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Es geht ja auch noch schlimmer…

atog28

Hey ho ich merke einen neuen Stil bei Pischi. Seine Blogeinträge werden für die einen lesbarer und für die anderen weniger interessant. Lesen tun sie es immer noch. So sind die Leute…

Naja, ich traue mich jetzt auch mal was. Nachdem Pischi in seinem aktuellen Eintrag „Hilfe für Tobi“ dessen ‚Artikel‘ „Alara Reborn sehen und sterben“ auf’s Korn nimmt, kann es kaum fünf Minuten dauern, dass auch zu meinen Drafteskapaden ähnliche Analysen aus des Meisters Hand fliessen.

Keine Ahnung, wie man das Fliessen von Tinte im digitalen Zeitalter verarbeiten soll… „aus der Hand tippen“ liest sich aber so schlecht.

Jedenfalls kann ich mich nur wundern, bei aller Liebe, aber Pischis Draftkünste wurden bisher nicht unter Beweis gestellt. Es mag jemanden geben, der mich mit Recherche von Nationals-Quoten bei deren Draftanteilen nun eines besseren belehren kann, aber das bin ganz sicherlich nicht ich. So gut ich ihn im theoretischen Magicwissen halte, aber als phänomenal guten Drafter, da fallen mir andere Namen aus der Szene zuerst ein, vermutlich sogar TobiH.

Auf der anderen Seite haben einige Leute nun behauptet, mit Alara nicht mehr so gut zu draften, wie zuvor unter Ravnica und Shadowmoor, den beiden anderen „bunten“ Sets. Nebenbei bemerkt vermisse ich immer noch den guten Draftartikel, der anhand eines Boosters analysiert, welche Farben noch frei sind und welche der Nebenmann wohl pickt. Diese Analyse wird es bei einem Set, dass sich auf Dreifarbkombinationen spezialisiert, wohl auch nicht geben, und wer sich mal theoretisch diesem Modell nähert, kann das eventuell mathematisch beweisen. Wer das könnte, wäre TrashT – er hätte das mathematische Wissen und den Einblick in den Draft. Naja, es ist eben was, das ich vermisse.

Die Leute, die jetzt nicht mehr so dolle draften, haben sich im Internet dazu geoutet. Wenn ich mich recht erinnere, waren Teardrop und ich darunter, und auch noch andere konnten dieses Statement abgeben. Von TobiH habe ich immer nur gutes gelesen, wie gut das Format ist und wie viel Spass das Draften macht. Das glaube ich ihm auch, wenn man pro Woche zweimal oder mehr draftet, bleibt es nicht aus, dass man das nur durchzieht, wenn es einem Spass macht und die positive Verstärkung ist, dass man mehr von dem Format erfährt, je häufiger man es draftet. Man sieht mehr Interaktionen, stellt sich beim nächsten Draft früher auf bestimmte Archetypen ein – wir kennen das.

Und das kann ich jetzt nicht verstehen: TobiH, der (für mich nachweislich bis zum Ende des Litfass) oft gedraftet hat, soll das am Ende gar nicht können? So absurd diese Analyse nach meinen einleitenden Worten klingt, ich glaube, dass Pischi hier einen wahren Kern gefunden hat; dass schliesslich auch die besseren Drafter bei den Alara-Formaten schlechter wegkommen als sie sich das vorstellen. Vielleicht, weil die schlechteren Drafter, wenn sie sich nicht komplett deppert anstellen, auch das kommt vor, einen Aufschwung erleben und man sich quasi in der Mitte trifft. Denn die schlechteren Karten sind in Alara tatsächlich besser als in den Blöcken davor?

Mich hat es bei Triple-A immer schon angekotzt, von Random-Karten fertig gemacht zu werden. Soul’s Might ist die Personifikation (bzw. die Kartifikation) dieser Karten, die eigentlich schlecht sind (weil sie eine Kreatur brauchen, die keine Summoning Sickness mehr hat, die man als Sorcery verstärken muss, und die dann auch noch durchkommen sollte, also muss der Gegner ausgetappt sein, und auf 1/1ern kann man auch nur einen Counter drauflegen, etc.) und von denen man, weil unerwartet, immer wieder kaputtgehauen wird. Dabei dürfte sie eigentlich niemand ernsthaft spielen (mit ernsthaft alles, was Füllmaterial oder besser ist).

Nein, Alara Reborn hat es da besser. Mit quasi irrsinnig vielen Haste-Kreaturen (zumindest gefühlten irrsinnig vielen Haste-Kreaturen) hat man ein besseres Gefühl. Lieber von einer 5-mana Haste-Kreatur getötet werden als von einem Wanna-be-a-Creature-Enchantment… letztlich braucht man das Spotremoval und alles wäre wieder auf Anfang.

Diese Weinerei ist jetzt zwar von mir, aber so ähnlich habe ich das hier und da im Internet gelesen, nicht von allen – einige sind ja seit Alara durchaus erfolgreiche Drafter. Das könnte ich mir jetzt so erklären: wenn man sich ein Draftformat als liegenden Strich vorstellt, dann ist Alara an den Ecken hochgebunden und die Schwerkraft zieht die an den Randpunkten liegenden Leute nun in die Mitte.

So, und nun streichen wir einfach mal alles, was ich da bisher geschrieben habe. Kompletter Unfug, sich darüber Gedanken zu machen!

Am Freitag waren wir ja beim Hippy um einen auf Geburtstagsdraft zu machen. Zu neunt wurden drei Booster in die richtige Reihenfolge gelegt (übrigens ein wesentlicher Punkt, dass nicht einer sich vergreift und die nächsten Beiden es nicht merken sondern erst der Dritte…) und hierbei kam es schon zu erforderlichen Absprachen. Welche Edition war nochmal die aktuelle? Eine Frage, die ich zuletzt im Urza-Block hörte (Urza’s Legacy, Urza’s Destiny… diese Geschichte)

Nach firstpick Jungle Shrine (ja, mein Booster war wirklich so gut) orientierte ich mich erst spät in eine farbliche Richtung. Zunächst schob mir Marc viel schwarze Karten, dann nahm ich zwischendurch mal ein Sigil of Distinction und eine Courier’s Capsule mit der Absicht, Esper zu beobachten, aber dann wurde Esper sehr dünn – wie sich später herausstellte draftete Roman zwei Positionen zu meiner rechten in dieser Scherbe. Also orientierte ich mich auf den „Good Stuff“-Modus um und nahm einfach die beste Karte. Hierdurch wurde ich per Definition fünffarbig.

Witziges Detail war, dass Marc einen Maelstrom Purge an mich weitergab, den ich dringend benötigte (mein Removal war ohnehin situativ). Links gab ich an Tom weiter, der auf einem Poäng sass und ich die Karten entsprechend auf die Stuhllehne stapelte…

Am Ende baute ich dieses Deck, mit dem ich nicht sonderlich zufrieden war.

Die erste Runde spielte ich gegen Tom, der sich im Spiel weigerte, blaues Mana zu ziehen, so dass ich im ersten Spiel keine Gegenwehr hatte. Irgendwann ergab sich die Kombination, dass wir beide Pestilent Kathari im Spiel hatten. Wie üblich hielt er meine dicken Männer vom Angriff ab und ich hätte seinen zu gerne mit Maelstrom Purge entsorgt, aber dann hätte ich meinen ja auch getötet. Dieses löste Tom mit einem Removal auf meinen Kathari auf, so dass ich vor meinem nächsten Angriff den Purge spielen durfte. Und dabei hatte Marc den Purge doch gezeigt und gesagt, dass er ihn nicht nehmen kann… und ich sass doch zwischen uns… „Ach du hast den genommen?!“ – ja wer denn sonst. 2-0

Für die zweite Runde ging es aus der Küche zurück ins Wohnzimmer, wo Jörg am Fenster sass. Im ersten Spiel brachte er irgendeinen Vampir für sieben Mana und haute mich um. Im zweiten Spiel brachte ich ein Fusion Elemental aus einem Obelisken in der vierten Runde ins Spiel, der unbeeindruckt die ersten acht Schadenspunkte machen durfte. Einen Siege-Ogre nachgespielt und ihm geschickt den Vampir gezogen verursachte weitere sieben Schadenspunkte in diesem Zug. Von 20 auf 5 war schon beeindruckend. Jörgs Lieblingskarte sagte aber etwas von „zerstöre die Kreatur mit der kleinsten Power“, und das war schon fast das Fusion Elemental. Ich musste also konstant Kreaturen nachlegen, damit er das nicht treffen konnte. Dann stand es 1-1. Im dritten Spiel fand er IIRC kein blaues Mana und ich konnte früh meine Männchen auf den Tisch legen. Manabasis sei dank, oh und noch das Sigil für 6 Marken oder so… 2-1.

Hippy in der dritten Runde stand mit seinem Bant-Deck auch 2-0 und das schlechteste, was er im Deck hatte, war der Mann, der einen Soldier-Token beim Cyclen macht. Der Rest war Constructed-Bant-tauglich – nur ohne Mimic. Er hatte den Rafiq, die Finest Hour und auch sonst nur Kreaturen mit „Exalted“. Im ersten Spiel hatte er Mulligan on the play, was ich nutzen konnte um es spannend zu machen, aber das zweite Spiel gewann er eindeutig. 0-2

Zurück in die Küche für die vierte Runde, wo ich gegen Marcs RG-Deck spielen konnte. Die Leute erzählten schon von seinen Explosive Borders, die seltsamerweise Sümpfe herausholten. Hm, da hätte er auch den Pulse spielen können. Ich antizipierte, dass er Resounding Thunder und Branching Bolt spielen müsste, die hatte ich nie gesehen, und so war es auch. Trotz dass ich ihn noch einmal haben zurückdrehen lassen („Darf ich den Bolt noch am Ende deiner Runde gespielt haben?“) konnte er gegen Jund Hackblade und Dragon-Knight nichts dauerhaft blockendes in den Weg stellen. Im zweiten Spiel kam Fusion Elemental, das grösser als seine Naya-Enabler war und ihn zum chumpblocken zwang. 2-0

Schliesslich mit dem Haufen also 3-1 gespielt, und ich weiss nicht mal warum. Klar, dicke Männchen gewinnen, aber bei der riskanten Manabasis; ich spiele auch eigentlich zu viel Mana, da muss auch ab und zu mal was schieflaufen.

7 Kommentare

  1. Tormod meint:

    „Nach firstpick Jungle Shrine (ja, mein Booster war wirklich so gut) orientierte ich mich erst spät in eine farbliche Richtung. Zunächst schob mir Marc viel schwarze Karten, dann nahm ich zwischendurch mal ein Sigil of Distinction“

    – ist klar, nach deiner Formulierung hast du den klarsten Firstpick im Set einfach mal so nebenbei bekommen? *kopfschüttel*

    Besonders gut finde ich das Deck für 5 Color nicht – zuviele Kreaturen, zu wenig Removal, vor allem Kreaturen mit Toughness <=3 spielt man eigentlich nur in Ausnahmefällen, dafür sind Voices of the Void ein absoluter Spoiler und gehören da immer rein.

  2. Teardrop meint:

    Ich finde das Deck gar nicht so übel. Du kannst schnell Schaden machen, hast ein paar echte Bomben am Start und etwas wenig Removal.
    Für eine Casualumgebung ideal.

    Ich habe übrigens nie gesagt, dass ich gerade schlechter drafte, dafür tue ich es zu selten, meine 3 Drafts bisher habe ich auch alle gewonnen. Nur das Sealed ist extrem gümmelig gerade, und das bezog sich auf AAARRR.

    Ansonsten hast Du natürlich recht mit Part eins!

  3. atog28 meint:

    Ich sehe es so: ich habe doch mal wieder gedraftet. Nach dem Sigil war ich ja noch mehr hin und hergerissen zwischen viele kleine Kreaturen und grosse Kreaturen mit Removal. Darum finde ich ebenfalls mein Deck absolut mies.
    Sorry für das Voices, nächstes Mal achte ich drauf. Hätte man sicher einen Thrash für rausnehmen können.

    Äh, was ist „Part 1“?

  4. Teardrop meint:

    Part eins ist der Teil bis „Kompletter Unfug, sich darüber Gedanken zu machen!“

    Da hast Du mit allem bis auf oben genanntes Recht.

  5. Seanchui meint:

    „Part I“ ist tatsächlich eine interessante Beobachtung… ich glaube aber, dass Pischi sich selbst seit Anbeginn der Zeit als Limited-Spezialist bezeichnet hat – da wird wohl irgendwie was dran sein…

  6. Teardrop meint:

    Schon, aber mittlerweile sind seine Erfahrungen mit Limited doch wirklich aufs mathematisch-theoretische Beschränkt, oder?

    Ich habe bei meinen Haufen auch oft das Gefühl, sie seien schlecht, bis sie dann in den Spielen total abgehen, und wenn man die Decklisten heutzutage sieht, sind die oft irgendwie Bombenlastig, verlieren aber trotzdem, weil gegnerische Decks eben bombenlastiger sind, oder weil man am Mana scheitert.

    Ansonsten hat der Pischner ja jetzt den SDF (das ist so in etwa, als ob man eine Geschlechtskrankheit hätte, zumindest genauso lästig), und damit braucht er eigentlich schon keinen sonst mehr.

  7. EvilBernd meint:

    Lol: SDF ist die STD der Magic-Community.

    Ob wir ihm auch einen mufl0n in die Arterie jubeln können??

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