Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Wasser (fünf Geschmacksrichtungen)

atog28

„Es wird Zeit, dem Blog wieder etwas Magic-bezogenen Inhalt zu gönnen“, dachte ich mir. In letzter Zeit fallen mir dazu nur Deckbeschreibungen ein und das wird mir langweilig. Und wie immer, wenn mir etwas langweilig erscheint, verlasse ich es. Ok, brainfarts…

Nein, mal ernsthaft. Gibt es noch etwas anderes, als euch mit meinen Casualdecks zu langweilen (einige zumindest)? Die Antwort ist zum Glück: JA. Magic ist ein weites Feld. Aber alles, was ich in dieser Analogie habe, ist ein kleiner Traktor. Heute will ich etwas allgemeiner bleiben und über die derzeitige Situation bei Magic sprechen.

Ein neues Set (Avacyn Restored) steht auf der Türschwelle, und ich kann nicht verhindern zu sagen, dass es mich sehr anmacht. Freut euch auf einen Casual-Rundown für dieses Set, wie ich es schon mal irgendwann gemacht habe, aber aktuell keinen Link raussuchen will. Nicht mein Thema heute.

Duel-Deck Venser vx. Koth: habe ich nichts mehr zu zu sagen, was nicht auch im Video (Unboxing…) schon ersichtlich war.

Achso, apropos Video. Soll ich den Set-Review für Avacyn Restored als Video machen oder in Textform? Video geht schneller, was bedeutet: mehr Info per Minute. Dafür gibts da genauso wenig ein Mouseover bei den Karten wie in Textform, weil die Liste noch nicht in der entsprechenden Form zur Verfügung steht. Überlegt es euch und kommentiert es.


Diese Trennlinien habe ich beim Teardrop geklaut. Und dieser Eintrag ist lose verbunden mit den letzten Design-Bemerkungen von MaRo auf seinem endlos grossen Tumbler-Feed (lest goyf und ihr wisst, was einen mehrfach am Tag stört) und dem Artikel „Latest Developments“ von Zac Hill. Auf diesen bin ich durch einen Link unter Zeromants Blog aufmerksam geworden.

Re: Gonna Hate

Link

We messed up with Snapcaster Mage

Ach Iwo. Das war ja gar nicht vorhersehbar. Wie kann denn ein Bär, der nicht mal 2/2 ist sondern nur 2/1, in blau irgendwie „messed up“ sein… wo blau sowieso nicht so die „Creature Color“ ist. Nein, wenn man dem auch noch Flash gibt, das ist überhaupt kein Problem. Ach und wenn man am Ende gar keinen Bär mehr hat, sondern den Effekt, nochmal einen Instant zu spielen… das kann doch nicht so schlimm sein, wenn man die Manakosten noch bezahlen muss. Wie kann das denn am Ende zu stark sein?

Lighning Bolt mal als Beispiel. Snapcaster auf den Bolt ergibt Kosten von 1UR für 3 damage. Drei Mana für 3 Schaden kann man gelten lassen, das wird meistens noch gespielt, wenn es um ein Burndeck geht und die Auswahl in den niedrigen Manakosten schon gegeben ist. Siehe Volt Charge. Zumal, wenn man einen Effekt dazu bekommt – hier eben ein 2/1 Männchen. Selbst, wenn man eine Karte drucken würde, die 1UR kostet, 2/1 flash und CIP: 3 damage, das würde wohl gespielt werden. Aber Snapcaster kann eben viel mehr als das. Lightning Bolt ist da, so leid es mir tut, nur ein schlechtes Beispiel. Wenn ich hier absichtlich den Aspekt Kartenvorteil ausser Acht lasse, dann deshalb, weil jeder und seine drei Omas schon drauf gekommen ist.

Dies ist nur die Einleitung zum Thema „Mana Leak“, das Zac dann anschliesst. Und das beweist, wie weit Magic von dem Spiel entfernt ist, dass ich unter demselben Namen früher einmal kennen gelernt habe. Das Thema, bei dem klar wird, das Development verstanden hat, aber eine vollkommen andere Richtung eingeschlagen hat. (Ob diese andere Richtung zielführend ist, beantwortet sich bitte jeder selbst.)

Bei dem, was Zac Hill anschliessend schreibt, erkenne ich einige Mängel. Zunächst mal ist mir nicht ganz klar geworden, was er sagt; was er meint. Und es scheint mir mehr zu geben, als er sagen oder meinen darf.

Es beginnt damit, dass Karten wie Mana Leak zu stark sind. Ein Punkt, den ich deshalb lächerlich finde, weil ich Mana Leak in einigen Casualdecks derzeit verbanne, weil die Karte nicht stark genug ist. Oft finde ich sie nutzlos auf der Hand herumsitzen. Aber das ist nur mein Eindruck, und YMMV. Auf jeden Fall bin ich aufmerksam, wenn eine solch unterschiedliche Einschätzung gemacht wird.

Auch Karten wie Compulsive Research, Force Spike, Remand (als seine Lieblingskarte im Dossier angegeben) und die Ravnica Signets sind nach heutigen Maßstäben zu stark.

Da musste ich lachen. Drei der genannten Positionen sind Counterspells. Die Art von Sprüchen, die seit der „Spellstutter-Affäre“ gedisst werden und mit der die Farbidentität von Blau so weit heruntergefahren wird, dass MaRo tumbeln muss, dass blaue Karten am schwierigsten zu designen sind, weil die Farbe so wenig gemeinsam hat mit den anderen Farben. Guess what – dafür habt ihr ein Colorwheel, damit jede Farbe was anderes hat. Wir wollen auch nicht nur Artefakte haben, die in allen Farben dasselbe machen.

Compulsive Research ist sicherlich nicht „zu stark“. Wenn ich mir heutige Karten ansehe, sind die auch nicht gerade vom Wattebällchenpusteclub. Wo unterscheidet sich Compulsive Research denn vom roten Instant „discard your hand, draw two“, der im neuen Set als Common gedruckt wird? Wenn es ums Abwerfen von Karten oder um den Vorteil von einer Karte geht, sind beide identisch. Je nach Spielsituation eben.
Augenwischerei also.

Signets sind zu stark? Nein. Signets sind genau das, was Magic braucht – 2 Mana für ein Artefakt das bis zu zwei farbige Mana macht (besser wäre allerdings: eins) ist brauchbar. Ausser für schwarz stellen Artefakte kein wirkliches Problem dar. Eher kann man über Ramp insgesamt sprechen, aber das wird ein anderes Thema, und Zac hat es auch nicht angesprochen. Was heute gedruckt wird, ist eine 2-Mana Version von Gemstone Mine, auch nicht schwächer, möchte ich meinen.

Zu den Countern: klar ist countern immer doof, aber dazu schreibt Zac ausführlich, wie er sich eine Spielsituation vorstellt. Der Counterspieler ist mit Geist of Saint Traft am Start – übrigens seinerseits ebenfalls kein gelungenes Beispiel für faires Kartendesign. Drei Mana für „Broodmate Dragon“? Komisch, dass er gerade das anführt, aber wenigstens ist es realistisch.

In Situationen, in denen ich unter Druck bin, gewinnt der Gegner sehr einfach, wenn er meine Sachen einfach countert. Ja, das stimmt. Und ruck-zuck hat er gewonnen. Soweit habe ich das verstanden – und auch bestätigend schon so erlebt. Nicht nur mit Geist of Saint Traft, sondern auch mit Kird Ape und Plaxmanta – ein entsprechendes Sea Stompy (kleine Kreaturen legen, danach alles countern) spielte ich im NRW Regionals 2006. Tatsächlich auch mit Remand.

Der alte Trick gegen Counterspells ist es dann, zwei Sprüche in einer Runde zu spielen, weil meistens nur ein Counterspell da ist (auch resourcentechnisch kann sich ein Counterspieler selten zwei Counterspells in einer Runde erlauben – ausser, wir sind im bereits verlorenen Endstadium eines noch laufenden Spiels). Zac bezeichnet das als „test spells“. Gerade der unterstellte „power creep“ müsste aber dazu führen, dass „test spells“ einfacher sind. Wenn die Kreaturen billiger geworden wären, oder stärker, dann könnte ich besser gegen Counterspells spielen.

Zac bringt an dieser Stelle einen meisterlichen Kunstgriff der Argumentation ein – der Gegner hat dann nicht nur einen Mana Leak sondern auch noch einen Snapcaster Mage wodurch es sogar besser ist, wenn ein Mana Leak im Friedhof ist. Was der andere Spieler hat, wissen wir nicht, es dient auch nicht dem Ziel dieser Reise.

Plötzlich ist der eingangs unfaire Snapcaster Mage und der Geist of Saint Taft, dessen Unfairnessfaktor nie bestimmt wurde, nicht das Problem, sondern der Mana Leak. Wir haben hier das, was im Rechtsverkehr eine Schuldumkehr ist. Es ist das Problem vom Mana Leak, dass der Snapcaster Mage so gut ist. Und nicht vom Snapcaster? Ich glaube ich stehe im Wald.
Eine ähnliche Taktik, die ich beim loben meines grünen Highlanders verwendet habe, in dem ich die tollen Artefakte herausstellte, wurde von KMB übrigens durchschaut.

Wie schlecht ist dieses Argument vor dem Hintergrund, dass statt eines Smackspopper Mages auch weitere Counterspells im 2CC-Slot denselben Zweck erfüllten? Wenn es ein Deck gäbe, dass statt vier auch mal acht Counter spielen würde? Heute klingt das lächerlich, aber es gab durchaus mal eine Zeit, in der ein Deck mit nur 16 Counterspells auskam. Ich kann mich daran erinnern, dass ich ein Spiel beobachtete, in dem jemand die Counterei vom Gegner auf den Keks ging und der erwiderte „Aber ich spiele auch nur 16 Counter.“ – das war übrigens nicht sarkastisch sondern ernst gemeint.

In dieser Zeit waren aber auch die Kreaturen sehr schrottig. Während da gecountert wurde, griff vielleicht mal eine Ophidian an und machte keinen Schaden um eine Karte zu ziehen. Im Ergebnis kam man so auch in die endlos verlorenen End-Games, aber es zog sich viel stärker. Heute hat man in der dritten Runde einen Geist draussen (ein Zeitpunkt, der auch als „Hosen runter!“ zu erkennen ist, wenn der Counterspieler garantiert nicht countern wird).

Eine der Stärken von Magic ist nach meiner Meinung, dass es Karten gibt, die verhindern können, dass ein gewisser Effekt eintritt. „Countern“ als Fähigkeit ist eine Interaktion und wenn im Extremfall alle Spieler einfach alles durchbekommen, ist das Spiel nicht anders als Mau-Mau. Schon Uno kennt sowas wie „Dazwischenwerfen“ und das ist auch ein Reiz bei Magic. Ob man nun mit „mach ich meinem Vieh hexproof“ oder „+3+3“ oder eben „counterspello!“ dazwischenwirft – das ist generell nicht verteufelbar.

Die Ressourcen sollten dazu dienen, dies auszubalancieren. Oft bedeutet das heute, dass man vor drei Mana keine Angst vor Hardcountern hat (und dass Mana Leak diese Rolle auch nur im frühen Spiel hat). Tatsächlich ist die Konstellation unglücklich, dass die Spiele inzwischen schneller sind. Nach sieben Runden müsste eine Partie Magic im Turnier vorbei sein. Damit verliert Mana Leak seine Schwäche, die Ressourcen anzugreifen, oder anders gesagt, irgendwann zu schwach zu werden, weil da genügend Länder im Spiel sind. Oder Signets. Ist mir an dieser Stelle mal egal (an anderer nicht, aber das ist hier nicht der Punkt).

To get back to the original point, es ist heute nicht mehr so, dass man für „test spells“ die notwendige Zeit hätte. Während man die Testspells absetzt, ist man unter Umständen auch schon tot; das bedeutet aber auch, dass jeder einzelne Spruch viel wichtiger ist, wenn das Spiel kürzer wird (und das setze ich hier voraus). Drei Counterspells ist eben sehr stark, wenn der Finisher in der dritten Runde pro Zug sechs Schaden machen kann – und nicht, wie früher, ab der siebten Runde fünf Schaden.

In gleicher Weise dreht sich Zacs Argumentation übrigens um, wenn statt zu countern die Aktion des Spielers auf andere Weise negiert wird. In einigen meiner Decks spiele ich zu diesem Zweck Unsummon. Oder Lightning Bolt. Ein auf Weenie-Rush ausgelegtes Deck kann damit, sogar auch mit Panic-Effekten, gewinnen, indem es die Kreaturen vom Gegner „countert“.

Mana Leak wird angeklagt, weil es die Antworten countern kann – aber es kann auch die Fragen countern. Ich sehe nicht, wie das von Bounce oder Removal oder eigenen Fettengeists unterschiedlich ist, die Fragen beantworten oder Gegenfragen stellen.

Am Ende gewinnt der Spieler mit den besseren Karten oder der, bei dem die Karten besser kommen. Soll das die Aussage dieser Passage sein? Ich sehe keine Schuld bei Mana Leak. Eher bei den Behindertenausweisen, deren Unfairheit nicht gefragt ist, weil sie Sets verkaufen. Kleine Commons spielen keine Flöte, wenn Geist bei 15 EUR liegt…

One of the mistakes we made in Rise of the Eldrazi was not giving enough love to the themes that had been introduced in Zendikar and Worldwake.

Schön, dass hier „one of the mistakes“ steht, denn mir fallen direkt noch weitere ein. Dass ROE inhaltlich von ZEN und WWK unterschiedlich war, wurde damals als Feature verkauft, denn man hatte nicht genügend Stoff, um Landfall weiterzuführen und hat uns gesagt, das reicht für zwei Sets. Und das, was man in ROE vorhatte (was, wie wir heute wissen, Annihilator und Ramp war) reiche nur für ein Set. Die letzte Aussage unterstreiche ich ohne Einschränkung (ROE gehört zu den Sets, die mir am wenigsten Spass machen). Man hätte vermutlich auch Landfall in ROE ausbauen können.

Aber dann geht es um die Länder, die für Avacyn Restored entwickelt wurden, um das Set thematisch besser an die vorhergehenden Sets anzubinden. Tatsächlich eine sehr gute Idee, denn viele Magic-Kunden sind nicht durchgängig informiert und wissen mit ein bisschen Vorbereitung, dass ein Set thematisch zusammenhängt. Mindestens aber besitzen sie Decks und für diese Decks halten sie Ausschau nach neuen Karten. Wenn dann auf einmal Eldrazi Spawn Tokens und Annihilator-Fatties auftauchen, ist das überraschend bis abstossend. Diesen Weg geht Avacyn Restored also nicht. Ich nehme nicht viel vorweg, wenn ich darum auch so begeistert über dieses Set bin, weil ich viele Karten entdecke, die ich für bestehende Decks verwenden kann. Zum Beispiel mein Blau-Schwarzes Zombie Deck. Insofern: good Job.

We therefore decided we should make a land that could help these decks out. The land let you name a creature type, then tapped for either a colorless mana or a mana of any color that could be used to cast creatures of that type.

We realized, though, that to solve our Mana Leak problem

Populistisch, wie schon geschrieben. Sollte „Snapcaster Mage problem“ oder „Geist of Saint Taft“ problem heissen. Oder vielleicht besser „Sometimes we totally mess up problem“.

we really wanted to print something like Boseiju, Who Shelters All—some kind of land that everyone could play that would incidentally blow some hate in Mana Leak’s direction. So we decided to add „Boseiju“ text to the card that became Cavern of Souls.

Viel besser, wenn der Counterspieler jetzt seinerseits die Geist of Saint Tafts oder Snapcaster Mages durchdrücken kann und der Gegner die nicht countern kann. Hervorragend argumentiert, aber leider völlig auf der falschen Grundlage. Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt.

Weil Mana Leak nicht das Problem ist, sondern die Lösung.

Snapcaster Mage hat eine CIP (comes into play) Ability, die man nur countert, wenn man den Spruch countert. Da hilft auch kein Lightning Bolt mehr, der Schaden ist dann schon angerichtet. Geist kann man erst gar nicht anzielen. Auch hier findet also von vornherein keine Interaktion statt.

Some of the more popular creature types to name with Cavern of Souls in testing included:

Human
Elf
Spirit
Zombie
Illusion
Shapeshifter
Troll (awkward every single time)
Wolf (hmm)
Dragon (!)
Giant
Sphinx
Praetor

Das gibt nicht nur Hinweise, was ausprobiert wurde (mein Tipp hier: Faeries, Rogues, Treefolks (Doran?), Goblin), sondern auch in welchem Format. Ich schreibe mal Links auf die Kreaturtypen daneben, damit klar wird, was davon nur als Witz gemeint sein kann (Praetor? Dragon?)

Ich habe nichts gegen Boseiju 2.0. Thrun, the last Troll ist eine echt witzige Karte, weil sie allen Interaktionsversuchen widersteht. Manchmal ist das wertvoll. Aber da das Problem so beschrieben wurde, wie es Zac nun mal tut, will man lieber noch mehr Waffen an die eine Seite liefern, damit die andere Seite nicht mehr aufmuckt oder wenn, ihr sowieso nicht mehr zugehört wird.

There was one enormous consequence of printing this card, though, that could not be ignored: Mana Leak was one of the forces keeping the Titans in check. Cavern of Souls is at its scariest inside some kind of Primeval Titan shell, since it’s just so easy to kill an opponent after resolving that card.

Ich nehme diesen Absatz als Erkenntnis, dass die vorhergehende „Mana Leak ist an allem Schuld!“-Argumentation so haarsträubend ist, dass Zac sie selbst nicht glaubt. Aber immer hofft, dass wir nicht die Gleichung

    Titan == Snapcaster Mage

aufmachen. Ein Problem mit Titanen gibt es sowieso nur in Formaten, in denen sie gespielt werden. Sagen wir mal: Standard und Modern. Ihr könnt mich korrigieren, aber diese Formate können Wizards fliessend beeinflussen (beispielsweise durch die Kartenliste von M13). Blöd nur, dass sich mehr Karten verkaufen lassen, wenn Titanen drin sind. Mana Leak hat diese Wirkung nicht – schon gar nicht, wenn sie nicht mindestens Mythic Rare ist.

Zac beruhigt uns danach noch, dass wir statt Countern ja auch die selektiven Mühleffekte nutzen können (Despise, Memoricide) und schliesst mit einer Formulierung, die auf Casual hindeutet („kitchen tables“) was totaler Stuss ist, denn dort wird mit anderen Kalibern gespielt und ab und zu ganz auf Counterspells verzichtet. Wenn es keine Counter gibt, sind auch Boseiju-Effekte nutzlos. Und wenn, dann spielt man auch mit alten Karten, oder was man eben hat.

Diese Wetterei gegen Mana Leak ist ein rein politischer Artikel von Wizards und zeigt mir, vor dem Hintergrund von Zacs Dossier, ganz deutlich, dass man dort bereit sein muss, sich vollkommen verbiegen zu lassen.

Wer schreibt den Artikel über „kauft nicht Mana Leak“? Am besten der, der Remand so toll findet.

Und was drucken sie dann in zwei Jahren und fühlen sich ganz toll? Sprüche, die andere Sprüche ins Exil schicken, weil das ja die Uncounterbarkeit umgeht. So wie Time Stop oder Mindbreak Trap oder Knowledge Pool. Letztlich überfordern diese derzeit schon bestehenden Optionen aber die Klientel, die auf die Power-Karten abfahren. Es muss eben klar draufstehen. Wie eben auch im Artikel unterschwellig durchscheint:

Selbst denken unerwünscht.

So habe ich Magic nicht kennengelernt.

8 Kommentare

  1. Jashin meint:

    Sehr schön!
    Ich habe mich über Zacs Darstellung auch aufgeregt – Mana Leak ist keineswegs zu stark!
    Erst behaupten sie, Counterspell sei zu stark, ein paar Jahre später dann Mana Leak. Was kommt als nächstes? Cancel zu stark?!?
    Ich bin ja der Meinung der Fehler liegt in der Farbe vom Snapcaster Mage. In Betracht der Tatsache, dass Recoup eine rote Karte ist, hätte man auch Snappy rot machen sollen – dann hätte man jetzt weniger Probleme mit blau-weißen Aggrocontroldecks. Wenn man schon starke Karten druckt, dann bitte in schwachen Farben!!!

  2. Mario Haßler meint:

    Ich zähle zwar zu der (vermutlich gar nicht so kleinen) Spielergruppe, für die der blaue Gegenzauber-Spieler immer der Spielverderber ist. Aber ich weiß auch, dass es im Grunde egal ist, ob die Kreatur von Terror oder Blitzschlag gelyncht wird oder ob sie dank Neutralisation gar nicht erst ins Spiel kommt (von CIP mal abgesehen). Insofern hat auch für mich diese Strategie ihre Daseinsberechtigung, und ich stimme den Ausführungen von atog28 voll und ganz zu.

    Jashins Kommentar bringt es auf den Punkt: Der Kerl hätte rot sein müssen, dann wären die Decks spaßiger. Und ich hätte eine Karte mehr für eins meiner aktuellen Deckbau-Projekte, vorausgesetzt sie wäre dann auch erschwinglicher.

  3. Mario Haßler meint:

    Ach ja: Set-Review in Textform, bitte.

  4. atog28 meint:

    Ok. Danke.

  5. Teardrop meint:

    Ich sekundiere hier aufs Allerentschiedenste!

    Ich bin auch gerade an einem Eintrag dran (am drannsten sozusagen), mit ähnlichem Hintergrund, aber anderem Angriffspunkt.

    @<a

    LOL!

  6. weller meint:

    No counter, no discard, no LD, no direct damage […]
    no opponent

    Ja. Magic halt.
    Set Review gerne auch als Video, dann aber bitte Karten in alphabetischer Reihenfolge oder sonst wie übersichtlich, damit man den Spoiler daneben halten kann. 😉

  7. atog28 meint:

    Mit den Anforderungen kommen wir nicht zusammen… 🙂

  8. Baldur12c meint:

    …jetzt erst gesehen.
    Zustimmung. Nicht in Allem, aber im Großen und Ganzen.
    Eigentlich will ich dieses Fass gar nicht aufmachen, aber hier glaube ich es wirklich:
    Magic braucht neue Kunden, da wir und unsere Nachfolger verpasst haben genug junge, neue Spieler anzulocken.
    Diese Neukunden sind aber bereits mit TCGs in Kontakt gekommen, die teilweise sogar ähnlich erfolgreich oder erfolgreicher sind. Ja, ich meine Yu-Gi-Oh und bis zu einem gewissen Grad auch Pokemon.
    Magic hat sich bereits bei den Mythic Rares in diese Richtung bewegt. Auch beim Spielen wandert der Fokus mehr auf permanents, insbesondere auf big splashy creatures.
    Magic bekommt mehr „Timmy-appeal“. Ich glaube, das ist eine Marketingstrategie und so gewollt.

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