Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Roter Damm

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„I didn’t show you my bombs, actually…“ – Kevin fächert durch sein Deck und wirft Battlegrace Angel, Mirror-Sigil Sergeant und noch eine Rare, eventuell Sharuum, auf den Tisch. „Well, at least that were great games…“, entgegne ich, „and it was a pleasure to meet you.“ – oder so in der Art, mein gesprochenes Englisch braucht Auffrischung. Der Judge kommt und interpretiert den von uns währenddessen gefüllten Ergebniszettel: „So Kevin won two te zero and Marcus wants to drop.“

Auf dem gedanklichen Videorekorder spule ich das Band zurück – in Zeiten von DVD und Festplatten ein echter Anachronismus – und beginne am frühen Morgen. Dann sind aber die Batterien der Fernbedienung zu schwach, und ich kann nicht mehr „Play“ drücken. Das Band spult und spult – bis ich frische Batterien eingelegt habe, bin ich schon wieder ganz am Anfang.

Also wie war das mit den Grand Prixs? Ich spule vor und betrachte im Schnelldurchlauf meine bisher grössten Magic-Erfolge.

  • GP Dortmund Rav. Sealed – Feb ’06 – zweiten Tag gemacht – 8-6 gespielt
  • GP Turin Rav.Sealed – Jul ’06 – 4-2-2 gespielt
  • GP Amsterdam 2HG-Sealed – Mrz ’07 – nicht mitgespielt wg. Seminar – hingefahren und 2HG-Katastrophe angeguckt
  • GP Strasbourg Time Spiral Block Constructed – Mai ’07 – zweiten Tag gemacht – La Mer – 9-6 gespielt, 104. Platz
  • GP Stuttgart Lorwyn Sealed – Dez ’07 – Quelle chatte! – 5-4 gespielt
  • GP Brüssel Shadowmoor Sealed – Apr ’08 – alles gebucht, aber nicht mitgespielt wg. Grippe
  • GP Paris Shards Sealed – Nov ’08 – 5-4 nach Drop in der 8. Runde gespielt. Marion spielt 6-3!

Tja. Nicht ganz so beeindruckend, also schauen wir mal, dass es in Rotterdam, bei meinem sechsten GP, mit dem zweiten Tag was wird.

Um neun Uhr ist Players Meeting. Ich verbringe eine Dreiviertelstunde mit ‚Socializing‘, in dem ich einige Bekannte aus Deutschland erkenne, zu dieser Uhrzeit sicherlich eine feststellenswürdige Leistung. Zu den bis zu unserer Abreise nicht identifizierten, aber erwarteten Personen fehlt EvilBernd – und auch andere Internetgrössen wie TrashT (angekündigt), Teardrop, DrLambda, Pischner und Eucken fehlen, zum Teil mir, zum Teil anderen.

Immerhin erkenne ich die Essener Pros. Den Knörr, den Mo, jemanden namens JayLo (oder so) und den Dietsch. Letzterer angeblich (und auf die Entfernung erkennbar) total weiss im Gesicht. Alkohol? Nein, angeblich Windpocken. Ich merke mir, Dietsch nicht zu nahe zu kommen, denn man muss ja nicht nach jedem Grand Prix krank nach Hause kommen. Abgesehen davon, dass ich es moralisch nicht für vertretbar hielte, mit einer ansteckenden Krankheit diesen Niveaus zu einem GP zu fahren.

Auch Kai Zelgert ist wieder engagiert am Start, leider wird er recht schnell nach unten durchgereicht wie man am Final Standings ablesen kann, und Orti und MichaeL sind auch da. Damit schliesst sich schon der Kreis des Socializing, denn andere aus unserer Draftrunde sind nicht vertreten. Schade.

Ich öffne einen Pool, bei dem sich eine schlechte Karte an die andere reiht. Controlled Instincts, Aborb Vis, Infectious Horror, Sylvan Bounty, Tukatongue Thallid, Armillary Sphere – damit kann man einfach nichts machen…
Nein, Spass beiseite, der Pool war wirklich nicht gut. Kaum nützliche Kreaturen, nur welche mit nützlichen Fähigkeiten, aber wer hat schon mal mit einem Frontline Sage den Gegner totgeschlagen? Immerhin gibt es ein Banefire, einen Path to Exile und einen Martial Coup, und überhaupt recht stabiles weiss. Ich hatte mir noch ein paar Karten notiert während des Pool Swaps: 2 Cloudheath Drake, 2 Esper Cormorants. Diese Richtung – und eigentlich, denke ich mir beim Sortieren, kann man ein sehr schönes weisses-Wurst-Deck damit bauen. Nur Schrottkreaturen, den Gegner damit aufhalten, dann den Coup und damit gewinnen. Übrigens eine Taktik, die im Laufe des Tages häufigere Erwähnung findet.

Aber wir swappen natürlich den Pool, und schon jetzt fallen mir die unüberlegt wirkenden und deshalb häufigen Durchsagen des Headjudges auf. Ich fordere eine Schweigeminute, aber natürlich nur für mich im Stillen. Aber diese sollte nicht kommen.

Ununterbrochene Durchsagen – Bahnhof, Flughafen, Magic-Grand-Prix.

„Players, please look on the blue or green sheets. If you are listed on a green sheet you are in the green tournament.“ „You can identify the tournament you are in by the type of paper your name is listed on.“ „If your name isn’t listed, also look for your first name.“ „We are having some trouble with the standings, but we will fix them soon.“ „If you have several first names and can’t find your name on the pairings, please also check for any first name you may have.“ „Judges, please come to the judge station.“ „Players in the green tournament, please add 400 to your table number. These are both starting at table number 1, you have to add 400 to find your table number. For example if you are listed as table 126, you add 400 and then your table number becomes 526.“ „We will fix table numbering for the following rounds but for now, please add 400 if you are in the green tournament“. „Judges, please help the players find their seats.“

Argh. Und es wurde noch schlimmer während der Deckbauzeit…

„You have to register 84 cards.“ „If you need basic lands, Judges are coming around to provide you with lands.“ „Please sort the cards by edition, then by color, then by cardname and register them using the sheets in front of you.“ „Put the cards you registered in the boxes that the judges are providing.“ „Judges, please make sure players have basic land.“ „If you haven’t basic lands or a deckbox in front of you, please raise your hand now.“ „Judges, please identify the problem and solve it.“ „Players without boxes or land, could you please let your arm raised?!“ „Remember to give your registration sheet to the judge standing at the pairing board that starts with the first letter of your last name.“

Ich hätte mich ja lieber auf den Deckbau konzentriert, aber man kann wohl nicht alles haben. Am besten, man blendet das alles aus, was mir erst dann gelang, als ich mich völlig davon überzeugt hatte, dass der Headjudge Spass mit seinem Mikrofon hatte und diese Durchsagen überhaupt keinen informativen Charakter hatten. Was er da sagte, interessierte mich einfach nicht. Es war logisch, irgendwo würde man schliesslich den Registrierungszettel abgeben, aber darum würde ich mich erst kümmern, wenn ich diese verdammte Manabasis in den Griff bekommen und die Karten nach gut und schlecht eingestuft hätte.

Bevor also ein Poolswap ansteht, müssen erst alle Spieler fertig sein. In Stuttgart sammelte man die Decks ein und brachte sie an andere Tische, aber hier zeichnet sich ein Poolswap am Tisch ab. Sonst hätten wir die Decks schon sammeln sollen. Am Nachbartisch zu meiner rechten sitzen zwei begeisterte Magicspieler und der mir gegenüber sitzt fächert den Pool, den er registrierte, auf. Apocalypse Hydra legt er hin und auch noch Mycoloth und um das zu spielen die Explosive Borders. Dabei bin ich verwundert. Explosive Borders sind oft eine übersehene Karte, wenn es um Manafixing bzw. -beschleunigung geht. Zwar keine optimale Karte, da sie ja angeblich nichts am Board ändert, aber zumindest nimmt sie das Race mit dem Gegner durch den zugefügten Schaden mit, und meist macht man drei oder vier Schadenspunkte. Jemand, der diese zu den beiden anderen Karten legt, hat wohl auch etwas Ahnung?! Hm.. diese Hydra habe ich noch nie gespielt, kein Wunder, ist sie ja auch eine Mythic Rare, und er hält sie für die Uber-Bombe.

Wir tauschen an unser Gegenüber, und dann geben wir, nach einer Kontrolle des Kartenpools, nach links weiter. Sprich: Ich tausche mit dem Apocalyse-Hydra-Fan den Kartenpool. Also Mycoloth will ich auf jeden Fall spielen. Auch die Hydra ist schnell eingebaut, wenn sie denn wirklich so gut ist. Da muss ich mich auf sein Urteil verlassen. Als ich nach fünf Minuten die Karten sortiert habe, schaue ich kurz rüber und entdecke, dass er grün/rot baut. Immerhin mit Splash für zwei weisse Karten: Path und Coup. „Oh my god“, denke ich mir.

Schaut man sich nun meinen Pool mal genauer an, dann erschliesst sich mein fehlerhaft gebautes Deck sicherlich nur unter der Prämisse, dass man von Apocalypse Hydra und Mycoloth ausgeht. Zum Glück würden diese Karten später häufig für ein gewonnenes Spiel verantwortlich sein, so dass die Basis so falsch nicht ist. Auch Dragonsoul Knight und Paragon of the Amesha sind in meiner Einschätzung mögliche Gamewinner, wobei beide eine besondere Fähigkeit mitbringen, die ich im späten Spiel brauche. Der weisse Ritter deckt durch Lifegain eine Race-Situation ab und der rote Ritter hat durch „flying, first strike, trample“ die notwendige Evasion.

Insoweit sind drei Farben: grün, rot, weiss gesetzt und an Removal gibt es den Resounding Thunder und Oblivion Ring, die man beide auch auf jeden Fall spielen will. Der Rotanteil ist hoch genug, um Fiery Fall als Manafixing oder als Removal zu spielen. Eher als Manafixing kam Gleam of Resistance schon früh in Frage, aber da ich hier zunächst den Beacon Behemoth liegen hatte, nicht ins Deck. Als ich später weitere Farben hinzufügte, wich der Doppelt-grün-kostende 5/3er dem Manafixing mit dem überraschenden „Oh, ich blocke doch, und weisst du was: deine sterben“-Spruchteil. Ein Tipp an dieser Stelle: man kann den, wenn der Gegner im ersten Spiel daran kaputt gegangen ist, auch prima im zweiten Spiel bluffen. Problem daran ist nur: nach dem Angriff sollte man dann auch nichts mehr spielen und muss sich fünf Mana frei halten. Was für ein ekeliger Bluff. Macht das nur, wenn ihr die Karte auch wirklich auf der Hand habt.

Aven Trailblazer und Matca Rioters sind klar. Leider haben die Flieger nur den halben Domain-Effekt, aber die Rioters sind super, selbst wenn sie bloss 3/3 sind, reicht das immer noch aus. Viele Karten, die ich noch auf ihre Spielbarkeit hin prüfen wollte, scheiterten daran, dass die Rioters billiger oder besser sind. Das betrifft insbesondere Canyon Minotaur und Wandering Goblins. Letztere sind übrigens wirklich schlecht, vom 3-Toughness-Teil mal abgesehen. Und wenn man sie mehrfach pumpen kann, dann ist es gerade der schwache Hintern, der einen stört. Spotremoval mal weggedacht…

Dann gibt es noch ungenannt bleibende mittelmässige Karten wie die Wild Nacatl, aber den Drachen muss ich noch nennen, bevor ich zum schlechten Teil übergehe. Voracious Dragon ist eine nette Ansage, aber es kommt selten dazu, dass er wirklich einen Stall bricht. Beim Deckbau dachte ich noch, dass wäre die Bombenrare, die rechtfertigt, das Goblin Assault zu spielen, aber tatsächlich ist es das nicht. Viele Goblin-Interaktionen hatte ich nicht, und hätte ich auch mit 13 Kreaturen nicht wirklich gewollt. Will sagen: mein Kreaturenanteil ist mir schon so etwas zu niedrig, dass ich keine Karten in den Drachen hätte opfern wollen. Tokens, ok. Karten – nein.

Das Goblin-Enchantment (kein Tribal, schade) ist natürlich nur halb so gut wie Bitterblossom, wenn die Token nicht fliegen und man sie auch nicht sammeln kann. Seit den Outlandern, allen voran sei der Vedalken Outlander genannt, reicht dieser, um die Token sinnvoll zu stoppen. Immerhin wirkt Goblin Assault so wie ein Pacifism, das der Gegner aber nicht entzaubern muss, sondern zurückschlagen kann wann immer er will. Insgesamt halte ich es für eine eher schlechte Karte, aber vielleicht kommen wir später noch mal auf das Thema, und man beachte, dass ich diese Karte auch im GP Paris 2008-Deck hatte. Wenn auch eher aus Jund-Sicht.

Aber kommen wir nun zum verbauten Teil des Decks, so man Goblin Assault nicht auch dieser Sektion zurechnet. In jedem Fall gerechtfertigt fand ich einen Splash auf blau und schwarz. Mit schwarz gibt es Zugriff auf Executioner’s Capsule, ein hartes Removal für 1BB sowie die Aktivierung des Viashino und der beiden Ritter, und in blau fand ich weitere 3/3-Flieger und den bereits genannten Outrider mit Schutz vor Rot.

Es stellte sich leider erst während der Spiele heraus, dass die Art meines Splashes unprofessionell ausgeführt war. Zwar ist der Splash korrekt, aber auf einem Basic Land jeder Farbe doch sehr wackelig. Zumindest schwarz hätte stärker davon profitieren können, da ich mit Necrogenesis eine weitere schwarze Karte spielte. Beide Splashs zusammen ermöglichten erst das Spielen von Grixis Charm, welche zumindest auf dem Papier unspielbar aussieht, später aber oft zum Einsatz kam, um noch als mässig gute Idee durchgehen zu können. Unstable Frontier sei Dank.

Absolut schlecht waren aber die UW-Karten. Sowohl den Kormoran Esper Cormorants wie den Aussiedler hätte ich nicht spielen sollen. An deren Stelle wäre ein Bone Splinters und ein Skeletal Kathari genau richtig gewesen, inklusive eines zweiten Swamps (statt fünftem Mountain) und eventuell noch einem dritten Swamp statt einem Forest. Spätestens an dieser Stelle wäre Infest spielbar geworden, welches mit Apocalypse Hydra und Mycoloth immerhin noch in der Form synergiert, dass die kleinen Blocker, egal gegen welche Farbe die Protection-Ability ist, entfernt würden.

Grün ist übrigens die beste Protection, und nicht rot. Aber das wusstet ihr bestimmt schon.

Dies lerne ich durch den ganzen Tag des Grand Prix, und wenn man müde in einer halben Stunde unter einem Schwall von unnützen Durchsagen sein Deck bauen soll, dann habe ich bei dieser Konzentrationsübung wohl nur mit befriedigendem Erfolg abgeschlossen. Besonders geärgert habe ich mich später über meine Manabasis, die durch Kormorane, Aussiedler und Grixis Charm doch mehr blaue Quellen brauchte als gedacht. Und auch mehr schwarze Quellen braucht, als in der Basic-Land-Liste angegeben sind. Immerhin konnte die Lieblingskarte Mana Cylix die schlimmsten Screws verhindern (jedoch nicht den, bei dem ich fünf Mountains zog – selbst schuld). Zum Glück tendiere ich dazu, alle Manafixer zu spielen die ich bekommen kann. In diesem Deck wäre das eventuell nicht notwendig gewesen – der Cylix hätte durch eine spielbare Karte ersetzt werden können, wenn meine Manabasis solider gewesen wäre. Zum Beispiel für das vorliegende Deck so:

3 Forest
2 Island
3 Plains
4 Mountain
2 Swamp
1 Naya Panorama
1 Rupture Spire
1 Unstable Frontier

Diese Erkenntnis striff mich schon nach dem ersten Spiel, vielleicht auch schon währenddessen. Also blättern wir um und sehen, wie es zu meinem Drop nach dem Spiel mit Kevin kam.

Runde 1 – Markus Ginter[DEU] – Naya / Quasi Mirror
Markus ist direkt der erste Deutsche, gegen den ich spielen darf und dies ist natürlich bitter. Er kommt aus der Nähe von Hamburg und erinnert mich äusserlich an Michael. Zur gleichen Zeit spielen Marion und MichaeL gegeneinander, eine vielleicht noch unglücklichere Paarung.
Beim Würfelwurf gewinne ich mit einer 5 und lasse Markus beginnen. Meinen Viashino Slaughtermaster deklassifiziert er mit einem Dragonsoul Knight, der nach meinen Explosive Borders (auf Plains, da ich noch zwei weisse Kreaturen auf der Hand halte, aber auch Executioner’s Capsule) von einem Sigiled Paladin gepumpt angreift. In dieser Phase des Spiels habe ich mit den Explosive Borders auch den Spielfehler gemacht, der mich das Spiel, damit das Match und vermutlich sogar das Turnier gekostet hat. Hätte ich mein Deck mit einer vernünftigen Manabasis ausgestattet, wäre die Chance auf ein schwarzes Mana natürlich höher gewesen, aber so war mein Fetchen auf Plains total falsch. Ich muss mit den Borders immer auf das eine Island oder den einen Swamp fetchen, egal, was ich auf der Hand habe – wenn man es überspitzt formuliert. In diesem Fall hätte ich auf jeden Fall den Sumpf gebraucht. Damit hätte ich mit dem Slaughtermaster gegenracen können, oder die Kapsel nach dem Kampf spielen können. Warum das wichtig wird, erkenne ich erst in der weiteren Phase des Spiels.
Ich bekomme den Mycoloth auf den Tisch und fresse dafür den einzigen Mann namens Viashino Slaughtermaster. Die 6/6er reicht eine Runde lang, damit ich die Initiative drehen kann, und Markus legt aber dann Männchen um Männchen nach. Dabei ist auch noch ein weisser Pump-Ritter, von deren Pumps er nur noch eine Farbe entfernt ist. Wir sind beide bei 9 Leben, aber ich kann mit Mycoloth nicht mehr in seine First-Striker angreifen, während meine Saprolinge das Board stallen. Er findet schliesslich das Island und kann mit dem roten Ritter dank Doppelt-Exalted für genau 9 angreifen. Vielleicht habe ich zwischenzeitlich auch die Kapsel zu früh aktivieren können. 0-1

Markus macht im zweiten Spiel nach Mulligan auf fünf gar nichts und ich darf ihn mit einem Paragon und dem Vedalken Outlander verprügeln. 1-1

Ich muss das dritte Spiel beginnen und löse mit meinem Dragonsoul Knight im Angriff einen Qasali Ambusher von seiner Hand, mit dem er allerdings nicht blockt, sondern gegenangreift. Mittels Mana Cylix kann ich auf Swamp, Mountain, Plains-Basis dann einen Wild Nacatl legen. Ausserdem finde ich noch einen Steward of Valeron um endlich grünes Mana zu haben. Eine Zeitlang greifen wir aneinander vorbei an – ich mit meinem Vogt (die Katze hat er zwischenzeitlich entfernt) und er mit dem Ambusher. Auf acht Leben kann ich den Ambusher nach einem Blightning, dass meine Apocalypse Hydra traf, noch bevor ich sie als 3/3 oder 4/4 legen konnte, endlich entfernen und ihn weiter mit dem Vogt bearbeiten. Markus trifft aber schnell acht Mana und kann den Resounding Thunder auf mich werfen. Was mich dann auf 2 Leben finishte, habe ich leider nicht notiert. 1-2

0-1

Unsere Decks waren annähernd gleich, eventuell hatte ich noch ein paar Optionen, die ich nicht bekommen habe oder aber verspielt habe. „Mein Deck war besser, aber er hat gewonnen“ könnt ihr ja mal im Philosophie-Kurs der VHS auseinanderklamüsern.
Der Judge kommt und ist wohl ebenso schläfrig wie ich als er verkündet: „Markus wins“. Bei genauerem Hinsehen stellt er das Ergebnis sicher.

Runde 2 – Maria Shurukinen[FRA] – Naya
Bis ich an den Tisch komme, habe ich die exakte Tischnummer wieder vergessen. Aber da ich gegen eine Frau spielen darf, sollte das nicht so schwer zu finden sein. Schliesslich kommen Maria und ich zur selben Zeit am Tisch am Ende der Tischreihe an. Sie ist etwa Mitte zwanzig, was aber durch eine deutliche Make-Up-Behandlung schwierig zu taxieren ist. Sie hat blonde, toupierte Haare und die rote Satinbluse passend zum Lippenstift trägt sie mit den drei obersten Knöpfen geöffnet. Grazil hebt sie eine „Diablo III“-Blechdose mit den langen künstlichen Fingernägeln auf den Tisch, worin sich blaue und jadefarbene Steinchen befinden. Die jadefarbenen haben ein Loch, um sie als Kette zusammenbinden zu können.

Zu dem damenhaften Auftritt nicht passen will die Konversation. Ich frage sie, woher sie kommt und darauf bekomme ich eine heruntergeratterte Erklärung, dass sie ja eigentlich aus Russland kommt, aber nun in Frankreich wohnt. Ich frage: „Where in France? In Paris?“, und auch ihr „Oh sure of course“ klingt so schnippisch, dass ich auf weitere Fragen keine Lust mehr habe. Wir würfeln höher und ich lege wieder die 5 auf dem sechsseitigen Würfel vor. Scheint meine Zahl zu sein heute. Sie schlägt mich mit sechs und will zuerst spielen.

Nach beidseitigem Land-Go spielt sie ihr zweites Land und ich zähle irritiert ihre Permanents und die Karten auf ihrer Hand, die sie in Black-Lotus-Motivhüllen hält. Ich komme auf die Lösung „sieben“. Ich zähle meine… und komme auf acht. Komisch. Ich zähle ihre nochmal… sieben. „You forgot to draw a card“, erinnere ich sie und direkt zieht sie eine Karte nach. Dann beginnt die Phase beidseitigen Aufrüstens.
Ich Dragonsoul Knight, sie Ember Weaver, ich Exploding Borders (auf Splash, diesmal richtig!), sie Aven Squire. Ich lege den Mycoloth und lasse den Dragonsoulknight, mit dem sie zusammen mit dem Squire angreift, durch. Später sollte sich noch ein Resounding Thunder zeigen, wir wissen ja alle, dass dank der drei Booster mehr gute Common-Karten im Sealed-Pool sind; im Vergleich zu Sealed-Pools mit Starter.
Der Mycoloth macht sie dann recht schnell ein. Sie zeigt mir noch einen Drumhunter und einen Exuberant Firestoker, während sie mich mit dem Aven Squire herunterpingt, aber zum Glück kam keine dicke Kreatur dazu, so dass ich das Spiel auf 2 Leben noch gewinnen konnte, obwohl ich wegen meiner geringen Boardausstattung nicht damit gerechnet hatte. 1-0

Maria will das zweite Spiel selbst beginnen. Ich glaube, dieses Beginnen-Thema hatten wir schon in Paris: die Franzosen wollten da auch immer selbst anfangen. Ich freue mich darüber, dass die Idee, ein Aggrodeck dreifarbig zu spielen und im Sealed beginnen zu wollen, immer noch keine Denkprozesse in Gang gesetzt hat. Vielleicht sollte ich im französischen Magic-Internet mal nach Artikeln zu diesem Thema suchen, scheint ja weit verbreitet zu sein.
Aber tatsächlich bekommt sie einen frühen Wild Leotau auf den Tisch, während ich mit Goblin Assault in Exploding Borders keine optimale Antwort für diesen Start habe. Schliesslich glaube ich ja auch an ein langsameres Format…
So entwickelt sich ein aneinander vorbei angreifen, und dank der Borders ist sie auf 13 Leben und ich auf 9 nach dem zweiten Angriff (dank Exalted auf ihrer Seite). Dann enttappt sie, zieht und spielt ein Land sowie irgendeinen Vogel und greift mich an. Ich schaue mir das Spielchen an und stelle fest, dass sie die Upkeep des Leotaus gar nicht bezahlen konnte, bei dem Mana, was sie getappt hat. Darauf, und auf die Konsequenz, weise ich sie hin: „You didn’t pay the upkeep for the Leotau. It’s dead.“ mit einem gehauchten „Hach“, sprachlich ähnlich zu „Oh sure of course“ von Beginn unseres Gesprächs nimmt sie einen ungetappten Forest hoch und legt ihn getappt wieder auf den Tisch. „You had to pay it in the upkeep.“ – „Come on, I have the mana“ – „No sorry.“
Sie schaut mich auffordernd an, aber ich kann nur mit den Achseln zucken. „So why didn’t you remind me at the time?“ fragt sie, den Leotau noch immer im Spiel liegen lassend. Mein rechter Arm will nun endlich mal nach oben. Mein Sprachzentrum formt den Ausruf „Judge“ und sollte das so weiter gehen, würde ich den Judge holen. „I noticed it just now“, sage ich ihr. Ich hole wirklich gleich den Judge. Erst das Karten-nicht-ziehen und jetzt diese Anguck-und-bettel-Geschichte. Soll doch der Judge kommen, sich die Story anhören und dabei in Marias Dekolltée gucken. Sie würde ihm anbieten, die Bluse gleich ganz auszuziehen, wenn sie das Land was sie ja gar nicht brauche, tappen könnte, er würde eventuell darauf eingehen und ich wäre super tot. Sie würde den Judge fragen, ob ihm die jadefarbenen Steinchen bekannt vorkommen würden, der Judge würde naiv den Kopf schütteln und sie würde ihm eine Kette davon hervorzaubern, die er vorher noch nicht gesehen hätte und ihm sanft mit ihren lackierten Nägeln durch sein Flaumbärtchen ziehen. Dann würde er den Resultslip mit einem Loss für mich und ihren mit einem Win für sich versehen und ich wäre out of contention…

*PLOPP* „Ok, if you say so.“, unterbricht Maria die in die Zukunft projizierte Geschichte. Muffelig schiebt sie den Leotau auf die linke Seite neben ihren Ländern, greift mich auf 6 Leben an, muss dann aber meinen Mycoloth, chumpblocken und bekommt mich nicht mehr angegriffen. Schliesslich legt sie charming Sarkan Vol, klaut sich den Mycoloth und spielt Soul’s Fire auf mich. Darauf kann ich noch mit einem Grixis Charm antworten und den Mycoloth wieder auf die Hand schicken (wusste gar nicht, dass der Charm das kann – sonst gibt der immer nur -4/-4). 2-0

1-1

Marion kommt und bindet mich wie Odysseus‘ Mannschaft ihn an den Mast, sicher umschiffen wir die Insel der Sirenen. Als wir ausser Hörweite sind, bindet sie mich wieder los – den Rest der Geschichte kennt ihr. Funny ist noch, dass Marion in der dritten Runde gegen Maria spielen wird, und ich ihr die Instants aufzählen kann, mit denen man rechnen sollte. Um die Story direkt abzuschliessen: dank strategisch gut überlegter Blocks gewinnt Marion das entscheidende Spiel und damit das Match gegen Maria. Strike! Sie könnte einen Angreifer mit einer Mauer mit Exalted gefahrlos blocken, braucht das Exalted aber im Gegenangriff um genau für lethalen Schaden durchzukommen. Sie entscheidet sich mit einem anderen Mann zu blocken und Maria hat einen Pumpspruch. Die Mauer und der letzte Flieger gewinnen Marion dann mit einem Sigiled Blessing genau das Spiel.

Runde 3 – Dennis den Dikken [NLD] – Naya
Dennis kommt aus den Niederlanden und ich freue mich, den ersten einheimischen Gegner zu bekommen. Er studiert und spielt wohl noch nicht so lange, aber was mir direkt positiv auffällt, ist, dass er das Kartenziehen ansagt. Rein technisch gar nicht notwendig, schliesslich kann man auf die special action ohnehin nicht reagieren, aber nach Marias Nachlässigkeit finde ich das eben sehr positiv.

Er beginnt also nach meinem gewonnen Würfelwurf (die fünf, schon wieder…) und legt passend in der zweiten Runde einen Sigiled Paladin. Hätte nicht geglaubt, dass das überhaupt geht. In der dritten Runde verpasst er ihm ein Asha’s Favor mit den Worten „This is going to make some problems for you.“ Ich verstehe nicht so ganz, was er damit meint, denn einen 2/2-Flieger mit Exalted werde ich schon irgendwie, irgendwann in den Griff bekommen können. Vigilance ist auf einer 2/2er auch keine wirkliche Macht, und first strike hatte er schon vorher – nein, diese Asha, wer immer es auch war, hatte sich andere Ziele für seine Favorisierung vorgestellt, da bin ich mir sicher. Child of Alaras, Mycoloths oder Kreaturen der Familie Behemoth, aber sicherlich keine weissen Wurstpaladine.

Mit Exploding Borders hole ich mir die fünfte Farbe, nachdem mich Dragonsoul Knight fast schon darum bittet. Diesen entsorgt er nach meiner Aktivierung mit einem Resounding Thunder, dass jeder irgendwie fünfmal so oft wie früher hat, und so kann ich erst in der folgenden Runde das weisse Äquivalent (Paragon of the Amesha) legen, als er mich tatsächlich schon sehr oft mit diesem Wurstflieger angegriffen hat. Meine Matca Rioters tauschen schliesslich mit seinem blockendem Toxic Iguanar, und die Kartenauswahl ist schon reichlich… strange. Das Lifelink meines Ritters bringt mich wieder in komfortable Spheren, die nicht von gecycelten Thunders getroffen werden. Den Paragon macht mir Dennis auch nicht weg, gut für mich. 1-0

In den folgenden Spielen erkenne ich eine Boardingtaktik, die ich bei fast allen Spielen mit Naya-Gegnern anwende: einen Mountain raus und ein Island rein, plus zwei Controlled Instincts für Mana Cylix und Necrogenesis. Es hatte nur nie einen Einfluss auf das Spiel (das Island vielleicht, aber die anderen Karten habe ich nie gezogen).

Auch Dennis will das zweite Spiel beginnen und kann es nur mit einem Mulligan tun. Er legt wieder Toxic Iguanar, ich habe Goblin Assault, was mindestens genauso gut ist. Er weigert sich zu blocken und wird das erst wieder mit meinen Matca Rioters nach meinen Explosive Borders tun, die Rioters überleben aber dieses Mal, da er die „richtige“ Farbe nicht kontrolliert, und obwohl er mich in der Luft mit Aven Squire auf 13 gegenangreifen kann, zieht er nichts brauchbares mehr nach und muss schliesslich chumpblocken. 2-0

2-1

Runde 4 – Bogan Voda[RUM] – Jund
Bogan kommt aus Rumänien, und noch am Abend gucke ich nach wieviele Rumänen am Start sind: es sind zwei. Bogan, der wie ein Mathe- oder Geschichtslehrer aussieht (wie sehen sie aus? na so!), hingegen hat die ersten drei Runden gegen Deutsche gespielt, so dass es ihm so vorkommt, dass diese das Turnier quasi bevölkern. Kommen wir also zum Wesentlichen: wir würfeln beide eine zwei und müssen wiederholen. Ich würfele eine fünf, was auch sonst, und er schlägt mich mit der sechs. Manchmal ist es auch echt krass. Bogan will zum Glück selbst beginnen, also nochmal Glück gehabt.

Sein Plan geht in etwa so: den Topan Ascetic legen, Bloodhall Ooze dazu und dann langsam alles dicker werden lassen. Mein Plan sieht so aus: Goblin Assault nach der schwarzen Kapsel legen und dann alle nicht-roten Permanents zerstören. Er macht mir zwar mit Explosive Boders und der 2/2-Kriegerin mit Haste noch ein paar Schadenspunkte, aber die Goblin-Token machen dieses Spiel alleine. Dank seines 1/1-Bloodhall Ooze (Er: „You don’t let it grow…“) habe ich das echte Bitterblossom-Feeling. Und Grixis Charm darf ich endlich aus dem Grund spielen, dass er +2/0 gibt. Eigentlich eine Funktion, die dem Jund Charm besser gestanden hätte. 1-0

Bogan findet die Goblin Assault total stark. Ich stimme ihm smalltalkend zu, „sometimes it’s like a Bitterblossom“. Nur, dass „sometimes“, ausser wenn es von Erasure gesungen wird, nicht so oft vorkommt… gut, dass ich noch keine Bomben gezeigt habe.

Bogan beginnt das zweite Spiel und hat dieses Mal einen anderen Plan, der Dragon Fodder und Wild Nacatl beinhaltet, aber auch Gaststars wie Quenchable Fire und Goblin Outlander feat. nur weisse Permanents auf meiner Seite… was ich schon für ein Kunststück halte, da dieses Spiel auch noch bei mir colorscrewed ist. Ich habe fünf Mountains, sonst nichts. Naja, und Mana Cylix um die weissen Kreaturen zu spielen, und meinen Nacatl, der aber vor dem Block beseitigt wird. 1-1

Als ich ihn dann im dritten Spiel beginnen lasse, ist er total überrascht. Wieder hat er den Ooze, und ich kann mit dem Vogt und Aven Trailblazer eine Defensive aufbauen. Seinen Hell’s Thunder will ich trotzdem nicht blocken. Und Unearth… will ich trotzdem nicht blocken. Schliesslich greifen Vogt und Trailblazer an, damit ich gegenracen kann. Das Spiel gebe ich schon als verloren, aber er lässt meine Kreaturen durch, weil ich fünf Mana offen habe und ihm im ersten Spiel schon Gleam of Resistance gezeigt hatte. Tja, das liest er korrekt, denn ich habe es auch auf der Hand. Entsprechend meines Tells greift er auch nicht zurück an, obwohl er die überlegene Boardposition hat (nur der Hell’s Thunder als Unearth, wir sprachen davon). Das Spiel wiederholt sich also zwei Runden, und ich kann nichts ausspielen, da er mich sonst lethal zurückangreifen würde (der Aven Trailblazer muss was blocken können, da er aber getappt wird beim Angriff, muss ich für das Gleam Mana frei halten).

Mit Exploding Borders bringt er mich also auf 7 Leben, kann aber noch nicht sinnvoll angreifen. Ich ziehe zum Glück Länder nach und lege ihm eine 10/10-Apocalypse Hydra vor die Nase. Diese kümmert sich dann um seine schwachen Kreaturen und der Rest muss chumpblocken, den Vogt lässt er dann durch. 2-1

3-1

Runde 5 – Remi Fortier [FRA] – RG Naya
Am Pairingboard dann der Schock. Wofür hat mich Markus Ginter jetzt besiegt? Damit ich die Pros kriege, die 3-1 stehen? Dennis spricht mir noch Mut zu, den defeat_the_pro zu machen, und das ist schliesslich der Sinn der Sache. Vielleicht sollte ich ihn fragen „did you have any byes?“ oder so was lustiges. Hat der EB ja auch mit Wafo-Tapa mal gemacht… an dieser Stelle stellt euch eine lange Suche nach dem Link vor, der nicht weiter als bis „Bernd der Baumeister“ kam, um dann aufzugeben.

Nach einem Shake-Hands nehme ich einen käsigen Geruchstank wahr, dem ich so schnell wie möglich wieder entfliehen muss. Damit finde ich Remi schon ekelig, bevor es überhaupt losgeht. Ausgerechnet jetzt muss die blaue Seite des Turniers warten, bis die grüne Seite fertig ist. Kann man das nicht mit zwei Uhren laufen lassen? Endlose Minuten sitze ich in dem Gestank bis es endlich losgeht. Remi macht einen Dreier-Pile-Shuffle mit meinem Deck, was ich zu offensichtlich finde. Entsprechend mische ich sein Deck, und er spricht mit einem Landsmann zwei Tische links von mir, den ich bereits irgendwo mal gesehen habe. Remi würfelt höher (keine Ahnung mehr was ich hatte, es war keine fünf. Meine fünf hat mich verlassen! Argh! Panik!) und sagt aber nichts. Überhaupt ist er sehr unkommunikativ. Ausser halt mit dem Typ zwei links von mir. Ob er denkt, dass ich sein französisch nicht verstehe?

Nachdem Remi ein paar abfällige Bemerkungen losgelassen hat, spielt er während der Wartezeit mit seinen Karten. Diese fallen dabei so unglücklich, dass ich seine Handkarten sehen könnte. Er merkt dies und stellt seine Spielereien ein. Ich konzentriere mich still auf Penspinning und löse meine weiteren Konzentrationsblocker. Langsam blende ich alle anderen Spieler aus und dachte nur noch an den motivierenden „Schakka“-Holländer aus dem letzten Motivations-Seminar, aber in entspannender Weise.

Da es vorhin so gut funktionierte, jetzt noch mal die Sache mit den Plänen. Ich habe keine Ahnung, was Remi da gehalten hat oder welches sein Plan war. Von meiner Sicht aus war sein Plan: sechs Länder legen und dann Cavern Thoctar. Ich halte das eher für einen nicht-Plan, aber so sieht es aus. Ich „kurvte“ also mit Goblin Assault, Dragonsoul Knight und Explosive Borders (gefolgt von seinem Removal für den Knight) herum und da er schon bei vier Leben war, als er den Thoctar legte, konnte er nicht mal damit angreifen.
Zuvor wollte sich Remi aber partout noch über etwas aufregen. Ich spielte zwischendurch einen Viashino Slaughtermaster und er hatte noch eine 2/2-Kreatur zum Blocken. Die Story wäre schöner, wenn ich genau sagen könnte, welche Kreatur er hatte, aber ich habe es vergessen. Ich griff also mit allem an, hatte auch die Aktivierungsmöglichkeit für den Slaughtermaster (es war also eine Runde nach den Explosive Borders) und er blockt meinen Double-Striker. Nun hätte ich den aktivieren können, oder aber mit meinem Resounding Thunder den Blocker beseitigen können, aber ich wollte das nicht. Die beiden sollten abtauschen und ich wollte das Mana für den Thunder noch offen haben, falls er eine weitere Kreatur nachlegt. Nach dem Block spielt er Might of Alara auf seinen 2/2er, worauf ich mit dem Thunder natürlich antworte. Darauf meint er, ob wir den Damage auf dem Stack hätten, aber ich kann nur sagen „we haven’t agreed on that“. Und selbst wenn wir das hätten, wäre da immer noch „first strike“-Damage gewesen. Remi fordert mich auf, alle Phasen anzusagen, woran ich mich aber nicht halte. Er tut das eschauffiert, das bringt ihn selbst aber mehr durcheinander und so lässt er es drei Phasen später wieder. 1-0

Trotz seiner schwachen Performance im ersten Spiel wollte Remi wieder beginnen. Ich erkenne langsam, wer vielleicht der Auslöser dieser französischen Cardadvantage-Schwäche ist; auch Olivier Ruel schrieb heute so etwas in einen Artikel, aber darüber spreche ich ein anderes Mal.

Also beginnt Remi und meine Hand sieht vielversprechend aus. Entsprechend verärgert scheint er zu sein, als ich in der ersten Runde Wild Nacatl spiele und frecherweise noch Mountain und Plains dazu habe. Er legt Wild Leotau und ich deshalb eine Angriffspause ein, aber dank Paragon of the Amesha kann ich genauso stark zurück angreifen, nämlich für fünf. Dank des anfänglichen Schadens liegt er im Damage Race nicht vorne. Ich lege noch meinen Voracious Dragon, diesmal ohne Futter, während Remi durch das Mana des Leotaus gebunden ist. Er überlegt lange in der Upkeep, enttappt aber den Forest und schmeisst den Leotau weg um sechs Mana für Cavern Thoctar zu haben. Mehrfach fragt er mich nach den Lebenspunkteständen, als würde sich dadurch etwas ändern. Selbst aufschreiben oder sonst festgehalten hat er seine Lebenspunkte nicht. Er hat sieben Leben, ich habe zehn. Ich lasse mir den Paragon zu Hause und greife nur mit dem Drachen an (er auf 3). Dann lege ich Dragonsoul Knight dazu. Er macht noch einen Stunt mit Branching Bolt auf den Drachen und den Paragon, dann Dark Temper auf den Drachen für den 2:2 Tausch, aber nach seinem Angriff mit dem Thoctar habe ich auch noch Removal für den nachgelegten Blocker und Dr.Knight wins again. 2-0

Als der Judge das Ergebnis aufnimmt, ist Remi schon aufgestanden und hat das Spiel abgewunken. Mit einem „Hihi“-Gefühl packe ich meine Sachen zusammen. Das hat Spass gemacht.

5-1

Runde 6 – Liking [FRA] – 5C-Control
Trotz seines vietnamesischen Äusseren ist Liking auch aus Frankreich und damit mein dritter französischer Gegner in diesem Turnier. Wo sind eigentlich die ganzen Holländer? Aber ich beschwere mich nicht, Liking ist super-smooth und wir unterhalten uns über das Format. Er findet es superlangsam, ich schliesse daraus, wie er sein Deck gebaut hat und es sollte übereinstimmen. Das schlimme daran (für mich) ist: Liking hat das Format korrekt erkannt und ist auch ein guter Spieler.

Ich könnte die Spiele jetzt kurz zusammenfassen, und tue das vielleicht auch mal. In beiden Spielen, so kam es mir jedenfalls vor, legt er in der vierten Runde Child of Alara und ich tue nichts, um es wegzubekommen.

Im ersten Spiel bin ich entsprechend überrascht. Zwei Möglichkeiten hätte ich: es direkt in den Oblivion Ring stecken oder es mit einem gecycelten Resounding Thunder töten. Für letztgenanntes fehlen noch zwei Runden, aber die Länder dafür habe ich schon auf der Hand. Ich entscheide mich für die dritte Möglichkeit, und das war genau die falsche: ich aktiviere meinen Dragonsoul Knight zum 7/5-Flieger – und ernte einen Path to Exile. Zwar war Liking schon auf 7 Leben und ich hätte ihn so getötet, aber dieses offengelassene weisse Mana hätte mich stutzig machen sollen. Also nehme ich, dank aktivierter Kosten kann ich nichts mehr ausspielen, die sechs Schaden von dem fünffarbigen Kind (also dem Child of Alara) und gehe auf 3 Leben. Irgendwie gelingt es mir noch, seine 5/5 Matca Rioters in den Griff zu bekommen, dann noch das Kind in den Ring zu stecken und den Thunder immer noch übrig zu behalten. Aber Liking hat noch mehr Asse, das nächste Ass ist das aus der Drachen-Farbe; Hellkite Overlord bounce ich ihm mit Grixis Charm. Er legt mir noch was auf die Library und so sterbe ich optionslos mit einem Oblivion Ring, in dessen Kern die Lösung für den Overlord stecken würde, wenn ich in seinem Angriff den Thunder cyclen würde, könnte ich den Drachenlord besiegen, aber ich Depp hab‘ das Kind in den Ring gesteckt. 0-1

Was für ein Spiel, bei dem man solche Sätze bilden kann.
Hört sich irgendwie Timmy-Style an.

Liking beginnt das zweite Spiel und kann sein Mana gut ausbauen. Ich hänge ein bisschen, kann mit Aven Trailblazer aber Druck aufbauen. Dann trifft er mich mit dem Domain-Discard-Spruch (weiss immer noch nicht, wie der heisst) und ich darf meine ganze Hand abwerfen. Üble Sache! Das erklärt noch den Resounding Thunder auf ihn, aber Oblivion Ring und Apocalypse Hydra gehen in den Friedhof. Das war auch schon das Spiel, denn dass ich danach noch ein paar Länder ziehe, er sich mit Kiss of the Amesha und Armillary Sphere die Hand und Lebenspunkte vollzieht, dann Child of Alara spielt und mich damit einstampft, hatte ich vielleicht schon angedeutet. Traurig: ich habe ihm zwar 20 Schadenspunkte gemacht, aber duch Kiss und Rhox Bodyguard hatte er am Ende noch 10 Leben. 0-2

5-2

Runde 7 – Bart Genders [NLD] – Naya
Ah, da sind ja doch noch Holländer im Turnier. Mit Bart spreche ich leider nicht so viel vor dem ersten Spiel, da ich ziemlich knapp ankomme und er schon am Tisch sitzt. Bart macht einen ruhigen und entspannten Eindruck, so dass auch die Spiele sehr angenehm verlaufen. Ich würfele schon lange keine fünf mehr, und so gewinnt er den Wurf und lässt mich beginnen.

Wir legen beide einen Knight of the Skyward Eye, aber seiner ist dank Exalted besser. Ich hole dies durch Exploding Borders auf (so oft, wie ich diese Karte gespielt habe, kann man sich auf die schon verlassen), aber Bart hat eine Wall of Superlifegain und dank Exalted bekommt er auch bei einem Angriff mit einer 2/2-Kreatur, wie dem komischen Knight, immer noch fünf Leben. Und jetzt rechnet euch mal aus, was passiert ist, als er das Cavern Thoctar zum Angriff losgeschickt hat. Genau: 0-1

Am Ende des Spiels war er auf 30 Leben. Auch meine Goblin-Token wollte er nicht mal blocken…

Im zweiten Spiel präsentiert Bart kaum Gegenwehr. Er hat viele Plains, aber wohl kaum weisse Sprüche, jedenfalls darf meine Katze zweimal schlagen kommen, bevor sie sich als Mycoloth-Futter entpuppt. Bart legt immer noch nichts, als noch ein Viashino Slaughtermaster hinzukommt – er entsorgt noch den dicken Mann, aber auf seinen 2 Leben habe ich noch die 2 Saprolinge. 1-1

Auch im dritten Spiel, dass ich beginnen muss, habe ich Mycoloth auf der Starthand, und will sie fast schon wegschicken, als mir auffällt, dass die Hand wirklich stark wird, wenn ich in den ersten drei Runden den Steward of Valeron ins Schlachtfeld führen kann. Mit einem nachgezogenen Plains gelingt das sogar, und ich habe in Runde vier wieder den 6/6-Mycoloth.
Mein Notizblock gibt aber die epische Bandbreite dieses Spiels nicht wider. Ich griff natürlich nicht mit dem Steward in seinen 2/2er an, weil ich sonst bei einem Block das Pflanzentier nicht hätte spielen können. Bart spielt aber einfach noch einen Blocker und in der folgenden Runde selbst einen Mycoloth als 8/8er aus. Na sowas. Wobei er hierzu erst noch die Mauer vorgespielt hat, damit ich meine schwarze Kapsel darauf benutze, die wollte er erst wegmachen, erklärte er mir nach dem Spiel. Aber im Spiel lache ich mich kaputt darüber, dass wir beide Mycoloths im Spiel haben, und Bart erzählt, dass er das nicht so ungewöhnlich fände, er habe schon gegen drei andere Leute gespielt. Alle haben Mycoloths. Wir sprechen ein bisschen über die neue 3-Booster-Regelung…

Zwischen den Runden wird auch diese Umstellung thematisiert, wobei eher ein zusätzlicher Booster Conflux daran Schuld hat, dass so viele Martial Coup im Umlauf sind. Neben den Geschichten, die TobiH in der Coverage verarbeitet hat, gibt es noch den Piraten, der mir dauernd neue Geschichten um den Rare-Spoiler erzählt, so dass ich schon ganz wirr bin, welches Puzzlestück zu welcher Geschichte gehörte.

…So kann ich Bart zwar nicht mehr mit dem Mycoloth angreifen, aber unsere Armeen wachsen auf beiden Seiten kontinuierlich, bei mir mit nur einem kleinen Vorsprung, den er bald eingeholt haben dürfte. Ich verstärke meine Seite durch eine 10/10 Apocalypse Hydra, die auch kein Problem hat, mit drei roten Quellen in den Kampf zu stürzen, aber nur von einem Saproling gechumpt zu werden. Asha’s Favor sollte man eben haben…

Je weiter sich das Spiel entwickelt, desto schlechter sind meine Chanchen. Trotz kontinuierlicher Angriffe steigt Barts Tokenanzahl, und schliesslich kann ich auch mit der Hydra nicht mehr sinnvoll angreifen, ohne dass sie von zehn Davids zu Boden gegoliath würde. Aber in dieser Runde „hebe“ ich glücklich den Oblivion Ring, mit dem ich Barts Mycoloth aus der Gleichung mit zwölf ungetappten entfernen kann. Der folgende All-In löst einiges auf. Bart behält zwei Token aus dem Mycoloth-Block übrig, ich die Hydra und drei ungeblockte Saprolinge. Eine Runde später schütteln wir uns die Hand. 2-1

Schon der zweite nette Holländer an diesem Tag, so darf es ruhig weiter gehen.

Runde 8 – Kevin Grove[NLD] – Esper
Und es geht so weiter, denn auch Kevin gehört zur netten Fraktion. Wir reden über Gott und die Welt und sein Angebot, dass wir Deutsch reden könnten, lehne ich ab, weil mein Deutsch nicht so gut sei. Den Spruch fand ich selbst schon scheisse, aber es tat der Stimmung irgendwie keinen Abbruch. Kevin studiert in Groningen, was ich irgendwo schon mal gehört habe. Ist das in der Nähe von Eindhoven? Nein, das ist im Nordosten! „Ah, then I think we passed it on the motorway to Amsterdam last year.“ „Maybe.“ – und als er erfährt dass ich aus der Nähe von Essen komme, hält er mich bestimmt für einen ignoranten Verfahrer oder sowas. Inzwischen habe ich recherchiert, Groninigen ist viel zu weit nördlich in Friesland. Bestimmt kannte ich den Namen von der Benelux-Karte von Funkenschlag, das wir neulich spielten, und wo ich Groningen anschloss…

Dass ich beginne, liegt bestimmt an seinem gewonnenen Würfelwurf; das ich gewinne bestimmt an seinen drei Mulligans. Ich lege einen Dragonsoul Knight und den Knight of the Skyward Eye und er concedet ohne mir etwas anderes als Plains zu zeigen.

„You didn’t show me anything.“ – „Oh, at least for a reason.“

Hm. Ich sollte meine Sprüche überdenken. Irgendwie komme ich nicht gut an. Nun gut, im zweiten Spiel machen wir tatsächlich so etwas wie ein Spiel, wobei sich schon herausstellt: er spielt Esper und hat eher den UW-Flieger-Archetype. Ich verliere dank vieler 2/2-Eulen auf seiner Seite und zu wenig Druck auf meiner (was auch an Goblin Assault liegt, die viel zu langsam ist). Kevin beurteilt die Assault negativ beim Boarden, und ich muss ihm recht geben. Ich boarde endlich die reichhaltige Anti-Artefakt-Massnahme in mein Deck. Für Necrogenesis, Mana Cylix und Goblin Assault kommen zwei Filigree Fracture und einmal der 2/1 Protection Artifacts-Man rein.

„Now it’s my turn to mulligan to four.“ sage ich, und muss prompt einen Mulligan nehmen, allerdings nur einen. Von meiner Artifact-Hate ziehe ich im dritten Spiel natürlich nur den 2/1er, während er mit Tower Gargoyle und Parasitic Strix eine gute Kurve und vernünftige Beater in der Luft hat. Auf drei Leben komme ich endlich zum fünften Land und könnte theoretisch den Voracious Dragon legen, aber da er neben der Tower Gargoyle noch zwei 2/2-Flieger hat, brächte mich das auch nicht weiter. So bin ich sehr schnell fertig mit dem Spiel, es sind noch über 40 Minuten auf der Uhr. Wir stecken unsere Karten wieder in die Decks…

„I didn’t show you my bombs, actually…“ – Kevin fächert durch sein Deck und wirft Battlegrace Angel, Mirror-Sigil Sergeant und noch eine Rare, eventuell Sharuum, auf den Tisch. „Well, at least that were great games…“, entgegne ich, „and it was a pleasure to meet you.“ – oder so in der Art, mein gesprochenes Englisch braucht Auffrischung, wie gesagt. Der Judge kommt und interpretiert den von uns währenddessen gefüllten Ergebniszettel: „So Kevin won two te zero and Marcus wants to drop.“ Ja. So ist es wohl.

Ich schaue noch dem Spiel MichaeL gegen Olivier Ruel zu. Beide stehen „zu zwei“, wer verliert ist also draussen. Dabei fallen mir ganz komische Karten auf der französischen Seite auf, die ich dem Pro nie zugetraut hätte. Aber das ist ein Thema für einen weiteren Eintrag, wie gesagt. MichaeL verliert das Spiel, auf drei Leben sogar für meine Erwartung erst ungewöhnlich spät gegen ein Mono-Rotes Deck, und wir suchen noch etwas zu essen. Aber das scheitert an dem geschlossenen zuidplein – man verabschiedet sich… Marion und ich fahren noch einmal über den Autobahnring auf der Suche nach einem McDonalds oder wenigstens irgendeinem Restaurant, dass man gefahrlos ansteuern kann, aber alles ist dunkel. Samstag abend, kurz vor zehn und man kann nirgendwo ein Restaurant ausmachen. Als wir an unserem Hotel vorbeikommen ist der Plan: am nächsten Morgen frühstücken und dann ab nach Hause.

Kurz zuvor checken wir noch die Spieler beim Grand Prix, da ist bastard_k, mit dem ich schon am Samstag länger sprach – endlich trifft man sich mal, und das gilt auch für Bensch, der aber im PTQ unterwegs und darum weniger Zeit hatte. Die verpasste Gelegenheit des Tages: ein vernünftiges Foto von Bensch machen. Eigentlich wollte ich noch einen Asian Draft machen – das einzige, wofür ich fünfzehn Euro auszugeben bereit gewesen wäre. Aber der gute Mann an den Public Events informiert: „We only offer english drafts.“ „Ok, thanks.“

Auf dem Rückweg wollten wir dann noch in Venlo vorbei, um noch ein bisschen einzukaufen. In der Innenstadt dann der Clou: die Läden hatten alle geschlossen. Eventuell ist nicht jeder Sonntag verkaufsoffen, aber an diesem Sonntag ging hier der Kinderkarnevalszug durch die Innenstadt. Nicht so wie bei uns mit Rumba-Rumba-täterä, sondern einigermassen lustige Blasmusik (nur ohne irgendein Rhythmus-Gefühl, aber dafür um so herzlicher).

8 Kommentare

  1. Handsome meint:

    Dieser Remi… scheint doch nicht so der gute Man zu sein. Wieso sind wir uns eigentlich nicht über den Weg gelaufen? Bensch hab ich auch nicht getroffen.

  2. Michael Lauter meint:

    Beschwer dich mal nicht über einen Pro in Runde 5 – an Stuart Wright Runde 5, Frank Karsten Runde 7 und Olivier Ruel Runde 8 kommst du kaum ran 😉

    PS: Franzosen und anfangen – hat der Olivier auch gemacht, mit seinem Deck hätte ich das allerdings auch getan.
    Das sah zwar gümmelig aus, war gegen mich aber echt gut, weil ich einfach fast kein billiges Removal hatte, mit zwei Removal, die nicht mehr als drei Mana kosten, anstelle der beiden Fiery Falls, denke ich, hätte ich wesentlich bessere Chancen gehabt.
    Im Nachhinein war mein Fehler an der Stelle wohl, kein Zweitdeck parat zu haben – ich hatte noch einen Infest im Board, den hätte ich mal irgendwie einwechseln sollen.

  3. nacht meint:

    Game 1 of round 9 was, happily, one of the best I’ve played for a while, as far as both my play and the dramatic suspense was concerned. I drew pretty badly but my deck, being what it was, managed to put my opponent on nine life with Onyx Goblet on the board. The problem was that he had several guys on the board, including a Jungle Weaver he had just played.

    Having fewer (and smaller) guys than him, I knew I probably couldn’t win that game without two topdecks in two turns, including Banefire. I drew Viscera Dragger. If I played it, it would give me one turn if my opponent didn’t draw a spell, but that just wasn’t good enough. I cycled it and drew a land. I reanimated it and attacked, as my chances were now close to zero if I couldn’t make up any damage. Surprisingly, my opponent decided to take the beats and drop down to six. With one more turn before my opponent killed me, I could now topdeck Hell’s Thunder (if the Weaver attacked) and Banefire for the win.

    He attacked, but he kept some defenders back for some unknown reason. He then played Wild Leotau. If I drew a land, he now had exactly lethal damage on the board.

    I untapped and drew a Mountain.

    I had to try and do something. After he untapped, I asked him how many cards he had in hand. One? Okay, cool. After answering, he went straight to his draw step, and I pointed out he’d forgotten to pay for the upkeep of his Wild Leotau. He still attacked with everyone and wiped my board. I was still dead next turn.

    I untapped and drew… Hell’s Thunder!

    It is very important, when you see you are going to lose, to find a little light in the darkness, to figure a plan that can turn the tables at the last minute. Mine was “topdeck plus opponent’s misplay.”

    Das muss ja ein spaßiges Spiel gegen Ruel gewesen sein und es zeigt wieder deutlich, wie man als „Pro“ gewinnt ^^.

  4. Michael Lauter meint:

    Gottseidank war das nicht meines 😉 – so Tag 2 wegzuwerfen ist natürlich superärgerlich.

    Da braucht man ja nichtmal dringend einen Upkeepmarker, ich lege eigentlich in solchen Fällen immer gleich die passenden Länder getappt zu der Kreatur, dann passiert sowas nicht.

  5. Teardrop meint:

    Ey, aufpassen!

    Schöner Bericht aber trotzdem, und so.
    Ist schade, dass es wieder nicht geklappt hat. Zumindest scheinst Du Spaß gehabt zu haben. Ich hatte ja aus der Angst heraus verzichtet, keinen Spaß zu haben bei dem Format. Das wusstest Du doch aber eigentlích, zumindest dachte ich das.
    Naja, man sieht sich ja in 4 Wochen.

    Schönen Gruß, der Teardrop.

  6. atog28 meint:

    Spass ist relativ.

  7. DrLambda meint:

    Ich war aufgrund (chronischen) Geldmangels nicht da. In Hannover bin ich aber wohl „am Cut“.

  8. Bensch meint:

    Netter Bericht! Schön, dass man sich in RL kurz treffen konnte, leider musste ich aber wieder zum Draft (hätte ich mir sparen können; hannes kerem hat mich in runde 1 umgehaun, das 8. mana fürn bolas wollte nicht kommen :D)
    Schade, dass es nicht fürn 2. Tag gereicht hat, aber solang der Trip Spaß gemacht hat, ists auch gut.
    Mein „schönes“ Mu-foto kannst ja net einfach ersetzen, das bekommt bald legendenstatus =) – ausser natürlich durch random „rausch“-foto, aber das lass ma mal lieber bleiben.

    Gegen Kevin Grove musste ich am 2. tag in Brüssel ran. Netter Typ. Hat nicht mal gemault als ich t1 rhys t4 wilt-leaf liege und ab t6 zum verdoppeln angefangen habe (dazwischen natürlich immer token). =)

    Hoffentlich kann man beim nächsten mal dann etwas länger plaudern.

    Lg

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