Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Mind Sludge is a bomb – so now you know

atog28

Möchtegern-Englisch for teh win!

Die zweite Statistikseite ist seit heute offiziell fertig, und die beschäftigt sich nicht mehr mit den Picks oder deren Reihenfolgen, sondern mit Informationen zu einzelnen Karten. Damit es nicht langweilig wird, sich immer wieder auf weisse Zendikarcommons zu beziehen, schaue ich mir heute mal die schwarzen Uncommons an, beziehungsweise nehme die als Grundlage um die Funktionen zu erklären. (Die Statistik steht nur angemeldeten Couchdraftern mit Premium-Profil zur Verfügung. Anmelden)

Wenn ich mal nach einer Anleitung gefragt werde, wie die Statistik funktioniert, werde ich wohl auf meinen Blog verweisen. 🙂

Cardinfo

Ausser, dass die Karten, die in der Pickorder genannt sind, jetzt auch auf die Cardinfo-Seite verlinken, kann man sie auch mit der Selektionsbox füttern. Die beiden Seiten nutzen dieselbe Selektionsbox, wovon aber einige Einträge auf den Seiten wichtiger sind als andere. Wenn man bei der Pickorder nur eine Karte selektieren würde, würde man auch nur diese Karte sehen und keine Zusammenhänge. Umgekehrt sind einige Funktionen auf der Seite „Cardinfo“ auch ohne Bedeutung, wie zum Beispiel die Angabe wieviele Karten man betrachten will – denn die funktioniert nur auf Einzelkartenebene.

Wichtige Information vorweg: auf der Cardinfo-Seite muss eine einzelne Karte selektiert sein.

Man kann die anderen Filter so einstellen, dass in der Kartenselektion nur schwarze Zendikar-Uncommons angezeigt werden und diese dann nacheinander durchgehen, wenn man mehrere Karten abfragen will, aber es geht eben nur eine Karte auf einmal.

Vampire Nighthawk

(Vampire Nighthawk in Pickorder darstellen)

Vampire Nighthawk
Cardinfo

Pick Summe #1 #2 #3 nicht gepickt* #1 #2 #3
1 8 4 3 1 5 2 3
2 2 1 1 2 2
3 5 1 1 3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Anzahl Picks gesamt: 15 Gepasst: 7

*) Mehrfachnennungen bei getabelten Karten beachten.

Vampire Nighthawk in Couchdraft-Statistik aufrufen

Nicht besonders spannend, dieser Vampir. Wie liest man das? Auf der linken Seite stehen die Picks von 1 bis 15 und danach in der fettgedruckten Spalte kommen die gepickten Karten pro Pick. Zunächst als Summe, dann unter #1, #2 und #3 getrennt nach Boostern. Im Anschluss folgen dann zusätzliche Informationen, die man der Pickorder nicht entnehmen kann: wie oft wurde er im Booster angeboten, aber nicht gepickt. Auch wieder als Summe und dann als #1 bis #3 für die jeweiligen Booster.

Wie man leicht erkennt, wurde er nur dann nicht genommen, wenn er nicht im ersten Booster war. Ausserdem gab es nach dem dritten Pick keine Vampire Nighthawks mehr, auch nicht als Angebot. Insgesamt wurde die Karte häufiger gepickt als weitergeschoben. Auch eine Aussage.

Mit der Anzeige der „gepassten“ Picks lassen sich auch Fehler der Gesamtheit der Couchdraft-Drafter aufdecken. Wo wir also Karten insgesamt falsch – oder sagen wir weniger wertend: „anders“ – einschätzen als die anderen Drafter. Ich will dabei auch nicht ausschliessen, dass wir einen Vorsprung in der Kartenbewertung haben könnten, aber bemerkenswert sind die Unterschiede allemal.

Nähmen wir zum Beispiel mal Mind Sludge als betrachtete Karte.

Mind Sludge

(Mind Sludge in Pickorder darstellen)

Mind Sludge
Cardinfo

Pick Summe #1 #2 #3 nicht gepickt* #1 #2 #3
1 18 7 5 6
2 17 4 8 5
3 1 1 9 4 2 3
4 13 5 5 3
5 1 1 14 2 8 4
6 3 1 1 1 7 3 2 2
7 8 4 4
8 1 1 2 1 1
9 1 1 1 1
10 1 1 1 1
11 1 1
12 3 2 1
13 1 1 1 1
14
15
Anzahl Picks gesamt: 13 Gepasst: 91

*) Mehrfachnennungen bei getabelten Karten beachten.

Mind Sludge in Couchdraft-Statistik aufrufen

Mind Sludge wird von Couchdraft-ern bei 8.69 +- 3.1 genommen. Auf der Einzeldarstellung der Picks in der obenstehenden Tabelle erkennt man diese Bandbreite deutlich. So ganz einig sind sich die Drafter nicht.

Interessant ist nun aber die Spalte der geschobenen Karten. Wie die Anmerkung festhält, kommen die Karten aus dem ersten Pick im neunten ja noch einmal vorbei. Also müsste sich die 18 aus dem ersten Pick im ersten Booster, wenn niemand eine der Karten nimmt, im neunten Pick des ersten Boosters wiederfinden. Dabei werden die vom Drafter gepickten Karten schon herausgerechnet. Es ergeben sich hier aber nur zwei Karten von 18, die geöffnet wurden. Auf dem Weg um den Tisch sind also 16 Mind Sludges schon gepickt worden.

Dröselt man das noch nach Boostern auf, wird das nur bestätigt. Im ersten Booster kamen von sieben Mind Sludges eins zurück, und das nahm dann der Drafter. Bei den weiteren Boostern sieht es in Bezug auf die Rückkehrquote genauso aus. Einschub: eine Karte, bei der sich die Präferenz mit zunehmendem Boostercount verändert, ist beispielsweise Blood Seeker. Keine Uncommon, aber könnt ihr ja selbst mal selektieren.

Das bedeutet aber doch jetzt eins: wenn Mind Sludge von den Draftern so spät aufgesammelt wird, dann liegt diese Zahl ausserhalb dessen, was in Magic Online insgesamt (ach nee, eigentlich nur jeweils durch die Drafter, die mit am Tisch sassen) genommen wird. Die Couchdraft-Drafter nehmen Mind Sludge also zu spät.

Wer mitdraftet kann das übrigens auch für sich selbst einschränken, mit dem Gesetz der grossen Zahl sollte man aber schon einige Drafts als Grundlage nehmen, damit die Ausreisser abgemildert werden.

Eine weitere Selektionseinschränkung nach „nur Karten im Maindeck“ zeigt auch deutlich, dass nur zwei Mind Sludge in den Decklisten gelandet sind und die restlichen elf wohl nur im Sideboard. Es können also viele Hatepicks dabei gewesen sein. Eine ähnliche Analyse für die von anderen Draftern genommenen Mind Sludges lässt sich natürlich nicht anstellen, aber die zum Deckbau verwendeten Karten waren die Picks 6 und 8, also mit einem wesentlich höheren Pickwert. Dies bekräftigt die Überlegung, dass es sich bei den weiteren Picks um das Aufsammeln von Uncommons oder um Hatepicks gehandelt haben kann.

Kurze Anmerkungen noch zur Bedienung: bei der Selektion nach Karten im Maindeck wird die Anzeige der weitergegebenen Karten ihrer Aussage entzogen. Dieses Merkmal wird nur für gepickte Karten gespeichert, so dass man höchstens die Anzahl weitergegebener Mind Sludges im Vergleich zu anderen gepickten und gespielten Karten erkennen kann – und das ist recht unsinnig.

Ich denke, dass man noch mehr auf die Cardinfo-Seite packen kann, aber das ist die Funktionalität, die ich mit dieser Seite verbinde. Auf der kommenden Seite dann: Draftanalyse. Quasi statistische Pickempfehlungen. Vielleicht wird das auch in die normale Draftansicht integrierbar, mal sehen.

4 Kommentare

  1. Tormod meint:

    Man könnte da auch einfach herauslesen, daß die Couchdraft-Drafter flexibler draften oder weniger heavy-schwarze Decks, aber dafür bräuchte es wohl noch weitergehende Analysen…

    Ein „zu spät nehmen“ würde ich hier jedenfalls nicht herauslesen wollen, denn die Karte ist selbstverständlich gut, aber kostet auch Tempo, wenn der Gegner bis dahin Kurve gelegt hat, kann ein Runde 5 Sludge schon zu spät sein, außerdem würde ich die Karte nur in einem Deck mit 10+ Swamps spielen.

  2. Mathias meint:

    Es liegt wohl eher daran, dass die andern Drafter die Karte zu früh picken. Mind Sludge spiele ich nur im Notfall.

  3. atog28 meint:

    Daran habe ich auch gedacht, aber das witzige ist, dass sich die 8-4er Drafts alle weiter oben in der Darstellung finden (wenn man diese noch filtert) und die 4-3-2-2er machen eher das untere Segment aus. Ich finde gerade den Draft bei draftbetter.com nicht, aber da hat jemand auch (aus meiner Sicht) unverhältnismässig früh ein Mind Sludge genommen, und es gibt wohl eine Draftschule – ich denke da an die Amis, die diese (Control-)Karte hoch bewertet.

  4. Humppstroll meint:

    Mind Sludge ist nun definitiv keine Tempokarte und in Multicolor auch nur spielbar, wenn man ne entsprechende Anzahl an Sümpfen hat.

    Im MBC ist das Teil aber eine absolute Bombe…wie oft habe ich mit Aggro-Decks dagegen verloren!? … Der Gegner bremst dich mit Giant Scorpions lange genug aus, und spielt dann ne Sludge für 5!

    Dann fängst Du an nur noch Ciff Threader oder Kor Outfitter zu topdecken und das Spiel ist vorbei!

    Ehrlich gesagt, ist das Mind Sludge eine Karte, die ich immer wieder gern hatepicke!

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