Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Schornsteinfegerschule

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In Dülmen gibt es eine Schule für Schornsteinfeger. Und die bekannte Tunierveranstaltung für Magic. Eins davon habe ich am Sonntag besucht und der Unterricht war fussballbedingt bereits nach 5 Stunden bzw. Runden beendet. Vielleicht war das der Grund für die nur spärliche Teilnahme – es verirrten sich quasi 123 (plus minus) Schornsteinfeger um ihr Glück auf die Probe zu stellen.

Das Deck, dass ich zum Unterricht mitbrachte (Barns vom Max können mit „mitbrachte“ bestimmt super Wortwitze machen) war das Rakdos Aggro in das (dieses, jenes, welches) ich Necroplasms als „tech“ gegen Paladine und andere Aggrodecks packte.

In der ersten Runde sass Kathrin an Tisch 49 mir gegenüber. Sie wurde – eventuell zu Ablenkungszwecken – von ihrer Freundin begleitet, ein psychologischer Strategieartikel über kurze Röcke ist im Magicbereich bisher nicht zu finden, das wäre mal eine Aufforderung an die Magicspielerinnen, einen „Play to win the game“ Artikel zu schreiben. Dank Heirat bin ich für diese Strategie ein schlechtes Matchup, trotzdem verliere ich die erste Runde nach beiderseitigem Mulligan da Kathrin einen Koala, dann Promise of Bunrei und dann den zweiten Promise legt, als ich gerade mal einen Rakdos Guildmage zum Blocken auf die Reihe bekomme. Zu viele Token, zu wenig Necroplasms.
Also boarde ich den vierten Plasm für… keine Ahnung mehr was rein und das zweite Spiel halte ich die „gute“ Starthand mit Mountain, Frostling und fünf anderen nicht-Landkarten. Kathrin muss auf 6 Karten starten und nach Blick auf meinen first-turn Frostling feststellen, dass ihr Land eine Orzhov Basilica (Bounceland) war und nicht der Shrine. Damit muss sie den legendären Wolf wieder auf die Hand nehmen und witzigerweise ziehen wir beide keine Länder, ich aber noch zwei Frostlinge nach. Bei 14 findet sie den Shrine, der ungetappt und mit legendärem Wolf doch mehr Schaden macht als der damit geblockte Frostling. Bei 8 Leben schiebt sie zusammen.
Auch im dritten Spiel nimmt Kathrin einen Mulligan. Auch meine Hand sieht wackelig aus. Vermutlich ist das das Problem von kurz vor dem Tunier sortierten (zum Deckliste schreiben) Decks, die man nicht so gut mischt wie Decks, die schon ein paar Spiele lang gemischt wurden. Ich weiss es nicht. In jedem Fall brachte Kathrin eine frühe Jitte auf den Tisch, als ich das Hit auf der Hand hatte. Ich zog eine Jitte nach und blockte ihre Jitte-tragende Kreatur tot. Dann eine Ratte gespielt – sie discarded eine weitere Jitte. Das Hit nimmt ihr mangels Alternativen die Jitte (+1 Life) und ich kann dann meine legen, die Ratte equippen und sie in 5-er Schritten auf 5 Life bringen. PS: Demonfire you. kkplzthx!!!
1-0 (2-1)

Runde 2 auf der anderen Seite des Ganges gegen Eugen, der ein schnelles Persecute auf schwarz im ersten Spiel durchbringt (das er nur einmal im Schornstein hat) und ich das ganze Spiel ohne rote Manaquelle verbringe. Dank Ratten + Rise; blocken, dann wieder Ratten + Rise kann ich mehr kaputt machen als ich dachte (und mehr als er dachte sowieso – er hatte auch noch den Bottled Cloister und Patron of the Kitsune, den er nach der zweiten Rise wegschmeisst). Als ich im letztmöglichen Zug ein rotes Mana zu bekommen – oder zu sterben – ein Rakdos Bounceland ziehe, bewundere ich die Ironie.
Das zweite Spiel boarded Eugen zwei Cheeseburger rein (keine Ahnung, was man dafür rausnimmt), wischt sich aber freundlicherweise die Hand ab, als er mein Deck cuttet. Auch das zweite Spiel gewinnt er recht überlegen, quasi mit einer Hand und vollem Mund. Ich hab irgendwie zuviele Länder oder so.
1-1 (2-3)

Dann sitzen wir noch zehn Minuten so rum, bevor Justus mit den Eventslips vorbeikommt. Am Nachbartisch ist schon fast das dritte Spiel fertig. So geht’s nicht! Erst eine tierische Wartezeit, bis die Runden gestartet werden, und dann gibts noch nicht mal Ergebniszettel.
Leider war Justus wohl alleine mit Ingo, der Martin hat selbst mitgespielt und einen extra Zettelverteiler gab es nicht. Dafür hätt‘ man gut den Simon nehmen können, der nicht mitspielte, sondern nur random Flyer verteilte.

In der dritten Runde durfte ich gegen Marc spielen, der sich mit dem Ghost Dad allen Schaden selbst zufügte (ich hab nur 2 Schaden durchbekommen) und meine Jitte bekam niemals irgendwelche Marken. Doch ich hatte drei Hit und 3 Rise/Fall, nur halt nicht so viele Kreaturen. Dafür zog ich noch weitere zwei Jitten nach, mit denen ich immerhin bluffen konnte, bis Michael (vom Trader-team) mit der Kamera rumkam. Wollt ihn überreden, von meiner Hand und der Jitte im Spiel ein Foto zu machen, hat er aber nur von der anderen Seite. Schade. Das Strands hat mir die Jitten dann auch noch genommen…
Gekillt hat er mich beim Stand von 9 zu 3 Leben mit Shoal auf meinen Hammer (Tallowisp), den ich spielte, nachdem er schon zwei Shoals für Ratten discardete (ich hätte es wissen müssen).
Boarding: -4 Hammer, +4 Last Gasp; -Jitte, -Plasm, +2 Arena
Das zweite Spiel lief lange, so dass Marcs Bibliothek schliesslich keine Enchantments mehr ausspuckte, als die Ghost Counsil kam. Da eine Plagued Rusalka auch noch zusah, kam ich trotz Rakdos Guildmage nicht in die Verlegung, meine letzten Handkarten wegzuwerfen und ein Shoal killte den Guildmage bevor ich mehr Karten sammeln konnte (ich hatte sowieso nur sechs Mana für nur eine Aktivierung).
1-2 (2-5)

Die vierte Runde gegen Walid sass Kathrin neben ihm, sie war jeweils einen Tisch aufgerückt in den letzten Runden. Auch Walid spielt schwarz/weiss, das kannte ich schon vom Zusehen einer früheren Runde. Er findet mein Deck zu stark für 1-2 (und andere starke Decks sassen neben uns, unter anderem Sebastian’s G-String). Das erste Spiel verbringt er ohne Länder und muss sich von Frostlings und Ratten (discard: Wrath!) tothauen lassen. Das zweite Spiel zieht er sehr viele Länder – aber ironischerweise alles Basic Plains, und er hat schwarz-bunte Karten auf der Hand – oder vielmehr, er hatte, denn ich bekomme zwei Fall und zwei Ratten durch, so dass ihm ein Doppelland nicht mehr viel brachte („brachte“… oh lord!).
2-2 (4-5)

Fein, ich kann mit meinem Deck also gegen manascrewed Gegner gewinnen. Was eine Leistung! Die Pause verbringe ich mit DJ und PD, letzterer hat auch neulich mal geheiratet und wir gratulieren uns so gegenseitig – als DJ meint „Bevor ich heirate spiel ich erstmal ’ne Pro-Tour mit und gewinne Geld!“ – PD: „Dann heirat’ste ja nie!“
LOL

Fünfte Runde – zwischenzeitliche Testspiele gewinnt mein Deck trotz massiver Spielfehler meinerseits(zuwenig Schlaf und zuviel Kopfschmerzen kippten mich aus der Balance), nur beim eigentlichen Tunier kam’s mehr auf Skill an, den ich mal wieder nicht hatte.
Und das kam so: Guido steht auf der anderen Seite bei den Pairings und ich fürchte mich schon vor dem Guido, der im Litfass für Stimmung sorgt, wenn er Regeldiskussionen führen will. Und der anzweifeln kann, dass Basic Land tatsächlich Mana macht, wenn’s doch gar nicht draufsteht. Oder, dass Sprüche, wenn man sie spielt, auf den Stack gehen. Überhaupt – der Stack. So ein undurchschaubares Etwas.
Aber das ist gar nicht derselbe Guido. Was ein Glück.

Guido entfaltet seine Spielunterlage – und ich versuche mich an die zahlreichen Captain America zu erinnern, die ich im Vorfeld gescoutet hatte. Und immer fiel mir die Spielunterlage auf. Einer hat sogar mit dem Lernplan aus der achten Edition gespielt. Krasser Trick. Ich darf beginnen und bekomme nach Mulligan den Aggro-Start, Guido legt doppel-Island und sonst nichts mehr und schiebt drei Runden später mit dem Kommentar „das hat doch keinen Sinn mehr“ zusammen.
Hm. Ich boarde mal zwei schwarze Leylines und den vierten Necroplasm rein (gegen Firemane Angel, Phoenix und Counterspells, raus ging eine Jitte, ein Hit und ein Hammer).
Im zweiten Spiel (wieder Mulligan da 0-Lander, das nervt langsam) starte ich mit Leyline im Spiel und bekomme zu wenig Länder und er stabilisiert sich über Court Hussar und Azorius Guildmage (den ich mit zwei Frostlings abschiessen muss). Fünf Angriffe des Hussars später tappt Guido sich für Meloku aus, und ich kann jetzt noch den Mountain für das Hit ziehen – schaffe es nicht und schiebe zusammen.
Drittes Spiel, wieder Mulligan. Aber diesmal ein spannenderes Spiel. Einen Hussar entsorge ich über Hit und kann etwas Schaden durchbringen und Guido auf 3 hauen, aber er stabilisiert über Faith’s Fetters auf die inzwischen gespielte Leyline (geschickt, das umgeht selbst Wrecking Ball auf mein eigenes Land). Ein weiteres Fetters kümmert sich um den Rakdos Guildmage, dann spielt er weitere Court Hussaren und zieht (wie er mir nachher erzählt) in Spell Snare und Windreaver, die ich auch jeweils zu sehen bekomme. Zum Glück muss er dabei die Azorius Guildmages, die mein Deck absolut auseinandernehmen würden, wieder drunter packen. Irgendwann in diesem Spiel wird mir auch erst bewusst, dass er UW Control ohne Rot spielt, so dass meine Leylines ihn gar nicht behindern. Ich ziehe den Demonfire erst, als er schon wieder bei 11 Leben ist und versaue eine Spielsituation, in der ich Windreaver mit diesem killen könnte – aber ich war ohnehin auf 1 Life und er hatte einen Husaren mehr, als ich blocken konnte. Dieses UW Control…
2-3 (5-7)

Letztendlich war ich dann zu „Schulschluß“ so 40ster von ca. 56 Standardspielern die nicht zwischendurch blau machen gegangen sind und konnte nach dem Trostpreisbooster noch den Sonntagsfahrern hinterherzuckeln. Mit dem Gefühl, dass auch dieses Deck nicht so konsistent läuft.

Spielt keine dreifarbigen Decks…

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