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GPDO-Runde 13 (2.Draft)

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Beim zweiten Draft für Runde 13 ist der Judge, der die Zeit ansagt und die Kommandos gibt, deutlich flüssiger (oder ich bin was wacher) und nach einem schnellen Putrefy first pick kommt ein Helldozer dazu, dann auch erstmal viel schwarz. Ein second-pick Farseek aus dem zweiten Booster (nach Lightning Helix) kommt noch an grün dazu, viel bleibt mir auch von links (aus Christoph Hubers Richtung) nicht. Da auch in Guildpact nichts stabiles in schwarz oder grün bleibt, ende ich mit einem erneut vierfarbigen Pool mit etwas mehr Durchschlagskraft. Zwar habe ich schonmal irgendwo gehört, dass man Golgari und Boros nicht mischen soll, aber ich kann’s eben nicht lassen:

Beim Eintüten der Karten behalte ich diesmal eine Hülle leer über. Hm. Was mag das heissen? Nochmal zurück zum Decklistenschalter und nach meiner Liste gefragt (noch 4 Minuten auf der Deckbuilding-Uhr) aber die Judges waren mit Sortieren beschäftigt und konnten meine Liste nicht raussortieren. Pünktlich als die Uhr ablief, kamen dann Pairings an die Tafel und ich musste mein Warten abbrechen, und mit illegaler Deckkonstruktion an den Start gehen – damit ich auf die 40 Karten komme packe ich mir noch einen random Forest in die Hülle (darum stehen da oben auch 4 Forests, sollten eigentlich nur 3 werden).

Mein Gegenüber beim Deckbauen musste mal höllisch aufs Klo, eine Erfahrung, die ich beim ersten Draft morgens hatte. Leider bleibt zwischen Draft, Deckbau und erster Runde so wenig Zeit, dass man sich höchstens eine Wäscheklammer draufklemmen kann.

Runde 13 – Tisch 20 – Jasper Overman (NLD)

Etwas abgehetzt erscheine ich zum Tisch und japse Jasper an. Er grinst und meint „You’re 50 seconds over the time, but let’s not make a big deal out of it“. Cooler Typ, wir mischen ein bisschen hin und her und Jasper entdeckt wohl etwas beim pile shuffle. Er schaut durch sein Deck, schiebt eine Karte hoch, zählt nochmal und murmelt was unverständliches.
„Something wrong?“ frage ich und er meint was in der Richtung wie „I’m not sure if that’s the way I thought it to be“. Hm, vielleicht auch ein Deck das so nicht registriert wurde?

Jedenfalls starten wir etwa fünf Minuten in der Zeit mit dem Spiel, Zeit sollte aber in der Tat kein Problem werden.
Er startet das erste Spiel, ich kann mit Stinkweed Imp starten und danach mit Burning-Tree Bloodscale ein pseudo-Lock aufbauen und da er sich den Bloodscale nicht richtig gemerkt hat, stirbt eine seiner Kreaturen noch summoning sick. Er durchbricht das Lock erst mit Daggerclaw Imp. Besonders schön meine „Lure Daggerclaw – attack“ Aktion, worauf er entgegnet „No block.“ Stun – wie? No block? Vielleicht sollte ich den Daggerclaw Imp mal durchlesen – also soweit schonmal ausgeglichen.
Als Jasper aus einem Tal der Manalosen heraus ist kommt ein Fatty nach dem anderen. Ich kann ihm zwar ein Pillory zeigen aber er zeigt mir, wo der Streetbreaker Wurm seinen Namen her hat. 1-0
Zweites Spiel lasse ich ihn beginnen und er muss einen Mulligan nehmen, was nach meiner Starthand soviel heisst wie „ich gewinne“. So kommt es dann auch, trotz 24 Leben auf seiner Seite kann ich so Scherze machen wie Vigor Mortis auf den Bloodscale mit Bloodthirst. 4/4 Fatties mit „can’t block“ oder „lure“ sind fies. 1-1
Drittes Spiel beginnt er und meine Lebenspunkte sind (20, 18, 13, -). Ich habe eine Hand, die ich besser mal gemulligant hätte, aber ich dachte ich könnte meine Länder in Ruhe ausspielen und dann einen Fatty legen. Vielleicht habe ich ja die beiden ersten Spiele verpasst, da war sein Deck gruul-Aggro; vielleicht hab ich auch gedacht, er hat Little Girl reingeboarded. Whatever. 1-2
Ein Judge nimmt uns den Spielschein ab und meint zu Jasper „I can’t believe that you won. How much did you pay him for?“ – „Not as much as I paid you.“
Gesamt 8-5 / 18-16

„I should have mulliganed.“

Nach der Runde sind noch ca. 15 Minuten auf der Uhr und ich versuche, meinem Deckproblem auf die Spur zu kommen. Justus holt meine Deckliste aus dem Ordner und wir stellen fest, dass ich mich beim Zusammenstellen verzählt habe (wenn noch jemand Platz in einer Grundschulklasse hat, ich hätte Interesse an Nachhilfeunterricht). Ich hatte zunächst richtig gezählt, beim nachzählen aber irgendwie eine Karte zuviel gehabt und dann das Selesnya Signet gestrichen. Schade nur, dass das Nachzählen verkehrt war und ich dann mit 39 Karten auf der Liste stand. Justus bespricht sich noch mit einem anderen Judge und in der Zwischenzeit klopft mir der Judge, der mir beim ersten Draft geholfen hatte auf die Schulter und meint sowas wie „Sorry, we had to disqualify you!“ worauf ich noch entgegne „I think he’s already getting the executioner…“
(Konsequenz war ein Game Loss und den Forest konnte ich dann offiziell spielen.)

Runde 14 – Tisch 37 – Christoph Huber (CHE)

Als ich an den Tisch komme, sitzt Christoph schon da und ich überbringe ihm die Nachricht, dass ich ihn so sympatisch fand, dass ich mich entschlossen habe, ihm das erste Spiel schonmal zu schenken. 20 aufgeschrieben, Strich drunter gemacht, noch ein „GL“ danebengekritzelt und dann ging es schon ins entscheidene Spiel.
Im Gegensatz zum ersten Spiel habe ich inzwischen die Jacke offen und dadurch kann er mein rotes T-Shirt mit dem aufrecht stehenden weissen Kreuz sehen – sicherlich eine zusätzliche Motivation. Über die schweizer Flagge habe ich ja schonmal einen Link beim GP-Trial verbloggt. 🙂
Das Spiel war stark von Scatter the Seeds geprägt und nach einem Stinkweed Imp / Moldervine Cloak Start von Christoph konnte ich nach dem dritten Angriff endlich ein Pillory drauflegen. Hab ich schon erwähnt, dass Pillory meine Lieblingskarte ist? Die Schlaflosigkeit führte allerdings zu immer heftigeren Kopfschmerzen, so dass ich mich schon fühlte, als hätte jemand die Karte auf mich gespielt.
Ich bekomme endlich den Helldozer auf den Tisch (nachdem ich vergessen habe, bei vier Mana eine Kreatur zu legen. Doof!) aber er kann den wegmachen. Mein Burning-Tree Bloodscale darf bei ihm erst mal etwas wildern, aber Christoph sammelt seine Kräfte und spielt Scatter the Seeds, danach Roofstalker mit Gaze of Gorgons. Er hat insgesamt jedoch nur begrenzt Mana.
Ich spiele Vigor Mortis auf den Helldozer, er Recollect auf das Scatter. Wir haben beide Orzhov Euthanist, wobei sein Haunt-Trigger auf einem Token besser liegt als meiner auf dem dicken 7/6 Helldozer, den er mit einem neuen Scatter-Token blocken kann um dann per Disembowel den Token mit dem Haunt-Trigger zu zerstören, was meinen Helldozer wieder in den Friedhof bringt. Nice play! 0-2
Gesamt 8-6 / 18-18

Im zweiten Draft habe ich im zweiten Booster eine Razia weitergegeben, was ein grosser Fehler war, denn die hätte ich mit zwei Vigor Mortis locker animieren können. Leider wusste ich da noch nicht, dass mich zwei der Reanimierer beglücken würden und wollte für Boros nicht so sehr splashen.

Abschliessend muss ich noch anmerken, dass ich normalerweise besser drafte (wie zum Beispiel der sechste Platz von acht Spielern beim FNM am Freitag vor dem Grand Prix eindrucksvoll zeigt) und das ich trotz 8-6 noch 65 Limited-DCI Rating Punkte (nö, 79 nachdem sie festgestellt haben, dass das Event 40k war) dazuverdienen konnte.
Mehr wegen der Kopfschmerzen als wegen der verlorenen Drafts droppe ich. Dabei wollte ich die letzte Runde eigentlich noch gespielt haben, aber es ging nicht mehr. Noch vor dem Timecall fahre ich nach Hause, wo mich noch eine weitere Aspirin und ein Liter fettarme Milch bei sanfter Musik von einem platzenden Kopf abhalten sollen.

Which is worse – the sleep which never ends or that which never comes?

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