Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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GP Strasbourg Tag eins

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« Teil 1: GP Strasbourg – Deck/Roadtrip

Man setzt uns entlang der Tischreihen nach Nachnamen, und dann kommen einige Hinweise. Insgesamt 1140 Spieler verteilen sich auf einen blauen und einen grünen Pod, soweit nichts neues für europäische Grand Prix mit zentraler Lage. Top 64 der jeweiligen Pods würden es nach neun Runden in den zweiten Tag schaffen. Das einzig neue – man spielt mit REL „competitive“. Spieler, die zu Beginn der Runde nicht am Platz wären, müssten mit einer Strafe rechnen. Wenn ich das recht verstehe, sind damit auch die paar Minuten Verspätung abgeschafft, die bislang tolerierbar waren.

    Yeah, der neue Blog ist drin!

Mein Gegenüber, ein Franzose, ist der sportliche Typ und wippt während der langen Wartezeit vor sich hin, bis ein Judge vorbei kam und uns Deckboxen im Grand Prix Design austeilt. Wir stecken sie ein.

Dann wieder warten – dann kommen die nächsten Judges und verteilten Deckboxen. Erst in der Mitte des Tisches fanden sich Spieler, die protestierten, sie haben gerade welche bekommen – also wurde die Aktion wieder rückgängig gemacht. Schade. Ich dachte, sie hätten noch welche über gehabt…

Runde 1 – Tisch 178 – Jeremy Clauss [FRA] – WR
Ich gewinne den Würfelwurf und beginne. Jeremy ist aus der Nähe von Strasbourg und hatte nur 20 Minuten Anreise. Bei seinem Namen dachte ich erst, er sei aus dem englischen Bereich. Aber im Elsass heisst das nichts.

Ich lege eine frühe Essence Warden, die von einem Uktabi Drake begleitet wird. Jeremy (nahm einen Mulligan) schiesst, als ich Echo zahle, diese mit Dead ab, und ich kann erst in der vierten Runde einen Call of the Herd Token spielen. Jeremy legt einen Magus of the Tabernacle. Das ist eine Karte, die ich auch spielen wollte, aber dann davon Abstand nahm. Ich zahle also Echo für meine Kreaturen, spiele Might of Old Krosa (MoK im Folgenden, sonst werd ich jeck) und er lässt den Elefant passieren (11).

Mit seinem Mountain suspended Jeremy ein Greater Gargadon – und hier hätte man die Nachtigall trappsen hören müssen. Weitere Angriffe mit dem Elefant und seinem Flashback-Zwilling blockt Jeremy, und ich überlege, den Magus per MoK zu entsorgen (durch Gaea’s Anthem waren meine Elefanten aufgewertet), lasse es aber. Jeremy entscheidet sich in seiner Runde, den Boom zu spielen, alle Länder in das Gargadon zu opfern. Ich kann meine Kreaturen nicht mehr zahlen – er sacct den Magus am Ende der Runde auch in das Garagadon, dass in seiner Upkeep ins Spiel kommt und aus meinen 22 Leben schnell ein verlorenes Spiel macht. Ich hätte den Magus töten müssen… 0-1

sideboarding: + Weatherseed Totem, + Krosan Grip, -2 Wall of Roots

Auch im zweiten Spiel nimmt Jeremy einen Mulligan, ich lege Essence Warden, dann Scryb Ranger (gut gegen Land Zerstörung), die ihn auf 15 herunter schlagen dürfen. Jeremy suspended zwei Gargadons, ich rufe einen Elefanten im „hier und jetzt“ und mache noch einen zweiten (hatte ja zwei gezogen) sowie einen zweiten Scryb Ranger. Schliesslich ist Jeremy so unter Druck, dass er sein Board, davon auch ein Blood Knight, in ein Gargadon opfert um Elefanten aufzuhalten, scheitert aber im Aufhalten von Scryb Ranger… 1-1

sideboarding: – Wall of Roots, + Stonewood Invocation

Jeremy beginnt und diesmal nehme ich einen Mulligan. Er suspended zwei Gargadons zu Beginn des Spiels, während ich ein Leben durch eine späte Essence Warden bekomme, als er Magus of the Tabernacle spielt. Durch Gaea’s Anthem und MoK gepumpt geht er auf 14, ich lege Scryb Ranger und er entsorgt die Essence Warden in seinem Zug. Sunlance wenn ich mich recht erinnere. Per Timbermare kann ich nochmal angreifen, als er erneut in die Combo geht, zwei Gargadons synchron ins Spiel bringt und meine Kreaturen wieder an einem Magus of the Tabernacle eingehen. 1-2

Fazit: nicht so genau geboarded und im ersten Spiel nicht aufgepasst, den Magus zu entsorgen als es noch ging. Die folgenden zwei Spiele waren jeweils eindeutig.

Mit 0-1 starten stimmt missgelaunt, vor allem an einem der letzten Tische – denn die anderen waren, dank zahlreicher Byes, noch nicht erschlossen. Und natürlich muss man sich die ganzen „Diss“ anhören, wie man nur mono-grün spielen kann.

Und dann noch mit Penumbra Spider.

Runde 2 – Tisch 189 – Leon Schramm [DEU] – mono-rot mit Stormbind

Ich gewinne den Würfelwurf und beginne mit Essence Warden. Leon spielt einen Mountain – und ich freue mich. Das kann nur ein gutes Matchup sein. Mein one-drop darf einmal angreifen, bevor Leon Keldon Marauders rekrutiert. Ich spiele eine zweite Essence Warden und Uktabi Drake und verlagere Angriffe auf die Luft. Nach einem Uktabi Drake folgt noch ein Zweiter, der auch noch per MoK aufgewertet wird und Leon immerhin auf 11 hauen kann. Aber die Drakes brennen schnell durch seinen Burn ab, auch ein Scryb Ranger wurde nach einem Angriff (Leon: 8, Marcus: 29 Leben) zum Glühwürmchen. Zum Ende kommt das Spiel nach Leons Blood Knight, meinem Elefant und Timbermare beim Stand von 2 Leben – durch Squall Line für zwei. 1-0

Leon beginnt das zweite Spiel (ich benutze mein Sideboard nicht) mit einem Mogg War Marshall, den er mit Pendelhaven pumpt. Ich stelle eine Wall of Roots in den Raum, über die die Goblins stolpern. Eine Essence Warden fügt sich ins Gesamtbild ein, zwei Elefanten kommen dank Call of the Herd, dann noch eine Spectral Force und der Rest ist akademisch. 2-0

Fazit: Mit 33 Leben im ersten Spiel und 32 Leben im zweiten Spiel zeigte sich wieder, wie wichtig die Essence Warden in diesem Matchup ist. Hole ich nun das Feld von hinten auf? Gunnar ist skeptisch. Alter Skeptiker aber auch… Mit 1-1 kann man noch immer auf Gegner treffen, die nicht das Deck spielen, was man erwartet (der „Dschungel“… meint er).

Runde 3 – Tisch 165 – Bernoit Vache [FRA] – BR Big Mana (Kiddie Style)
Wenn ich in den Berichten zum Turnier „Big Mana“ lese, muss ich nicht nur an die Filme ähnlichen Namens denken, sondern auch an Kiddies, die alles spielen, was dick, gross und gefährlich ist.

Bernoit ist jung (sieht aus wie vierzehn) und spricht kaum englisch. Nicht so das Problem, da man sich mit Magic-Grundbegriffen helfen kann, und französisch kann man schliesslich auch. N’est-ce pas? Bon.

Bernoit nimmt einen Mulligan, ich beginne das Spiel und halte eine 1-Land Hand mit Essence Warden, 2x Wall of Root, MoK und noch was Dickes (Call of the Herd oder so). Einfacher Plan – das wird gehalten und das zweite Land von oben geluckt. Aber es soll nicht so kommen. Nur einen Angriff habe ich frei, dann hat Bernoit irgendwas gemorphtes im Spiel (eine rote Akroma wie sich bald herausstellt). Ausserdem suspended er Lotus Bloom und poppt das Artifact drei Runden später „pour montagne“ um einen Kaervek the Merciless zu legen. Da hatte ich nicht mal zwei Länder… Nice! deck! 0-1

sideboarding: – Uktabi Drake, – Scryb Ranger, + 2 Dodecapod

Ich beginne mit einer besseren Hand, wieder first-turn Essence Warden, die zweimal angreift bis der Call of the Herd-Token bei mir und der Morph bei ihm kommt (red Akroma?). Er nutzt seinen Lotus Bloom aus Runde 1 um diese auch zu entmorphen und es mir aber mal richtig zu geben (von 21 auf 16). Ich lege einen Uktabi Drake nach und haue von 18 auf 13. Das Rennen gewinn‘ ich… 1-1

sideboarding: + Uktabi Drake, – Wall of Roots

Beim 7er-Pileshuffle ist irgendwas komisch, und ich höre gefühlte vier Karten „zu kurz“ auf. Was ist da los – ich zähle nochmal die Karten und es sind 63. Bernoit bestätigt das. Gute Taktik gegen das Mühl.dec…

Bernoit beginnt und versucht sich als Control-Spieler. Seine beiden ersten Länder sind Deserts, so dass mein Essence Warden zunächst nur zuguckt. Als er was gemorphtes legt, schreibe ich schon „EW (Akroma)“ neben den neuen Lebenspunkt. Witzig. Dank Gaea’s Anthem traut sich der Warden auch anzugreifen, aber er will nicht tauschen. Statt dessen wieder das 21-auf-15-Spiel. Zweimal Uktabi Drake revangieren sich auch für sechs, einen davon erledigen die beiden Deserts. Brauch ich wenigstens kein Echo zahlen. Und dank zweiter Essence Warden liegt mein Leben auch wieder bei 20. Als wäre nichts passiert…

Als er den Kaervek legt, wird es nochmal spannend, denn ich ging durch Akroma und Pump schon wieder auf 15; er durch einen (nicht durch Desert abstellbar, da diese getappt waren) Drake auf 9. Ich lege noch ein Weatherseed Totem und gebe ab, da realisiere ich, dass er ein Disintegrate ziehen könnte und mich töten kann, wenn er mit allem angreift und Kaervek durchkommt. Aber Bernoits Plan sieht anders aus. Er lässt Akroma zum Blocken und greift nur mit Kaervek an (ich gehe auf 11) und legt Arrogant Wurm. Ich darf das Totem animieren (block mit Wurm) und ihn dann auf 4 schlagen, eine Squall Line für 4 erledigt den Rest. 2-1

Fazit: Auch wenn ich es nicht en detail wiedergeben kann, das dritte Spiel war noch auf des Messer’s Schneide, denn sein Kaervek verhinderte, dass ich einfach meine Stonewood Invocations nutzen kann. Jedenfalls, wenn er es richtig spielt. Vielleicht habe ich ihm in der situacion zu viel zugetraut, aber ich mochte den sicheren Weg. Bernoits letzte Handkarte: Damnation.

Immerhin stehe ich jetzt 2-1 in Spielen und hoffe, gegen normalere Decks spielen zu können. Nebenbei bemerkt: la Vache = die Kuh.

Runde 4 – Tisch 139 – Frederic Geiger [DEU] – UB Ctrl
Wir smalltalken ein wenig, und ich erfahre, dass er aus dem Saarland kommt, ich erzähle ihm, dass mir sein Name bekannt vorkommt – ein Artikel bei Magicuniverse? Es ist so.

Ich würfele höher und lege Essence Warden und Wall of Roots für einen gesunden Start. Erstere bringt Frederic auf 18, als sich ein Elefant hinzugesellt. Ein Tendrils frischt seinen Lebenspunktestand auf 18 auf, dann bringt der zweite Elefant und eine zweite Essence Warden (ja, jouer plus que’il faut kann alles gegen Decks, die Damnation spielen!) ihn auf 9 Leben, von wo aus er sich mittels Tendrils wieder auf 13 Leben schiebt. Ein Timbermare (avec echo) beendet dann das Spiel. 1-0

sideboarding: -3 Wall of Roots, + Penumbra Spider, + Liege of the Pit, + Stonewood Invocation

Da kommt endlich mal jemand mit UB Control, und ich spiele doch die Spinnen im Sideboard und dann boarde ich sie nur so comme-ci comme-ca rein. Nun, vielleicht kann ich besser noch aggressiver spielen. Versuchen wir’s also.

Frederic beginnt mit sechs Karten, ich mit Essence Warden. In der zweiten Runde lege ich Wall of Roots (c’est trés lucky!) und Uktabi Drake, vergesse aber mit letzterem anzugreifen. Grün. Vitesse. Komisch. Égale.
Dritte Runde kommt der zweite Drake und ein Angriff auf 14. Frederic spielt keine Länder, die schwarzes Mana produzieren, sondern nur weiss-blaues Zeug, aber ein Urborg kam noch, als er beim Stand von drei Uktabi Drakes ein Teferi’s Moat resolvt. Die Drakes lassen sich nicht abhalten… 2-0

Fazit: sehr glücklich gezogen auf meiner Seite, und das komische sideboarden konnte es nicht verhindern. Ebenfalls glücklich bin ich darüber, dass Frederic trotz dieses Beatdowns es in Tag 2 schaffte.

Nun stehe ich 3-1 in Spielen, die Matchups müssten also noch berechenbarer werden…

Runde 5 – Tisch 45 – Steffen Becker [DEU] – mono-bleu
…ausser man trifft auf Mono-Blau. Ein Deck, das ich nicht ernsthaft erwartet habe, aber es war wohl häufiger vertreten. Der Grund: das gute Matchup gegen rot. Also der gleiche Gedanke wie meiner, nur eine andere Fortführung.
Wir wundern uns noch darüber, warum man immer gegen deutsche Spieler gepairt wird, aber in unserem Pod waren auch eine Menge (128) davon.

Steffen beginnt das erste Spiel, zu dem ich kaum Notizen finde. Er spielt Spiketail Drake, will aber meinen Call of the Herd nicht countern. Der Elefant macht eine Visite für 8, dank Stonewood Invocation. Steffen hat zwei Spiketail Drakelings, die mich für 4 hauen wollen. Mein Elefant kommt wieder für 8, dank Stonewood Invocation. Klingt nach einem eindeutigen Spiel, aber er entsorgt den Elefant beim Stand von 2 Leben, countert den Rest und haut mich wesentlich langsamer, aber konstant, auch auf 2 mit diesen Drakelings. 0-1

sideboarding: -2 Call of the Herd, -3 Wall of Roots, + Weatherseed Totem, + 2 Magus of the Library, + Scryb Ranger, + Stonewood Invocation

Ich beginne mit Essence Warden, Scryb Ranger und Uktabi Drake, Steffen suspended Riftwing, legt einen Drakeling und einen Morph. Mittels weiterer Scryb Ranger (als er ausgetappt ist) und einem Timbermare, dass er nicht countern möchte, entscheidet sich grösstenteils das Spiel – er geht auf 3 Leben, ich bin bei 16. Warscheinlich möchte er Brine Elemental entmorphen, denn er lädt zum Ende meiner Runde zwei Storage Länder auf. In Response – Squall Line für drei. 1-1

Steffen beginnt im dritten Spiel des Matches, ich spiele Essence Warden und Wall of Roots (chouette…?), dann Scryb Ranger. Letzterer kommt ungehindert durch, und beim Stand von 16 Leben macht Steffens Lebenspunktestand einen grossen Plumps – bis auf 1 Leben. Ich kontrolliere laut meinen Aufzeichnungen (bereits bezahlte) Uktabi Drake und Timbermare sowie einen Scryb Ranger. Steffen hat noch einen ungetappten Spiketail Drakeling. Ich lege Gaea’s Anthem, was dieser Drakeling nicht countert. Dann spiele ich ein MoK auf die Scryb Ranger mit einem Mana frei, das er countert – also spiele ich noch ein MoK auf die Scryb Ranger. Attacke für 15… (dann noch Squall Line für 1 als nächstes – wie war das mit dem Overextenden?) 2-1

Fazit: Wenn ich weiterhin drei Mauern rausnehme, und die verbleibende ziehe, und meine Sideboardkarten nicht, dann ist sideboarden wohl egal… ausserdem hätte ich gegen Steffen’s Dismal Failure die Dodecapods reinnehmen müssen, und mit den Call of the Herd hätte ich nicht so viel angefangen, wenn er die Riftwing/Doppelganger Combo liegen gehabt hätte.

In Spielen stehe ich nun 4-1, genauso wie KMB, der gerade gegen Wafo-Tapa gewann (die Story hörte sich lustig an, hoffentlich verbloggt er es noch…). Draussen scheint die Sonne, und der Schatten rund um die Halle hat sich verschoben. In der Halle ist es stickig und warm, da man aus Sicherheitsgründen (man hat nur zwei Security-Leute) nur ein Tor öffnen darf. Später sind dennoch beide Tore auf (vielleicht können zwei Security Leute auch nichts machen, wenn 1140 Spieler in Panik geraten oder in Ohnmacht fallen vor schlechter Luft) – mal drüber nachdenken…

Runde 6 – Tisch 28 – Sean Fitzgerald [NLD] – U/R Burn
Zunächst denke ich beim Weg zum Tisch über den Namen nach, und ob ich den nicht aus amerikanischen Artikelserien her kenne. Aber er erzählt mir, wir könnten deutsch sprechen, er käme aus den Niederlanden. Runde sechs, und bereits vier Runden lang kann man deutsch sprechen? Seltsame Pairings.

Sean beginnt und zeigt mir nur Islands. Und erneut Spiketail Drakeling. Ich bin mir sicher, das gleiche Deck zu sehen wie zuvor bei Steffen. Ein Scryb Ranger und ein Elefant tauchen auf meiner Seite auf, Sean zwirbelt mir noch einen Psi Blast auf den Kopf (ich auf 14, er auf 13), was ein MoK auf einen meiner beiden Elefanten in der folgenden Runde in eine schlechte Idee umwandelt (er geht auf 3). Er zieht – und schiebt zusammen. 1-0

sideboarding: – Uktabi Drake, – Call of the Herd, – Wall of Roots, +2 Krosan Grip, + Scryb Ranger

Mein Boarding erzählt, dass ich ein ganz anderes Deck erwartet habe, nämlich was mit weiss-Splash für Teferi’s Moat. Aber Sean beginnt mit Mountain – das erstaunt mich – und suspended Rift Bolt. Ich halte Essence Warden zurück und er suspended noch einen Rift Bolt. Als ich bei 14 bin, lege ich die Warden und eine zweite, die ich zog (ich: 15). Ein Call of the Herd bringt mich auf 17 (und die Wardens ihn mittels Pendelhaven auch). Er spielt Psi Blast auf mich (13, er 15) und denkt, er ist der Burn-Spieler.

Ich denke dasselbe, greife ihn mit beiden Essence Warden, Elefant an (9). Sean spielt Browbeat (ich nehme 5 Schaden, jetzt 8), spiele Elefant mit Kicker: noch ein Elefant (gehe auf 12) und finishe mit Squall Line für zwei. Burn, burn… 2-0

Fazit: Das Spiel hat etwa acht Minuten gedauert und ich habe eine Menge Zeit zum herumwandern. Seans Deck hat mich verwundert, ein Burn Deck hatte ich in der Form nicht erwartet – aber es scheint nicht schlecht abzuschneiden, da er auch 4-1 stand.

Runde 7 – Tisch 27 – Benjamin Vliegenthart [NLD] – WW
Ich bemühe mich, seinen Namen richtig aufzuschreiben, er hilft mir dabei und wir tauschen das übliche Small-Talk aus. Meine Starthand sieht etwas wackelig aus, nur Wall of Roots, Spectral Force und Stonewood Invocation. Könnte aber was draus werden. Und – ich darf anfangen.

Benjamin legt in der zweiten Runde Soltari Priest (dessen „Protéction contre le rouge“ – ja auch französische Karten haben doofe Template-Übersetzungen, nicht nur die deutschen – schon seit Flowstone Effekten nicht mehr sicher ist). Ein Griffin Guide garantiert grandios griffige Starthand, und mir vier Life-Loss pro Zug.

Ich lege Spectral Force, greife (Stonewood Invocation im Upkeep) nächste Runde an für 14 (ein Javelineer spielte wohl Drempel), lasse mich für vier hauen, und nochmal, entappe die Force, spiele im Upkeep „Sword of Invocation and Suffering“ drauf (aka Stonewood Invocation) und greife genüsslich an. Wenn es nur immer so laufen würde… 1-0

sideboarding: rien

Benjamin beginnt das zweite Spiel (und es wird immer schwer mit dem „Break“ bei Aggro). Ich bekomme von seinem Kami of the Holy Moses ein Leben vom Essence Warden, dieser greift aber bald zur Greifenverzauberung und greift mich an. Ich kontere das mit Gegenangriff von Scryb Ranger und Uktabi Drake (ich 19, er 15), eine Runde und einen Benalish Knight später stehen die Lebenspunkte so: ich 16, er 12.

Ein Timbermare bringt Benjamin dann auf 7, mich seine Bagáge auf 10 und wir beginnen, die Züge gründlicher zu durchdenken – was bei dem eigentlich schnellen Matchup kein Problem ist (noch 44 Minuten auf der Uhr). Und leider führte das zu Informationsdefiziten meiner Notizen. Ich erkenne noch, einen Elefant gespielt zu haben, aber als er bei einem Leben ist, verliere ich das Rennen. Zwar halte ich Stonewood Invocation, aber er stellt meine Flieger mit Isolation in seiner Main Phase ab (sehr clever!) und einen Trampler habe ich nicht. 1-1

Die dritte Runde beginne ich mit Wall of Roots und Uktabi Drake – diesmal keine Essence Warden, ich bin enttäuscht. Benjamin hat den Soltari Priest, aber keine Aura – also „Ausgleichende Gerechtigkeit“. Die Aura folgt eine Runde später (ich gehe auf 14), als ich den zweiten Uktabi Drake habe (er: 14). In der vierten Runde ein MoK auf einen Drake (er geht auf 6) und in der fünften Runde habe ich einfach noch einen Might of old Krosa. 2-1

Fazit: Wer anfängt, gewinnt. Gut würfeln ist in diesem Matchup alles. Und weiss ist sehr berechenbar, was den Schadensoutput angeht. Benjamin erklärt, er habe das erste Spiel gewinnen können – aber er wollte mit den Temporal Isolations lieber bis in meiner Runde warten. „Too greedy.“ meinte er dazu.

Runde 8 – Tisch 18 – Frederic Timmer [DEU] – UB Ctrl
Weiter geht es dann wieder mit deutsch, den Frederic habe ich schon in Dülmen oder Iserlohn gesehen. Ich gewinne den Würfelwurf und beginne mit Mulligan und einer relativ langsamen Hand. Ein Scryb Ranger macht Spass, als ich sein Island sehe, und auch ein Totem findet sich ein, um von einem Gaea’s Anthem zu profitieren.

So ausgestattet bringe ich Frederic zunächst auf acht Leben, dann blockt ein Aeon Chronicler, wenn ich mich recht erinnere, das Totem zurück auf meine Hand und auf sechs Leben spielt er Tendrils auf den Ranger um auf 11 Leben zu steigen. Zwar resolve ich noch ein Timbermare, aber werde von Aeon Chronicler in drei Zügen eingestampft (einmal davon sogar vergessen, mit Scryb Ranger zu blocken. Bauerei!). 0-1

sideboarding: -4 Wall of Roots, -2 Call of the Herd, -2 Essence Warden, -2 Uktabi Drake
+ Weatherseed Totem, + Liege of the Pit, +4 Penumbra Spider, + Scryb Ranger, + Stonewood Invocation, +2 Magus of the Library

Ich beginne das zweite Spiel auf zwei Ländern und Essence Warden, die Frederic vier Runden angreift, in denen ich keine weitere Manaquelle ziehe. Schliesslich kommt noch ein Magus of the Library – und er entsorgt beide per Damnation.
Als ich endlich ein drittes Land ziehe, hat Frederic mittels Carddraw seine Hand deutlich verbessern können. Teferi’s Moat erinnert mich an die Krosan Grips im Sideboard. Drei Tendrils sehe ich bis zum Ende des Spiels – und einen Draining Whelk, der Penumbra Spider countert. Sicherlich nicht eine der besten Stunden… 0-2

Fazit: Frederic ist damit sicher in Tag 2. Vergessen zu boarden habe ich: Krosan Grip. Ausserdem waren die Wände doch wichtiger als gedacht, mit dem schnelleren Start wie beim anderen Frederic ist das Controldeck leichter zu knacken.
Anders gesagt: wenn man sich der Chance beraubt, die letzte verbleibende Wand zu ziehen, dann gehts auch nicht…

Runde 9 – Tisch 31 – Sebastian Ziesche [DEU] – UR[G]
Das klingt schon wieder deutsch… und ausser zwei Franzosen habe ich noch zwei Niederländer als Gegner gehabt – die anderen fünf waren Deutsche. Was geht da ab?
Für Sebastian und mich lohnte sich ein Draw nicht, wir mussten jeweils gewinnen, um in Tag zwei mit dabei zu sein. Er würfelte die 13, ich nur eine 11 – und es geht los…

Nach seinem Island lege ich eine Essence Warden und durchsuche meine Hand nach Scryb Rangers. Keine da. Zût alors! Angegriffen (19) und dann nochmal, aber Sebastian hat Sulfur Elemental und blockt. Also MoK drauf und getauscht. Ich zog eine weitere Essence Warden, und bei Sebastian sieht es immer noch rot/blau aus – kein weiteres Land.

Ich spiele meine Warden und dann zwei Uktabi Drakes, greife aber nur mit den Fliegern an. Oh Telepathie, er hat noch mehr Sulfur Elemental (Ende des Zugs). Zwei weitere Angriffe mit den beiden Drakes vergehen ohne dass er was gegen sie macht – aber rot/blau muss doch was können dagegen! – einmal Mok auf die Drakes und „fin„. 1-0

sideboarding: – Wall of Roots, + Scryb Ranger

Sebastian beginnt mit Forest. Ich bin baff erstaunt. Ja – er spielt doch ein grün/rotes Deck mit blau-Splash. Das erklärt einiges. Ich spiele Essence Warden, Doppel-Wall of Roots, dann einen Elefant. Sebastian rüstet weiter auf mit Sulfur Elemental, folgende Runde Spectral Force, während ich nur zwei Elefanten habe, aber immerhin 26 Leben. Ist ja auch was worauf man stolz sein kann.

Er greift mich mit der Force an (18) und spielt eine zweite (19). Die haut mich auf 11. Ich hab auch zwei auf der Hand, jetzt ist mal langsam Zeit die ins Spiel zu bringen. Ich schummele zwei Elefanten an seinen Blockern vorbei (er geht auf 14) und spiele meine eigene Spectral Force (12) mit Jodeldiplom. Er enttappt eine Force, legt Spike Feeder (ich steige auf 13) und greift an. Ich blocke. Er verschiebt einen Counter vom Spike Feeder – ihr habts bestimmt geahnt – ich nicht – und meine Force ist tot (ich: 12). Mein Zug.

Ich spiele eine zweite Essence Warden (13), dann die andere Force (15) und schummele zwei Elefanten nicht an seinen Blockern vorbei. Einer rennt in den Spike Feeder (er steigt auf 16) und der andere in ein Sulfur Elemental oder so. Eventuell tötet er den Elefant noch irgendwie.

Wir starren uns eine Runde an (gedacht – kein Eye to Eye im Deck, da spiel ich lieber ein Harmonize zwischendurch) und die beiden Forces kürzen sich bei seinem Angriff aus der Boardsituation, dann spiele ich einen neuen Elefant (17 life) und in der folgenden Runde ein Timbermare (19) und einen Scryb Ranger (21 life), enttappe den Elefant mit Scryb’s Fähigkeit und greife für acht an (er geht auf 8). Sebastian greift mich mit der Force zurück an, ich verliere neun Leben (12).

Ich flashbacke den Call of the Herd (14), greife ihn effektiv nur mit zwei Eternal Witness Essence Warden an (6) weil er die gute Stormbind-Karte spielt und mir meine anderen Kreaturen wegschiesst. Grrr. Irgendwas verpuzzele ich noch in der Situation, ich hätte an dieser Stelle ihn schon killen können, aber sah es (das Stonewood Invocation AFAIK) erst, als ich „Go“ sagte. Seine Force bringt mich dadurch noch kurz auf drei Leben, er hat aber keine Handkarten mehr und ich noch einen Scryb Ranger, der mich auf 5 bringt. Den Finisher hab ich nicht mehr aufgeschrieben – war bestimmt ’ne Squall Line für 2… 2-0

Fazit: Damit stehe ich 7-2 in Spielen und bin nach einigen Aussagen „Tag zwei“, einige meinen, das reicht nicht für alle. Bei den Standings stellt sich schnell raus, dass es für alle mit 21 und alle mit 20 Punkten in unserem Pod gereicht hat.

Im letzten Spiel habe ich 24 Leben durch Essence Warden bekommen, obwohl mein Gegner Stormbind spielt. Und er hat korrekt geschlussfolgert, dass er an den Essence Warden gestorben ist. Der Rest macht Druck und muss entsorgt werden, um nicht zu schnell zu sterben – so ist die Theorie.

LaMer

La mer
Qu’on voit danser le long des golfes clairs
A des reflets d’argent
La mer
Des reflets changeants
Sous la pluie
La mer
Au ciel d’été confond
Ses blancs moutons
Avec les anges si purs
La mer,
bergère d’azur infinie.
Voyez
Près des étangs
Ces grands roseaux mouillés.
Voyez
Ces oiseaux blancs
Et ces maisons rouillées.
La mer
Les a bercés
Le long des golfes clairs
Et d’une chanson d’amour
La mer
A bercé mon cœur pour la vie.

Ute erklärt mir glücklicherweise noch den Weg zum McDonalds. Es ist schon so spät (halb elf), dass wir in der Stadt eventuell nichts mehr bekommen werden. „Chéz Ronald Mc Donald“ angekommen, stehen wir lange als letzte in der Schlange – weil nach uns die Tür abgeschlossen wird, hier macht die Bude um 23h zu. (Drive-in jusqu’a 1 heur… c’est drôle!) Am Samstag abend. In einer Grossstadt, wie jemand nachher meinte. Ansichtssache.

Also das mit der Grossstadt…

Der Film „Mr. Bean macht Ferien“ ist schnell zusammengefasst. Mr. Bean kommt nach Frankreich um das Meer zu sehen. Vieles geht schief – natürlich, und komisch ist’s auch. Am Ende aber erreicht er das Meer.

Oder halt Tag zwei… im nächsten Teil…

2 Kommentare

  1. Couchmagic » Blog Archive » GP Strasbourg Deck/Roadtrip meint:

    […] Backlink […]

  2. Couchmagic » Blog Archive » BlockTipps meint:

    […] Backlink [Anmk.: Ähnliche Tricks lassen sich auch mit Stonewood Invocation erreichen. Wenn man aktiver Spieler ist, hat man in der Upkeep zuerst Priorität und kann Stonewood Invocation spielen, ohne dass der Gegner darauf antworten kann. Damit lässt sich unter anderem verhindern, dass ein gieriger Gegner seine Temporal Isolation noch anbringen kann. Wir berichteten.] […]

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