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Variante mit dem Frank

atog28

Schon in Fünfzehn Würstchen habe ich davon geschrieben, dass immer nur Pentagramm in den Fünferrunden auch langweilig werden kann und meist politisch getriebene Aktionen die Freude an der Variante „Pentagramm“ trüben können. Welche Alternativen gibt es, wenn man zu fünft spielen will – abseits von Free-for-all oder Chaos?

Abseits vom Auswürfeln oder das mit dem Guido, alles Versionen die in „Fünfzehn Würstchen“ näher erklärt sind, hat sich Hippy nun eine neue Version ausgedacht. Nach zwei Testrunden, von denen die zweite sehr lange dauerte, will ich berichten und die noch neue Variante zur weiteren Verfeinerung vorstellen.

Variante mit dem Frank

Angelehnt an die Variante mit dem Guido (ihr wisst schon: er spielt jede Runde Kodama’s Reach) habe ich mich für den Namen „Variante mit dem Frank“ entschieden. Jedes Kind braucht einen Namen und Hippys Entwicklungsname „Hellraiser“ mit entsprechenden Filmreferenzen halte ich nicht für angemessen. Das Spiel ist PG 13+ und man würde etwas gravierend horrifizierendes erwarten, was es einfach nicht ist. Die Variante ist „in need of a better name“ aber bis dahin ist es für mich eben die Variante mit dem Frank. Dafür brauchen wir diese handgemalte Skizze.

Legende:

schwarze Kringel: Spieler

rote Kringel: Franks

rosa Kringel: Franks Armee

Für diese Variante gelten folgende zusätzliche Regeln:

  1. Die Variante mit dem Frank hat zwei Phasen. Eine Phase, in der sich die Gruppen bilden und eine Endspielphase. In der Endspielphase spielen zwei Spieler gemeinsam gegen drei Spieler.
  2. „Frank“ sollte durch einen anderen Begriff ausgetauscht werden, wenn ein Spieler Frank heisst, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

    Startphase

  3. Jeder Spieler hat einen eigenen Avatar. Der Avatar heisst Frank.
    Es kann auch jeder Spieler einen unterschiedlichen Avatar haben.

  4. Frank hat 10 Lebenspunkte. Die Startlebenspunktzahl jedes Spielers ist 10.
    Wir haben es mit 20 versucht, aber die Spiele werden tendentiell zu lang.

  5. Zu Beginn sind alle Spieler nur Spieler („Player“). Spieler sind gegenseitig keine Gegner („Opponents“). Der Avatar jedes Spielers (sein Frank) ist der Gegner („Opponent“) des jeweiligen Spielers.
    Die anderen Spieler sind in der Startphase noch keine Gegner, können aber mit Sprüchen und Fähigkeiten angezielt werden, die auf Spieler zielen können. Es kann sein, dass in der Startphase alle Spieler hexproof haben müssen – das ist noch zu testen.

  6. Solange ein Spieler noch seinen Frank hat, kann er nur seinen Frank angreifen. Sprüche und Fähigkeiten, die einen Gegner als Ziel haben, kann ein Spieler [nur] auf seinen Frank spielen, bis die Endspielphase begonnen hat.
    Mühl- und Discarddecks können entsprechende Sprüche und Fähigkeiten auf Frank spielen, da Frank kein Deck und keine Handkarten hat, wird das aber keinen Effekt haben.

  7. Der Startspieler zieht eine Karte und zählt die Runden, wenn er dran ist. Der Startzug ist die erste Runde, wenn er danach wieder an der Reihe ist, ist es die zweite Runde, und so weiter.
  8. Frank beschwört eine Kreatur in der Runde des Spielers, beginnend mit der dritten Runde. Dazu hat er einen Armeestapel mit 12 Kreaturen, die aufsteigende Stärken haben: 0/1, 1/1, 1/2, 2/2 etc. bis 6/6. Diese Kreaturen blocken Angriffe, die der jeweilige Spieler auf Frank durchführt.
    Denkbar sind auch unterschiedliche Avatare mit unterschiedlichen Armeen. Auch auszuprobieren ist ein zufälliger Stapel mit Kreaturen und Sprüchen, von denen Frank jede Runde eine Karte zieht und spielt. Kreaturen, die Frank beschwört, betreten das Spiel und lösen entsprechende Effekte aus.

  9. Frank hat einen Regeltext: „Your creatures have defender, reach and can block creatures with shadow.
    You must block each attacker if able.“
    Frank greift nicht an. Dafür blockt er so viel wie möglich. Wie das genau zu formulieren ist, steht noch nicht fest – er soll jedenfalls sinnvolle Blocks deklarieren und deshalb übernehmen das die Mitspieler.

  10. Wenn ein Frank auf 0 Lebenspunkte reduziert wird, wird dieser Avatar aus dem Spiel genommen. Ausserdem verschwindet eventuell noch seine Armee. Dies löst keine Effekte aus, die auf sterbende Kreaturen oder Spieler auslösen.
  11. Ein Spieler, der keinen Frank mehr hat, gilt als befreit.
  12. Befreite Spieler haben die Franks der anderen Spieler als Gegner, bis die Endspielphase eintritt.
    Andere Spieler sind hier immer noch keine Gegner. Man kann also dann auch fremde Franks angreifen.

  13. Da Franks ihre Armeen nur in Richtung ihrer Spieler aufbauen, lassen sie sich von hinten angreifen, ohne dass ihre Armee dazwischen gehen kann.
    Franks machen quasi fünf Duelle mit den jeweiligen Spielern

  14. Wenn eine eigene Quelle auf einen fremden Frank zu Lebenspunkteverlust führt, erhält man soviele Lebenspunkte dazu.
    Dies ist kummulativ zu Lifelink.

  15. Sobald drei Franks vom Spiel genommen sind, wird am Ende der Runde die Endspielphase begonnen.
    Endspielphase

  1. Die Endspielphase beginnt vor dem Beginn der Runde, die auf die Runde folgt, in der der dritte Frank aus dem Spiel genommen wurde.
    Sowas wollte ich immer schon mal schreiben

  2. Die drei Spieler, deren Frank zuerst aus dem Spiel genommen wurde, bilden das Dreier-Team. Die anderen beiden Spieler bilden das Zweier-Team. Die Spieler des gegnerischen Teams sind Gegner.
    Noch existierende Franks des Zweier-Teams nehmen wieder die Stelle des entsprechenden Spielers ein.

  3. Das Dreier-Team addiert seine Lebenspunkte in einen gemeinsamen Pool. Das Zweier-Team addiert seine Lebenspunkte in einen gemeinsamen Pool.
  4. Das Zweier-Team nimmt den ersten gemeinsamen Zug.
  5. Das Zählen der Runden wird eingestellt, sobald alle Franks besiegt wurden oder keine Kreaturen mehr beschworen werden.

6 Kommentare

  1. Mario Haßler meint:

    Jeder schubst seinen Frank herum, bis die schnellsten drei das größere Team gebildet haben. Sofern keiner von ihnen an einem fremden Frank herumgefummelt hat, haben sie 30 Lebenspunkte. Das Zweierteam besteht aus den Spielern, die nicht mal ihren Frank besiegen konnten, und sie haben nur 20 Lebenspunkte. Ist das so richtig? Wie erprobt ist das?

    Da du ja immer wieder auf der Suche nach Formaten für das Spiel zu fünft zu sein scheinst, darf ich dich an „Verräter“ (http://magic.freizeitspieler.de/verraeter.php) erinnern — das schon mal ausprobiert zu haben hast du im April 2011 zugegeben, und es hatte dir/euch doch eigentlich auch ganz gut gefallen, oder?

  2. atog28 meint:

    Wir haben in einer früheren Version versucht, die Spieler schon nach zwei ausgeschiedenen Franks zu kombinieren (mit 20 Leben pro Spieler) und dies führt dazu, dass zwei Aggrodecks mit ~40 Leben gegen drei (kontrollierendere) Decks mit ~60 Leben spielen (zusätzlich sind auch noch die Franks als Mauern da). Das geht in die Buxe.

    Daher die Änderung auf die ersten drei Franks. Es soll einen Anreiz geben, sich nicht zu passiv zu verhalten und bei dem grösseren Team mitzuspielen.

  3. Teardrop meint:

    Klingt gut.
    Ich muss echt mal wieder was schreiben.
    Wahrscheinlich aber eher über das Hobby, mit dem ich mich gerade mehr beschäftige…

  4. Green meint:

    Hi, ein wenig OT aber wenn Pentagramm ein wenig reguliert wirds wieder recht fair und spaßig. Z.B. Verbündete und deren Karten dürfen nur angezielt werden, falls sie einen selbst betreffen oder falls wer den final Strike (ohne Einflußnahme würde der Spieler gewinnen). Schon ists recht simple aus mit Politik 😊

    viele Grüße,
    Green

  5. atog28 meint:

    @Green: die Regeln hierzu wurden schon revised und sind hier in aktuellerer Form.

    Wenn ich es richtig rausgehört habe, war eher das Problem, dass ein Spieler schnell rausfliegen kann und dann lange warten muss. Wobei ich Spiele auch schlimm finde, in denen man selbst nichts mehr machen kann – aber nicht aufgeben darf, weil das im Pentagramm dazu führt, dass sich die Kräfte verschieben oder einer gewinnt, der das sonst nicht gewonnen hätte.

  6. Green meint:

    Ja, wenn einer ewig rumsitzt oder nur noch Fleischpuffer ist, das ist doof. Wobei bei den Regeln die wir haben es selten noch lange geht, wenn schon einer tot ist; Immerhin haben 2 Spieler dann nur noch 50% Gegenwehr 😉

    Evtl. meinen wir mit Pentagramm an sich aber auch was unterschiedliches. Geschriebenes Wort ist immer so eine Sache. Beim klassischen Pentagramm ist ja eigtl. schon im Voraus klar, wer gegen wen spielt.

    Was wir auch ganz gerne machen wenn wir Chaos spielen ist eine spezielle Form der Reichweiten-Beschränkung. Da kann man dann in 99% der Fälle nicht mehr einfach durch die Gegner durch rushen.

    Würde mich freuen, wenn es mal klappt und wir uns ein bisschen kennen lernen.

    Viele Grüße, Oliver

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