Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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GPDO-Runde 10 (1.Draft)

atog28

Unerwartet hab ich beim ersten Grand Prix Tag 2 erreicht und da Jörg nicht mitgenommen werden wollte, fahr ich um sieben Uhr, nach nur viereinhalb Stunden Schlaf, nach Dortmund. Der Parkwächter fragt mich noch nach meinem Ergebnis gestern, was mich baff erstaunt.

Pünktlich um 8.00h fangen die Judges an, Standings und Pairings aufzuhängen und für meinen müden Kopf geht es (zu) schnell an einen der Drafttische. Nach dem Motto „schwach anfangen und stark nachlassen“ lief die Kartenqualität ab. Mein firstpick war Golgari Rotwurm (über Veteran Armorer) und an den Rest erinnere ich mich nicht mehr so stark. Im dritten Pick gabs noch eine Shambling Shell und im vierten das Golgari Dual, aber danach kam nichts spielbares mehr. Ich wurde direkt zweimal aus meinen Farben rausgeworfen, einmal im zweiten Booster und im dritten kam dann wieder nix passendes. Vor lauter Verlegenheitspicks habe ich Signets und Karoos genommen – und das ist letztlich der Pool (man beachte auch meine Manabasis):

Normalerweise finde ich im RRG Draft immer irgendwo ein Zuhause, aber dieser Draft war wirklich seltsam, nicht nur für mich, sondern auch Christoph meinte, dass wäre recht komisch gewesen. Leider hab ich selbst wenn man sich die Picks jetzt nicht mehr ansehen kann, den Pool komplett verbaut (hierzu später mehr) was durch die Schlaflosigkeit oder die Kopfschmerzen verursacht wurde – Insomnia lässt grüssen. Immerhin war ich noch wach genug, das zu bemerken und mich drüber zu ärgern.

Runde 10 – Tisch 14 – Dennis Grudowski (DEU) – URB

Dennis, du hast meinem Gebabbel nicht geglaubt, aber du hast es in die Top8 geschafft, und ich stand dir nicht im Weg. Gratz!
Und Dennis hatte ein Handicap an der linken Hand, konnte aber sein Deck auch geschickt mischen. Ich mische mein Deck als Pile Shuffle und stelle 41 Karten fest. Und das, obwohl ich doch nur 40 Karten registriert habe? Seltsam. Nochmal gezählt, wieder 41 Karten. Komisch.

Dennis fängt das erste Spiel an und sieht sich schnell meiner Mourning Thrull gegenüber, und ich kann noch einen Stoneshaker Shaman legen. (Es ist kein gutes Zeichen, dass die Karte keiner kennt, so nebenbei – jeder (auch ich) musste sich das Ding erstmal durchlesen). Dennis läuft zunächst auf rotem und schwarzem Mana und wäre ich wacher gewesen wäre mir aufgefallen, dass ihm blau fehlt, weil das die Izzet und Dimir-Gilden verbunden hätte.
Da ich es aber nicht war freue ich mich über einen Mana Burn hier und da, den der Stoneshaker provoziert und nutze auch mein Searchlight für Mana Burn.
Das geht so lange gut, bis Dennis mal ein Land opfert und ich ihm EOT ein Mana gebe – ein blaues, wie sich mit dem Elektrolyse herausstellt und schon sind Stoneshaker und Mouring Thrull Geschichte. Draw a card. Three-for-one. Win the Game. Be happy.
Trotzdem wird noch ein hartes Rennen aus dem Spiel, an dem er mit dem Daggerclaw Imp teilnimmt und ich mit einem Rotwurm, den ich aber gezwungenermassen opfern muss. Ein Pillory auf seinen Imp kommt glaub ich noch, aber sein Clutch of the Undercity auf meinen Swamp lässt mich meine letzten zwei Leben verlieren. 0-1
Im zweiten Spiel beginnt Dennis und die erste Kreatur im Spiel wird sein Tattered Drake, den ich mit einem Pillory belegen kann und nächste Runde den Drake Familiar spiele und das Pillory nochmal auf den Drake lege. Das ist übrigens keine Taktik, mit der man Spiele gewinnt – nur so nebenbei. Da Dennis dieses Spiel keine Manaprobleme hat, kann er mich ganz schnell vermöbeln, als die dicken Kreaturen kommen. 0-2
Gesamt 7-3 / 15-11

Nach dem Spiel suche ich den Judge auf, der die Decklisten sortiert und wir machen einen Deckcheck über meinen Haufen und er kommt letztlich auf den Fehler: Ich habe 3 + 3 + 2 + 1 Land notiert, in der Summe aber nur 8 – Acht oder Neun, was ist das für ein Unterschied? Habe ich eine Acht/Neun Schwäche (siehe Spiel gegen Mark Noorlander am Vortag)? „Your deck contains 41 cards.“ stellt er fest.
Meine Kopfschmerzen sind auf Level 5,0 angekommen, ich werfe eine Aspirin ein und es geht los zur nächsten Runde:

Runde 11 – Tisch 54 – Christoph Huber (CHE)

Inzwischen ist die Sonne ein gutes Stück zwischen den Wolken hervorgekommen und strahlt auf den Tisch 54, in etwa vergleichbar mit Belushi’s Auftritt in Blues Brothers. Wir versuchen, die Verdunklung der Blendung zu erreichen, rutschen aber erstmal dem Tisch 55 auf die Pelle und uns in den Schatten.
Christoph beginnt und hat mit Nullmage Shaman und Golgari Rotwum mehr Power auf dem Tisch als ich mit meinem Stoned Stinkin‘ Shaman und dem Is It a Guildmage? abhalten kann. 0-1
Ganz irre wird es dann im zweiten Spiel. Ich habe Island und Mark of Eviction von Beginn an und ein paar Bouncelands. Durch unendliches Luck ziehe ich ein Karoo nach dem anderen und habe schliesslich alle fünf ausgespielt, dazu kamen noch das Overgrown Tomb (und von dieser Spielsituation hat Christoph ein Handysnapshot, ich hab’s leider vergessen) und als wäre das nicht genug, ziehe ich noch das Steam Vents (das ich einfach ausspielen muss, weil’s auf dem Tisch dann cool aussieht). Christoph kennt inzwischen vier meiner fünf Handkarten (Basic Lands) und das Mark of Eviction liegt immer auf dem Tisch…
…leider ist eine Keening Banshee nicht so das passende Ziel, und er braucht mein Enchantment nicht zu umspielen, weil ich gezwungen bin, ihm ab und zu was zu bouncen um nicht zu ertrinken (Sein Primordial Sage kann ich irgendwie blocken, muss aber die Flieger bouncen) . Er bekommt durch mein Mark mehr Kartenvorteil als ich mit meinen super-Karoos und verliere mit 12 Mana auf dem Tisch und vier Landkarten auf der Hand. 0-2
Gesamt 7-4 / 15-13

In dem Draft sind zwei Grozoth an mir vorbei gegangen, hätt ich die genommen, wäre das wenigstens ein Hoffnungsschimmer gewesen. (Ausserdem kam einer 14th pick, da kann man mal rare-draften.)
Kopfschmerzniveau bei 7 – labere mit Michael Lauter über die Dauer, bis so eine Dreckstablette wirkt. Werde enttäuscht… 🙂

Runde 12 – Tisch 57 – Andre Delere (DEU) – URw

Andre und ich stehen 0-2 in Matches, und mit meinem Pool 2-1 spielen, also zwei Spiele gewinnen, wie kann das überhaupt sein. Ich habe gesideboarded und ein vernünftiges Deck draus gemacht? Nein, Andre war einfach screwed:

Im ersten Spiel bekommt Andre drei Mountains, kann mit Sell-Sword Brute und Rin Tin Tin etwas Druck aufbauen, bleibt aber „mono-rot“ bis irgendwann in Runde 15 oder so ein Island kommt und er ein Flights legen kann. Und der Haufen da oben gewinnt eben in 15 oder 18 Turns gegen einen Goldfisch. 1-0
Das zweite Spiel (also das erste richtige Spiel) kann er meinen Runde 3 Shoneshaker Shaman mit einem Runeboggle countern, was ich sehr begrüsse (Runebogge for the win! Viel besser als Force Void.) und da ich keine weiteren Karten in meiner Seite der Kommentierung finde, war ich wohl screwed. 1-1
Wie kann es jetzt sein, das das dritte Spiel längere Zeit lief und ich das noch gewinne? Natürlich mit der einzigen Bombe – dem Brightflame. Und das ging so:
Andre beginnt das dritte Spiel und hat aggressiv begonnen mit Skyknight Legionnaire und anderen 2-power Fliegern. Er vermöbelt mich und ich habe einen Plan (dabei steht auch gerade zufällig ein Judge hinter mir steht und musste bei der Situation kichern):

Andre hat noch ein Boros Garrison offen und ich habe auf der Hand Peel, Drake, Agent of Masks und Brightflame. Andre rüstet weitere Flieger auf und ich sehe schon drei 2/2 Flieger auf mich zukommen nächste Runde. Leider habe ich erst vier Mana und wäre beim fünften Land erwartungsgemäß tot. Die Bomber müssen also aufgehalten werden. Keine Aura im Spiel, der Drake ist also mit Suizidtendenzen ausgestattet. Ich spiele den Drake, und als Antwort auf die triggered Ability den Peel. Darauf hin spielt Andre ein Fiery Conclusion auf meine Dimir House Guard und opfert die vom Peel angezielte Kreatur. Ich opfere den Drake für die Regenerationsfähigkeit von der House Guard und was ist passiert? Wir haben beide zwei Karten weggeworfen (obwohl ich nur dadurch weniger Schaden bekam um das Spiel noch zu packen):

Die Dimir House Guard hat ihn inzwischen auf 13 gehauen, seine Flieger mich aber bis auf 10. Er spielt (2-er) Brightflame auf meine Kreatur (weiss nicht mehr welche genau, die House Guard stirbt aber und der gerade gespielte Agent of Masks überlebt) und geht auf 19 Leben hoch (evtl. Pillory verrechnet). Dann greift er mit seiner Fliegerstaffel an und bringt mich auf 3 Leben runter. Ich halte auch Brightflame, könnte es aber nur für 1 casten und brauche jetzt das sechste Land. Schon interessant genug, dass wir beide ein Brightflame gedraftet haben.
Ich ziehe – Steam Vents. Zum Glück kein Bounce-Land – spiele es ungetappt und gehe auf 2 (Andre war ausgetappt, daher nicht so schlimm) und kann Brightflame für 2 auf den Legionnaire spielen und bekomme 10 Leben dazu (mein Agent war auch weiss). In dem Lebenspunktegebiet von 13-15 kann ich mich stabilisieren, da er fast nur noch Länder nachzieht (wie es aussieht) und kann das Spiel für mich verbuchen. 2-1
Gesamt 8-4 / 17-14

Nach dem Spiel ist ein bisschen Zeit und meine Kopfschmerzen gehen endlich zurück. Vielleicht liegts auch an Evils Erscheinen oder am Button oder an der Bratwurst, die ich mir noch zu Mittag gegönnt habe. Überhaupt, ich hab bestimmt genausoviel Geld für Bratwürste und Wasser ausgegeben wie für die Registrierung.

Damit es für die Amateur-Preise reicht, müsste ich jetzt noch ein 3-0 mit dem zweiten Draft schaffen. Dieser steht im nächsten Blog-Eintrag. Zunächst mal zum Punkt, dass das Deck total verbaut ist. Das Blau steht dem Deck nicht so richtig, dafür könnte der Golgari-Anteil deutlicher betont werden. Dredge ist nicht so selbstmörderisch wie im RRR Sealed, als es vor Mühldecks noch so wimmelte. Ich habe am ersten Tag keins gesehen und der Draft hat’s auch nicht geändert.
Besser wäre wohl wieder die Aktion ohne Blau gewesen. Mark of Eviction hin oder her, die Kreaturenbasis war zum fürchten (und was noch schlimmer war, zum selbst fürchten). Also trotzdem mit ein paar unzufriedenstellenden Draftpicks hätte man das hier bauen können und dann einem blau-spielenden Gegner zufällig die drei Drakes im Sideboard zeigen sollen 🙂

Kommentare über den Pool und wie schlecht ich bin, ausdrücklich erwünscht.

Weiter lesen: GP Dortmund – zweiter Tag, zweiter Draft

Ein Kommentar

  1. Michael Lauter meint:

    – Forest
    – Golgari Brownscale
    – Infectious Host
    – Stoneshaker Shaman
    + Mountain
    + Sadistic Augermage
    + Woodwraith Corrupter
    + Castigate

    hätte ich wohl versucht, ist aber in jedem Fall ein ziemlicher Pile 😉
    Immerhin kann die Houseguard auf Brightflame transmuten…

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