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GP Stuttgart – Tag eins

atog28

Ich habe für den zweiten Tag nicht so viel zu berichten, daher gibt es nun einen längeren Artikel für den ersten Tag. Gibt ja Abschnitte wo ihr Pausen einlegen könnt…

Leicht verspätet um 11.36h holen Marion und ich den Evilbernd und Dirk Schultz am Bahnhof Essen ab. Damit bildeten wir, wie mir heute auffiel, ein Magicuniverse-Autoren-Auto. Auf gehts also zum letzten Grand Prix im Jahr des zehnjährigen Jubiläums der Magic Grand Prixs. Nächster Halt: die Messehallen in Sindelfingen.

Worüber wir laberten waren einige Karten aus Lorwyn, irgendwann las ich Flavortexte vor und wir versuchten die Karte zu erraten. Dabei fällt mir ein, dass ich mit Evil wettete, dass der Lys Alana Scarblade (wir kamen irgendwie über TMMs Kommentar bei Pischner [Comment#2 zu Limited XXL: Grand Prix Stuttgart and more] und der zufällig zeitnahen Diskussion bei SCG [PRM-Worlds Winners and Learning Limited] drauf) beim Discard die Anzahl der Elfen zählte und nicht die Converted Mana Cost der discardeten Karte. Nach der Faerie Trickery Geschichte ist das schon der zweite gewonnene Booster. Freu mich schon auf die nächste Wette (warscheinlich macht er das sogar extra…)

Fast forward to Sindelfingen. Während wir das Hotel suchten, kloft Real-Silas an die Autoscheibe und es ist ja irgendwie das Normalste der Welt, dass man sich irgenwo in der Sindelfinger Innenstadt trifft. Sie suchten die Site (wir fuhren dort von der Autobahn ab, daher kannten wir sogar den Weg) und wir die richtige Kreuzung für den Weg zum Hotel. Das sollte aber kurze Zeit später gefunden, dann eingecheckt werden (wir in das Hotel, Evil checkte die Abendplanung der jungen Hotelangestellten an der Rezeption, die aber leider nicht zum Weihnachtsmarktbummel überredet werden konnte – simply mangels Weihnachtsmarkt. In Sindelfingen findet dieser wohl aus Konkurrenzgründen zu Stuttgart nur an einem einzigen Wochenende im November statt.)

Also zur Site gefahren, eingecheckt und mit den Sicherheitsleuten die Parksituation geklärt. Parken war umsonst, angeblich hat Wizards das übernommen (und zusätzlich wurden wir am nächsten Morgen sogar eingewunken).

Trash und Tai trafen wir auch, beide schienen etwas genervt von der Fahrt. Wir chillten den Abend statt bei einem „Draft“ lieber bei einem „Lager“, in diesem Fall bei einem mexikanischen Restaurant mit Cocktailbar (aber dem Ambiente eines Bahnhofsbistros).

Im Hotel zockten Evil und ich noch ein bisschen um sein neues Standarddeck (No LD, no whiners THX!) zu testen, mit dem er am zweiten Tag die Standardqueues durcheinander wirbeln wollte. Ich will da nichts vorwegnehmen…

Also kommen wir zum Mainevent. Es startete in etwa pünktlich (eine Stunde später aufstehen wäre drin gewesen) und beim Registrieren des Pools stellt sich raus: ich sitze genau neben „malz77“. Ihm gab ich, wie nur Wenigen beim Grand Prix, den inzwischen seltenen und begehrten „Couchmagic„-KugelSCHREIbär. Er passte in ergänzender Weise gut zum Block, der von PlanetMTG verteilt wurde. — Huy stellte sich als Model zur Verfügung um die Goodies zu präsentieren (pix)

Diesmal waren der Pool, den ich registrierte und der, den ich nachher bekam, beide relativ durchschnittlich. Wobei ich beim Registrierungspool Shapestealer und Mirror Entity mochte und bei meinem Pool nachher keine so tolle Rare-Interaktion fand, da die meisten Rares Länder waren.

Ich brauche 29 Minuten und 30 Sekunden der Deckbauzeit. Zunächst stehen schwarz und blau als beste Farben definitiv fest, aber es gibt ein Loch im drei-Mana-Bereich. Dies muss mit einer dritten Farbe gefüllt werden, da in schwarz und blau nicht genug Karten in Füllerqualität zur Verfügung stehen. Ich überlege zwischen grün, rot und weiss hin und her. Rot bietet mit Tarpitcher und Mudbutton Torchrunner ein paar Goblins um den guten schwarzen Champion-Gobo zu spielen – aber insgesamt überzeugt mich der Plan nicht. Dann gibt es grün mit Elfen und zwei Branchbendern, aber da grün nur höchstens als Splash ausfällt, waren Branchbender nicht so sinnvoll. Zumal man die Bäume warscheinlich nur auf 3/3 bringen könnte und sie dann nicht mal im Kampf abtauschen wollte.

Weiss gefällt mit den beiden Neck Snap schon besser, nur belastet weiss den bereits überKLOBOGALLOREvollen 4-Mana Bereich damit zunehmend. Ich wollte weiss trotzdem spielen und entfernte daher Mournwhelk und Makeshift Mannequin um Platz für Kithkin Healer und den Skirmisher zu schaffen. Das stabilisierte das weiss weiter (Plover Knights sah als eine von drei weissen Karten irgendwie falsch aus) und verteilte die Manakurve etwas besser. Qualität sieht allerdings anders aus.

Einfach finde ich den Pool allerdings nicht und auch die Spoiler halten sich, sieht man von den ausreichend vorhandenen Removal-Karten ab, dezent zurück. So setzte ich geschickt mein T-Shirt Motto („no spoiler“) in Szene. Ein 0-2 schien unvermeidbar, Tag 2 machen hingegen schien vermeidbar. Malz77 baute neben mir etwas mit doppel-Briarhorn und anderen Bomben und ich mochte kaum hingucken. Gegen solche Decks hätte ich keine Chance. Ich könnte also nur auf Glück bauen.

Daher spiele ich auch nur 17 Länder. Das mit dem Mana müsste per Glück kommen, ich kann es mir nicht leisten auf Bomben zu setzen und entspannt 18 Länder zu spielen. Manafixing in den Farben stand mir ja glücklicherweise zur Verfügung.

Nun also zu den Spielen. In Klammern die Platzierung in den Final Standings (meine war nachher #440).

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 1 – Manuel Camacho [FRA] – UBG (#150)
An die erste Runde und die letzte erinnert man sich am Besten. Komische Sache, das. Es geht jedenfalls direkt gegen einen Franzosen und so heisst es gut aufpassen, wenn er eine seiner in Tischdeckenfarbe gehalteten Hüllen bewegt.^^

Ich gewinne den Wurf und lasse ihn beginnen. Diese Strategie werde ich nicht in Frage stellen bis auf ein Match in Runde 4. Denn ein Beatdown Deck im Sealed zu bekommen ist selten, meistens gibt es Decks mit klumpigen Manakurven und tendentiell suboptimalen Karten. Daher lasse ich lieber beginnen um eine Karte mehr zu ziehen.

Sein erstes „Play“ ist ein Skeletal Changeling, ich habe einen Amoeboid Changeling, aber als ich angreife will er nicht tauschen. Ich lege einen weiteren Changeling (auch den skelettartigen) und Dreamspoiler Witches dazu. Er ist screwed und ich kann ihn mit „DSW + 3 1/1“ konstant vermöbeln – klar, dass sein Changeling irgendwann durch den Witch-Trigger starb. 1-0

Im zweiten Spiel (er beginnt) zeigt er mir den guten Mann, der durch seine Nameless Inversion auf meinen potentiellen Blocker auch noch eine viel grössere Bürste bekommt, mit der er mich schrubbt. Hinzu kommt ein Bog-Strider Ash (ich habe einen Swamp) und Nath, the discard Lord. Gegen nur in leere Hände angreifende 4/4er kann ich nichts machen. 1-1

Das dritte Spiel lasse ich ihn beginnen und habe mit Vivid Land und Plains einen frühen Knight of Meadowgrain. Da er Battle Wand Oak spielt, wird es ein lustiges Rennen, was ich dank Lifegain aber gewinnen sollte. Ich kann den Healer und Skeletal Changeling nachlegen und ziehe auch endlich in Plover Knights und Mulldrifter. Bei einem Clash zeigen sich Broken Ambitions bei mir, die ich mir aufbewahre, falls er etwas gegen Flieger machen kann.

Tatsächlich spielt er in meinem Angriff einen Cloudthresher, den ich noch gar nicht kannte – auf drei Forests und Vivid Land. Ich zeige ihm das Broken Ambitions und den Spruch von meinem T-Shirt. „No spoiler!“ KKTHX! 2-1

Manuel erinnert sich plötzlich daran, den beim Clash ja gesehen zu haben. Er war auch im ganzen Spiel sehr aufgeregt.

1-0 (2-1)

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 2 – Michael Kundegraber [AUT] – UBG (#982)
Fast am gleichen Tisch (diesmal an Tisch 86, Runde 1 an Tisch 83) treffe ich auf Michael aus Österreich. Ich überlege kurz, ob er aus dem Kreis um Phips Summereder kommen könnte, aber er kommt aus einer anderen Richtung. Dabei bemerke ich meine schlechten Ortskenntnisse, was Österreich angeht.

Er gewinnt den Würfelwurf und beginnt nach einem Mulligan. Im ersten Spiel wird er nur von meinen Kreaturen (Namen siehe Runde 1, Spiel 1) gehauen. Ich habe Removal für fast jede seiner wichtigen Kreaturen. 1-0

In der zweiten Runde zeigt er mir hingegen, was eine Harke ist. So erfahre ich, das Pestermite, Woodland Changeling und Shriekmaw ziemlich gute Harken sind. Er hat eine Vorliebe für Bäume, besonders gegen seine beiden 4/4 Treefolks kann ich nach dem Black Poplar Shaman nichts mehr machen (keine First Striker gezogen und dicke Kreaturen habe ich einfach nicht). 1-1

Auch im dritten Spiel beginnt Michael, diesmal wieder mit Mulligan. Wir legen beide Changelings für 2 Mana, aber sein Woodland macht mehr Schaden als mein Skeletal. Später racen wir uns mit Moonglove Winnower (als ich das Mana zum Regenerieren übrig halten kann) und Mulldrifter, ohne dass ich mal einen Flieger ziehe. Ein geschicktes Wings of Velis Vel reicht dann von seiner Seite um das Rennen vorzeitig zu entscheiden. 1-2

1-1 (3-3)

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 3 – Jan Girbig [DEU] – WRB (#1075)
Nach Stechen mit dem W20 gewinne ich seinen 1ser Wurf mit einer 3 und lasse ihn beginnen. Jan legt einen Avian Changeling und ist dann screwed – ich halte zwar Flieger, kann sie aber erst zwei Runden später legen. Immerhin bekomme ich einen Stonybrook Angler und den Kithkin Healer auf den Tisch und kann gegenracen bis mein Flieger kommt. Ich entscheide mich auch, mit dem Amoeboid Changeling anzugreifen (der ein Stalactite hält, wie sinnvoll ist das) aber er hat noch ein Eyeblight’s Ending für meine Dreamspoiler Witches. Das sollte mit einem aktiven Amoboid eigentlich nie passieren dürfen. Er legt noch einen Brion Stoutarm, kann aber meine Horde nicht mehr aufhalten. 1-0

Jan beginnt auch das zweite Spiel, diesmal mit Mulligan. Nachdem er beim Mischen geschickt die Hostility gefloppt hat, richte ich mich auf das Schlimmste ein (sie soll mit Brion Stoutarm viel Nachwuchs bekommen, habe ich gehört). Aber er ist einfach nochmal mit Manaproblemen gestraft – ob es Screw oder Flood war, weiss ich nicht mehr, aber nach mehrmaligen Angriffen mit Doppel-Moonglove Winnower und Dreamspoiler Witches ist seine Karte nur eine Ajani in diesem Spiel. Das war echt Pech. 2-0

Ich wette dass Jan einen sehr guten Pool hatte, aber wohl zu viel Pech. Denn die Karten, die er mir zeigte waren schon ziemlich heftig (Hostility, Brion Stoutarm, weisser Planeswalker).

2-1 (5-3)

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 4 – Andrej Farkas [SVK] – RWb (#53)
Andrej kommt aus der Slovakei, auch nicht wesentlich weiter weg als Österreich.^^ Ich gewinne den Würfelwurf mal wieder und lasse ihn beginnen. Er legt Plains, Goldmeadow Stalwart und ich könnte mich treten. In der zweiten Runde folgt ein Kithkin Greatheart (and I could tret me more). Auf zehn Leben komme ich mit Moonglove Winnowers, die gegen RW ja schnell entfernt werden könnten (Riese legen, mit Greatheart angreifen – Lash Out, Surge – so viele Optionen) aber ich muss es versuchen.

Er hat nichts davon und legt Marsh Flitter #1, dann Marsh Flitter #2 und Moonglove Winnower hat er auch. Ich sterb dann mal. 0-1

Hier überlege ich ernsthaft, ob ich selbst anfangen muss, denn sein Deck sieht nach einer halbwegs vernünftigen Beatdown-Kurve aus. Ich entscheide mich dagegen. Andrej beginnt mit einem Mulligan und einem Ashling. Argh!

Ich habe einen Paperfin Rascal und wir racen uns entsprechend, wobei sein Ashling jede Runde wächst. Doofes Rennen. Dann wird eben das Board voll gelegt, denn er hat nur einen Mountain, damit kann er den Ashling nicht als Erdbeben draufgehen lassen. Skirmisher und schwarzer Changeling kommen hinzu. Weed Strangle auf den Ashling und der gewonnene Clash bringen mich wieder auf 18, aber er nutzt die Gunst und spielt Lash Out#1 (aber nicht auf den Regenerierer) und gewinnt den Clash und hat wenig später noch ein zweites Lash Out und gewinnt wieder den Clash. Der Skeletal Changeling beraubt ihn seiner letzten drei Leben (wir zogen beide keine Kreaturen nach). 1-1

Er beginnt auch das entscheidende Spiel und wir haben beide einen Skirmisher. Ich baue dann die besseren Kreaturen mit Moonglove Winnowers und kann ihn auf 13 bringen, dann aber legt er zwei Marsh Flittersund Purity nach. Ich habe kein Removal und er kann mich schneller auf 0 bringen und die Winnowers locker durchlassen. Diesen Plan verfolgt er erfolgreich. 1-2

2-2 (6-5)

Marion (als einzige im grünen Bracket) gewinnt in dieser Runde gegen das „Aufbaukiddie“. Als er acht Länder hat, kann sie Nettlevine Blight auf seine einzige Kreatur legen. Darauf hin verliert er alle Länder bis auf drei und entsorgt dann das Blight per Evoke eines Wispmares. Eine grausame Geschichte…

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 5 – Yves Hartmann [DEU] – UG (#495)
Bei meinem Stand von 2-2 steht Dirk noch 4-0 und Evil 3-1, es geht also noch um Alles. Wir rechnen nach, dass 7-2 reichen müsste aber eventuell nicht alle mit 7-2 weiterkommen (so sollte es später tatsächlich sein). Ab hier befinde ich mich also im „Single Elimination Mode“.

Zuerst denke ich, das Yves aus Frankreich kommt, denn im Elsass gibt es viele deutschklingende Namen, aber er kommt aus Deutschland, sogar aus der Nähe (Mannheim). Mit 6 zu 7 gewinne ich wieder knapp den Würfelwurf – das Glück ist immerhin schon auf meiner Seite. Nebenbei bemerkt hatte ich auch, ich glaube bis auf eine Ausnahme, nie einen Grund um einen Mulligan nehmen zu müssen und auch keine wesentlichen Manaprobleme.

Yves beginnt und zeigt einen Silvergill Douser, während ich mit einem Stonybrook Angler und Dreamspoiler Witches glänzen kann. Er rüstet den Douser inzwischen mit Runed Stalactite aus und legt noch einen Merrow Rejarray daneben und kann mich in Runde vier für sechs hauen. Ich finde allerdings noch Removal für den Rejarray und kann den Douser ebenfalls entsorgen (ich glaube sogar über zwei Trigger von den Dreamspoiler Witches, als ich Faerie Harbinger für Nameless Inversion und dieses dann zusammen mit Sentinels in einer Runde spielen konnte).

Stabilisiert habe ich mich dann auf 6 Lebenspunkten, als er einen Changeling Titan legt. Mir war es fast schon egal, da ich einen Skeletal Changeling zum Blocken bereit halten konnte. Nach dem Enttappen stellte ich dann fest, dass er zwei Plains, zwei Islands und Shimmering Grotto getappt hat. Irgendwas anderes, das Mana machte? Nicht in Sicht. O la la!

Ich vermerke mir den Changeling Titan als Info (Hurra für die neuen Penalty Guidelines, da brauche ich auch keinen Judge rufen!) und ohne zeitliche Verzögerung kann ich ihn in zwei/drei Runden in der Luft überfliegen. 1-0

Das zweite Spiel beginnt er und ich habe wieder drei unterschiedliche Länder auf der Hand und beginne mit Plains, ziehe Knight of Meadowgrain und Plains nach und kann ihn dadurch in der dritten Runde legen, als Blobble schon einmal angriff. Ich bekomme danach eine schöne Kurve mit Balloonist und Plover Knights und erlaube mir, seinen Changeling Titan durchzulassen. Als ich 6 fliegende Power gegen Yves sechs Leben habe, gibt er auf. 2-0

3-2 (8-5)

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 6 – Kjell Lutz [NLD] – RWb (#431)
Diese Runde ist grausam, ich werde nur geschlagen. Wieder lasse ich ihn beginnen und Kjell hat ein Aggrodeck, dass mit Kithkin Greatheart, Adder-Staff Boggart, Kithkin Healer und Thundercloud Giant startet und zwischendurch auch noch den Clash für den Goblin gewinnt. Ich habe das rettende Weed Strangle für den Giant, aber nur einen Swamp. Mein einziges Spiel mit Manaproblemen, aber ich hätte es auch ohne den Giant noch verloren. 0-1

Aus den Erfahrungen mit Andrej in der vierten Runde heraus lasse ich ihn nochmal beginnen. Andrej meinte nämlich, auch wenn sein Start so aggressiv aussah hätte er auf jeden Fall den Gegner beginnen lassen, denn er war der gleichen Auffassung wie ich, dass es kein solides Beatdown Deck geben könne.

Im zweiten Spiel kann man zusammenfassend sagen, dass Kjell immer die passende Karte auf der Hand hat. Soviel verraten meine Notizen. Während er mit Kithkin Greatheart und Balloonist eine Offensive aufbaut (und später noch ein Changeling Titan hinzukommt, ein doofer Flieger!) hat er Lash Out für meinen Knight of Meadowgrain und ein Moonglove Extract für meinen Balloonist. 0-2

3-3 (8-7)

Nun war ich also „out of competition“. Seit der Runde mit Yves weiss ich immerhin, dass mein Deck stark eingeschätzt wird, da es viele Flieger und Removal spielt. Auf dem Plan könnte ich aufbauen und vielleicht noch zwei Runden gewinnen um etwas Rating zu bekommen. Da Dirk 5-0-1 steht ist ohnehin noch kein Heimweg in Sicht und ich fühle mich gut, da wird also weiter gespielt.

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Runde 7 – Markus Seine [DEU] – UB (#391)
Inzwischen geht es an einen mir hoch erscheinenden Tisch 153. Man merkt deutlich, dass viele Spieler gedroppt sind. Markus kommt aus dem Münsterland, er spielt auch in Dülmen oder Iserlohn, hauptsächlich aber eher nicht Standard.

Markus ist der Erste, der den Würfelwurf gewinnt, aber er möchte selbst beginnen. Dies erfüllt er über einen Mulligan und während wir uns gegenseitig zutexten, besagen meine Notizen, dass er nach Dreamspoiler Witches und Balloonist und Healer auf meiner Seite tot war. 1-0

Er beginnt auch das zweite Spiel, dass so eindeutig ausgeht wie das erste, allerdings in der umgekehrten Richtung. Sein Deepthread Merrow und discard Faeries machen mir zu schaffen. Als ich den 2/1er mit Nameless Inversion abschalte, zeigt er mir riskante Mistbind Cliques, die dann den Sieg für ihn bringen. 1-1

Ich lasse ihn beginnen und wir haben beide langsame Starts. Meine erste Kreatur ist Moonglove Winnower und ein Knight of Meadowgrain kommt nur einmal vorbei und wird dann gegrillt. Er hat wieder Discard Faeries, aber auch Mulldrifter und Glen Elendra Pranksters mit Runed Stalactite (die meine Flieger gut abhalten) und ich ziehe mehrere Runden nur Müll, finde dann mit Faerie Harbinger die Sentinels, aber er legt einfach wieder Mistbind Clique und ich verbauere es auch noch, die Sentinels zu legen bevor meine Länder getappt werden. Unfassbar schlecht – dadurch habe ich nicht genug Flieger um zurück anzugreifen und sterbe an der Faerie-Prinzessin ein zweites Mal. 1-2

3-4 (9-9)

Nach der Runde will Markus sein Deck wieder in die Anniversary Deckbox einpacken, aber die liegt nicht mehr da. Wir sind uns sicher, dass er sie ausgepackt hat, denn er hat gegen mich eine Karte gesideboardet (etwas, worauf ich mangels Masse verzichtete). Seine Deckbox ist allerdings weg.
Markus fragt seinen französischen Nachbarn, ob er die Deckbox gesehen habe und der erwidert „Oh, j’en ai pleins…“ (deutsch: Oh, davon hab‘ ich viele!) Ich konnte mich kaum noch vor Lachen auf dem Stuhl halten, als rauskam, dass dieser Spieler erklärte, sein Deck zum Sideboard von Markus in die Box gepackt zu haben und das dann zusammen mit seiner Box im Rucksack…

J’en ai pleins.

Bester Spruch seit „La Mer!“

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Runde 8 – Yosuke Tomiyasu [JPN] – URW (#877)
Der Name meines Gegners hört sich japanisch an und er sieht auch so aus. Mit Sakko sitzt er bereits am Tisch als ich komme und mischt konzentriert sein Deck. „Hi“ sage ich zur Begrüssung und ein überschwengliches „Hi“ kommt mir entgegen.

Ich packe meine Sachen aus und frage ihn beiläufig „did you have a long distance travel to get here“ oder so irgendwas. Darauf bricht Yosuke in Schnalz und Zisch-Laute aus, wirft den Kopf in den Nacken, sagt „Ah“ und „No“ und „Mulli“ oder sowas. Hm. Kurz frage ich mich, ob er einen spastischen Anfall hat und auch die am Nebentisch sitzenden Spieler (wie ich später scouten sollte, eher im Casual Bereich zu Hause) drehten sich besorgt um.

Aber er fing sich wieder und meinte, er würde ganz in der Nähe wohnen. Keine Ahnung. Wir würfeln höher und ich lasse ihn beginnen und während des Spiels kamen auch noch zwei oder drei Stellen, an denen er in diesen „Tzsss“-Mode ging. Sehr seltsam, habe ich noch nicht gesehen. Erst sitzt er da ganz konzentriert und ich überlege, ist es der Pro oder warum spielt er noch beim Stand von 3-3 weiter, was ist das, und dann sowas.

Naja, ich nehme einen Mulligan (sechs Länder, Plover Knights) und er beginnt nach meinem gewonnen Würfelwurf. Meine zweite Hand ist ähnlich langsam, aber hat mehr Kreaturen. Er bekommt Ashling auf den Tisch, pumpt ihn aber nicht im Angriff sondern erst gegen Ende meiner Runde, und auch das vermeidet er beim zweiten Mal. Entweder hat er voll die Tricks oder aber spielt so komisch wie die Runde begann…

Nach drei Angriffen vom Ashling bin ich auf 15 (andere mögen das besser können) als er Inkfathom Divers legt nachdem ich gerade mein zweites Island legte. Ein Deepthread Merrow folgt, nachdem sein Ashling von meinem 2/2er tot geblockt wird (das hat mich am meisten gewundert) aber die Islandwalker bekomme ich nicht mehr weg, da kein Removal. 0-1

Ich lasse ihn wieder beginnen. Diesmal nimmt Yosuke einen Mulligan, flüstert dauernd etwas japanisches („Mulli-mulli“) und ich kann ihn mit Dream Spoiler Witches und Sentinels in fünf Runden killen, während ich seine Gegenangriffe (Boggart Sprite Chaser, Kithkin Healer, Ringskipper) mit meinem Amoeboid Changeling abschwäche. Übrigens das einzige Spiel, in dem mir Blobble was gebracht hat, und selbst das war relativ schwach. 1-1

Das dritte Spiel ging lange und zeigt mir diverse Asynergien in Yosukes Deck. Er spielt alle Tribes durcheinander. Wieder das seltsame Gemisch aus Goblins, Elementals, Faeries, Elfen und Giants. Nichts passt zueinander – er sucht mit Giant Harbinger einen Hamletback Giant raus, zieht aber vier Runden kein siebtes Land. Der Ashling stirbt in diesem Spiel an einem Neck Snap ohne Spuren zu hinterlassen. Die Ringskipper blocken meine zahlreichen Flieger tot (da er das +1/0 Elemental hat) und er gewinnt jeden Clash. Absolut jeden. Inzwischen ist er soweit aufgetaut, dass Kommunikation möglich ist und ihn nicht direkt in den „Tzz“ Mode bringt. Ich spiele mehrere Mulldrifter und kann mit fliegenden Knight of Meadowgrain an den Bodenkreaturen vorbei, das hat nachher die Entscheidung gebracht. 2-1

4-4 (11-10)

Ein zunächst verwirrender (oder verwirrter) aber netter Gegner, auch der einzige, der meinen Namen ganz aufschreiben wollte und sich dabei Mühe gab alles richtig zu schreiben. Typisch für den Kulturkreis, und ich bemühe mich ebenso.

Witziges Detail: er mag kein Deathtouch. Als ich Moonglove Winnowers legte, griff er nicht mehr an und als ich zwei hatte und mit einem angriff, blockte er nicht mal, obwohl er mit einem Ringskipper hätte tauschen können (diese Inner-Flame Igniter).

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Runde 9 – Ian F Desmond [IRL] – WRB (#645)
Allerdings kein Vergleich zu Ian. Mit Ian hatte ich den besten Smalltalk des ganzen Turniers. Ich erfahre, dass er aus Irland kommt und wir plaudern darüber, dass es noch nie einen Grand Prix in Irland gab – warum eigentlich nicht? Es gibt da bestimmt genug Sehenswürdigkeiten und ich würde gerne mal dahin. Das nächste wäre Birmingham, aber das soll wohl nicht so schön sein…

…die Spiele? Achso. Ja.

Ian gewinnt den Würfelwurf und beginnt, muss aber auch einen Mulligan nehmen. Er legt im ersten Spiel einen Oaken Brawler, aber nicht mehr. Ich darf zwischenzeitlich Dream Spoiler Witches legen und mit Weed Strangle den Brawler entsorgen. Dann rüstet er nach mit Veteran of the Depts, Hillcomber Giant und Inner-Flame Igniter.

Dann folgt sein Angriff. Ich versuche mal eine „low risk, high reward“ Strategie und spiele Neck Snap auf den Giant (gebe Veteran -1/-1). Dann noch Nameless Inversion auf den Igniter (Veteran nochmal -1/-1). Als seine Angreifer daraufhin alle tot sind… „No Blocks!“
So schnell verwandelt sich eine potentielle 11 Punkte Attacke in Luft, wer braucht da noch Spoiler?
Ian zeigt beim Clashen noch einen Changeling Hero, kann ihn aber nicht mehr anbringen. 1-0

Die zweite Runde beginnt er auch wieder mit Mulligan. Ich habe einen Stonybrook Angler und Paperfin Rascal und wundere mich darüber, dass ich die ersten Attacken machen kann. Dann spielt Ian Plover Knights (und ich habe auch welche in der nächsten Runde) und danach Warren Pilferers. Aber ich finde mit Mulldrifter die Faerie Harbinger und danach überfliege ich seine Pilferers konstant. 2-0

5-4 (13-10)

Runde 1 | Runde 2 | Runde 3 | Runde 4 | Runde 5 | Runde 6 | Runde 7 | Runde 8 | Runde 9 | Top

Damit hatte ich ein Ergebnis, dass mir nicht so vorschwebte. Mit dem Pool hatte ich mir nicht mehr Möglichkeiten ausgerechnet, aber eine Runde mehr gewinnen wäre sogar möglich gewesen. Immer hatte ich das Gefühl, gegen die besseren Gegner gepairt worden zu sein. In der Runde gegen Kjell, als sich meine Tag2-Chancen auf 0% reduzierten, spielten neben uns Leute ihren ersten Grand Prix mit Karten, die auch nicht so recht zusammenpassten.

Quelle chatte

Dirk scheiterte knapp in Runde acht (beim Stand 6-0-1) an Mark Vogt, der nach einem Fathom Trawl nicht wusste, welche der gewinnbringenden Karten er spielen sollte, es dann aber doch tat und in Runde neun an einem grünen Hideaway Land. Wie ich die beiden Videos hiervon einstelle, weiss ich nicht. Warscheinlich nur für Couchmagic Premium…

Schön wars wieder die Leute zu treffen. Viele Essener Pros liessen sich nach einem x-3 auch zu den Sideevents ziehen. Mo wurde viel zu früh der Draftgegner von Michael (mein Gegner aus der zweiten Runde) aber die ersten Sideevents kosteten nur die Hälfte (6,- EUR).

Tai wurde im „Quelle chatte“ Pulli gesehen. Wenn man nach „Quelle chatte“ googelt, findet man nur Couchmagic habe ich gehört…

3 Kommentare

  1. Jek meint:

    Wieder nett geschriebene Infos vom GP, ich hoffe trotzdem, dass da noch ein bissl mehr kommt…

    Ich werde gerade wehmütig, dass ich nicht da sein konnte.

  2. Belcadrach meint:

    Ich sitze hier und denke mir: „La Mer…“

  3. derek meint:

    ich bin ein fan von dieser seite!

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