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ZZW Draften

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Die Veranstaltung braucht dringendst einen Titel. „Draften bei Danny“ oder sowas. „Danny’s Draft“ oder „Draft 42“ – was in der Richtung vielleicht.

Anyway. Enorm viele folgen den Aufrufen, sich auch mal in Mülheim sehen zu lassen – Fragen, woher man die Info hätte, wurden mit „habe ich irgendwo auf GerMagic gelesen“ hingenommen. Dank zahlreicher neuer Gesichter wurden wir auch phänomenale elf Drafter (irgendwie trotzdem die schlechtestmögliche Anzahl für einen Draft) und so konnte man sich darauf einstellen, von jedem Booster nur eine Karte zu sehen.

Das Schicksal in Form des DCI-Reporters setze mich zur Linken von Draftkoryfäe EvilBernd und wählte im ersten Booster zwischen dem 3/2 Intimidate-Mann und Merfolk Seastalkers. Entscheidend wurde schliesslich nicht nur, dass Seastalkers eine Uncommon sind, sondern auch die einzige blaue Karte zwischen genügend andersfarbigen. Ich verschiffte das rote Zeug linkswärts und erhielt im folgenden Booster: Plated Geopede oder noch ein 3/2 Intimidate-Man.

Ein klares Signal, dass rechts von mir keine weissrandigen Mountains getappt werden wollten. Nach einigen missverständlichen Signalen bewegte ich mich in die Richtung BR-Aggro. Nicht der schlechteste Archetype, aber für mich kein Favorit in ZZW. Ich fürchte, dass es mehr verliert als im dritten Booster hinzugewinnt und dass ich gegen Ende des ersten Boosters ohne Removal darstehe, spricht nicht für die Qualität der Booster bzw. meiner Picks. Blau wurde recht häufig weitergereicht, wollte ich aber auch nicht wirklich einsteigen. Trotz der Seastalkers.

Mein linker Nachbar, nennen wir ihn Thomas, versorgte mich im zweiten Booster weniger mit roten Karten, als ich mir das erhofft hätte. Es rächten sich die beiden Intimidate-Burschen. Dafür schob er grüne Karten, er spielte hinterher grün/rot und erklärt sich so, dass Zendikarbooster mal wieder ungleich verteilt waren. Im dritten Pick zählte ich sieben grüne Karten, darunter zwangsläufig einige gute. Ich beschränkte mich so gut es ging mit schwarzen Karten, was mein Gleichgewicht dahin schob, wo es seit dem 17. Pick Gatekeeper of Malakir war: mehr schwarz.

Im Worldwakebooster gesellten sich noch ein paar eher Controlartige Karten hinzu. Mein Plan, den nicht blockenden Ally um den Tisch zu werfen, misslang, dafür hatte ich mit Death’s Shadow eine Karte, die weder im Aggro noch im Controldeck wirklichen Nutzen bringt. Ich erkläre gleich wieso.

Runde 1 Robby UB
Direkt erstründig spielte ich gegen einen mir bislang unbekannten Spieler und da heisst es immer ein bisschen zu gucken, wie gut oder schlecht spielt der denn so. Meine Einschätzung machte ich im ersten Spiel daran fest, dass Robby leicht screwed ging und ein Marsh Flats ungefetcht im Spiel behielt um seine Chanche auf Länder leicht zu erhöhen. Nicht wenige erliegen bei solchen Punkten einem Automatismus.
Trotz zwei gefetchter Länder (GB war das andere) blieb er aber blaulastig und hatte nur zwei Swamps, als er meine anfängliche Offensive aus zwei Tieren mit einem Kalitas, Bloodchief of Ghet auf einem akzeptablen Lebenspunktestand von 4 (nach fetchen) aufhalten konnte. Meine Tiere auf dem Tisch waren Plated Geopede und Vampire Hexmage. Da er in der folgenden Runde keinen dritten Sumpf, aber einen weiteren Blocker fand, drohte das Spiel zu kippen. Ich war zwar auf komfortablen 25 Lebenspunkten (IIRC Vampire’s Bite auf geblockten Surrakar) aber das war eher ein Nachteil. Death’s Shadow überschattete meine Hand. Eine -12/-12 Kreatur zu spielen, ist mir kein B und Karte wert. Aber dann zog ich Dead Reckoning. Das Mana passte auch und Kalitas war mir den verlorenen Draw wert.
Im zweiten Spiel wiederholte ich den gestern angesprochenen Stunt mit dem Landnachziehen. Zu den zwei Mountains von der Starthand (die noch gerne einen weiteren Sumpf gesehen hätten, der auch prompt kam) zog ich insgesamt sieben weitere Sümpfe nach. Zwischendurch war aber noch Death’s Shadow (erneut unspielbar), es kam mir durch meine Buisnessspells von der Starthand auch nicht so schlimm vor, aber trotzdem. Robbys Calcite Snapper knabberten langsam und stetig genug. Im dritten Spiel war er dann wieder mit Manaproblemen versehen, dieses Mal aber nicht nur color- sondern richtig screwed.

Runde 2 – Jörg Bx
Jörg draftete drei Plätze links von mir ebenfalls schwarz (und war damit der nächste in der Richtung) und es war noch irgendwas dabei, eventuell rot. Weiss es nicht mehr ganz genau und erinnere mich auch nicht so recht an die Spiele, bis darauf, dass ich in einem Spiel on-the-draw eine ein-Land-Hand hielt, die Pulse Tracker, Vampire Hexmage und Hedron Scrabbler beinhaltete und recht glücklich zwei Länder nachziehen konnte. Ich glaube, dass war auch das Spiel, in dem es so richtig „ramba-zamba“ voran ging, und ich noch Surrakar Marrauder mit Hammer of Ruin ausstatten konnte um gemeinsam mit Hexmage für sechs zu hauen. Jörg hatte ein Krokodil, dass ich wegen des Blockstatus herunterstufte und statt dessen lieber seinen Pulse Tracker mit Urge Feed (ohne Kicker) beseitigte. Wieder für sechs angegriffen, wodurch er schon so nahe an Null war wie möglich. In seinem Zug dann Teethering Peaks auf Krokodil und Vampire’s Bite mit Kicker auch nochmal, ging er zurück auf 11 und verschob das Race zu seinen Gunsten. Ich bekam glücklicherweise mal einen Mountain und durfte endlich das Krokodil mit dem Cunning Sparkmage entsorgen (den ich aber sicherheitshalber mal bis zur triggered ability des Krokodils ungetappt liess, obwohl es keinen riesigen Nutzen hat, vermutlich sogar eher ein schlechtes play wenn ich drüber nachdenke, denn Jörg hätte ja noch Forest, Groundswell haben können).
Auch trotz einer Malakir Blood Witch, die sich im anderen Spiel zeigte und mit Hammer of Ruin für sechs hauen kam (ich konnte für gleichviel zurückangreifen, plus Vampire’s Bite) gewann ich beide Spiele die sehr actiongeladen sind. MVP waren der „discard mal deine Hand“ Mind Sludge und zumindest im zweiten Spiel Scrib Nibblers, die leider alle Lifegain-Karten in Form von Vampire Nighthawk („Mist, schon wieder kein Land!“) und Vampire’s Bite wegmühlten.

Runde 3 – EvilBernd monoG
Natürlich lässt er nicht die Finger von Baloth Woodcrushern oder Wolfbriar Elemental, die ich nach rechts schob. Klare Sache. Wir spielen in der Annahme, dass Hippy die Partie zwischen den beiden Spielern mit 4 Punkten wohl gewinnen wird, den ID noch zum Spass aus.
In beiden Spielen zeigen wir jeweils nicht unsere besten Karten. Die vom EB sehe ich zwar, aber häufig nur als Aktivierung der Scrib Nibblers, die sich schnell zu meiner Lieblingskarte entwickeln könnten. Beim Draften dachte ich noch, dass sie immer einen Lebenspunkt geben und damit so etwas wie die schwarzen Grazing Gladehart darstellen, aber leider bekommt man nur bei Ländern ein Leben. Dafür erwischten sie das Wolfbriar Elemental („Mist, schon wieder kein Land!“), bei dem ich sicherlich tot gewesen wäre. Oder da war noch das eine oder andere 4/4-Monster mit Trample („Mist, schon wieder kein Land!“). Natürlich sind die Ratten unendlich langsam und gehören in ein UW-Deck mit mindestens einer weiteren Mühl-Karte und Control-Kreaturen wie Sky Ruin Drake oder Schnappi, aber dann drehen sie völlig auf. Den Lifegain darf man nicht ausser acht lassen, wenn das Spiel länger geht, tendiert es dazu, das Spiel noch länger zu machen (mit „länger“ immer gleich „besser“ mit dem Mühlplan.

In meinem Deck waren sie natürlich der letzte lästige Füller vor der doppelspurigen Mountainbahn. Im ersten Spiel spielte ich Grim Discovery etwas zu früh, wodurch EB meinen Specter zum zweiten Mal abschiessen konnte, als er auf sechs Mana kam (Oran-Rief Recluse) und ich bekam meinen Tomb Hex für seinen 3/3 Flieger genau in der Runde, als ich aufhörte, Länder legen zu können. Hätte ich eins auf der Hand behalten und auf eine Rattenaktivierung verzichtet, wäre das der sicherere Plan gewesen. So musste ich noch zwei Attacken nehmen, bevor ich den Pilgrim’s Eye mit Savage Silhouette entsorgen konnte.
Hm. Diese Silhouette ist mit Tomb Hex und Urge to Feed nicht mehr so die Bombe wie im ZZZ-Draft, als es nur Journey gab.

Während das erste Spiel lang und knapp war, und wir uns gegenseitig nur die Füller zeigten (ok, ich hatte eigentlich bessere Karten am Start, verwandelte sie aber nicht), machte er mich im zweiten Spiel mit Baloth und Wolfbriar Elemental (presented by Oran-Rief, the Vastwood) deutlich kaputt. Auch ein drittes Spiel gewann er noch. Vermutlich also eindeutig.

Beim Ausdraften des Rarepools gab’s eigentlich für jeden was Gutes. Anfänglicher Favorit war das Foil Day of Judgment, bis die Leute über die Kartenpreise diskutierten. Ist das eigentlich typisch Magic? Bei jeder Karte wird sofort daran gedacht: wie viel ist die im Sekundärmarkt wert? Kann ich die verkaufen?
Was ist das für ein Schrott eigentlich? Warum denkt man nicht: ach, die brauche ich noch für mein Deck, also nehme ich die. Nein… immer nur der Kartenpreis. Kotzt mich ein bisschen an, dieser Bazaar immer.
Also wurden doch die vier Fetchlands (UR war nicht dabei) gepickt, dann foil Day, dann der normale Day und anschliessend drei Manlands aus Worldwake.

Beim nächsten Mal markiere ich die Karten, wenn ich sie ziehe oder spiele. Es gibt immer eine, die man den ganzen Tag lang nicht sieht. Da könnte man also auch ein weiteres Land spielen oder eine Tokenkarte – wäre ganz egal, dieser Slot. Hier waren es die Tuktuk Grunts, was ich nicht besonders schlimm fand. Auch Crusher Zendikon machte sich rar.

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