Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Iserlohn Standard 11.5.

atog28

Nach dem Block-Constructed GPT am Samstag stand für Sonntag ein ausgeglicheneres Format auf meinem Terminkalender. In Iserlohn sollte Standard gespielt werden, und wie immer überlegte ich noch am Abend vorher an einem Deck.

Da war dieses Merfolk-Deck („Die Schlösser der Loire“-Edition), dass aber nur dann gut ist, wenn auch genug Islands in den Listen der Spielern auf“tauch“en. Oh, was bin ich heute wieder witzig.

Jedenfalls erwartete ich nach dem Dülmen-Ergebnis einen höheren Anteil an 420.5n Decks oder auch an Warrior- oder GW-Varianten. Nicht so sehr wegen Shadowmoor, schon klar, dass die meisten noch nicht genug Karten der neuen Serie haben, und so war es dann auch. Ich erwartete trotzdem eine Feen-Müdigkeit.

Aber die Sache mit den Islands war nicht so ganz, wie ich es erwartet hatte. Niemand war der Feen müde. Eher im Gegenteil…

Jedenfalls überlegte ich zunächst an einem hier nicht weiter erwähnenswerten Warrior-Deck, was mich selbst nicht überzeugte, bevor ich meine Story Circle in dem Stapel Karten fand, in dem alle noch zu sortierenden Karten liegen (viel zu gross, dieser Haufen, wenn ihr mich fragt). Vier Story Circle, dass sollte sich nach einem Deck anhören. Hybrid-Karten, ich komme…

Kleiner Exkurs – vielleicht doch noch ein paar Worte zum Warrior-Deck. Der Grund, warum ich es nicht spielte, waren 19 (in Worten: neunzehn!) 3-drops. In dem Warrior-Deck kostet einfach alles drei Mana und darin wird es nur noch vom GW-Doran Deck übertroffen, dass so um die einundzwanzig drei-Drops spielen will. Dieses Format ist das drei-droppigste-Format, dass ich je gesehen habe. Macht daraus, was ihr wollt, aber wenn in Eventide ein Counter rauskommt, der 1U kostet und „Counter target spell that costs 3 to cast“ sagt – ich würde mir davon ein Playset holen. Ausser natürlich, der Counter kostete 2U…

…entsprechend warf ich ein UW-Control zusammen, wie man es zuletzt im Oktober 2007 (Kenichi Abe) getan und beim Evil in die Deckdatenbank eingetragen hatte. Ich lies mir, wie immer, künstlerische Freiheit, auf die man solche Eskapaden wie Hoofprints oder Numot zurückführen muss, um sich nicht lächerlich zu machen. Numot war gegen Molten Disaster gedacht, aber jemand sollte mir erzählen, das Mana Ramp würde nur noch Firesprout spielen. So so.

Bei den Zahlen orientierte ich mich an der Liste vom Abe aber mein Deck geriet in Detail trotzdem nicht so richtig rund. Dieser Tatsache sei es geschuldet, dass ich in einigen Spielen einfach die falschen Karten auf der Hand hatte.

Entsprechend habe ich das Deck bereits verbessert, denn ein 3:3 Ergebnis (20. von 52 Teilnehmern) motivierte mich wenigstens, das Deck zu behalten. Mein Ziel war auch ein 3:3 zu erreichen, wobei ein 4:2 möglich erschien. Aber wohl nicht für ein Deck, dass man um 2.00h nachts zusammensetzt und ungetestet (und mit Numod main, Crovax im Board) ins Feen-Feld führt.

Ja, lacht nur. Ich habe mir da was bei gedacht.

Sehr gute Karte übrigens: Mistveil Plains. Normalerweise will das Aggro-Deck die vier Wraths abwarten und dann deploy-Actions nehmen. Mit dem Mistveil Plains hat man aber immer noch mehr Wraths, als der Gegner Kreaturen, so lange man nur genug Zeit hat, und die sollte durch die beiden weissen Permanents (Story Circle, Oblivion Ring – oh, beides drei Mana…) gegeben sein. Hierzu fehlte allerdings die Misch-Option, zum Beispiel in Form von Terramorphic Expanse.

Eine Flagstones sieht auch sehr random aus (und ist es auch), aber ich dachte hier an die Enchantment-Combo, die aber wohl niemand spielte. Optional hätte man auch den Mistveil Plains raussuchen können, aber mehr Flagstones hätte ich spielen müssen, um so argumentieren zu können.

Die Evacuation im Board habe ich gar nicht gebraucht, da ich nie gegen Project 420n.5x.wasweissich oder gegen Reveillark gespielt habe. Die entsprechend eingebläute Manabasis war also ganz umsonst blau und mit Norman überlegten wir, ob man nicht auf Blau gänzlich verzichten könnte, da man alle Control-Elemente in weiss hat.

Bei den Spielen verzichte ich nicht auf kleine Berichte, aber auf Play-by-Play Analysen. Diese sind bei Control-Decks ohnehin irrelevant und ausufernd, wenn die Spiele über mehr als acht Runden gehen.

Runde 1 – Jonny Telöken Mono Black Aggro/Control
Jonny kenne ich noch vom vorherigen Monat, wo er meine Fische mit seinem Mono-Schwarzen Deck lang gemacht hat. Dieses Mal spielt er wieder mono-Schwarz.

Ich resolve Story Circle und seine Optionen sind auf Life Loss reduziert. Dies schränkt seine Optionen auf den Profane Command und das schwarze Shadowmoor-Land ein, dass er auch spielt. Im ersten Spiel macht er mir damit noch erheblich zu schaffen (und ich bekomme meinen Life-Gainer nicht dazu, länger zu überleben und merke, dass mir die Shuffle-Effekte fehlen, als ich ihn wieder unten drunter lege), aber ihm gehen schliesslich die Demigods aus (dank meiner Sower und über Epochrasite und geklaute Demigods gewinne ich noch. Im zweiten Spiel bekommt er neben Bottle Gnomes keine schwarzen Permanents und ich gewinne dank seiner Flood noch knapp vor den Extrazügen.

1-0

Runde 2 – Jonas Wallendorf Feen
Beide Spiele sind kurz, und kurze Spiele sind schlecht für das Control-Deck. Nach acht Minuten haben seine Feen gewonnen, als ich noch nicht mal genug Mana zusammen hatte. Die fehlenden Mind Stones habe ich inzwischen ergänzt.

1-1

Jonas gewann ungeschlagen das Turnier.

Runde 3 – Carsten RG Mana Ramp
Natürlich dürfen Carsten und ich wieder gegeneinander spielen, wie auch schon beim GPT zweimal (einmal in „Top8“) – nur dass es diesmal durch mehr Spieler unwarscheinlicher war.

Im ersten Spiel bekomme ich zwei Story Circle, und der gegen grün schützt mich lange genug gegen seine Planeswalker-Beasts und anderes grünes Getier (Tarmogoyf). Einen Siege-Gang Commander entsorge ich schliesslich mittels Wrath, wie auch die nächsten beiden, aber da ich am Ende sechs Länder kontrolliere und Carsten fünfzehn, kann er mich trotz Circle überrennen. Ergebnis: auf sechs Ländern „screwed“. Ich spiele zu wenig Card Draw.

Ich boarde noch ernsthaft, gebe das Match aber schon als verloren, da Carsten das bessere Deck und damit auch bessere Chanchen auf eine Platzierung hat. Im zweiten Spiel halten ihn zusätzliche zwei Teferi’s Moat auf grün auf, für die er nur ein Krosan Grip hat, dass er aber auf meine Forced Frutition spielt. Mit diesem Kartenvorteil erreicht er wieder die kritische Masse an roten Kreaturen. Als die Extrazüge ausgerufen werden, concede ich (und das Spiel hätte ich vermutlich ohnehin noch verloren).

1-2

Runde 4 – Alexander Elfen/Warrior
Nachdem ich die Pairings falsch gelesen und mich mit einem Dennis und Nathan an einem Tisch traf (letztlich wollte niemand von ihnen gegen mich spielen), ging ich zum richtigen Tisch, wo Alexander den ersten Würfelwurf gewinnt.

Im ersten Spiel haut er mich mit einem Vanquisher auf 15 (eventuell ein Block mit Epo dazwischen), dann schiebe ich zusammen, da kein Land kommt und er die Elfenparade in der Mitte des Tisches einberuft. Sprichwörtlich natürlich.

Im zweiten Spiel soll er an Urza’s Factory scheitern, die zusammen mit Epochrasite für ihn unüberwindbar bleibt. Seltsam, wie stark diese alte Mutavault ist, die man für 7 aktivieren muss.

Ja und im dritten Spiel hat Alexander einfach den God-Draw und ich finde kein einziges Wrath. Schnell haut er mich auf 5 Leben, auch dank seines Treetop-Villages, aber ich finde zu den zwei Sower of Temptation auch noch das dritte und klaue ihm entsprechend seiner Manakurve den Paragon, Perfect und den Colossus aunomma. Entsprechend gewinne ich das Spiel auf 3 Leben (pings von Ländern).

Besonders witzig, da ich einen Sower rausgeboarded hatte und ich daher alle aus dem Deck bekommen habe.

2-2

Runde 5 – Daniel Monored Burn
Daniel fragt mich, ob ich vielleicht Feen spiele und ich bejahe. Darauf hin ist er ganz erstaunt – und ich habe nicht mal gelogen. Vielleicht ist es so, und mit den heutigen Kreaturtypen (Shapeshifter FTW!) spielt jeder Feen. Dass Daniel mono-rot spielt, war mir schon vom zugucken einer früheren Runde, als er gegen Norman gespielt hat, klar.

Er spielt ein mono-rotes Deck, dass in beiden Spielen recht leicht an Land erschien. Im ersten Spiel halte ich meine Hand, da ich Desert und Purity habe – beides sollte gegen mono-rot ganz gut sein. Er macht Mogg Fanatic, ich lege zuerst Desert, die nach dem Fanatic auch noch einen Tattermunge Maniac zu einem Shock degradiert. Er bringt mich bis auf 9 Leben, dann resolve ich Purity und Daniel wird kreidebleich. Der Versuch, sie mit Sulfuric Blast (gain 3 life, KK THX!) und Shard Volley zu töten, vereitelt ein Pact of Negation. Purity macht dann das Rennen, da er zuviel Burn auf sie verwenden muss und ich mich bis dahin stabilisieren kann.

Im zweiten Spiel nimmt er Magus of the Moon herein (ich hätte nun gerne eine Story erzählt, dass ich deswegen Numot ausspielen konnte, aber so war es nicht). Da ich wieder keinen Story Circle ziehe (obwohl der vierte für Hoofprints hereinkam), muss ich mit Pegasus-Token chumpen, was in etwa denselben Effekt hat. Schliesslich bekomme ich einen Circle, kann seinen Ram-Gang mit Sower übernehmen und mit diesem und immer einem Token mehr gewinnen, während ich auf 3 Leben jedem instant-Burn ausgesetzt wäre. Kam aber nix.

Die Entscheidung, mehr Pegasus-Token zu bauen (mit meinen beiden Plains), statt am EOT Mana für den Circle über zu halten, führte dazu, dass ich eine Runde bevor er den dritten Burn zog (Shard Volley) mit den Fliegern gewinnen konnte. Puh.

3-2

Runde 6 – Alexander Löffler UB Feen
Alexander kann mich dank gewonnenem Würfelwurf im ersten Spiel und gecounterter Relic im zweiten Spiel jeweils überfliegen, bevor ich eine wesentliche Karte (Circle, Wrath) überhaupt entdecke. Dazu tragen noch seine Ancestral Visions bei, die ihn einfach zum besseren Control-Deck machen.

3-3

Am Ende bin ich, wie vorher veranschlagt, der Hügelriese. Zwar hätte ich gerne eine Runde mehr gewonnen, aber dafür hätte ich nicht diese zufällige Deckliste spielen sollen. Numot kam in fast jedem Spiel raus – die Angst gegen Molten Desaster war zu gross und es waren doch viel mehr Feen am Start, so dass ich mit den Merfölkern mehr Erfolg gehabt haben könnte.

Aber das Control-Deck hat auch mal Spass gemacht und wird weiter entwickelt.

Auf dem Heimweg nahmen wir noch TrashT mit – was zu psychologisch, philosophischen Diskussionen führte. Dabei entdeckten wir die Secret Tech im Merfolk-Deck (die aber in den Top8-Listen der SCG-Turniere bereits enthalten ist. Soviel zum Thema Secret Tech…)

Ich sollte Marion anrufen und sie fragen, ob ich direkt durchfahren könnte um noch Casual mit Evil zu zocken. Sie sagte ja. Ich liebe sie.

7 Kommentare

  1. Kreator meint:

    Die Liste hat IMO keinen Plan. Es ist bei dir eine Mischung aus UW Boardcontrol, UW Control und Wu Martyr 😉
    Ich spam jetzt einfach mal eine counterlastige Liste, die mir gefällt, und dann eine Boardcontrolliste.

    Die Liste ist von blu‘ aus dem MTGS Forum und schaut echt gut aus, IMO.

    // Deck file for Magic Workstation

    // Lands
    4 Mystic Gate
    4 Adarkar Wastes
    3 Calciform Pools
    10 Island
    2 Reflecting Pool
    2 Urza’s Factory

    // Creatures
    4 Aven Riftwatcher
    2 Sower of Temptation
    3 Teferi, Mage of Zhalfir
    2 Oona, Queen of the Fae

    // Spells
    4 Rune Snag
    4 Cryptic Command
    4 Wrath of God
    4 Ancestral Vision
    4 Remove Soul
    2 Faerie Trickery
    2 Think Twice

    // Sideboard
    SB: 2 Disenchant
    SB: 2 Kitchen Finks
    SB: 2 Crovax, Ascendant Hero
    SB: 2 Take Possession
    SB: 3 Porphyry Nodes
    SB: 2 Sower of Temptation
    SB: 2 Counterbore

    Oder eine Monoweiße Boardcontrolversion:

    // Deck file for Magic Workstation

    // Lands
    2 Mouth of Ronom
    1 Urza’s Factory
    4 Scrying Sheets
    18 Snow-Covered Plains

    // Creatures
    4 Martyr of Sands
    2 Akroma, Angel of Wrath
    2 Crovax, Ascendant Hero

    // Spells
    4 Coldsteel Heart
    4 Wrath of God
    4 Runed Halo
    3 Sacred Mesa
    4 Oblivion Ring
    3 Condemn
    3 Illuminated Folio
    2 Austere Command

    // Sideboard
    SB: 1 Crovax, Ascendant Hero
    SB: 4 Kitchen Finks
    SB: 4 Wispmare
    SB: 3 Stonecloaker
    SB: 3 Oversoul of Dusk

    Ich wolle Illuminated Folio schon immer im Contructed testen, das hier wäre wohl das richtige Deck dafür. Aktuell finde ich Runed Halo besser als Story Circle, einfach weil man nicht permanent Mana zahlt. Z.B. Runed Halo auf Mistbind Clique ist ein recht gutes Play gegen die Feen, dann hat man noch mutiples Removal, Fatties usw. Die Liste kannst ja mal antesten, ich denke MWC ist kein schlechtes Metadeck, wo sie viele Aggro spielen. Man fürchtet sich halt ein wenig vor Combo, aber da geht mit dem SB sicher was.

  2. atog28 meint:

    Hatten WIR uns in IS über Illuminated Folio unterhalten?

  3. Kreator meint:

    Ich war nie in IS, ich wohne in Ostthüringen und komme hier nicht weg :>

  4. schwarzewolke meint:

    Mehr Deserts würde ich sagen …bei so vielen Aggro decks .
    Ist auch Psychologie gegen Faeries …

  5. kwestschn meint:

    wer is marion?

  6. Huy Dinh meint:

    Jemand, der mit Hilfe eines Equipments an Marcus‘ Hand unendliche Macht ausueben kann. Besagtes Equipment (das sie fairerweise getauscht haben) liest sich in etwa so:

    Wedding Band
    Ring
    Bound on Equip, Unique
    Lv. 16 Human (m) with parental consent
    Lv. 18 Human (m)
    STR +3, VIT +3, AGI -7
    You lose your ability to make decisions without first asking your Significant Other.

    Ist aber gar nicht so einfach zu finden, zumal Du das Item in der Regel von Human (w) uebergeben bekommen musst.

    Ach ja, und der Fairness halber:

    Wedding Band
    Ring
    Bound on Equip, Unique
    Lv. 16 Human (w) with parental consent
    Lv. 18 Human (w)
    +100% control over your Significant Other.

    Chauvinistisch? Vielleicht…

  7. atog28 meint:

    LOL
    Dieses AGI-7 hat mein Band allerdings nicht… *freu*

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