Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Dülmen 20.12.2009, aber eigentlich auch Couchdraft

atog28

ja, ich war nicht da, aber ich darf doch trotzdem was drüber schreiben, oder?

Da waren wir also eingeschneit bis zum Geht-nicht-mehr. Und dabei wäre bestimmt noch mehr gegangen… aber egal. Flughafen dicht, Eurotunnel eingefrohren, wie soll man da nach Dülmen kommen oder der Weihnachtsmann zu uns. Erste Erkenntnis bei der Kindererziehung ist sowieso, wenn sie logisches Denken entwickeln. Warum soll ausgerechnet der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten im Dezember Pakete verteilen. Warum sucht der sich nicht den Sommer dafür aus? Gute Frage, aber die Läden müssen doch noch ihre Verkaufszahlen fürs alte Jahr erreichen. Auch das wäre eigentlich schöner, wenn man das bereits im Herbst wüsste, wie man so dasteht. Aber es gibt ja abweichende Wirtschaftsjahre.

Wie kam ich jetzt da drauf? Achso… Dülmen.

Wir hatten uns das je nach Arbeitsaufkommen vorgenommen, aber Danny ist abgesprungen und durch den abgebrochenen Aussenspiegel (bei langsamer Fahrt gehts aber noch) an meinem Auto hatte ich nicht sonderlich Lust, mit 50 nach Dülmen zu schleichen. Zumal das Wetter ganz klar monoweiss ist.

Entsprechend hatte ich ein Deck überlegt, dass meines Erachtens zu wenig Beachtung erzielt. Nein, nicht Jund. Ich habe ein Junddeck fertiggebaut (dank Hilfe von Karten von Magicuniverse) um es als Backup verwenden zu können. Es ist immer gut, den Matador im Ring dabei zu haben. Beim Auflösen alter Standarddecks fielen mir nun reichlich Figures oder Rafiqs in die Kartenboxen, aber das Feendeck aus dem bisherigen Standard habe ich nicht aufgelöst. Warum denn auch – da sind nur Karten drin, die man nie mehr braucht. Also gibt das jetzt ein nettes (oder eben weniger nettes) Casualdeck ab.

Das Feendeck war auch total behindert. So ungefähr wie Jund, aber man hat noch alles in der gegnerischen Runde gespielt und dem Gegner das Ausspielen von Sprüchen untersagt. Bei Jund darf man wenigstens was spielen. Wenn es nicht durch Blightning zuvor aus der Hand gerupft wurde. Den Blightning finde ich auch den über-Spruch im Jund. Das Cascade ist gar nicht so schlimm, ich nehme doch gerne in Kauf, dass Bloodbraid Elf theoretisch 6/2 haste ist. Oder „destroy all permanents of the same name“ drauf stehen hat, aber das discarden ist dazu noch richtig hart.

Beim Testen haben wir auch schnell gemerkt, dass zwei Blightnings am Anfang eigentlich das Spiel schon gewinnen.

Lustig ist das derzeit aber schon. Schaut euch mal die Standarddecks in Dülmen 20.12.09 an, die die drei ersten Plätze belegt haben. Da sind kaum Unterschiede.

Aber ich hatte mir noch ein anderes Deck ausgedacht. Ich kam zu der Erkenntnis beim Suchen von irgendwelchen Karten für Casualdecks, dass es derzeit vier spielbare Fog-Effekte im Standard gibt. Das müsste doch zusammen mit den üblichen Howling Mines reichen, um ein Turbofog zu bauen. Diesem Deck wäre doch dann auch egal, wenn Kreaturen angreifen. Derzeit wollen alle Decks nur über Kreaturen gewinnen. Etwas, dass man mit Fog in den Griff bekommt.

So etwas ähnliches habe ich im März in Ist er Lohn? beschrieben, als ich mit Mono-W in Iserlohn 3-3 ging. Damals gab es noch kaum Fog-Effekte (hierzu gleich mehr) dafür aber noch Story Circle und Runed Halo. So in der Art stellte ich mir das Deck für das aktuelle Standard vor.

Ein Blick in den Deckcheck – Turbo+Fog zeigt derzeit aber enttäuschende Listen. Es sind derer zwei. Eine mit blau und eine mit grün. Die aktuellere blaue Liste sieht in etwa so aus:

Und das Deck gefällt mir in der Form überhaupt nicht. Nun kann ich vollkommen falsch liegen, aber ich will andere Karten spielen, und zwar mit folgenden Begründungen. Dafür gehe ich die Liste „Jacerator“ erst mal durch.

4 Angelsong
4 Safe Passage
4 Howling Mine
4 Font of Mythos

Sind wohl gesetzt für den Decktyp. Nach ein paar Testsessions mit meinem mono-W, splash für Fog Deck habe ich auch festgestellt, dass Fog zwar eine gute Karte ist, aber sich der Splash kaum lohnt. Ich dachte, mehr als acht Fogs zu spielen (d.h. 12 mit Fog) wäre gut, aber es stellte sich heraus, dass man dann zu oft Fog auf der Hand hat, bis das Deck zum Laufen kommt. Je nachdem wogegen man spielt, hat man trotz Fog weniger Zeit. Malakir Bloodwitch macht beispielsweise loss of life, ein echtes Problemkind.

Safe Passage ist der Uberspruch, der nicht nur Kampfschaden verhindert, sondern auch Schaden von Sprüchen. Das ist, speziell bei Jund, eine ganze Menge und eigentlich das Hauptproblem dieses Decks gegen Jund. Die Kreaturen sind egal, aber wenn Blightning und Lightning je 3 Schaden machen, dann noch die Goblins aus dem Siege-Gang Commander geflingt werden, sind das schon mal 20 Schaden.

Font of Mythos sollte man aber eher vier spielen, die haben mir zu oft das Spiel gewonnen.

3 Day of Judgment
2 Archive Trap

Wie schon gesagt sind Malakir Bloodwitch ernst zu nehmen, darum kommt man um die Wrath-Version nicht herum. Auch die Siege-Gangs lassen sich damit gut abräumen, was bis zu acht Schaden verhindert. Ich habe an dieser Stelle auch mit Marshall Coup ausprobiert, und die daraus erzeugten Blocker sind auch ohne den X=5-Effekt brauchbar um mehrere Runden Fog zu spielen. Ist ein mögliches Surrogat an dieser Stelle.

Archive Trap hatte ich zunächst auf dem Schirm, habe aber keine mehr gefunden. Beim Testen kam dann die Erkenntnis, dass man ohne diese Trap nicht zu spielen braucht. Nur damit kann man genug Karten wegmühlen, damit man das Spiel auch noch gewinnen kann. Dann braucht man gleich auch nicht 12 Fogs sondern kommt mit den acht besten Fog-Effekten aus (Angelsong und Safe Passage).

Jetzt aber zu den diskussionswürdigen Karten.

4 Time Warp

Warum das? Ok, also Time Warp ist in diesem Deck eigentlich ein Card-Draw für 0 Mana. Der wird nicht gecountert, also spiele ich den, ziehe nochmal zwei bis sieben Karten und kann dann was vernünftiges machen. Aber viermal? Finde ich nicht angebracht.

3 Flashfreeze
2 Negate

Fand es in meiner Version schwierig, immer ausreichend Mana für die Fogs übrig zu haben, wenn ich die Minen oder Fonts gelegt habe. Wie soll man da noch Mana zum Countern haben? Auch die Anzahl verrät, dass sind eher Lategame-Karten. Sollte man da nicht lieber mit den Archive Traps auf max gehen um direkt zu gewinnen?
Das Deck, das derzeit gespielt wird, ist auch hauptsächlich blau. Es hat etwa 2/3 blaue Tropfen als weisse Sonnen. Stelle mir das eher andersrum vor.

3 Sunspring Expedition

Sieht scheisse aus, ist es aber nicht. Drei ist auch die Mindestzahl, die man spielen muss. Diese Expedition ist Fog #9 bis 11. Warum? Weil man ohnehin kein 1-Drop hat legt man sie erste Runde. Dann kann man in der vierten Runde acht Leben bekommen, was alle bis dahin stattgefundenen Angriffe negiert. Mit den 8 Leben foggt man also meistens zwei oder drei Angriffe vom Gegner weg, und das für nur W.

4 Jace Beleren

Sorry, aber ich glaube, das geht gar nicht. Die erste Funktion ist eine ein Mana teurere Howling Mine, nur dass Jace von Lightnings oder Earthquakes abgeschossen werden kann. Vielleicht ist das auch gerade der Trick, warum das Deck Erster geworden ist – wenn die Gegner ihre Energie darauf verwenden, Jace wegzumachen statt den Spieler. Vier finde ich für die legendäre Howling Mine hoffnungslos übertrieben. Dann lieber den vierten Font spielen, der im späten Spiel auch einfach mal gewinnen kann (Trap auf den Gegner reicht nicht? Dann noch zweimal Font gelegt…)

Was kann man statt dessen spielen?

Na, ich dachte sofort wieder an den Obelisk of Alara, allerdings braucht man irgendwas sinnvolles um den zu aktivieren, beispielsweise rotes Mana. Aber diese Idee stellt sich als sehr klobig heraus und man hat nie Zeit, den zu spielen.

Dann habe ich – nicht lachen – Lich’s Mirror ausprobiert. Die Karte hat schon etwas geniales, so lange noch grüne Fog im Deck waren. Nach dem verlieren einfach Forest, Fog gelegt und wieder begonnen, das Spiel aufzubauen. Oder nach dem Earthquake für den Draw einfach doch nicht verloren. Hauptsächlich ist er aber drin, damit man sich nicht selbst decked, denn dann mischt man den Friedhof wieder rein. Stellte sich aber nie als so wesentliche Karte heraus, dass man ihn wirklich spielen muss. Wenn, dann nur einmal (weil man mit den Draws ohnehin gut durch’s Deck kommt). Ausserdem sollte man mehr „leaves play“-Effekte spielen, wenn man den benutzen will.
Witzig übrigens der Regeltext bei Magiccards.info: bei Lich’s Tomb nichts, bei Lich’s Mirror alles.

Luminarch Ascension sieht auch nach einer passenden Karte für das Deck aus, allerdings stellte sie sich im Testen beinahe erwartungsgemäss nicht als so spielentscheidend heraus. Denn man will den Gegner out-of-cards bringen und nicht auf 0 Leben. Die Engel sind gute Blocker, oder können auch Spieler mit Felidar Souvereign vom Gewinnen abhalten, aber ansonsten machen sie eigentlich genau nichts. Wenn das Deck läuft, kann man sich Engel machen, dann bringen sie aber kaum noch was, und wenn das Deck nicht läuft, macht man auch keine Engel. Eigentlich also eher eine Enttäuschung.

So habe ich vieles hin und her gebaut und getestet, aber eine wirklich stabile Version kam dabei noch nicht heraus. Fest steht nur: das Deck ist stark, weil es von einer Seite angreift, auf die die meisten Decks nicht vorbereitet sind. Genauso wie im März wird kaum Artefakt-Removal gespielt, was man gut ausnutzen kann.

Eine richtige, vorzeigbare und funktionierende Liste habe ich noch nicht. Dafür haben wir zu viel geändert und die einzelnen Änderungen dann nicht systematisch getestet. Ich weiss bisher so viel: meine Liste gewinnt nicht zuverlässig gegen Jund so wie es eigentlich sein müsste, um ihr den Vorzug zu geben. Aber ich bastele weiter, ich spüre, dass da irgendwas ist mit mono-W oder WU-Control.


Kopenhagen: -2°C

Couchdraft

Sich eingeschneit zu fühlen, hat auch ein paar Vorteile. Man sitzt vor dem Rechner und draftet sich einen Ast (Couchdraft profitiert mit zahlreichen neuen Drafts davon). Beim Draften merke ich, dass ich es konzentrierter machen sollte, als es nur zur Entspannung und Erzeugung von neuem Datenmaterial zu betreiben. Teilweise sind meine Picks sehr schlecht und ich sehe in Retrospektive, dass ich erst wieder etwas Übung brauche, um dahin zu kommen, wo ich bei Ravnica-Einführung mal war. Zumindest theoretisch kann ich es noch.

Quasi als Ausgleich, und während ich auf meine Gegner wartete (darum auch immer Aggro geforct) konnte ich hier und da ein bisschen programmieren. Neuerungen beinhalten:

Decklisten-Upload
Man lädt nun die Decklisten im Textformat hoch, wenn man das so will. Wie bisher durchklicken geht natürlich auch. Der Upload überschreibt aber automatisch das Deck in der Datenbank.

Firstpick auf der Startseite
Einige Autoren haben den First Pick in den Titel übernommen. Das inspirierte mich, den in der Informationszeile anzeigen zu lassen.

Anleitung
Es gibt nun endlich eine Anleitung mit einer Unterseite für’s Einstellen von Drafts.

Aktuell zu bearbeitende Drafts
Man sollte das Internet noch benutzerfreundlicher machen, hat mal jemand eine Studie drüber geschrieben (wer war das nochmal…). Dementsprechend gibt es nun beim Einstellen „Schnelllinks“ auf die Drafts, die man noch nicht fertig hat. Also muss man nicht mehr durch die Liste wühlen.

Kartenpopup und Aetherdings
Eigentlich sollte jetzt auch überall, wo ein Kartenname steht, der Name lesbar sein und ein Mouseover-Skript verfügbar sein. Das gilt nun auch für den Editor.

Rechenfunktion
Beim manuellen Zusammenstellen des Decks nervte mich immer, dass man nicht angezeigt bekommt, wieviele Karten selektiert sind. Auch das gibt es nun. Inklusive zwei Funktionslinks, um alle oder keine Karte auszuwählen.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Aber nach Weihnachten gibt es eventuell schon mehr dazu.

5 Kommentare

  1. Boneshredder meint:

    Kopenhagen doch wohl eher plus 2 bis X Grad Celsius.

  2. atog28 meint:

    Couchdraft-Update
    Zusätzlich zur normalen Funktion um Walkthroughs einzustellen gibt es nun noch eine Seite zum schnellen Einstellen von Drafts. Diese wird aber erst nach dem fünften Walkthrough freigeschaltet.

  3. ich meint:

    Jace gewinnt das Match ziemlich oft. Und Time Warp lässt dich extra-Marken verteilen. Und Jace ist Howling Mine und Fog in einem. kA, für mich klingen beide Karten als gesetzt… oO

  4. atog28 meint:

    Wo ist Jace denn bitte ein Fog? Ok, wenn man nicht gegen das Deck testet und Jace angreift – selbst schuld, dann gibt man dem Deck die Zeit zu stabilisieren. Wo Jace gewinnt, ist Archive Trap doppelt so effizient.

  5. atog28 meint:

    Weitere Updates für Couchdraft

    Passworterinnerung
    Nicht wirklich eine Erinnerung, aber man kann das nun auf ein anderes, neues Passwort setzen, auch wenn man das alte nicht mehr kennt.

    Statistik
    Die Pickorder wurden um einige Funktionen erweitert. So kann man die Ausschüttung (Swiss, 4-3-2-2 oder 8-4) einschränken und für Autoren gibt es eine „nicht“-Funktion, so dass man sich selbst mit den Picks aller anderen vergleichen kann. Oder auch ohne atog28 – wenn man was aussagekräftiges haben will… :-/

    Startseite mit Kommentarthread
    Die Startseite hat eine Übersicht über die aktuellsten Kommentare bekommen und ein Linkfenster wie beim alten Couchdraft (was diese Funktionen inzwischen deaktiviert hat). Das überlappt nun etwas, wenn man nicht angemeldet ist, aber wer liest sich die Seite auch schon ohne Anmeldung durch…

    und Seitendarstellung
    …eine etwas workoholisch geratene Seitendarstellung für den Zugriff auf ältere Drafts.

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