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Spiel 2016 – Tag 1

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Kleines Resumeé vom ersten Tag der Spiel für uns. Vorab schon mal eine Neuerung: wir sind nicht mehr jeden Tag auf der Messe, ich verzichte nach den Erfahrungen vom letzten Jahr gerne auf den Stress und daher peilen wir zwei Tage an, eventuell auch zweieinhalb.

Dank Dauerkarte im Vorverkauf (noch Mittwoch nachts von der Merz-Verlagseite ausgedruckt) müssen wir uns nicht in die megalange Schlange anstellen, die um 10.30h an den Kassen bis raus auf den Vorplatz steht. Überhaupt – dass wir um diese Zeit schon da sind, verdanken wir dem ausgeklügelten Plan, früh da sein zu wollen und dann hatte ich noch so lange getrödelt, dass schon am Kreuz Breitscheid 10km Stau bis zur Ausfahrt in Essen angesagt waren. Daher sind wir über Land gefahren und kamen an dem „geheimen“ Parkplatz aus, den wir letztes Jahr schon hatten. Mit zwei Parkscheinen kamen wir mit 2,60EUR und etwa 200m Fussweg ganz gut zur Messe – noch mal werde ich den Ausweichparkplatz in Kettwig nicht mehr benutzen (siehe Spiel2015).

Drinnen war es entsprechend leer, überall konnte man sich frei bewegen. Die Massen standen ja auch noch auf der Autobahn, im Parkplatzchaos, an den Kassen oder in den überfüllten Shuttlebussen. Von aussen war das schon schrecklich zu beobachten (ich mag keine schlecht organisierten Sachen) aber wenn man drin stand war es bestimmt total ätzend.

Auf der Messe haben wir uns mit Manfred und Eric getroffen, wie vorher vereinbart, und ein paar Spiele getestet.

First Class (Hans im Glück)
Claudio erklärt uns die Neuheit von Hans im Glück, die ich vorher auch nicht auf dem Radar hatte. Es gibt, auch dank desselben Autors, einige Ähnlichkeiten zu Russian Railroads. Aber auch zu Sankt Petersburg, denn es ist eigentlich nur ein grosses Kartenspiel bei dem man Karten aus einer gemeinsamen Auslage „kauft“. Aber auch zwei Strecken und Loks und Wagons kommen in beiden Spielen vor und die zwischenzeitlichen Wertungen sind ähnlich.

Wir fanden das etwa einstündige Spiel zu viert ganz kurzweilig, auch die Familie vor uns hatte ihren Spass dran. Zum Kaufen war uns die UVP von 42 EUR zu hoch und auch die Aussicht auf 33 Euro im „Discount“ war vielleicht etwas viel. Insgesamt aber eher eine Empfehlung.

Railroad Revolution
Bei What’s your game ist die Neuheit auch mit einem alten Thema ausgestattet, wobei ich mich immer noch frage, wo die Revolution in dem Spiel ist – nicht mal in Mexico spielt es thematisch. Ein Spiel mit einem für den Verlag typischen Workerplacement mit Sonderaktionen, wie man es auch von Nippon oder Zhanghuo oder Signiorie kennt, dazu ein paar solide Mechaniken machen ein rundes Spiel, bei dem uns der Funke aber gefehlt hat. Man platziert Arbeiter, kauft Loks und baut sein Schienennetz aus – wenn man sowas spielen will gibt es eben schon so viele Vertreter, man kann es gar nicht irgendwo einsortieren. Eigentlich könnte man auch Transamerika mit Workerplacement spielen, habe ich mir zwischendurch gedacht.

Wir haben vorzeitig abgebrochen, da die Messe um 19 Uhr schliesst, und ich habe eine grundsätzliche Regel nicht verstanden und darum fehlerhaft gespielt, ansonsten würde ich mich nicht wehren, wenn es auf den Tisch kommt, aber es springt nicht so hoch wie erwartet. Trotz des Namens keine Revolution – eher eine Evolution. Der Spruch ist auch so ausgelutscht wie das Eisenbahnthema. Für Fans des Verlags aber ein schöner Vertreter der eingesetzten Mechaniken.

Great Western Trail
Erst zu Hause ausprobiert, weil Michael von eggert uns beim (vergeblichen) Warten auf einen Demotisch anbot, das Spiel mitnehmen und gegebenenfalls umtauschen zu können, würde es uns nicht gefallen. Jetzt sind wir gerade fertig mit dem Spiel und ich bin echt begeistert. Das ist für mich das Spiel für den Deutschen Spielepreis 2017. Die Mechanik, dass man sich die Hand bei einem Deckbuilder so optimiert um bei der eigenen Wertung möglichst viele Punkte (oder auch nicht so viele) zu bekommen, fühlt sich neu und erfrischend an. Zusätzlich muss man sein Deck auf die Auftragskarten ausrichten und sich so in etwa merken, was man im Deck hat. Dazu gibt es ein interaktives Element auf dem Spielbrett, bei dem sich durch eine sich entwickelnde Stadt das Spiel nach und nach aufbaut. Es gibt so viele interessante Kleinigkeiten, die gut ineinander greifen, dass ich momentan wegen Zeitnot (bin müde) nicht alles aufzähle.

Wenn wir das morgen umtauschen, dann wegen des Westernthemas… 😛

Verpasst
Nicht bekommen habe ich „Favor of the Pharaoh“, wir haben zwar zweimal Spiele zum Auto gebracht, aber ich habe vergessen, das noch schnell für 30 EUR mitzunehmen. Letzes Jahr sollte das Spiel mit den etwa 30 Würfeln noch 50 Euro kosten. Es ist grundsätzlich eine Neuauflage von „Um Krone und Kragen“ (und auch vom gleichen Autor). Beim späteren Vorbeigehen war es dann leider schon ausverkauft.

Kolonisten
Wir haben auch noch Kolonisten (Lookout Games) angesteuert. Das Workerplacement (oder -displacement) Spiel mit dem Geschmack einer PC-Aufbausimulation wie die Anno-Serie ist ein richtiger Brocken und 60+ Euro werden dafür aufgerufen. Einigen ist das nicht zu viel für einen Blindkauf, aber dass an dem gemeinsamen Stand von Mayfair und Lookout nur ein einziger Tisch für diese gewichtige Neuheit eingeplant wird, deren Spielzeit auch eher lang ist, das kann man nur noch einen Marketing-Flop nennen.

Hasbro
Apropos Flops: Habro macht bestimmt eine Menge guter Spiele (bei der Subdivision Wizards of the Coast fällt mir auch spontan eins ein), aber auf ihrer ausreichend grossen Standfläche präsentieren sie neben den Neuheiten der europäischen Konkurrenz ernsthaft: Risiko, Monopoly und Looping Louie. Was soll sowas? Jeder, auch nicht-Spieler, kennt Monopoly und Risiko. Selbst wenn es dafür ein Indiana-Jones-Thema oder das neue Risiko: Spongebob (Bikini Buttons Conflict) gibt – wer will das ausprobieren? Diese Spiele verkaufen sich sowieso (das ist komisch, aber einige kaufen auch jetzt noch Monopoly). Ganz grosser Facepalm.

Insgesamt war der Tag erstaunlich ruhig und eher ein leerer Tag, nur ganz selten war in den Gängen ein Geschiebe angesagt. Auch wenn die Spieltische eigentlich immer vollständig belegt waren bei den interessanteren Neuheiten (sorry, Hasbro…) konnten wir auf die ausgewählten Testspiele mit einiger Wartezeit am Tisch reagieren.

Kleiner Trend scheinen ja die „Exit“-Spiele zu sein. Man kennt sie von den Organisatoren der entsprechenden Gruppenspiele in den Großstädten und das soll es jetzt auch für zu Hause geben. Witziges Detail, dass bei den Legacy-Spielen, die auf 12 und mehr Spiele ausgelegt, aber auch reduziert sind, immer das Argument der finiten Spieleanzahl gebracht wird, aber bei den Rätseln (bzw. Puzzlen), die auch nach einmaligem Lösen ihren Reiz verlieren, noch keiner darauf gekommen ist. Jedenfalls kam man bei den meisten Spielen eher schwierig an einen Tisch – und bei den Exit-Spielen kamen die Spieler nur schwer wieder weg. 🙂

Dies war am Abend unsere Ausbeute:

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  • die deutschsprachigen Neuheiten von 2F-Spiele (also ohne kölschen Dialekt) für 46 EUR: Fabelsaft, Funkenschlag Kartenspiel und Futschikato, sowie die Promo für Funkenschlag und der Monstermaler-Block.
  • Concordia-Erweiterung (Gallia und Corsica) sowie die Minierweiterung – Memo to self: noch die Navegador-Erweiterung in die richtige Schachtel umpacken. Ich glaube 15 EUR.
  • Russian Railroads: Erweiterung American Railroads (15 EUR)
  • Red 7 – ein Kartenspiel dass es jetzt als Neuauflage gibt und das in USA gehypt wurde – habe ich gehört. Fast hätte ich die Nummer von dem Mädel bekommen, dass es gedemot hat, aber sie wollte mir keine nächtlichen Regelfragen beantworten…. 😉 10 EUR
  • Great Western Trail bei Eggert mitbenommen für 38 EUR, weil wir keinen Demotisch bekommen haben
  • Pandemic Legacy (40 EUR), Roll for the Galaxy (dt, 39 EUR), Design Town (8 EUR) – insgesamt mit 10% Rabatt
  • West of Africa Erweiterung bei ADC Blackfire (nicht abgebildet)
  • 4 Pakete Magic-Hüllen (neue Dragon Shield Farben) für 20 Euro bei Games-Island und zehn Deckboxen für 30 Euro bei Ultimate Guard abgenommen

Also 239,90 Euro ausgegeben, das geht ja eigentlich. 🙂

2 Kommentare

  1. Jashin meint:

    Pandemic Legacy ist awesome.
    Habe letztens mit meiner festen Gruppe eindlich den letzten Monat beendet – hat uns seit letzes Silvester immer mal wieder beschäftigt. Ganz große Klasse!

  2. KMB meint:

    Um deinen Blog hier nicht nur als Notizfeld für meine Mail-Adresse zu missbrauchen: Wo sind Tage 2 – 4??

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