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National Qualifier of… Tokelau

atog28

Tokelau, das südseeische Inselparadies, dass während der Pro Tour Kuala Lumpur 2008 vergleichsweise mehr Aufmerksamkeit erregte als die Türkei beim Eurovision Song Contest 2010, bevor bekannt wurde, dass die mit „[TKL]“ abgekürzten Spieler eben nicht aus dem spärlich besiedelten Inselstaat, sondern doch aus der ebenfalls genannten Türkei stammten (wir berichteten), fiel mir wieder ein, als es um die Bedeutung von National Qualifiern geht. Ausserdem fand ich ein Buch in der Bücherei, dass sich mit dem Leben der Bewohner von Tokelau beschäftigt. Eine Mischung aus Dokumentation und Reisereport, die nur beinahe eine Urlaubslektüre wurde.

Wie schön wäre die Idee gewesen, dass bei einer Bevölkerung von knappen 1000 Personen immerhin 8 dabei wären, die sich regelmässig zum Magicspielen treffen. Etwas zu abgedreht, um realistisch zu sein. Ein National Qualifier in diesem Land wäre vermutlich kontraproduktiv, eine gewisse Zahl von Teilnehmern muss ein Meisterschaftsturnier schon aufweisen, um wirklich ernst genommen zu werden. Wenn sich die Nationals nicht von einem wöchentlichen Draft unterscheiden, und eventuell direkt mit einem Top 8 beginnen (bei dem die Schwester des Veranstalters einspringen muss – nennen wir sie der Einfachheit halber „Veronika„) dann ist es mit der Integrität von Nationals nicht weit her.

Aber dafür wäre es gemütlich. Man würde ein paar Kokusnüsse köpfen (und sei es nur, um die Vorurteile der nach einer Reportage zu erwartenden Touristen zu erfüllen) und die Karten im Sand sitzend oder liegend auf die der Feature-Area nachempfundene Holzschnitzerei knallen.

Nationals in Tokelau…

Diese Idee keimte unverzögert in mir auf, als ich die Überschrift von Starkintonpost zu den National Qualifiern las. Obwohl der Titel es nicht erwähnt, darf man von der pretentiösen Art, die wir Amerikanern immer wieder nachsagen, bestätigt wissen, ja, es handelt sich ausschliesslich um die Zahlen aus den USA (und Canada). Other countries needn’t apply. Man kennt es von den Gewinnspielen.

Kurzer Hintergrund: es gab in den USA bisher Staaten, in denen mehrere National Qualifier abgehalten werden konnten und das Thema, dass es in diesem Jahr nur eins pro Staat geben sollte, war ein heisses. Es wurde in den Foren und auch in Artikeln (bei SCG) diskutiert, und was ich dazu weiss, habe ich hauptsächlich diesen Artikeln entnommen (es gab da Premium-Content und dieses hier von Pete Jahn, den ich auf meiner Leseliste habe und der keinen Premiumstatus hat).

Die Teilnahme der Californier bliebt also um die Hälfte hinter den Zahlen von 2009 zurück.

Soviel zu einem Draft, den ich seit einigen Tagen in meinem Blog halte. Macht jetzt draus, was ihr wollt, aber die Verschwörungstheoretiker sehen darin, was in dem Artikel auch zum Ausdruck kommt, dass Wizards das Nationals-Programm eventuell für zu teuer und wenig zielführend (=verkaufsfördernd) halten und eine Einschränkung daher kommt, dass man das Programm sterben lassen will.

Ich weiss nicht, was ich von der Idee halten soll. Wizards‘ Pläne sind nicht grundsätzlich gut geplant. Verschwörungstheorien bauen immer auf perfekter Information und unendlich guten Plänen auf. In der Realität ist es aber nicht so, dass man alles vorausberechnen kann. Das Verhalten der Kundschaft ist steuerbar, aber nicht uneingeschränkt planbar. Es mag sein, dass die Motive vorliegen. Die Idee, die hinter dieser Erklärung für die Nationals-Umgestaltung stehen kann, mag tatsächlich die sein – aber vermutlich ist sie eher einfacher Natur. Ich kann mir vorstellen, dass man bei Wizards lieber so viele Turniere veranstalten würde, wie möglich – dass aber die Budgetrestriktionen das nicht mehr zulassen.


Aber mal zu einem ganz anderen Thema. An sich wollte ich die Deckdarstellung noch ändern, so dass man sich zunächst nur den Pool ansehen kann, aber dann hatte ich doch keine Lust, das einzubauen. Daher gibt es nun die Decklisten mit den Decks. Verwirrend? Kann sein.

Hier also die Sealed-Pools von Marion und mir von letztem Wochenende (was das Wochenende vor dem Wochenende, bezogen auf den Tag der Veröffentlichung bestimmt) und die will ich euch zeigen, weil vor allem Marions Pool nicht ganz einfach war. Beide Pools gefallen mir sehr gut, aber bei Marion kann man glaube ich kein „richtiges“ Deck bauen. Man lässt immer Optionen im Sideboard, die andere spielen würden. Sehr interessanter Sealed-Pool. Marion ging schliesslich 3-2 und ich 4-1.

Hätten wir die Spielberichte auch wieder gespart. Praktisch.


Der Thomas fand es raus: ich wollte noch was programmieren. Als nächstes, dass erriet er korrekt, wäre die Deckdatenbank dran… „Couchdeck“. Ich notiere meine Ideen, um sie als ToDo-Liste zu nutzen:

  • Die Einstiegsseite soll nach Formaten separierte Boxen haben, in denen die neuesten Decks stehen.
  • Die aktiven Decks des angemeldeten Nutzers sollen auflistbar sein.
  • Decks sollen über ihren Zeitverlauf verglichen werden.
  • Das Datum „inaktiv seit“ soll angezeigt werden.
  • Die Darstellung soll sortierbar sein.
  • Deckstatistik – verlinkt aus dem Zeitverlauf
  • Tags

Das wäre nun nicht weiter blog-würdig, aber ich plane auch einen Zugang für weitere Nutzer, also eine Öffnung der Speichermöglichkeit für euch. Es gibt, ausser bei Magic-Freizeitspiele, keine offene Deckdatenbank für Casualspieler. Sowohl diese wie auch Deckcheck (die für Casual keine Rubrik führt) haben nicht den Funktionsumfang, den ich mir vorstelle. Marios kommt den Erfordernissen für Casual schon am nächsten, dabei stört mich aber die ausschliessliche Auslegung auf deutsche Kartennamen.

Bis dahin wird aber noch genügend Zeit vergehen, denn eine Deadline oder Meilensteine habe ich noch nicht definiert. Da morgen Starcraft 2 erscheint, gebe ich dem Projekt auch keine sonderlich hohe Priorität. Aber irgendwann (Analogie zu niemals) wird es so sein.

4 Kommentare

  1. Saber-Ants meint:

    Muß man unbedingt den €ng€l ins Deck pressen?

    Währe nicht eine GR..b Lösung die sichere gewesen – wobei ich wenn das spielerische Können nicht überragend ist wohl auf GR bleiben würde.

    Ich bemerke in den letzten Jahren einen Anstieg der „splashes“ – was früher als „naja ich konnte nicht anders“ bei schlechtem Pool entschuldigt wurde verkommt heutzutage zu Normalität die im Anschluß mit „DIE MANABASE VERARS… MICH“ erklärt wird – muss das sein?

  2. Tormod meint:

    Der Engel muss da bei 8 weißen Quellen auf jeden Fall rein, da sollte man denke ich eher über den White Knight diskutieren.
    Ich wär wahrscheinlich noch gieriger gewesen und hätte GRw mit Splash für Pacifism und Engel versucht.
    Bei der Variante hier hätte ich auf jeden Fall Mighty Leap über Hornet Sting, Plummet oder Excommunicate gespielt, wahrscheinlich über Plummet weil es das notfalls ersetzen kann.
    Und in das UB-Deck splashe ich bei dem Carddraw plus Expanse plus Tutor (Liliana) auf jeden Fall den Fireball.

  3. atog28 meint:

    Ha.. jo, das mit den Splashes ist ein Thema, dass mir gar nicht so aufgefallen ist. Tatsächlich kann man beide Pools zu diesem Thema diametral betrachten. Marions Pool kann genauso gut 5CG sein, man könnte „alles“ splashen. Also ein „zuviel“. Mein Pool hat nicht gesplasht, hätte aber die Mittel gehabt, den Fireball noch zu unterstützen – „zuwenig“.

  4. Saber-Ants meint:

    Ich denke das es kein zuwenig gibt wenn man die Konstanz der Manabase betrachtet.

    Den jungen Spielern heutzutage sollte man eher beibringen das Einfarbigkeit das Ziel und Zweifarbigkeit die Regel ist.
    Bei einer Mehrfarbigkeit größer 2 gehen sehr viele Slots auf Fix und Mana verlohren! – Und im Spiel weint mein Gegner rum das er keine Spells zieht und schon 8 seiner 21 Manaslots gezogen wurden – oh wie überraschend.
    Na klar sind manche Pools nicht anders baubar und dann mit Glück auch siegfähig aber nicht um jeden Preis.

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