist, sind die deutschen Kartennamen. Fürchterlich, ich muss sie alle neu lernen, und dann denke ich „achso, die Karte kennst du doch, die heisst eigentlich …“. Wie ich das auf englisch umschalten kann, habe ich noch nicht gesucht. Jetzt ist es auch witzig, Blasenkäfer und Urkraft zu haben.
In dem grünen Deck ist auch Manabeschleunigung (Nature’s Lore) und Carddraw (Garruk’s Packleader) und zusammen ergeben sich eben auch dickere Kreaturen.

Die KI ist auch ganz ok. Meistens spielt sie auf kurzfristige Taktik, was man ausnutzen kann. So gesehen ist der PC ein Schisser, wenn er mit zwei Angriffen gewinnen kann, aber einer nicht reicht, dann greift er nicht an. Auch wenn er dabei out of cards geht (das habe ich schon gesehen: ich mit dem Life-Deck auf 40+ Leben und sechs Kreaturen, eine davon der Serra Ascendant. Als Gegner Talrand mit etwa 10 Drake-Tokens und 10 Azure Mages (aus Rite of Replication). Der hat einfach nie angegriffen, immer Karten gezogen und 20 Runden später war er tot).

Im Planechase-Multiplayer gehen die KIs auf die Spieler mit den niedrigsten Lebenspunkten. Auch das kann man ausnutzen. Wobei man da immer die Planechase-Karten ausnutzen muss um zu gewinnen. Man gewinnt diese Matches nie fair, immer nur mit 8/8er zweite Runde oder sowas (aus dem Aufdeck-Effekt einer Planechase-Karte).

Was ich auch schon ausprobiert habe, sind die Herausforderungen, was eigentlich Magic-Rätsel sind, wobei man meistens innerhalb von einem Zug gewinnen muss. Dabei habe ich auch schon ein paar Karten lesen gelernt. RTFC! Hier ist das mit den deutschen Kartennamen am irritierensten.

Naja, es ist Zeit für ein Zwischenfazit. Ich wundere mich, wie viel Spass man mit diesem Produkt für die paar Euro hat. Im Vergleich zu Magic Online ist es natürlich nicht so ernsthaft, aber wenn man einen anderen Anspruch hat, ist es gar nicht so schlecht. Die KI spielt sogar recht gut, verteilt beispielsweise Schaden aus einem Electrolyze um danach ein kleines Erdbeben zu machen und sowas – die Entscheidungen müssen sie schon gut durchgerechnet haben. Nur das Scoring der Azure Mages scheint etwas zu hoch zu sein… 🙂

Re:

Diese beiden Produkte sind sich so ähnlich. Ernsthaft Magic spielen kann man mit Duels of the Planeswalker (noch) nicht. Ich sage bewusst „noch“, weil trotz des scheinbar schlechteren Pay-Outs für Wizards, dank eigener Konkurrenzveranstaltung (ok, mit breiterem Spektrum an Plattformen) es einige zu geben scheint, die dort sehr viel spielen. Dies zeigt ein Blick in die Rangliste. Dort sind zum einen viele Spieler und zum anderen einige mit vielen Punkten unterwegs.

Naja, ihr habt das Ding bestimmt schon wieder eingemottet oder mehr Erfahrungen gesammelt, die negativ waren. Mich hat es inspiriert, das Microprose Programm noch mal rauszuholen (Shandalar) und einige der Combos in den Decks als Auslöser für neue Casualdecks zu nehmen.

7 Kommentare

  1. DagonX meint:

    Eine Karte namens „Urkraft“ gibt es nicht :O
    Meintest du vllt „Urgewalt“?

    On Topic:
    Das schlechte abspielen von Videos kann zwei Gründe haben:
    1. Wenn es sich um HD-Videos handelt, und der Lappi keinen Decoder-Chip verbaut hat, kann die Hardware teilweise nicht mithalten (Habe ein Netbook mit Intel Atom Prozessor ohne Decoder-Chip…480p ist das Maximum, und starke Komprimierung wie z.B. Real Media mag er auch nicht)

    2. Mangelnde Hardwarebeschleunigung. Wenn das Video mit Software decodiert werden muss, kann man es eigentlich gleich vergesssen – ohne Decoder-Chip sollte das nämlich die Grafikkarte tun, der Prozessor ist bei weitem nicht stark genug parallelisiert für Decoding.

    Nebenbeibemerkt noch die Frage nach dem Player?
    VLC bringt Hardwarebeschleunigung für soziemlich alles mit,
    MPC hat mehr Optionen und eine 64-bit-Version.

    Aber wiegesagt, auf meinem Netbook welches keinen Decoder-Chip UND keine Grafikkarte hat laufen 480p Videos problemlos im VLC.

  2. Teardrop meint:

    Microsoft hat in seinem Wahn, immer wieder Innovationen zu präsentieren, eines vergessen:
    Mit Windows haben sie damals den Leuten den PC beigebracht. Seitdem hat jeder mit dieser Benutzerführung den Computer gelernt. Damit wird der Startbutton und die Windows-Benutzeroberfläche zur intuitiven Standardbedienung, mit der jeder rechnet, mit der jeder vergleicht und an die sich alle gewöhnt haben.

    Jetzt verzweifelt etwas anders machen zu wollen, nur um an den mobilen Markt angeschlossen zu sein, ist Blödsinn, weil der Home-PC und vor allem der Arbeits-PC eben kein Mobiles Device ist.

    Was bin ich doch froh, dass letztes Jahr mein PC verreckt ist (klingt bei Dir nach Mainboard oder RAM. Das Netzteil ist es NIE, das behaupten nur immer die PC-Fuzzies) und ich noch Windows 7 habe, jetzt auch mit Recovery-Disk.

  3. atog28 meint:

    @Dagon: ha, ich habe recherchiert: es ist tatsächlich Urkern. Ich kann mir die deutschen Begriffe nie merken. 😉
    BTW nett, dass in den Decks vernünftigere Karten sind als zu Zeiten der 8. Edition. Primeval Force („Urgewalt“ kennt das Popup nicht) erinnert mich direkt wieder daran.

    Beim Videoplayer nahm ich bisher immer das, was bei Youtube drin ist. Dabei geht beim neuen Laptop eben kein HD-Video mehr(was mit dem alten Rechner kein Problem war). Probiere mal den VLC aus (MPC ist doch bei Windows vorinstalliert, oder?). Dann könnte ich wohl auch wenigstens 480p (wobei ich lieber 720 möchte).

    Eventuell muss ich das Laptop verkaufen und mir ein älteres Gerät mit mehr Leistung holen. Auf jeden Fall noch ein Hinweis: mit einer Windows XP Lizenz gibt es noch bis Ende Januar ein Upgrade auf Windows 7 für 30,- EUR. Das muss ich noch schnell machen.

    @Teardrop:

    Das Netzteil ist es NIE, das behaupten nur immer die PC-Fuzzies

    Klarstellung: diese Aussage ist falsch.

    Ram könnte ich aber noch mal ausprobieren. Der hat 2×500 und 1×256 MB DDRs, wenn davon eins rausgeht, ist das immer noch genug Speicher für die Konfiguration von damals.

    @Me:
    Die Überschrift ist eigentlich falsch. Tatsächlich ist Windows 8 für mich schlechter in der Usability als Duels of the Planeswalker (wobei man hier auch anderer Meinung sein kann).

  4. pes meint:

    Sehr schöner Artikel – ich meine vom Schreibstil her, nicht in Bezug auf den Sachverhalt, der ist nämlich sehr ärgerlich.

    >>Da brauche ich dann auch keine Spiele mehr, da reicht dieses “Betriebssystem”.<>Der hat einfach nie angegriffen, immer Karten gezogen und 20 Runden später war er tot<< haben mich schon sehr erheitert. 🙂

    Ich dachte MPC steht für Media Player Classic und ist NICHT der Windows Media Player. Damit sollte er auch nicht bei Windows mit dabei sein, aber ich kenne mich mit Windows 8 auch nicht aus und möchte das auch nie vor's Gesicht kriegen, wenn ich das hier so lese.

    Vielleicht wird es tatsächlich Zeit auf andere Systeme umzusteigen. Ich kann mit den Veränderungen von Microsoft auf Dauer nicht mehr leben (Windows 7 fadet die "Aufklapp-Dreiecke" beim Verlassen der Komponente zur Baumdarstellung aus – das ist vielleicht schick beim Explorer, aber unsagbar schlecht bei Bäumen, die in der Entwicklungsumgebung Abhängigkeiten anzeigen sollen; Office 2003 bietet mir die Ribbon Bar statt herkömmlicher Toolbars – ist vielleicht stylisch und man hat alles wohlstrukturiert, aber leider ist das weder alles, noch stimme ich dem "wohl"-strukturierten zu; Windows 8 bringt Kacheln und verhindert eine Verwendung am gewohnten Desktop-PC…). Auf Mac habe ich an sich keine Lust, also wird es vielleicht auch mal ein Ubuntu oder so, dann entgehe ich dem ganzen Klicki-Bunti-Immer-Wieder-Anders-Hype.

    Ich fühle mit Dir und hoffe, dass es alles besser wird.

  5. atog28 meint:

    Danke.

    PS: was ich noch vergessen habe:
    Es ist sehr bedauerlich, dass ich den neuen Rechner nicht, wie ursprünglich geplant, beim lokalen PC-Laden meines Vertrauens kaufte, aber mangels Rückmeldung… naja

    Zweitens mFTP. Das ist ein FTP-Client für Windows 8 als „App“. Den habe ich mal testweise draufgehabt und mich kaputtgelacht. Es gibt ganz ernsthaft keinen Explorer, keine Möglichkeit, Ordner hochzuladen, nur einzelne Dateien. Wo man die Serververbindung einträgt, ist auch erst mal ein Rätsel (tipp: mit der Maus in die Ecke fahren). So etwas unbrauchbares habe ich echt noch nie gesehen. Loewy sagte wohl mal „Form follows Function“. Haben die Kachel-Designer nie von gehört. Schade, dass die App erst ab 12 ist.

  6. Spiggy meint:

    @DotP: Sprache auf Englisch umstellen geht im Steam, ist auch für einzelne Programme möglich.

    Bibliothek – Rechtsklick auf DoTP – Eigenschaften – Sprache

    konnte mit den deutschen Namen auch wenig anfangen, habs nur für meine Tochter auf nem anderen Rechner in deutsch installiert. 😉

  7. atog28 meint:

    Danke, das probiere ich aus!

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