Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Sind wir nicht alle ein bisschen Oona?

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Mitte April, ziemlich genau sogar, und ich blicke zurück auf vielleicht fünf Tage in diesem Jahr, in denen ich Magic gespielt habe. Hm, das ist nicht viel, das haben wir zeitweise mal innerhalb einer Woche geschafft. Vielleicht waren es auch acht, man weiss es doch genau.

Heute schreibe ich euch was über Blitzhellion, über die Casual-Runde im Phoenixhort, über einen verkorksten Draft und natürlich über die Maus und den Elefanten.

Worüber ich nicht schreibe ist das c&d (mit d > a | c = d = M) für mtg-league (derflippi), wobei diese Information richtungsweisend für eins meiner angedachten Projekte ist. Aber dazu zu gegebener Zeit vielleicht mehr.

Ach, ich glaube ich bin verliebt. Diese Blitzhellion sieht schon nach einer vernünftigen Karte aus und erinnert mich an Giant Solifuge. Das grösste Problem könnte sein, dass die Raupe (alles ab Crater Hellion ist eine Raupe, was Hellion heisst. Sorry!) ein Mana zu teuer ist, auch wenn die Werte natürlich genau richtig gross sind, um alles umzunieten und dann noch zu überleben, oder zu sterben und den 2:1-Tausch gemacht zu haben.

Grösseres, aber nicht grösstes Problem: wieder die Manakosten. In einer Zeit der Mehrfarbigkeit fällt es nicht so auf, aber irgendwann verschwinden die Vivid-Lands aus den Decks, und in den Aggrodecks werden sie vielleicht nicht erst aufgetaucht gewesen sein, und dann werden wir sehen wie schwer RG zu spielen ist. Solifuge war es egal, wie man sie bezahlt. Wir brauchen mehr grüne Kreaturen mit Haste. Bitte schön: Hase mit Haste, aber Hellion ist dann wieder RG. Danke schön aus der MonoG-Ecke dafür, und zurück zum Thema.

Kommt das Gruul-Aggrodeck zurück, mit der neuen Rumbling Slum, die Blitzhellion uncounterbar machen wird? Klar rennt der Slum immer wieder vor die gleiche blöde 1/6-Wand, aber es ist nun nicht so, dass man nicht noch Volcanic Fallout (zu gerne mit „u“ geschrieben – also noch mehr „u“ als man zum Countern brauchen würde, wenn es denn ginge, aber es schreibt sich mit „o“. „O“ wie „o.O!“) oder weitere uncounterbare Burnsprüche spielen könnte. Wir hätten dann gerne noch eine Serie Duals, oh vielleicht aus M10, mit denen man das Deck soweit spielbar machen kann, dass in der zweiten Runde sicher R und G zur Verfügung stehen und in der dritten RR1, dann kann man loslegen.

Phoenixhort
Letzten Donnerstag habe ich mir frei genommen, also nach der Arbeit. Ich nahm mir quasi frei von Renovierung und Umzug, wobei Umzug erst kommen wird, wenn die Renovierung abgeschlossen ist. Die vier Tage zuvor spachtelte ich weltmeisterlich die Wände, immer und immer wieder gespachtelt, abgeschliffen, dann wieder gespachtelt, wieder abgeschliffen. Für die Vinyltapeten soll man einen komplett planen Untergrund schaffen und ich wette, meine Wände hätte man auch einfach nur streichen brauchen, das hätte auch toll ausgesehen. Beim Tapezieren (wir begannen am Freitag damit) fanden wir dann prompt auch noch ein oder zwei ungespachtelte Stellen. Toll. Nicht, dass man Tage darauf aufbringt, die Stellen alle zu finden. Irgendwas übersieht man aber auch immer.

In Essen-Werden (Essence Warden for you freaks out there) ist auch gerade eine Baustelle. Die Verkehrsführung ist ohnehin schwierig, was vielleicht auch daran liegt, dass die Planer beim Bau der Stadt einfach nicht an Autos gedacht hatten. Schon ein paar Jahrhunderte später und schon steht man im Stau. So schnell ändert sich das. Also liess ich das Auto nach längerem Stop & Go an der Hauptstrasse stehen und lief zum Phoenixhort. Dort sah ich eine angenehme Zahl von Spielern.

Zunächst guckte ich Marc O. aus E. zu, der mit seinem neuen Highlander angetreten war, allerdings auch kein anderes Deck dabei hatte. Ich zählte schnell ab, ob ich mit meinen elf Decks eine Ausnahme war, aber mein rechter Nachbar brachte es auf achtzehn Decks. Noch einmal Glück gehabt, ich bin also nicht der einzige. Früher, also ganz früher, gab es mal „Mr. Suitcase“. Der wurde so genannt, weil er seine Karten in einem Koffer transportieren musste, weil er so viele hatte. Inzwischen sind wir alle Mr. Suitcases und Koffer ist keine ungewöhnliche Transportart mehr.

Sackkarre schon…

Aber das wird sich geben.

Nach ein paar Hinweisen zum Spiel gegen Julians Pauper-Deck (wie gut Sword of Light and Shadow aber auch gegen schwarz-weisse Verzauberungen ist. Warum wird da eigentlich kein Unmake gespielt, Julian?!) riss der Meister des „O“ und des „E“ es unter entsprechenden Anfeuerrufen meinerseits noch herum. Die Rufe sind hinzugedichtet, der Rest stimmt.

Wir zockten noch bis in die Nacht hinein, und als Ingo noch hinzukam wurde noch ein lustiger Pentagramm-Abend daraus, an dem irgendwann, als Ingos Scion of Oona, die ich geklaut hatte und die Ingo wiederhaben wollte und darum die Rubinia Soulsinger mit irgendeinem Removal anzielte, als eben diese Scion von Julian mittels Mirrorweave vervielfältigt wurde, da kam die Frage auf: „Sind wir nicht alle ein bisschen Oona?“

Am Freitag sollte ich den Casual-Abend bei Hippy verpassen, denn man musste ja diese Tapeten endlich mal an die Wand bringen. Ohne Kleisterrolle und Moosgummirolle (wohl aber mit einem konischen Kantenroller) ausgestattet, verschoben wir diese Aktion auf Samstag, nach dem Baumarktbesuch. Ich weiss gar nicht mehr genau, was wir am Freitag gemacht haben, aber es war bestimmt irgendwas schmutziges. Bestimmt noch mal schleifen und verputzen…

Mit genug Muskelkater ging es am Montag dann um die Wurst. Vier Tage lang haben wir gegrillt, es war ja herrliches Wetter an Ostern. Immer wieder den Grill angeworfen und nach dem Renovieren noch ein paar Würstchen draufgeschmissen. Montag ging mir das ein bisschen auf den Keks und ich wollte was anderes essen – womit kommt der Danny da an? Mit Würstchen. Ohje.

Aber darum ging es ja nicht. Jörg hatte zu einem AAC-Draft eingeladen, vielleicht mein zweiter, wenn ich das richtig nachvollziehe. Ich freute mich die Leute alle wiederzusehen, auch wenn ich mich vor Muskelkater kaum rühren konnte.

Wir öffneten in zwei Sechser-Pods die ersten Booster, nachdem der Plan, auf Kiri und Orti zu warten, nach einer halben Stunde in ein Nicht-Erscheinen der Genannten überging (es war mehr ein fliessender Übergang). Mein erster Pick drehte sich um Mycoloth oder Sanctum Gargoyle aus einem Booster, der noch Naya Battlemage und Wild Nacatl aufwies. Kurz überlegte ich daran, den Gargoyle als einzige weisse Option zu nehmen, griff dann aber doch beherzt zur Bombe. Diese Farbe bestätigte sich nach einem Jund-Trial-Land mit einem Algae Gharial aus einem ansonsten nicht so guten Booster. Einige grüne Karten folgten noch und ich mischte fleissig mit schwarz, aber ein richtiges Deck ergab sich nach dem ersten Booster noch nicht. Im zweiten füllte ich dann mehr und mehr rote Karten in meinen Pool, da die grünen und schwarzen Karten doch recht leer waren.
Insgesamt sträubte ich mich gegen einen Farbwechsel, als ich irgendwann mal mehr weisse und blaue Karten zu Gesicht bekam, und auch ein Tower Gargoyle im X. Pick stimmte mich nicht um. Vielleicht sollte ich meinen Plan flexibler gestalten, denn schliesslich hatte ich ein Deck, dass ich nicht einmal mehr in meine Datenbank gefüttert habe. Es war so abgrundtief schlecht.

Beim Picken verwechselte ich Jund und Grixis, hatte dann zuwenig blau und auch kaum Manafixing um es zu integrieren (dafür einige Naya-Optionen) und hatte Bant Charm und Grixis Charm, konnte sie aber nicht so recht spielen. Die Zahl der einfarbigen Karten war hoch und zwei Shore Snapper schafften es noch ins Maindeck, dessen Removalanteil sich mit Skeletonize für ein Jund-Deck in Grenzen hielt.
In der ersten Runde spielte ich gegen Heiko, den ich auf ein Leben bringen konnte, aber eben nicht auf null. Zwar hatte ich Shore Snapper gegen seine Islands, aber halt kein Island. Er cycelte sogar noch den „gain 8 life“-Instant und ich brachte diesen letzten Lebenspunkt nicht weg. Im zweiten Spiel legt er den 4/4-Flieger mit Mortify und ich habe drei Kreaturen (eine davon Gharial) und ziehe nur noch Land nach und ach ich habe auch gar keinen Bock mehr drauf. Gedroppt und ab nach Hause. Hätte ich mal ein paar Decks eingepackt.

Acht meiner Casualdecks habe ich mit ihrem aktuellen Stand eingetragen und über das Wochenende, als ich abends fix und alle war, vor dem Fernseher neue gebaut, die noch nicht drinstehen. Letztere werden heute abend im Litfass getestet, mit dabei: das UW-Deck, dass ich immer mal wieder bauen wollte, das aber vermutlich zu wenig Wraths hat um zu bestehen. Dann noch ein UG-Deck mit Seedborn Muse, Vedalken Orrery, Wake Thresher, Mana Plasm und Fallowsage in einer 60-Karten-Version. Ziemlich eng, dieses Deck und noch ein paar Änderungen an anderen Decks.

Als Beispiel will ich mal das Bloodbond-March-Deck herausgreifen.

Änderungen sind nur noch marginal zur letzten Version. Die Elfish Visionary habe ich gegen bessere Karten ausgetauscht. Allerdings nicht Wall of Blossom sondern Multani’s Acolyte. Die sind so viel besser. Zum einen haben sie 2 Power und können angreifen und dieses Echo ist eine hervorragende Fähigkeit um mehr Karten zu ziehen. Man zahlt Echo nicht, nimmt sich einen davon mit Oath of Ghouls auf die Hand und legt ihn unter Bloodbond March wieder aus um die Brüder ins Spiel zu holen und jede Menge Karten zu ziehen. So schon im Phoenixhort praktiziert, das funktioniert.

Die anderen Änderungen betreffen Karten, die ich nicht so häufig spielen will. Crime/Punishment und Greater Good sind zu oft drin, daher kamen sie jeweils einmal raus. Greater Good ist zwar eine gute Karte um die Kreaturen wieder in den Friedhof zu bekommen, aber so oft brauche ich sie nicht. Durch die Acolyten und die Tribe Elder habe ich noch Kreaturen mit eingebautem Sac-Effekt (und auch mit eingebautem Card Draw) so dass sie etwas klobig wirkt. Ich versuche es an deren Stelle mit Locket of Yesterdays die mir zufällig in die Finger fiel. Eigentlich eine Karte die wie gemacht ist für die Interaktion mit Mesmeric Orb. An den Gravedigger-Varianten störten mich immer die farblosen Mana in den Spruchkosten, damit kann man sie deutlich verbilligen. Werde das testen. Ausserdem hat sich eine Tormod’s Crypt reingeschummelt, damit man Gegner auch mal „out of cards“ gehen lassen kann. Das Drunterlegen durch die Loaming Shamans bringt auf Dauer ja auch nichts. Eine sollte aber reichen, denn das kommt nur im Ausnahmefall vor.

An und für sich ist das Deck aber jetzt fertig. Wenn nur noch sechs Karten ausgetauscht werden und der Rest jetzt rund läuft (immerhin hat es das am Donnerstag schon gezeigt, dass es auch mit nur fünf Ländern ordentlich lief, trotz vier Extrakarten pro Runde, zwei Oaths und einem Orb) dann kann ich mich jetzt einem anderen Deck zuwenden.

Da wäre beispielsweise dieses Drachendeck, dass von fünffarbig nun auf die Jund-Farben beschränkt wurde. Das könnte das nächste Deck sein, dass ich längere Zeit betrachte. Bei der Decküberarbeitung ist mir eins aufgefallen: viele der Decks, die in den „erfolgreich“-Status übergehen, im Gegensatz zu denen, die in den „aufzulösen“-Status verfallen, haben einen ausgeprägten unteren Manabereich. Viele 2- oder 3-Drops, Manabeschleunigung, Carddraw, Enchantment- und Artefakt-Removal. Das sind die Leitlinien für erfolgreiche Casualdecks. Was man heute hören sollte? III – Odyssey of the Mind

4 Kommentare

  1. SilverBullet meint:

    Du kannst eine Kreatur, für die du kein Echo bezahlst nicht im gleichen Zug mit Oath of Ghouls auf die Hand nehmen. Beides triggert zu Beginn der Upkeep, da musst du schon das Ziel des Oath ansagen, immer vorausgesetzt, du hast in dem Moment schon ausreichend Männer im Friedhof. Wenn du erst mit den Echo-Männern mehr Kreaturen im Graveyard hast als ein anderer Spieler, triggert der Oath erst gar nicht.

    Irgendwie hab ich das Gefühl als wüsstest du das und hab den Text einfach nicht verstanden, aber die Passage mit den 4 Extrakarten machte mich dann doch stutzig.

    Im Zweifel bitte verbessern, ansonsten sorry fürs Klugscheißen.

  2. atog28 meint:

    Na also. Ohne Kommentar hättet ihr hier wochenlang keinen neuen Eintrag bekommen. Geht doch!

    Nein, das ist gar nicht „klugscheissen“, das ist vollkommen legitim, und in diesem Fall hilft es mir ja auch.

    Das intervening-if kenn‘ ich, aber das ist nie das Problem, man hat ja immer die meisten Kreaturen im Friedhof. Das Oath aber targeted, ist mir durchgegangen. Oops, da habe ich die Leute ja gut beschisssen… Also Marc, Ingo, ich sach‘ dann mal sorry. Nach dem Kartentext sieht es so aus als würde das nicht anzielen.

    Am Ende muss ich doch was mit diesem Recover-Raise Dead aus Coldsnap machen, um den Effekt zu bekommen… weiss jemand sonst noch eine Alternative?

  3. EvilBernd meint:

    Zock halt den anderen (besseren) alten Mann – Yavimaya Elder.

    Dann fehlen dem Deck noch random Vineyard-Effekte 😉

    Meines Erachtens stinkt die Desecrator Hag ungemein gegen den Gravedigger (o.ä.) ab. Der hat weniger Restriktionen und die Hag sonst keine mir erkennbare Interaktion. Okay, wenn du die Loaming Shamans zB gegen die B/G Liege austauschen würdest, um dem Deck ein wenig mehr Vorwärtsdrang aufzudrängen, können wir gerne wieder über die Hag reden.

  4. atog28 meint:

    Eure Vorschläge in allen Ehren, aber das wird mir zu manaintensiv. Der Elder hat im Lategame eindeutige Vorzüge, aber für vier Elder immer wieder Mana zu zahlen, bindet zu viel.

    Die Hag ist auch nicht so optimal und man tendiert gerne zum Gravedigger. Ich fühle mich mit ihr auch nicht unbedingt wohl. Vielleicht passiert da noch was – sicherlich der fragwürdigste Slot. Klingt komisch, aber die Hybrid-Kosten waren der ausschlaggebende Punkt für die Karte.

    Loaming Shaman kommt offensichtlich nicht aus dem Deck – das ist eine der Keycards. Da würd‘ ich eher die Hag rausnehmen.

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