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FNM 27.6.08 Drachental

atog28

Ist da etwa schon wieder eine Woche vorbei? Oh, wie die Zeit rast und ich kann nicht mal genug schreiben um das erlebte aufzuholen. In einer Stunde geht es zum Spieleabend zu einem Kollegen, so lange überbrücke ich noch mit dem FNM von gestern.

Ich bin noch das FNM von letzter Woche schuldig geblieben (20.6.), bei dem lief ich mit dem Mühldeck, das von Trash immer so hoch gelobt wurde, und dass ich ganz gut zusammen bekommen habe, nur zu einem 1-3. Was im Litfass funktioniert, muss im Drachental noch lange nicht funktionieren. Die spielen einfach mal mit 46 Karten Decks (echt – darum habe ich mal ein Spiel nicht genug gemühlt) oder aber mir fehlte insgesamt einfach auch die Plumeveil, die das Deck gut gemacht hätte. Hier die Liste:

Gestern draftete ich an einem Elfer-Tisch und es waren genau die Leute da, mit denen es Spass macht. Was nicht heissen soll, dass es mit Julian und MichaeL nicht auch immer lustig ist – wir haben sie vermisst, um genau zu sein – aber die, die da waren, waren eine richtig coole Gruppe.

Ich sass zwischen Uwe P. und Marco (er und Dennis waren aus Heiligenhaus gekommen und leisteten uns auch nach dem FNM im McDonalds Gesellschaft – wo Dennis seinen Aufzieh-Smeragol auf der Tischplatte laufen lies – OMG und LOLz! – und wo ich lernte, was labiale Verschlußlaute sind, oder dass man neuerdings dem USA-Trend folgend „containert„. Das dritte habe ich schon wieder vergessen…)

Ach, gehen wir zurück zum first pick. Ich sass entgegen der Draftrichtung (nein, dass kann sich niemand vorstellen) und nahm aus dem ersten Booster den Reaper King, den Marion und ich im 2HG-Sealed schon aufmachten und damit alles unendlich in den Sand setzten. Man darf sich nicht auf diesen Kürbiskönig verlassen – der ist einfach schlecht – aber ich wollte irgendwann mal den Reaper King aufmachen, das 5-Color Deck draften und mal wissen ob der im Draft genauso schlecht ist wie im Sealed.

Darum heute die Geschichte von dem, der auszog, um 5-farbig zu draften und es mit den Vogelscheuchen aufzunehmen.

Marco, der links von mir sass, schob mir einen Incremental Blight zu, was noch im Booster war, weiss ich nicht mehr. Später fragte ich ihn – er nahm einen Furystroke Giant drüber (heisst der so – jedenfalls der Giant, der 2 Schaden schiesst). Marco draftete dann das rote Schimmel-Deck dazu und konnte mit drei Burn Trails und Jaws of Stone genügend Finisher dafür finden – er verlor aber die letzte Runde gegen Uwe und endete mit einem 2-2.

Achso, dann nahm ich die eine oder andere Vogelscheuche – und mal was rotes, weisses oder schwarzes dazwischen, bis ich feststellte, dass grün ausserordentlich frei war – in Form von vorbeiwandernden Crabapple Cohorten und 3/3 Wither-Elfen, die viel zu spät noch verfügbar waren. Im zweiten Booster sammelte ich auch grüne Uncommons (die mit GGG als Casting Cost) und versuchte, mich auf BG zu einigen und über Manafixing den Reaper King zu supporten.

Letztlich bekam ich einen teuren Farhaven Elf (den ich über einen Wilt-Leaf Cavalier nahm, weil ich den einfach brauchte) und Scuttlemutt als einziges brauchbares Manafixing. Ein spätes Disturbing Plot sollte sich beim Deckbau gegen den Reknit durchsetzen, um die CIP-Kreaturen oder die 6/6 Viecher nach Ableben zu reaktivieren. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Disturbing Plot ist soooooo IMBA!

Runde 1 – Michael Schneider – UB
Bei gewonnenem Würfelwurf lies ich Michael beginnen, da mein Deck in den Testdraws die zusätzliche Karte brauchte. Mein Mulligan glich diese Entscheidung aber wieder aus, und Michaels Safehold Elite und Medicine Runner liessen die Entscheidung zusätzlich doof aussehen, da ich bis Runde drei kein Play hatte (Farhaven Elf). Diesen umflog er mit Shield of the Oversoul auf den Runner, was meinem Incremental Blight einen vorteilhaften Tausch ermöglichte. Michael: nächstes Mal auf den 2/2er mit dem Enchantment und mein Blight wäre nur halb so gut.

Nach meinem Angriff flasht er ein Prismwake Merrow rein, der mich weiter unter Druck setzt, aber letztendlich zählt in diesem Spiel „lieber flooded als screwed“. Während ich genügend Länder für meine teueren Drops bekam, blieb Michael lange auf zwei und drei Ländern stehen.

Gegen Ende des Spiels wurde es nochmal spannend. Ich auf 10 Leben und er auf 16 – ich kontrolliere Rosheen Meranderer und Scuttlemutt, er den UW Hill Giant, der vom Meranderer nicht geblockt werden darf. Aber mein Plan ist, den umzufärben und dann trotzdem zu blocken. Doch Michael legt Steel of the Godhead auf seinen nun 5/5 unblockierbaren Lifelink-Man. Dann bekommt Scuttlemutt eben die Aufgabe, den Hill Giant umzufärben um das Enchantment zu deaktivieren. Ich chumpe (mit dem Elf) und kann mit Meranderer im Gegenangriff mehr Schaden machen und Michael letztlich in die Defensive drücken.

Im zweiten Spiel ziehe ich zwei nicht-Land-Karten und komme entsprechend spät ins Spiel, werde wieder mit Medicine Runner und dem GW Duo verprügelt. Doch ich treffe genau das richtige Land im Topdeck und kann mit Boggart Ram-Gang gegenangreifen und dann noch mit Cultbrand Cinder x2 und Disturbed Plot (mit Convoke – wie unwahrscheinlich in meinem Deck) Kartenvorteil fürs späte Spiel erzeugen, und auf Michaels Duo genügend -1/-1 Marken legen, dass das Shield of the Oversoul darauf schliesslich wertlos wird.

Dennoch entsorgt es ein Reaper King mit nachgespielter Scarecrow.

1-0

Runde 2 – Marco – monoR
Marco hat ein sehr aggressives Deck, berichtet Martin, und so ärgere ich mich, als er den Würfelwurf gewinnt und beginnt, mich mit roten Initiates ziemlich schimmelig auf einen Lebenspunkt zu bringen. Dort stabilisiere ich das Spiel und beginne den langsamen Gegenangriff, während ich immer einen Blocker mehr übrig lassen muss wegen der Haste-Kreaturen – aber an jedem Burn Trail oder Jaws ohnehin tot bin. Aber er zieht bis ich ihn schliesslich töte nichts nach und die nächste Karte wäre bei ihm das Jaws gewesen. Hätte Martin mir nicht erzählt, wie viele er davon spielt, hätte ich vielleicht den einen oder anderen Angriff mit einer 1/1er weniger gemacht und diese Runde länger gebraucht.

Zweite Runde beginnt Marco mit Mulligan und bringt nichts in den beiden ersten Runden. Sein Smash tauscht mit meinem Scuttlemutt und die 6/6 Vogelscheuche entfernt er mit Burn Trail (mit Convoke). Obwohl er zwei Hügelriesen gegen meine beiden Hügelriesen (ok, einer davon 3/4 vigilance) hat, tappt er sie so oft genug aus, das ich unblockiert durchkommen kann.

2-0

Runde 3 – Uwe P.- RG Schimmel
Oder war es doch RB? Wir schenken uns nichts. Nein halt – natürlich bekommt Uwe den Kugelschreiber geschenkt und ich dafür seine Werbepostkarte.
Dann geht es aber los, ich lasse ihn wieder beginnen, was er schamlos ausnutzt um mich mit dem Kindler anzugreifen als er ihn legte. Ich fixe mein Mana per Farhaven Elf, dann gesellt sich noch ein Scuttlemutt dazu – und einen wither-Elf später beweist Uwes Firespout, dass die Karte nicht nur im Constructed was kann. So richtig Druck kommt bei ihm aber nicht nach, daher kann ich noch mit Cultbrand Cinder und Grief Tyrant dicke Kreaturen auf den Tisch legen, die das Schimmel-Deck nicht gut handeln kann.

Uwe beginnt auch das zweite Spiel, und ich halte nach Mulligan eine fünf-Land-Hand, mit der ich alles wesentliche spielen könnte, wenn noch was wesentliches kommt. Uwe legt die perfekte Kurve nach dem Kindler den Ashenmore Gouger, dem ich per Cultbrand Cinder oder mittels der Wither-Spinne eine Marke geben darf – auch bei mir kommen die Spells sogar in Kurven-Form nach. Aber den RG-Liege bekomme ich schlicht nicht weg und als ich zu meinem Wither-Elf noch den Wicker Warcrawler lege, auf 8 Leben – um mich endlich zu stabilisieren, da spielt Uwe Traitor’s Roar mit Conspire auf meine beiden Blocker. N1.

Ich beginne (sicherheitshalber) das dritte Spiel und finde einen nichts-spielenden Uwe vor, dem ich mit eingeboardetem Sickle Ripper, Farhaven Elf und grüner Cohorte das Leben schwer mache. Dann resettet er auf 7 Leben irgendwie das Board und kommt mit seinem Gorger vorbei. Dann finde ich noch einen Cultbrand Cinder und eine weitere Kreatur und kann das Match doch noch zurückerobern, was relativ knapp war.

3-0

Runde 4 – Marvin – 5C Green
Marvin draftet häufiger Haufen, die so ähnlich aussehen wie mein jetziges Deck. Das schlimme ist: er kommt immer damit durch. Auch dieses Mal wurde er gesehen, dass er beide Splash-Länder, die jeweils nur einmal im Deck sind, in der vierten Runde auf dem Tisch liegen. Forest, Mountain, Swamp, Plains. Trotzdem werden dann noch vier Wolf-Token mit dem Howl gemacht – drei Runden später, versteht sich. Marvin braucht kein Manafixing, es klappt immer irgendwie so. Fairerweise muss man hier aber sagen, dass er die ganzen Manamorphose genommen hat, um das Deck spielbar zu machen.

Im ersten Spiel beginne ich und kann gefahrlos Boggart Ram-Gang legen, nachdem zu meinen beiden Forests der Mountain von oben kam. Wither Elf und Grief Tyrant runden das ganze ab, während Marvin mit der Gloomwidow und Presence of Gond Blocker-Token erzeugt, die mit dem RG Liege auf 2/2 gepumpt werden. In der entscheidenenden Runde lege ich mit Incremental Blight die Marken so auf die Blocker, dass sie alle x/1 werden (gepumpt nur durch den Liege) – Marvin bekomme ich aber nur auf 1 Leben, eine Runde später hole mit Disturbing Plot die Ram-Gang aus dem Friedhof und füge sie den Angreifern zu, womit ich einen Angreifer mehr habe als Marvin Blocker.

Zweites und drittes Spiel sind spiegelbildlich – im zweiten bekomme ich gar nichts auf den Boden, nachdem Marvin die GW Witch online hat (das erste Mal noch überraschend mittels Manamorphose, das meinen Crabapple „frisst“). Auf Basis seiner pseudo 8/8 Crabapple Cohort und des 3/6 Treefolks kann ich nichts mehr machen. Es kommt keins der Outs für die Witch (Cinder).

Im dritten Spiel geht es dann anders herum. Ich lege dritte Runde Wilt-Leaf Cavaliers, gefolgt von Boggart Ram-Gang, was bereits für einen ordentlichen Vorsprung auf der Lebenspunkteskala ausreicht. 2-1

3-0-1

Damit werde ich (endlich mal wieder bei einem FNM!) Erster und freue mich über die super-Kartenauswahl. Vexing Shusher brauche ich noch (es wird mein zweiter), die ich über Dusk Urchins und Painter’s Servant nehme (da ich letztere bei Magicuniverse bereits bestellte). Im zweiten Picklauf kommt ein Foil Knollspine Dragon dazu (mein zweiter) und im dritten ein Islandback Spawn, bei dem es sich um den ersten seiner Art handelt. Irgendwie müsste ich mehr draften – bei Ravnica und Time Spiral füllen die Rares jeweils eine Longbox, und bei Lorwyn/Shadowmoor ist es nur eine halbe.

Darum wird am Montag beim Danny gedraftet. Events – Mü(h)lheim a.d.Ruhr, Aktienstr. 46. Um 19.00h geht’s los. Dieses Mal wird es voll!

6 Kommentare

  1. Huy Dinh meint:

    Magic-Content. No, thanks.

  2. Teardrop meint:

    Ich würde ja einfach mal Ketzerisch behaupten, dass Du nicht wegen dem Reaper King, sondern wegen dem Blight und dem ganzen kurvigen grünen Fattkrams gewonnen hast. Das ist nämlich, Removalarmut sei dank, richtig gut!

    Btw. liebe ich den Grief Tyrant. Der kann zwar mal nach hinten losgehen, aber meistens einfach super. Vor allem mit einem Trip Noose und einem Leech Bonder 😉

  3. uwe meint:

    Ich wollte ja mono R spielen, hat aber nicht ganz geklappt. Hätte der Marco mir mal nicht die Burn Trails weggeschnappt… na ja, so fehlten mir drei bis vier mono-R-Karten, so dass ich G splashen musste.
    Ich freu mich schon auf SHA+SHA+EVE, wo man fünffarbig monocolor wird draften können 😀

  4. Michael Lauter meint:

    Ich wäre auch gerne dagewesen, aber klappte arbeitsmässig nicht, ich hoffe, diese Woche bin ich wieder dabei…
    Als Scarecrow-Deck sehe ich das bei nur 4 anderen Vogelscheuchen aber nicht wirklich, ich hatte mal 8 oder 9, und selbst da hat der King wenig gemacht.
    Glückwunsch auf jeden Fall zum Sieg – ich hätte aber wahrscheinlich trotz Scuttlemutt und Elf ein 18tes Land statt dem Plot oder der Sabotage gespielt, bei deiner Manakurve.

  5. lieber anonym meint:

    wenn du 2:1 gewinnst, stehst du dann nicht 4:0 statt 3:0:1??
    trotzdem, schön zu lesen und grats

  6. Michael Lauter meint:

    Ich denke mal, daß die beiden gedrawed haben, um die FNM-Karte zu sichern.
    Üblicherweise wird dann trotzdem noch eine Partie gespielt, um zu ermitteln, wer beim abschließenden Rarepick als erster dran ist.

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