To:Rhino

Hihi. „To:Rhino“. Ich lach mich scheckig.

Morgen geht es los und ab nach Turin (I-10100 Torino) und durch einen Felsabgang am Gotthard gestern (Mittwoch) morgen um viertel vor sieben, bei dem erstmals zwei Personen gestorben sind, wurde der St.Gotthard-Tunnel für den Strassenverkehr gesperrt. Hab ich im Handelsblatt gelesen. (Handelsblatt ist halt das, was Leute lesen, die Kartenspielen und Geldverdienen nicht in einem Satz zusammenbringen.) Ich find’s schon ziemlich schocking, wenn man sich vorstellt, dass da eine Lawine mit Brocken von 2,15m Kantenlänge herunterkommt und davon überrollt werden – zehn Kubikmeter! – will man nicht.

Auswirkung davon – der Tunnel ist bis morgen für den Verkehr gesperrt – und das ist um so ärgerlicher, als er die Hauptverbindung nach Italien darstellt und ein höheres Reiseaufkommen zu den Pfingsttagen geplant ist. Ausserdem wäre die Durchfahrt schon im Vignettenpreis enthalten (Gr.St.Bernadino kostet extra). Und Passwege sind derzeit noch wegen der Wintersperre geschlossen. Zur A2 (CH) heisst es aktuell:

A2 Gotthard – Luzern Zwischen Wassen und Amsteg
Vollsperrung,Gefahr durch Steinschlag,Die Gotthardachse A2 bleibt in beiden Richtungen voraussichtlich bis Freitag Mittag gesperrt.,Umfahrungsmöglichkeiten via A13 San Bernardinotunnel oder Lukmanierpass oder via Lötschberg-Autoverladung – Simplon oder Grosser St. Bernhard. Auf diesen Achsenmuss mit regem Verkehrsaufkommen und Behinderungen gerechnet werden.bis 02.Jun. 2006 12:00 Uhr

Tja.

Anderes Thema. Sprich: langer Exkurs, dann wieder was zu Turin.

Was ich nicht mehr hören kann ist „It’s just so good.“ Meist in folgender Kombination: „Play this deck. It’s just so good.“

Ausgangslage ist sicherlich ein vielseitiges Standard-Metagame und ein recht ausgewogen erscheinender Kartenpool in Verbindung mit kurz hintereinander erscheinenden Sets. Aber darum muss man doch nicht in jedem Deck den Formatbrecher sehen. Es gibt doch noch nicht mal ein „Format“ wie man es aus den letzten drei Standard-Blöcken her kennt – mit fest definierten Decks, die es zu schlagen gilt.

Play this deck. It’s just so good.

Nun schreibt jeder Hans-Wurst über sein standard-legales Deck und meint, nur weil er zwei Matchupanalysen macht, ist das Deck superdupergut (etwas, das ich dem Junkforger Control von vor einigen Tagen ausdrücklich abgesprochen habe). Vielleicht wird es etwas klarer, wenn ich mal ein Beispiel gebe.

Verreissen wir mal Jesse Mason. The End: A Regionals Report *18th*
Was wissen wir über Jesse? Er hat beim Regionals den achtzehnten Platz belegt- von immerhin (warscheinlich) 128 Teilnehmern, denn das Tunier ging über acht Runden. Und das Deck, was Jesse gespielt hat, ist „The End – the best deck in the format“. Was ein Anspruch. Nur „The Deck“ kommt dieser Formulierung nahe. Aber guckt euch mal die Deckliste an.

Ich hab’s nachgebaut und gespielt. Und es ist so gut. Spielt dieses Deck. Wirklich. Es ist wirklich gut. Wer glaubt mir?

Keiner. Hoffe ich. „It has sheer raw power and speed“ sagt Jesse als ob er über ein Mono-G aggro schreiben würde, und so ein bisschen danach sieht es auch aus. Viele grüne Männchen, auch ein bisschen Mana-Beschleunigung – was sag ich, die Hälfte der nicht-Land-Karten sind Manabeschleunigung! Und der Rest sind Fatties.

Manabeschleunigung und Fatties. Warum ist noch keiner drauf gekommen? „Really, this deck is good. Play it!“

Wenn man’s dann mal spielt – es gibt tatsächlich interessante Kombinationen. Mit dem Protean Hulk den Gleancrawler raussuchen und eot den Hulk auf die Hand nehmen, kann schon was. Aber dass jedes vernünftige Deck den Plan dieser Fatties durchkreuzen könnte, dürfte klar sein.
Wenn man sich den Spielreport durchliest, was tatsächlich amüsant zu lesen ist, stellt man auch diverse Probleme der Gegner fest – seien es jetzt ein-Land Hände oder Builds, die seltsame Karten spielen oder eben nicht (kein Flames im mono-R).

Wenn man das Deck dann spielt, stellt man eine gewisse Verklumpung fest. Man möchte nicht nur Manabeschleunigung ziehen, sondern damit auch was anstellen können. Andererseits ist die Chance, am Anfang viele Fatties mit zu wenig Ressourcen zu ziehen zwar niedriger, aber speziell Kodama of the North Tree hat das Legendenproblem. Ohne Greater Good gibt’s in einem Kreatur-Stall (was auch vorkommen kann, ich hab’s gesehen) für jeden weiteren Kodama einen kostenlosen Mulligan. Das nervt.

Und die Proteam Hulk kosten übrigens sieben Mana! SIEBEN! Ich mein, dafür kann man auch einen Simic Sky Swallower spielen, wenn man will. Und so schön die Manabeschleunigung das auch ermöglichen möchte, es ist einfach zu konservativ. Birds, Elder und Sprawl beschleunigen nur um ein Mana, hier gehts aber um ein Vieh, das sieben Mana kostet. Es wäre eben so viel einfacher, wie an anderer Stelle schon gesehen, den Hulk mit Followed Footsteps zu aktivieren.
Ehrlich – die sieben Mana sind für dieses Deck eine langsame Angelegenheit.

Und dann ein Hierarch? Wie lächerlich ist das? Wenn ich schon in der dritten Runde Hierarch-Mana habe, dann will ich auch vier im Deck haben. Immer. Aber – das ist ja schon das beste Deck, also brauche ich keine Verbesserungsvorschläge mehr machen. It’s just so good. Play it.

Ein schöner Artikel zu diesem Thema ist auch der 300-card Zoo auf Magic-League, der’s von der satirischen Seite sieht und das versteht nicht jeder. Witzige Comments.

Ist mir noch bei anderen Autoren aufgefallen, aber das war das beste Beispiel. Egal.

Zurück zum Thema Turin.

Schon drollig, dass dieses Wochenende zwei Grand Prix sind, einer in Turin, und einer in Toronto. Warum das so lustig ist? Torino, Toronto, Torino, Toronto. Verwirrt?

*aufpassen!*

Angeblich hat unser Hotel Internet auf dem Zimmer, ich bin mal gespannt, wie sich das darstellt, vielleicht gibt’s an dieser und an anderer Stelle eine Life-Reportage, wenn das möglich ist. Falls nicht, muss ich mich vielleicht für Tag 2 vorbereiten und wir sitzen in einem Ristorante und draften am Samstag abend. Eine schöne Vorstellung.

Bin mal gespannt, wann Dietsch ankommt, der erst nachmittags losfahren kann und noch einen kleinen Abstecher nach Nürnberg macht, just for fun. Gestern meinte er jedenfalls, noch keinen Streckenplan und keinen Übernachtungsplatz zu haben – na, das hat schonmal das Zeug zu einem vielversprechenden Reisebericht. (Und wer kennt sie nicht – die 25.04.2006 – GP Barcelona Reise Report Part II und diversen PTQ Berichte mit überholenden DJs…) ^^

In der Hoffnung, dass es was wird mit den Spaghetti… einen heissen Stein will ich nicht haben.

Bauernermässigung

Da es bei den Blog-Erstellern gerade „in“ ist, Listen zur Diskussion zu stellen, was man denn noch alles be-schreiben kann, wollte ich mir auch mal so eine ToDo Liste aufstellen, quasi um den Zehn Ideen und Things to tell… zu huldigen (diese Links schreib ich nur hier rein, damit ich mich nicht so einsam fühle in dieser Blogwelt).

Also mal ein bisschen Brainstorming:

C’est la vache
Warum ich mal irgendwann ein Kuh-Deck bauen wollte und Ausflug in satierische Internetseiten und solche, die’s werden wollten.

Two-Headed Giant
Gegenüberstellung der offiziellen 2HG Regeln und der viel besseren hausgemachten Regeln, die wir im Grunewald entwickelt und im Litfass verfeinert haben.

Nummer hundertfünfzig lebt
Wie man mit Blogs viel schneller mehr schreiben kann, als bekannte deutsche Internetautoren. Und warum Jamie Wakefield, formerly known as King of the Fatties mein Idol ist.

Lassie, Pluto und Spike
Bekannte TV-Hunde und die Anwendung des „Timmy, Johnny and Spike“ Schemas.

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FNM 10.Mrz 2006 CD-Shop/Drachental

Nachdem ich wieder schnell noch irgendeine Quest in WOW erfüllen wollte, was mal wieder viel länger dauerte, als gedacht, blieb mir keine Zeit mehr, Deckgedanken in die Tat umzusetzen. Also schnell die alten Decks unter den Arm geklemmt und ab auf die Autobahn. Während des Staus, so der Plan, kann ich mir immer noch überlegen, was ich spielen wollte.
Aber kein Stau, nur ein Holländischer 308er Doka (die so gar keine Lobby haben, wenn man’s mit dem T2 vergleicht, dann bleibt der 308er wohl immer das Baustellenauto) mit verbeultem Nissan hintendrauf und so blieb noch Zeit für einen Fastfood-Snack an der Turbinenhalle, eine dieser Veranstaltungshallen, die ein Alternativprogramm zum FNM anbieten, das mich heute wegen der Doppelschicht nicht interessieren soll.

„FNM 10.Mrz 2006 CD-Shop/Drachental“ weiterlesen

FNM 03.Mrz 2006 CD-Shop

Was kann man an einem nicht sonderlich verschneiten, aber trotzdem „üsseligem“ Freitag abend besseres machen, als sich zwischen Alex (rechts) und Christian zu setzen und ein paar Magickarten aus den Boostern zu befreien um sie ihrer Bestimmung zuzuführen.

Der Draft lief recht seltsam was die Firstpicks angeht. Mein erster Firstpick (irgendwann erscheint von mir ein Buch gleichen Titels mit Bildern zum ausmalen) war Last Gasp und dass ich ihn über Viashino Fangtail genommen habe, hat mir nach dem Draft leichte Ohnmachtsanfälle während des Deckbaus beschert. Ich sollte langsam mal realisieren, dass schwarz in Guildpact nicht mehr so stark ist und rot aufgeholt hat, was die Spielbarkeit angeht. Nachdem mich Alex mit meinem 103-Pick (das ist der erste Booster dritter Pick), das war Galvanic Arc, aus meiner schwarz/blau Ecke in eine splash-rot und mit weiteren roten Goodies immer mehr ins rot/blau splash schwarz Deckthema drängte, kam von links erstaunlich viel gutes Schwarz, aber vor allem blau baute ich im zweiten Booster aus. Wie sich nachher ergab, blieb das gute rote wohl nicht nur am Christian sondern auch an Evil hängen, der sich auf Gruul ausgerichtet hat.

In Guildpact war mein Firstpick der Savage Twister – und wenn man über Hatepicks auch geteilter Meinung sein kann, der Rest des Boosters war für mich nicht so überzeugend, dass ich diese Bombe weitergeben wollte. An die genauen Picks kann ich mich nicht erinnern, es gingen aber einige rot/blaue Karten konstant um den Tisch und ich konzentrierte mich in der ersten Linie auf Steamcore Weird und Ogre Savant, da sie auch mit den entsprechenden Splashs spielbarer erscheinen als die goldenen Karten – und Gelectrode, Chronarch und Wee’s kamen tatsächlich noch ein zweites Mal vorbei. Ein Chronarch als 15th Pick. Weird.
Sowas wäre mir auf dem Grand Prix nicht passiert. Glaub ich.

Gegen wen ich das erste Spiel gespielt habe, weiss ich gar nicht mehr so genau, war glaub ich David. Die Synergie zwischen den Bounce-Effekten und den CIP (comes into play)-Effekten sehr nützlich. Theoretiker spechen da von virtuellem Kartenvorteil. Eine Spielsituation sah zum Beispiel so aus, dass ich jede Menge kleine Kreaturen hatte, mein Gegner hatte zwei Gruul Noldorog, die zwar fürchterlich knurren, aber nicht gut angreifen konnten, ohne zwischen meinen Ogern und der Tolpid Moloch hängen zu bleiben. Dazu kam eine Gelectrode und als sie aktiv war, konnte ich mit zwei Ogre Savant angreifen, er blockt wie erwartet mit den beiden Noldorog. Mit Damage auf dem Stack einen Ping mit Gelectrode auf einen Noldorog, dann Peel auf meinen Ogre und eine seiner kleineren Kreaturen, Gelectrode zurückgetappt und Ping auf den anderen Noldorog. 1-0

Das zweite Spiel war gegen Evil und er konnte mir keine Kreatur lange genug im Spiel lassen, dass ich mich mal an eine erinnern würde. Eine Spielsituation aus diesem Spiel war ein Greater Forgeling, der durch das Galvanic Arc den Weg freigeschossen bekam und den ich im Kampf noch aktivierte. Dadurch starb er einfach an einem Pyromatics und Sascha, der sich das ansah, hält das im Nachgang für den entscheidenen Fehler (keine Aktivierung wäre evtl. besser gewesen). Wenn ich auch zum überwiegenden Teil der Meinung bin, dass die als 3/4 länger gelebt hätte, weiss ich nicht, ob das Spiel dadurch anders ausgegangen wäre, denn Evil konnte IIRC einen Streetbreaker Wurm (im Zweifelsfall ist es immer der Wurm) bringen und das Race hätte ich verloren. So war das Pyromatics, das er halt gerade hatte, weg und konnte nicht zu einer „Ups, ich gewinne“ Karte dank x-mal Replicate mutieren. 1-1

Im dritten Spiel gegen Tobias kann ich mich nur noch an Gelectrodes erinnern, die seine Kartenauswahl, die aus x/1 Kreaturen bestand, konstant abschiessen konnte. Es kommt eben auch auf den Wert hinter dem Strich an – aber andererseite wäre die Gelectrode auch nur 0/1 gewesen. 2-1
Bleibt noch Zeit, dem Finalspiel zwischen den beiden 2-0 stehenden zuzusehen, wobei Evils Gegner eine Glare spielt, worauf ich mich zunächst einem anderen Spiel zuwende, denn die zahlreichen Kreaturen machen es eigentlich unmöglich, das der Glarespieler das Spiel noch verliert.
Doch als ich zurückkomme, hat sich die Kreaturensituation bei Evil verbessert, wärend sein Gegenüber scheinbar drei Länder in Folge gezogen hat und durch ein Scatter the Seeds auf Evils Seite mit einem unberechneten Chumpblock genau auf 0 gehauen werden möchte.

Neben eindeutigen 1. (Evil) und 2. (Christian) Platz gab’s dann noch drei mit 2-1. Gratz an Christian, dass er mit dem, was ich ihm geschoben habe, besser dran war. Auch dank seiner game-winning moves:
Christian hat einen 1/1 Flieger mit zwei Haunted-Effekten von zwei Blind Huntern und vermöbelt Alex damit konstant. Alex greift in Verzweiflung an; Christian tappt den Flieger mittels Tidewater Minion zurück und blockt einen Angreifer.