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Von anderer Leute Decks

atog28

Was ich sehr begrüsse ist, dass einige Spieler ihre Decks bei WUBRG eingestellt haben. Beispielsweise Hacho, der am Mittwoch vor einer Woche mit einem Deck basierend auf der Retrace-Mechanik (Retracing Vengeance) im Emperor auf der gegnerischen Flanke spielte.

Das Deck fand ich sehr witzig und scheinbar war es auch recht effizient. Das konnte ich als Emperor beobachten, der mit einem Mühldeck nun genau nicht dieses Deck mühlen wollte. Abgesehen davon hatte ich auch nicht genügend Länder, aber dazu mehr, wenn es um mein Deck geht. Heute geht es um anderer Leute Decks, wie der Titel schon sagt.

Erfahrungsbedingt muss ich das aber direkt etwas einschränken, denn ich will nicht über Decks sprechen, die ich nicht mal live gesehen habe. Ach, ich lasse die Kuh aus dem Sack: es geht heute um Teardrops Decks. Peng. Fertig aus. Aber ich kann das doch nicht in den Titel schreiben, oder?

Während unseres Urlaubs haben wir vermutlich alle Decks durchgespielt, wobei ich das Gefühl hatte, es war irgendwie nicht genug. Vielleicht hatte ich auch zu viele Decks dabei (geht das?). Da war das im Vorfeld lang geplante Snake-Highlander-Mirror, und meine Version war viel besser als Teardrops. Muss man mal sagen. Denn ich hatte in jedem Spiel Changeling Colossus. Die Aussagekraft dieses Matchups litt darunter im gleichen Verhältnis.

Sorin and the Mindslavers

Bevor ich aber meine Eindrücke zum Besten gebe, kurz ein Ausflug über Decks, die man nicht selbst gebaut hat. Hier ist es „Sorin and the Mindslavers: Everything I do, I do it for you“. Neueinsteiger in den Charts, aber es ist irgendwie die falsche Musik. Trotzdem haben wir das Deck noch zusammengeworfen, dessen Sinn darin besteht, dauernd die Züge der Gegner zu benutzen.

Ich werde das Deck aber wieder auseinander nehmen. Wenn es nicht funktioniert, macht es keinen Spass und wenn es funktioniert, macht es dem Gegner keinen Spass. Solitär ist keine Casual-Form.

Kommen wir damit zum eigentlichen Thema und drücken uns weiter vor Return to Ravnica-Previews.

Teardrops Decks

Zunächst finde ich Teardrops Decks eher für Duelle ausgelegt als meine. Ich baue irgendwie immer mit Two-Headed-Giant im Hinterkopf, was beispielsweise dafür sorgt, dass ich tendentiell weniger 1 zu 1 Sprüche wie Point-and-Click-Removal spiele. Diese Sprüche sind für Duelle aber wichtiger, in den Spielen fand ich mich oft in der Situation, doch lieber ein Putrefy haben zu wollen statt einer interessanten Verzauberung.

Zweitens ist Verzauberungs- bzw. Artefaktzerstörung beim Teardrop nicht so oft. Ich konnte das zwar nicht gut nutzen, weil ich wenige wirklich darauf basierende Decks spiele, aber sowas wie Naturalize habe ich wirklich selten gesehen. Auch dies schiebe ich darauf, dass diese Funktionen, ebenso wie Carddraw, Lifegain und anderer Quatsch, eher im Multiplayer interessanter ist.

Flash, ouaaahaaa!
Entweder referenziert der Titel Flash Gordon oder steht für den Laut, den die Gegner dieses Decks machen. Es basiert darauf, alles in der gegnerischen Runde zu spielen und wer noch das Feen-Matchup vom Standard 2007 kennt, weiss, wie man darauf zu reagieren hat: man muss selbst auch alles in der gegnerischen Runde spielen. Quasi: Wer zuerst ein Sorcery spielt, verliert.

Je nach Matchup fand ich mich auch eher in der „Ouaaah!“-Ecke wieder. Midrange-Aggro bekommt eben keine Kreatur auf den Tisch und das erzeugt einen enorm hohen Nerv-Faktor, weil man dann nur zugucken kann. Eine Chance hat man, wenn man hier die Counterspells leer laufen lassen kann, was aber nur dann erfolgreich ist, wenn zwei nutzlose Teferis und Manascrew zusammen kommen.

Rock, Paper, Scissors
„Ich konnte mich nicht entscheiden, welches Schwert ich spielen sollte, also habe ich einfach alle reingepackt.“. Dieses 98-Karten umfassende Rock-Deck wäre gerne ein Highlander, ist es aber am Ende nicht. Ich fand es sehr angenehm, dagegen zu spielen, weil es eigentlich immer nur sehr gute Sachen, aber nichts unfaires macht. Einfarbige Decks packen gegen das entsprechende Sword eben ein, aber da die Ziele meistens recht teuer sind (Ausnahme der Sakura-Tribe Elder mit Schwert!) bleibt es ein faires Match. Ich sehe nur für die Multiples keinen Grund und würde daraus ein echtes Highlander machen.

Master, why not use it again?
Teardrop hat auch Highlander-Decks und das hier hätte ich sehr gerne öfter gesehen. Es ist ein grün-weisses Deck mit 110 Karten, das in einem Spiel eine interessante Combo aus Sun Titan und Saffi Eriksdotter erzeugt hat.
Das Thema dieses Decks ist, vieles aus dem Friedhof wieder zu benutzen. Das finde ich ungewöhnlich für diese Farbkombination, aber nicht völlig abwegig (was es streng genommen für keine Farbkombination ist :-)) Durch den immanenten Kartenvorteil dürfte dieses Deck auch im Multiplayer eine gute Figur machen.

Gone with the Bolt
Apropos Figur: dieses Boros-Deck zeigt etwas, das ich eingangs erwähnte. Mir wäre das zu langweilig, vier Lightning Bolt oder Lightning Helix zu haben, sowie auch alle wesentlichen Kreaturen/Fetchlands viermal. Aber das ist im Duell eben dann gut. Wenn man gegen diese Art Decks einmal den Boardvorteil errungen hat, brauchen sie meiner Meinung nach noch eine Karte, die das wieder resetten kann. Hier ist kein Carddraw oder Resetbutton drin, der das erlaubt. Trotz der 66 Karten, da sollte doch Platz sein, würde ich lieber auf Dread Statuary verzichten und Mikokoro spielen – oder irgendwo noch einen Wheel of Fortunes oder Razia’s Purification unterbringen.

Ähnlich zu diesem Deck ist auch das fast monogrüne Aggro-Deck Run, Forest, Run.

Thy name is Legion, for they are many!
Das BW-Token-Deck ist mit 80 Karten auch eher dem Casual-Regime zuzuordnen. Es hat einige sehr starke Karten und manches ist auch wirklich schlecht. Spiritual Visit oder Army of Allah beispielsweise. Es läuft aber sehr gut und ist überraschend stark, was wohl daran liegt, dass die schlechten Karten nicht stören und ohnehin fast alles fliegen kann.

Burn the freakin house down
Angeregt durch mein Phytohydra-Deck, behaupte ich jetzt mal, entstand bei Teardrop im letzten Jahr noch das Deck, das auf weiss und grün verzichtet und mit roten Burn-Sprüchen sowie Kreaturen, die ihren zugefügten Schaden umlenken und weitergeben. Stuffy Doll und Blasphemous Act sind die MVP dieses Decks und vermutlich auch das letzte, was man zusammen sieht.

Viel Moos und ein dicker Stamm
Erstaunlich ineffizient ist andererseits das GWB-Treefolk-Deck. 🙂
Während ich Treefolks in zwei Decks aufgeteilt habe – ein Doran-Deck und ein monogrünes Treefolk-Stompy – hat Teardrop beide Decks in einem, was dazu führt, dass Doran nicht den entscheidenden Effekt hat. Bei näherer Betrachtung sind viele Treefolks in diesem Deck hinten so gross wie vorne – oder aber insgesamt nicht so gross, dass sich der Tausch lohnt. Ist Treefolk Harbinger eine gute Karte im Treefolk-Deck? Das ist eine schwierige Frage, die ich mir bei den Spielen auch meiner Varianten immer wieder stelle. Wenn man das bejaht – ist der Effekt wirklich so viel besser als der von Wall of Wood? Darüber denke ich aber noch nach.

Gojira
Puh. Wie kriege ich jetzt die Überleitung hin? Dieses monogrüne Ramp-Deck geht am Ende dazu über, Eldrazi zu legen. Je nachdem, welches Deck man spielt, kann man gegen Eldrazi nichts machen und das finde ich immer wieder so frustrierend, dass ich mich frage, für wen Rise of the Eldrazi eigentlich designt wurde. Vermutlich für die Spieler, die nicht zum Spass spielen…

This is Sparta!
Das Suicide black fand ich hingegen sehr lustig und beim Spielen dagegen war es für mich immer interessant, ob der Dark Confidant ihn jetzt schneller töten kann als die gezogenen Karten mich. Schliesslich ist das ein Deck für sehr glückliche Menschen. Wenn man die Tendrils zieht und Sümpfe für den Confidant aufdeckt, funktioniert das erstaunlich gut… 🙂

Weapon of Choice

Das war jetzt ein Update der Reihe, die hier unter dem Titel Weapon of Choice gelaufen ist.

Ein Kommentar

  1. Teardrop meint:

    Rock, Paper, Scissors:
    Das Deck ist aus einem Standard-Deck entstanden, und ich habe von einigen der Karten unterschriebene Playsets, die noch von damals im Deck sinid. Das will ich nicht teilen. Deshalb kein Highlander.

    They are Legion…:
    Spiritual Visit ist ein One-Drop. Das fehlte dem Deck. Ausserdem ist es ein Spirit. Und wenn man mal zwei hat…
    Army of Allah muss sein, währet den Anfängen.

    Master, why not use it again:
    Nicht nur Friedhof, opfern im Allgemeinen ist das Thema.

    Gone with the Bolt:
    Viele dieser Decks sind aus Standard-Decks geboren und ich besitze die Playsets noch. Und da ich die Karten mag, weil ich auch was damit verbinde, spiele ich die Karten dann auch als Playset. Die sind nicht 4x da drin, sondern da ist ein Playset drin, wenn man das verstehen kann.

    This is Sparta:
    Im späteren Spiel funktionieren auch die Tendrils im Confidant 😉

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