Vorsatz und -spiel

Erstaunlich, dass ich das Wort „Vorsatz“ bislang erst in einem Blogeintrag (diesen hier natürlich nicht mitgezählt) benutzt habe, da man es zur Neujahrszeit überall hört. Hier und da werden gute Vorsätze (natürlich – immer nur gute!) bekanntgegeben, auch Mirja Böes begleitete mich heute morgen mit einem Comedy-Schnipsel aus dem Radio zum Thema „Vorsätze“ (das Programm ‚Morgen mach ich Schluss!…Wahrscheinlich!‘).

Dabei ist das Wort doch im restlichen Jahr eher schlechter Natur. Vorsatz, das ist in der Rechtslehre doch quasi das Gegenteil von Fahrlässigkeit. Der Hintern ist Fahrlässigkeit und der Kopf ist Vorsatz. Fragt mich nicht, woher ich das habe…
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X-mas

Der VDS (Verein Deutsche Sprache e.V.) – Einschub: mir fehlt da der Artikel, es liest sich so gebrochen; Verein der Deutschen Sprache e.V. wäre doch nicht so holprig… aber das ist wirklich nur ein „aside“ – hat das „überflüssigste Wort“ des Jahres 2008 gekührt.

Welches Wort hat da wohl gewonnen? „Finanzkrise“?! „Rettungsschirm“? „Bildungsfrühling“? Oder mein Favorit: „Umweltzone“?

Nein, es ist ganz platt das Wort „X-mas“.

„steht aber im krassen Gegensatz zu allem, was man in Deutschland mit Weihnachten verbindet“ – ach ja?! Das sagt bitte wer? Moralapostel der Nation, hier habt ihr euren Verein gefunden.

Das man übrigens auch in jedem anderen Jahr hätte auswählen können. Die Erklärung des „überflüssigsten“ Wort wird in der Presse widergegeben. Dem kann ich nicht viel hinzufügen… ach, vielleicht wähle ich ja mal den überflüssigsten Verein!

Der Verein Deutsche Sprache (what a pun!) führte schon 2003 einen humorvollen Text (Taskforce Christmas Roll-out) mit der „anglifizierten“ Weihnachtswelt an. Ich fürchte, ausser dem Weihnachtsmann ist da keiner mehr, der sich traut, die IMO interessanteren Alternativen zu wählen. Diese Weihnachtsaffinität ist schon auffällig.

Woher sich der Verein wohl finanziert? Bei der Einstellung aber sicherlich nicht vom Weihnachtsmann…
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