Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Spänish Eis

atog28

Na klar, eine Eisdiele auf Mallorca. Immer wieder mitfahren, jetzt noch einsteigen, es geht rund und, und, und Und jetzt eine Runde rückwärts ärts, ärts, ärts

Dass ich ein riesiges grünes Highlander gebaut habe, hatte ich glaube ich schon irgendwann mal erwähnt. Eigentlicher Auslöser war ein Artikel von Abe über sein 350, ein Deck mit 350 Karten, aber so viele werden auch schon unhandlich. Dennoch wollte ich mal wieder, auch um mich Ingos Decks etwas anzunähern, so ein Monster (Wiki) haben. Die oben verlinkte Deckliste ist schon nicht mehr aktuell, da ich noch ein Deck gleicher Hüllen auflösen konnte, um noch mehr Hüllen und damit noch mehr Karten spielen zu können (etwa 231 Karten).

Da bereits grosser und kleiner Tisch mit schätzungsweise einem Vierer und einem Sechser belegt waren, gingen wir aus dem Raucherraum in den grösseren Gastraum des Sailor’s Pub. Am Tisch vor dem Fenster lässt es sich zumindest wenn man sich gegen die Wand lehnen kann auch auf den Barhockern gut aushalten. Von den Spielen habe ich mal wieder keine Notizen gemacht (da die Tische was kleiner sind, wäre das auch schwieriger) und darum erinnere ich mich nur oscarbruchstückhaft an die Plays.

***

Zuvor nehme ich aber den heutigen Artikel von Tom LaPille auf, um noch etwas zu den Karten zu kommentieren, die er betrachtet.

Assault Griffin
Hier musste ich lachen. Die Analogie zu Snapping Drake und Jagwasp Swarm ist mir bisher nicht aufgefallen. Timeshifted Borders wären aber komisch gewesen. So ist es schon ok.

Serra Ascendant
Mich erstaunt, dass er kein Problem mit der Karte hat, ausser, dass da jemand Soul Warden und Essen-Werden einsetzt. Oh wie schrecklich, so war das doch gedacht. Nicht gedacht war aber wohl, dass man kurz zuvor (im April 2010) die 2HG-Regel der Lebenspunkteermittlung so änderte, dass die Lebenspunkte des Teams nun auch die jeden Spielers sind (ich berichtete). Dies hat zur Folge, dass ein in der ersten Runde gespielter Serra Ascendant eine 6/6 Flying Lifelink Kreatur ist. Für W. Wem das nicht unfair genug ist, kann ja mal überlegen, was man dagegen tun kann. Ausser Path to Exile oder Innocent Blood gibt es kaum wirkliches Removal. Mit Rot kann man dem Spieler zwar drei Schaden schiessen? Dann kann man aber noch einen Lightning Bolt brauchen, um den Ascendant abzurüsten.
Vom Szenario, dass man noch zwei davon nachlegt, gehen wir gar nicht erst aus.

Für 2HG (und EDH und Emperor) ist die Karte nicht mehr nur porno sondern wirklich imba. Da nutzen auch mehr Spieler in diesen Formaten nichts, das ist genauso daneben wie Erayo, Soratami Ascendant. Bisher kam es noch nicht vor, aber in unserer Gruppe ist Serra Ascendant aus diesem Grund auch:

Banned.

…and I’m not sure that I could have asked for a better outcome for this card.

Frost Titan
Es hilft alles hochloben nichts, auch wenn die Karte ab und zu mal ein Spiel gewinnt – sie ist schrecklich wie die Nacht. Es wundert, dass es kaum Sleep in Turnierdecks gibt, da im Lorwyn-Zeitalter diese Funktion von Cryptic Command als Finisher genutzt wurde. Nur gibt es eben keine Aggrocontrol-Decks in Blau wie das mit Feen der Fall war. Sonst wären Sleep oder Frost Titan bestimmt irgendwie borderline playable. So… nicht so sehr.
Für Standard fehlt die Evasion (was getappt halten ist eben keine Siegbedingung), im Casual nimmt man lieber Rimefeather Owl und Rimescale Dragon – jedenfalls regen sie mehr zu einer Deckinspiration an als ein Frost Titan. Nun ja, thematisch passend ist das irgendwie alles (warum ist Frost Titan noch mal keine Snow Creature? Das hätte einiges gerettet!).
Auch mit einer ganz normalen Seeschlange würde man in einem Tap-Out-Deck Erfolge feiern. Eine Mythic Rare braucht es dazu nicht. Aber das kann man auf der Heimseite der Mythic-Liebhaber wohl nicht erwarten zu lesen.

Dark Tutelage

I find it rather delightful how much worse this effect is when you take it off of an efficient creature and put it onto an enchantment.

I find it rather delightful how much worse this effect is when you take it off of an efficient creature and make it cost one more mana.

***

Verlassen wir dieses Thema, und damit zurück zu meinem neuen grünen Highlander (hier in der aktuellen Version als Mega-Highlander). Bereits in der knapp 231 Karten starken Version, für die das Phytohydra-Deck und das von Abe nachgebaute Bounce-Deck ihre Hüllen opfern mussten, schlug es sich gut. Inzwischen fand ich noch ein Legacy-Affinity-Deck mit den Hüllen, die natürlich auch direkt beschlagnahmt wurden, so dass das Deck nun höher ist als eine grosse Cola. Vermutlich kürze ich es aber wieder etwas ein, um die Handhabung und Standfestigkeit zu verbessern. Die Automobilhersteller regeln auch bei 250 ab.

Da das Deck abwechslungsreich genug ist, spielte ich die ersten sechs Spiele mit demselben Deck. Inzwischen hat es sich eingespielt, dass wir die Decks nach jedem Spiel tauschen, was dazu führt, dass man Decks mit unterschiedlichem Plan und „Härtegrad“ kombiniert. Insofern war das schon ein kleiner Affrond, immer wieder dasselbe Deck zu nehmen. Aber ich sass in der Ecke und kam nicht gut an meine Karten, ausserdem ist es abgesehen von der Farbe auch nicht vorhersagbar.

In einem Spiel hatte ich einen Brawn und Wildheart Invoker auf dem Tisch, quasi die Trample-Ecke, und equippte Loxodon Warhammer unter Ignorierung von zu vielen gezogenen Ländern auf den Brawn. Überhaupt ist man mit grösseren Decks eher screwed oder flooded als mit kleineren, obwohl mir nicht einfallen will, wie man das statistisch begründen will – eher müsste sich ein Durchschnitt einstellen. Aber die Varianz, die Varianz…

Jedenfalls brachten ein 6/3 (doppel-)Trampler und ein 4/3er genügend Druck gegen potentielle 4-Toughness-Blocker auf. Und Brawn wollten sie nicht in meinem Friedhof sehen, obwohl er so nicht mehr machte als etwa ein War Mammoth, nur dass dieses wohl eher totgeblockt worden wäre. Wir gewannen das Spiel durch plötzlichen Groundbreaker der kurz vor Stabilisierung den letzten Schaden durchdrückte.

In einem anderen Spiel baute Christian mit den neuen Knight-Lords eine Horde unzerstörbarer, 6/6 oder 5/5 Double-Strikender Ritter auf, die 54 Schaden im Angriff verursachten. Ingo blockte das lässig mit vier Saproling-Token, die pro Runde aus seinen Fugus-Kreaturen erzeugt wurden, und Tom hatte längst seine Artefakte unzerstörbar gemacht und stellte eine zufällige Artefaktkreatur zum Block ab. Es war eines der Spiele, in denen ich screwed war und zehn Karten kein Land waren (die ich aber dank Magus of the Library doppelt so schnell ziehen konnte. Wenn ich auf vier Mana gekommen wäre, hätte schon der Anfang dieses Spiels mehr Dynamik, sprich mehr Beef, bekommen. Aber Magic ist kein Konjunktiv. Wir griffen jede Runde für 50+ Schaden an, im Upkeep bekamen die anderen erst fünf, dann zehn, dann vierundzwanzig Leben dazu (dank mehrerer Upkeeps am Ende) und dann kam auch noch ein Platin Engel dazu. Unzerstörbarerweise. Ich hatte mich inzwischen so weit aus dem Screw gerettet, dass ich es hinbekam, eine Wistful Selkie zu legen um damit ein Tower Above nachzuziehen. Kurzer Check, ob das tatsächlich Wither gibt, und dann damit auf einen der Ritter den Platin Engel zum Block gezwungen. Zwar war dieser Angriff nicht so erfolgreich, weil Ingo das Armored Ascension, dass sich kurz zuvor noch auf diesem Ritter befand und diesen auf 13/13 pumpte, per Wear Away entfernte, aber der Engel war hin.

Einige Runden später sammelten sich zusätzliche Saprolinge an und Ingo hatte keine Lust mehr zu rechnen. „Ach, ich habe keine Lust zu rechnen“ meinte er, nachdem wir bestätigten, 30 Lebenspunkte zu haben und nie angegriffen worden zu sein. Zwei Overruns klatscht er auf den Tisch, dreht alle Kreaturen. „Ich habe auch keine Lust zu rechnen“, begegne ich dem mit einem Fog. Yeah… Fog U!

Gewonnen haben wir das Spiel aber auch nicht mehr. Die Angriffe in den nächsten beiden Zügen waren zu schwarmreich (Darksteel Colossus war dann auch noch da) und Christians Deck meinte, ihm mehr Länder, aber keins der insgesamt vier Rout oder Day of Judgment geben zu müssen, auf die wir eigentlich schon seit mehr als diesen zwei Runden gewartet haben.

Quintessenz dieses Spiels war, dass ich mehr Karten gegen unzerstörbare Artefakte ins Deck gepackt habe. Dabei mag ich Karten, die das nicht einschränkend sagen (Splinter), sondern die dagegen wirken und noch etwas anderes machen. Karn, Silver Golem ist beispielsweise gegen die Landbasis gedacht und Molder Slug ist ebenfalls noch eine Kreatur. Wegen der Kreaturen-Tutoren (inzwischen auch Citanul Flute, auch wenn das Combo oder Bombo ist) sind die ohnehin besser als ein Sorcery. Durch die zahlreichen Trampler ist auch nicht das jeweilige Artefakt das Problem, sondern die grosse Anzahl von Mana, die das Deck generiert und deshalb kam auch noch Mwonvuli Acid-Moss rein, um mehr gegen die Akademie zu haben.

Den Budoka Gardener nahm ich aber wieder raus, weil ich ihn nicht spielen wollte, als ich die Hand voller Länder hatte. Durch das tappen ist er einfach zu langsam und ändert nicht wirklich etwas an der Boardsituation. Das beste, was man mit ihm machen kann, ist einmal warten bis er Summoning Sickness verliert, dann blocken und ein Land ins Spiel legen. Das kann Sakura-Tribe Elder besser, auch wenn man vielleicht, eventuell, mal irgendwann dicke Elemental legen kann. Spielt aber keine Rolle.

4 Kommentare

  1. TheWitchDoc meint:

    Du betrachtest ein Deck mit 231 Karten als Mega Highlander?
    mein aktuellstes Highlander wog um die
    6 Kilo(inklusive Pappdeckboxen und Sleeves)
    (Hab von den grünen KMCs mindestens 4000 Stück und bestimmt schon 500 tote weggeschmissen)
    Aber ist schon wahr, dieses ganze „AAAAAHH ich muss diese zwei coolen Karten cutten die ich aber superdrollig finde und sie unbedingt spielen möchte aber ich muss auf 100 Karten bleiben“ sucked schon.
    Wir haben bei EDH auch erlaubt mehr als 99 Karten zu benutzen. (Meine haben meistens um die 110 :D)

    Naja, die Tage bau ich auch mal wieder was, wird dann gepostet und so 😀

  2. atog28 meint:

    Zunächst noch ein Link, den ich im Sailor’s Pub angesprochen hatte. Facts of Magic – was alles in Magic auf Grund präziser Beobachtungen in der Natur umgesetzt wurde.

    Ich hatte auch mal ein grösseres Highlander, habe jedoch schon bei einer Longbox (1200 Karten) gemerkt, dass es unhandlich und in der Spielqualität keine erfreuliche Qualität mehr aufwies. Rein gefühlt, ohne das nachzumessen, habe ich zu oft nicht die optimale Anzahl von Land gezogen und ich glaube auch, dass dies neben der Statik der limitierende Faktor für ein ‚grosses‘ Deck ist. Deins müsste mit geschätzt 1800 bis 2600 Karten dieselben Merkmale aufweisen. Abgesehen davon sollte man seinen Cube nicht als Deck bezeichnen. 🙂

    Dann beschäftigt mich die Frage weiter und wie oft passiert es eigentlich, dass man nach der Starthand (sieben Karten, zwei Länder) weitere sieben Länder zieht. Wenn man das ausrechnet, hat die Starthand dann einen grösseren Einfluss auf die Berechnung, wenn die Deckgrösse kleiner ist. Hier ein paar Ergebnisse.

    Wahrscheinlichkeiten, nach einer Starthand von 7 Karten (incl. 2 Ländern) weitere sieben Länder zu ziehen.
    40 Karten, 40% Land (16 Länder): 0,08%
    60 Karten, 40% Land (24 Länder): 0,11%
    100 Karten, 40% Land (40 Länder): 0,13%
    200 Karten, 40% Land (80 Länder): 0,15%
    300 Karten, 40% Land (120 Länder): 0,15%
    400 Karten, 40% Land (160 Länder): 0,16%
    …bei den 0,16% Land bleibt es dann, auch wenn man ein Deck aus 1,25 Mio. Karten bauen würde.

    Wie sieht es im umgekehrten Fall aus? Eine Starthand mit vier Ländern und sieben weitere Länder in den nächsten Karten?

    Wahrscheinlichkeiten, nach einer Starthand von 7 Karten (incl. 4 Ländern) weitere sieben Länder zu ziehen.
    40 Karten, 40% Land (16 Länder): 0,02%
    60 Karten, 40% Land (24 Länder): 0,05%
    100 Karten, 40% Land (40 Länder): 0,09%
    200 Karten, 40% Land (80 Länder): 0,12%
    300 Karten, 40% Land (120 Länder): 0,14%
    400 Karten, 40% Land (160 Länder): 0,15%
    …die 0,16% Land werden erst bei ca. 965 Karten erreicht.

    In der Praxis sieht man allerdings bereits bei 100-Karten-Decks die Tendenz, weniger Länder zu spielen als 40%. Ich vermute, dass man diesem Effekt der ungewisseren Starthand Rechnung tragen will. Um in einem 100-Karten-Deck dieselbe „fail“-Wahrscheinlichkeit zu haben wie im 60 Karten-Deck mit 40% Land müsste man, bezogen auf die 4-Land-Starthand, 37% Länder spielen. Bei 200 Karten nur noch 36%, bei 300 und 400 Karten nur noch 35%.

    Dies führt auf die 2-Land-Hand bezogen aber zu schlechteren Ergebnissen (die damit ja auch wahrscheinlicher wird, wenn man sie nicht als gegeben ansieht). Für dieselbe Wahrscheinlichkeit des ersten Falls wie bei einem 60-Karten-Deck wären bei 100 Karten 39% Land zu spielen, bei 200 Karten zwischen 38 und 39% und bei 300 und 400 Karten 38%. Diese Kurve läuft also flacher als die bei der Starthand mit vier Ländern.

    Leider richtet sich die Anzahl der Länder im Deck nicht nach der Starthand (MaRo: that’s design space!) sondern wird umgekehrt vorher fixiert. Was man für grössere Decks ändern kann ist die Definition, wie die Starthand zusammengestellt wird. Bei den Highlander-Turnieren gibt es hierfür den Spoils-Mulligan, der explizit erlaubt, Land oder nicht-Land-Karten nach Wunsch gegen unbekannte Karten auszutauschen, so dass man auf die Landzusammensetzung Einfluss nehmen kann. Ich bin von dieser Methode nicht überzeugt (zwar schon mathematisch, aber nicht, dass es zu Magic gehört). Der Einfluss des Spoils-Mulligan ist jedenfalls verhältnismässig gross, obwohl es nach einer Kleinigkeit aussieht.

  3. Teardrop meint:

    zzzzzzz.

    Hier is‘ ja mal GAR nix mehr los!

  4. atog28 meint:

    Alle vergrault.

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