Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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GP Paradise City 2008 -Lift Hill/First Drop-

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Zu Ihrer eigenen Sicherheit bleiben Sie während der Fahrt sitzen und achten darauf, die Arme im Fahrzeug zu halten. Bitte beachten Sie, dass das Filmen und Fotografieren mit Blitz, sowie das Essen und Trinken während der Show nicht gestattet ist. Dies ist eine rasante Fahrt, Personen mit Hals-, Rücken-, oder sonstigen Erkrankungen, Schwangeren sowie Personen unter 1,30m ist eine Mitfahrt untersagt. Während der Show bitten wir Sie, ihre Mobiltelefone auszuschalten. Vielen Dank.

Das Deck, was ich beim Grand Prix Paris 2008 spielte, habe ich euch im ersten Teil schon gezeigt. Auch meine Gedanken, die ich beim Deckbau und später zu Hause bei der ruhigen Überlegung anstellte, sind geklärt. Da ein Blogeintrag aber immer auch eine Deckliste haben sollte, habe ich Marions Deck ebenfalls eingegeben.

Sie hatte leider nichts, was ich wirklich als Spoiler klassifizieren würde, dafür war die Kreaturenbasis erstaunlich solide. Der Pool lies sich als konstantes, dreifarbiges Deck verbauen, immer ein guter Plan, wenn es um ein Turnier mit zunächst neun Runden geht; denn Byes hatte nur Heiko. Andere Experimente kann man machen, wenn man statt neun Runden nur sechs spielen muss (mit den drei Byes eines Profis oder GPT-Gewinners), aber auch sechs Runden sind vermutlich 21 Spiele, so dass sich Konsistenz besser umsetzen lässt, als der Einfluss von Spoilern auf einen Single-Elimination-8-Man-Draft mit bestenfalls sechs Spielen.

Am zweiten Tag des Grand Prix, am Sonntag also, spielten wir, wie eingangs gesagt, nicht mehr mit. Auf Side Events, die von Wizards angeboten wurden, wollten wir zugunsten der Side Events, die von Disney angeboten wurden, verzichten. So gesehen war der Grand Prix an einer einmalig guten Location (die eventuell mehr Spieler, die den zweiten Tag nicht erreichten, motiviert haben, in den nahegelegenen Park zu gehen). Das Side Event „Disneyland“ (im Folgenden „der Park“ genannt) war jedenfalls gut besucht, für die zahlreichen „Drafts“ musste man zwar anstehen, aber es gab ja auch den Fast Pass.

Heiko und Jörg wollten, da ihre Abreise am Montag geplant war, auf jeden Fall nochmal durch den Park – Marion und ich hatten uns für den Anschluss noch zwei Tage Zeit dafür eingeplant, kamen aber natürlich doch mit. Wir holten uns die im Vergleich günstigeren Drei-Tages-Tickets. Mit dem Plan, möglichst viel des „grossen“ Parks an einem Tag zu schaffen, wurde es im Endeffekt natürlich auch hektisch. Am Anfang hiess es, sich im Park zurecht zu finden. Die Parkpläne und Eintrittskarten bekamen wir im Hotel, eine erste Orientierung zeigte, dass der Park in mehrere thematische Gebiete unterteilt ist.

Wir betraten den Park über die „Main Street USA“, deren Idylle im amerikanischen Original (Florida oder wo auch immer) wahrscheinlich interessanter wirkt, als in Frankreich. Mit Blick auf das zentral gelegene Fantasy-Schloss, dass geschickt als Orientierungshilfe in der Mitte des Parks steht und von Weitem aus sichtbar ist, betritt man so den Park über eine eigentliche Aneinanderreihung von Kiosken und Cafés.

Der erste Eindruck: ja, es ist alles etwas grösser als im heimischen Phantasialand. Aber auch nicht so unähnlich, dass ich nicht umhin komme, die beiden Parks miteinander zu vergleichen. Schliesslich war man schon häufiger im Phantasialand, so dass sich die Eindrücke ähneln. Dort betritt man den Park über einen Nachbau von Alt-Berlin, und hätte man im Disneyland Alt-Paris nachgebaut (ok, es wäre von Neu-Paris nicht deutlich unterscheidbar gewesen) wäre mir das vielleicht positiver aufgefallen. So ist es die Main Street USA. Na bitte.

Runde 1 – Gilles HENNETON (FRA) – Naya (feat. Exalted)
Wie so oft an diesem Tag gewinne ich den Würfelwurf und lasse ihn anfangen. Bei einigen Gegnern sorgte das „Draw first“ für Aufregung, scheinbar ist es bei den Franzosen üblich, im Sealed selbst zuerst zu spielen, was ich natürlich für den grössten Quatsch halte. Ich habe ein deutlich auf Removal ausgerichtetes Deck, so dass ich nicht darauf angewiesen bin, den dicken Mann zuerst zu spielen, sondern darauf spekuliere, dass der Gegner die beste Karte zuerst legt, und ich diese dann handeln kann, damit meine Viecher später nur noch mit den schlechteren Karten umgehen müssen. Anfangen lassen ist mit meiner Ausrichtung eine gute Idee.

Dann ist da noch die Karte mehr, die man hat. Ein deutlicherer Vorteil als das Land mehr, da ich mit Obelisken ohnehin meine Manaentwicklung nach oben cheaten kann um da aufzuholen, und der Tempovorteil eines in Runde 3 gelegten Woolly Thoctar ist im Sealed eben unwahrscheinlicher, vor allem, da viele nicht mit dreifarbigen Decks ausgekommen sind und jede zusätzliche Farbe natürlich über die Verteilung der Länder hinaus die schnelle und optimale Landbasis stört. Für die Ansage des Turn 3 Woolly Thoctar braucht man eben genau drei verschiedene Länder (bzw. Länder die genau diese drei Mana machen). Das zu vertiefen, wäre einen Artikel wert, den ich seit Herauskommen von Shards of Alara so sehnlich erwarte. Aber bisher hat sich niemand daran getraut. (Wer sich das zutraut, kann es ja an redaktion@magicuniverse.de schicken.)

Im ersten Spiel läuft es jedenfalls nicht gut für mich. Ich bekomme nach einer ohnehin eher landorientierten Starthand nur noch mehr davon. Ein frühes Goblin Assault scheint mir noch eine Chance zu geben, vor allem, da ich ein Krokodil daneben legen kann. Aber mein Gegner setzt mir den Battlegrace Angel vor die Nase, der durch Exalted-Kreaturen als 7/7 flying lifelink angreift und damit mein Krokodil nicht mehr racen kann. Da ich kein Removal für den Engel habe (Land auf dich!), war es das in zwei Runden. Schade, dass der Engel mein Goblin-Token nicht geblockt hatte, als er ihn gelegt hat, denn da hatte ich noch Resounding Thunder und hätte damit den Engel wegbekommen. So nahm ich ihm nur einen Court Archer, den er aber mit irgendwas anderem mit Exalted ersetzte. 0-1

Die Flut erreichte ihn dann im zweiten Spiel (er nahm Mulligan), dass ich ohne Schaden zu nehmen gewann. 1-1

Im dritten Spiel fand die erste richtige Interaktion statt. Niemand war flooded, zumindest hielt es sich die Waage, und während er mit Welkin Guide tolle Tricks machte, devourte ich meine Blister Beetles und kontrollierte das Board mit Naya Battlemage (nur die rote Aktivierung natürlich). Am Ende gewann ich das Rennen. 2-1

1 Gilles HENNETON Win    1726

1-0

Zunächst drängten unsere Freunde in das Discoveryland. Dieses ist in einem Stil gehalten, den man am besten aus „Steampunk“ kennt, ansonsten vielleicht aus Jules-Verne-Verfilmungen, und entsprechend gibt es auch eine Nautilus-Attraktion.

Das Ziel war zunächst klar umrissen: Space Mountain Mission: 2 – die Achterbahn bekam die Ehre, den ersten Fast Pass des Tages abzugeben. Danach wollten wir eigentlich eine Runde mit der den Park umspannenden Bummelbahn drehen (um sich alles anzusehen), aber aus irgendeinem Grund (oder auch ohne) öffnet diese Bahn erst gegen Mittag. Also erforschten wir die weiteren Attraktionen zu Fuss.

Der Grund, warum ich dieses Mal ein nur zweieinhalbminütiges Video an den Anfang gestellt habe, ist, dass ich so jetzt die Gelegenheit habe, die OnRide-Videos einzubinden. Schliesslich kann man sich von allen Attraktionen die Videos der achterbahnverrückten Besucher reinziehen, die während der Fahrt gefilmt haben. Ein Trend, dem die Parkbetreiber mit zunehmend mehr „Dark“ Attraktionen begegnen, in denen die Kamera keine guten Bilder mehr macht – so auch beim Space Mountain.

Marion und ich skippten die Attraktion, ich fühlte mich zu flau, aber was Jörg und Heiko dann eine halbe Stunde später beim Einlösen des Fast Pass erlebten, kann man sich dank YouTube vorstellen:


Space Mountain Mission 2

Das mit den Fast Pass-Tickets funktioniert so: man geht an einen Automat an der Attraktion, schiebt seine Eintrittskarte rein und dann kommt ein Fast Pass raus. Bis zur auf dem Pass gültigen Anfangszeit kann man keinen weiteren ziehen, man hat also immer nur einen. Nicht legendary, sondern world. Auf dem (kostenlosen) Pass aufgedruckt, wie gesagt, in welchem Zeitfenster man wiederkommt. Beispiel: am Anfang der Pass bei Space Mountain, den haben wir um 10:15h gezogen, drauf steht: 10.55h bis 11.25h. Man kann dann weiter durch den Park gehen und ab 10.55h einen separaten Eingang benutzen, mit dem man wesentlich weiter vorne einsteigen kann. Manchmal ohne Wartezeit, manchmal wird man weiter vorne in die Schlange gelotst. Durch geschicktes Fast-Pass-Lösen kann man so mehr Attraktionen besuchen, als wenn man seine Zeit in der Warteschlange verbummeln muss.

Aus dem Video von Space Mountain ergibt sich, dass das eine Achterbahn ist, wo ich auch draufgehe, wenn es meinem Magen gut geht. Wie gesagt, nicht so an diesem Morgen.

Runde 2 – Cyril Lapierre (FRA) Jund mit Splashs
Auch in dieser Partie begann Cyril alle Spiele. Im ersten hatte ich die Nase dank Dragon Fodder vorne und konnte mit Carrion Thrash ausbauen. Danach wurde alles removalt, was er so an dickeren Kreaturen legte und immer schön der Thrash zur Seite gedreht (nicht zu verwechseln mit „der Trash an der Site gedreht“, mind you!). 1-0

Im zweiten Spiel drehte ein Tidehollow Sculler meine Hand von Removal da auf Removal weg, ich war lange auf rot screwed (meine Hauptfarbe) und liess mich von Steward of Valeron und diesem Sculler vermöbeln, bis ich endlich rot bekam und damit mein Resounding Thunder aus dem Sculler befreien durfte, aber dann spielte Cyril eine der übelsten Karten: Resounding Roar auf die ungeblockte Kreatur und ich ging tot, bevor ich das Spiel auffangen konnte (d.h. bevor mein Mountain wieder enttappte). 1-1

Das dritte Spiel hatte ich rasch ebenso unter Kontrolle wie das erste, nur dass ich keinen Druck mit Thrash aufbauen konnte, sondern Goblin-Tokens und Krokodil eher schwache Offensive darstellten (das Krokodil und die gegnerischen Horden guckten sich an und er nahm die „lasse ich durch“ Option. Schliesslich bekam ich einen Sedraxis Specter, der ihm zwei Handkarten klauen konnte, aber ich erwischte trotzdem nicht die Überraschung, die das Spiel dann in zwei Runden beendete: Hellkite Overlord. 1-2

2 Cyril Lapierre  Loss   1707 

1-1

Cyril warf schnell seine Sachen in den Rucksack und stand auf ohne sich zu verabschieden.

In Discoveryland steht auch ein Bewegungssimulator, der dem Film Star Wars, mit seinen X-Wing-Fightern nachempfunden ist. Wie bei allen Simulatoren läuft ein Film ab, der aber im Disneyland sehr gut mit den Bewegungen synchronisiert ist. Wenn das nicht so ist, kommt schnell ein Schwindelgefühl auf, wenn die Animation nicht zur Bewegung passt. Auch der Film ist hochwertig, natürlich immer mal wieder ins Alberne abdriftend, wie man es von der Art von Attraktionen her schon kennt.


The Complete Star Tours Star Wars Ride At Disneyland

Zeitlich gesehen sind wir natürlich immer wieder hin und her gerannt, mehrfach quer durch den Park. Ein bisschen tragen die Fast Pass Tickets auch dazu bei, denn man kann sie nur bei der Attraktion holen, und muss später nochmal dahin um es einzulösen. So war es dann auch mal so, dass wir in der linken Ecke des Parks ein Ticket hatten, mit der Bummelbahn fuhren, die aber viel langsamer ist, als man denkt und darum nicht die komplette Runde geschafft haben. Vielleicht ist auch nur der Park was grösser, man ahnt hier nur. Entsprechend stiegen wir auf der entgegengesetzten rechten Seite aus, liefen einmal durch den Park um unser Ticket einzulösen. Solche Geschichten sorgen natürlich für einen guten Umsatz an Kilometern. Schliesslich wollten Heiko und Jörg möglichst viel sehen.

Wenn ich mich bei den Attraktionen also nicht auf unsere Reihenfolge beziehe, liegt das daran, dass mir die inzwischen schon entfallen ist. Beim Grand Prix habe ich wenigstens noch Notizen – aber wer macht das schon im Freizeitpark.

Ebenfalls im Discoveryland („rechts unten“, für alle Geographie-Kenner) befindet sich auch das von Google Earth aus erkennbare Autodrom, das so ähnlich heisst und eine sehr lange Warteschlange aufwies. Entsprechend haben wir die Attraktion nicht besucht, aber erkennbar ist, dass man mit kleinen, verbrennungsmotorgetriebenen Fahrzeugen auf einer Schiene unterwegs ist. Man kann Gas geben, bremsen, ein bisschen lenken (die Schiene hilft, die Spur zu halten – wie öde) und für die Kinder ist das voll die Show – selbst Auto fahren. Wäre das eine normale Go-Kart-Bahn, hätten wir das auch gemacht, aber das mit den Spurstangen sah nicht sonderlich interessant aus.

Geheimnisvoller, und jetzt mache ich das Discovery-Land noch „rund“, war, was sich hinter der „Nautilus“-Attraktion verbirgt. Man steigt hinab und landet in einem liebevoll ausstaffierten U-Boot, das vermutlich dem Film nachempfunden ist, den ich nie gesehen habe. Wir sind einmal durchgelaufen, weil ja noch irgendwas kommen muss – aber da war dann nichts mehr. Man geht durch diese Kulisse und kommt am anderen Ende wieder raus. Wenigstens gibt es an dieser Attraktion keine Warteschlange…

In Verbindung mit der Bahnstation der Bummelbahn, und am Bewegungssimulator, befindet sich noch ein „4D“-Kino mit dem Titel „Honey, I shrunk the audience“. Schon vorher kann man sich vorstellen, worum es geht, wenn man die „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“-Filme im sonntäglichen Nachmittagsprogramm beim Deckbau hat an sich vorbeirieseln lassen. Neben der dreidimensionalen Illusion durch das bewährte „Brillen“-Verfahren (erfunden von Heinz-Günter Brillen aus Grevenbroich, später aber wegen Patentschwierigkeiten imitiert, ohne dass Brillen etwas dagegen tun konnte!) bekommt man auch noch Luft zugeblasen. Den präsentierte Film (wieder mit Eric Idle in einer der Hauptrollen, dem man es, unter anderen, zudichten könnte, den Begriff Spam geprägt zu haben) fand ich aber weniger „spannend“ als den, der im Phantasialand mit dem (in Alt-Berlin etwas unpassenden) Piratenthema gezeigte (eben auch mit Eric Idle). Bei „Honey, I shrunk the audience“ werden die 3D-Effekte durch die „Preisverleihung“ eben weniger gut genutzt, da die Kamera oft in der Totalen filmt. So bleibt es bei zwei oder drei netten Effekten, aber insgesamt hätte ich mehr erwartet.

Runde 3 – Robbert Menten (BEL) Naya
Wieder begann mein Gegenüber alle Spiele der Partie. Nach einem Mulligan ging es im ersten Spiel bei mir erst mit Naya Battlemage und bei Robbert mit Court Archers los, die aneinander vorbei angriffen. Später wiederholten wir das Spiel mit Carrion Thrash bei mir und Predator Dragon bei ihm, den Drachen durfte ich durch glückliches Finden einer weissen Manaquelle nach zwei Angriffen abstellen, mit dem Thrash hatte er nicht so viel Glück. 1-0

Robbert nahm im zweiten Spiel Doppel-Mulligan und ich hatte eine gute Starthand, nichts überragendes – ich überlegte auch schon an einem Mulligan, weil er auf fünf gegangen war, aber hielt es. Meine Hand entwickelte sich prächtig und ermöglichte Turn 3 Sedraxis Specter, Ascetic und Goblin Assault aunomma (sehr schöne Interaktion), die er nicht in den Griff bekam. 2-0

3 Robbert Menten  Win    1726 

2-1

Es tut mir etwas leid mit dem Mulligan auf fünf, da Robbert ein sehr netter Spielpartner ist, aber letztlich sind wir beide auch zum Gewinnen da.

Die Attraktion mit Buzz Lightyear, die wir am ersten Tag nicht mehr geschafft haben, steht auch noch im Discoveryland. Wir hatten zwar noch Fast Pass Tickets für halb neun abends, aber die Attraktion ging in den Safe Mode, so dass wir nicht mehr eingelassen wurden. Am folgenden Tag besuchten wir sie „allein“ und stellen zunächst fest, dass der Fast Pass hier am wenigsten Wartezeit spart, da man auch im Gebäude noch lange ansteht (mindestens zehn Minuten). Diese Zeit lohnt sich aber! Die Attraktion ist interaktiv, was ihren Reiz ausmacht. Man setzt sich zu zweit in einen Wagen und hat IR-Pisolen, mit denen man auf Ziele schiessen kann um Punkte zu bekommen. Die Punkte werden über eine LED-Anzeige im Wagen mitgezählt. Bei der ersten Fahrt erreichte ich stolze 8.800 Punkte und fühlte mich wie ein Highscore-Kandidat. Nur der vor uns im Wagen erschoss sich über 20.000 Punkte und am Ausgang hängt dann die Punktetafel, die bis 9.999.999 Punkte geht – da muss man wohl noch mal rein um diese läppischen Punkte zu überbieten.


Disneyland Paris – Buzz Lightyear Laserblast

Runde 4 – Reinhold Kohl (DEU) Naya
Naja, gegenseitig raushauen wollen wir uns nicht, mit dem Pairing sind wir wohl beide nicht glücklich, aber Reini sieht souveräner aus als ich. Er macht mich mit seinem Deck in zwei Spielen so was von fertig, dass ich kein Land sehe (im bildlichen Sinn). Ich war nicht screwed, sondern konnte mit seinem aggressiven Deck einfach nicht ins Spiel finden, bevor er mit geplättet hat – Reini hatte nicht nur einen Pool, der ein Deck wie im Draft ermöglichte, sondern ich fand es schon fast FNM-tauglich. Constructed-FNM!

Er hat genauso unglücklich eine Runde verloren, das passiert eben; aber ich denke, dass er eine sehr gute Chance auf den zweiten Tag hat. Reini sollte auch immer „weiter oben“ spielen als ich.

Zum Glück war aber grosser Tumult an der Judge-Station, da etwa 130 Ergebnisse falsch eingetragen wurden. Der Fehler war aber dann schneller korrigiert, als gedacht und es gab neue Pairings. Das war sicherlich gut für mich – ich verabredete mich so, gegen Reini erst viel später zu spielen… aber dazu sollte es später doch nicht mehr kommen. 🙂

Dafür kommt es zu einer längeren Pause, in der die Ergebnisse korrigiert werden.

Eine Essenspause gönnten wir uns an jedem der beiden Tage. Wider Erwarten ist der Preis der Getränke und des „vernünftigen“ Essens nicht so hoch und in etwa mit einem McDonalds-Besuch vergleichbar. Wenn man mit der Familie mit Kindern kommt, wird man einiges los, aber es könnte schlimmer sein.

Am ersten Tag nahmen wir in der Tex-Mex-Bar Salat bzw. Chili con Carne mit Nachos, welches jeweils eine ausreichende Portion darstellte. Das Menu mit Getränk um die zehn Euro.

Runde 4 – Pierrick Mode (FRA) Naya
Um es fortzuführen: Pierrick beginnt alle Spiele der Partie. An die kann ich mich kaum erinnern, in beiden Spielen fügt er mir keinen nennenswerten Schaden zu (Stinger, Elvish Visionary machen insgesamt drei Schaden in beiden Spielen). Ich komme mit Gobo-Token und dem 4/4 Viashino im ersten Spiel um die Ecke, im zweiten wird ein gecycletes Resounding Thunder zum Finisher. „Destroy target Player. Draw a card.“

4 Pierrick Mode   Win    1743 

3-1

(Externer Link zum Video)
Big Thunder Mountain Rail Road, Disneyland Paris

Bei Big Thunder Mountain ist das Video-Einbetten leider deaktiviert, daher der externe Link. Diese Achterbahn im Minenbahn-Look im Frontierland hat offensichtlich keine Loopings, so dass ich sie meinem Magen zugemutet habe (ich weiss aktuell nur nicht mehr, ob vor oder nach dem Essen) und es ist eine richtig spassige noch dazu. Wir sind sie insgesamt dreimal gefahren (zweimal Fastpass, einmal normal), und beim nächsten Besuch wird eine weitere Fahrt sicher dazu kommen.

Was man bei den Attraktionen gut anmerkt ist, wieviel Liebe und Mühe in die Ausgestaltung geflossen sind. Selbst der Wartebereich ist mit so vielen Minendetails ausgearbeitet, zum Beispiel speziell angefertigte Hinweistafeln, was die Hupen bedeuten (die es natürlich nicht gibt) oder sehr viel Material aus ehemaligen Bergwerken. Auch während der Fahrt gibt es viele Kleinigkeiten, die gar nicht gross auffallen, aber zum Gesamtkunstwerk (so muss man es schon nennen) dazugehören.

Auch wenn die Attraktionen teilweise unspektakulär sind, ist die Thematisierung und die liebevolle Detailierung das grosse Plus, was den Park ausmacht.

Runde 5 – Jingyuan Hu (CHI) Naya mit Splash
Wie für den Kulturkreis üblich, ist Jingyuan ruhig und höflich, wir verständigen uns in einer Französisch-Englisch-Mischung, wobei er seltsamerweise mehr Französisch als Englisch versteht. An die Spiele erinnere ich mich en detail nicht, spannend wurde es dadurch, dass ich ihn zwar trotz eines schwachen Starts (erstaunlich, wie oft ich dritte Runde Goblin Assault hatte!) dank eines noch schwächeren Starts bei ihm mit Goblin-Token überrennen darf, und schon denke, was hat er denn für ein Deck – aber dann kommt er im zweiten Spiel mit Planten-Elefanten (aka Mosstodon) und anderen 5-Power Tieren zu mir – und im Endeffekt teilen wir uns die Spiele.

Erst im dritten Spiel kommt es zu der Situation, an die ich mich noch erinnere. Ich habe in einer Runde die Option, entweder lege ich ein grosses Tier (Carrion Thrash, glaube ich), oder ich baue mein Mana mit Obelisk, Obelisk weiter aus. Ich entschied mich für die Obelisk-Option, bereue es aber eigentlich schon, während Jingyuan enttappt. Gegen sein leeres Board (ausser Druid of the Anima) hätte ich doch jetzt Druck machen können, lese ich ihn fehlerhaft auf Resounding Silence? Aber es war doch die gute Wahl. Er spielt überraschend einen Realm Razer, und ich könnte mich nicht mehr freuen. Ich halte noch genug Land auf der Hand, um einen Vithian Stinger zu spielen, er kann wegen irgendeinem 2/2 Mann bei mir nicht angreifen, ich will auch nicht (evtl. war’s der Naya Battlemage) – pinge seinen Manaelf weg, und sammele zunächst Länder und kann seinen Razer umspielen, so dass er mich gar nicht stört. Dank der zwei Obelisken bin ich in der Lage, fast alles nachzuspielen und eventuell schiesst er sich den Razer selbst mit Magma Spray ab, um doch wieder am Spiel teilzunehmen, aber das war doch der Plan zum Selbst-KO. 2-1

5 Jingyuan Hu     Win    1759 

4-1

Er möchte durch mein Deck gucken, und ist entsprechend irritiert bei dem Krokodil, dass sich in den drei Spielen nicht gezeigt hat, und ihm das eigentlich viel zu schlechte Goblin Assault erklärt. Jingyuan ist der erste Gegner, der mich im zweiten Spiel hat anfangen lassen (und das Spiel dann auch gewonnen hat).

Ebenfalls in einer „Ecke“ im Frontierland steht auf einer Anhöhe ein Haus, dass uns aus „Psycho“ bekannt vorkommt. Sozusagen die Geisterbahn, und da es bei dieser Art von Attraktionen darauf ankommt, dass man nicht darauf vorbereitet ist, habe ich das folgende Video ausgewählt, dass genug offen lässt, aber trotzdem Spoiler enthält. Darum wieder als externer Link.

The story of Phantom Manor pt1

Das Phantom Manor lohnt sich auf jeden Fall, vielleicht nur nicht, wenn man kleinere Kinder dabei hat. Interessant, dass es eine Hintergrundstory gibt, die mit der Big Thunder Achterbahn und dem kleinen Goldrauschstädtchen zusammengewoben ist. Es ist nicht das grösste Stück innovativer Erzählkunst, aber wer denkt sich so eine Story für einen Abschnitt in einem Freizeitpark aus? Genial!

Prägend ist der grosse Teich, in dessen Mitte die Big Thunder Mountain Bahn auf einer Insel fährt, scheinbar ohne Verbindung zur Station am „Festland“. Auf dem Teich kann man mit einem dreistöckigen Mississippi-Dampfer fahren, eine beschauliche Tour mit einem guten Blick auf die Achterbahn und das Phantom Manor.

Im nächsten Teil muss ich aber noch viel aufholen. Ich habe ja erst die Hälfte des ersten Parks erzählt. Also erwartet mehr Disneyland, weniger Grand Prix. Deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung…

(Link zum dritten Teil)

3 Kommentare

  1. TobiH meint:

    Big Thunder Mountain Rail Road hat mir auch immer am meisten gefallen, so vor knapp 15 Jahren. Im Video sieht das jetzt aber arg betulich aus, irgendwie… :-/

  2. mmgun meint:

    Hmm das macht ja fast Lust, da mal hinzufahren, ich hatte mir disneyland irgendwie oeder vorgestellt.Naja, kommt Zeit, kommt Geld, dann reis‘ ich um die welt…

  3. Teardrop meint:

    Es ist ja schon lustig, wie viel Unsinn man mit Rundenbeschreibungen und Decklisten treiben kann 😉

    Ich will mehr, und öfter, bitte.
    Und Du hast eine Mail von mir nicht beantwortet, da wäre mir eine Antwort aber irgendwie wichtig…

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