Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Spiel 2015 – Tag 2

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Den zweite Tag verbrachten wir mit Eric und Manfred, und mit deutlich mehr Spieletests. Da dies meistens sitzend passiert, war ich am Abend auch nicht so fertig wie am ersten Tag. Ich meine auch, dass es etwas leerer als gestern war.

Als Alternative zur gestrigen Park-Katastrophe haben wir das Auto heute in Kettwig abgestellt und sind mit dem Bus bis zur Messe gefahren. Bei einer Fahrzeit von 22 Minuten also auch nur knapp unter der Zeit, die man für das Parken im Parkhaus und den Weg zum Eingang bräuchte… ausserdem ist busfahren auch lustig. Am Treppchen, beispielsweise. Nicht nur der Name einer nach Ansage eines gestrigen Shuttle-Bus-Mitfahrers lustigen Haltestelle (oder umgekehrt), sondern auch noch direkt neben dem Ausweichparkplatz P10 gelegen, von dem aus kostenlose Shuttle-Busse zur Messe fahren.

Am Treppchen stiegen zwei Jugendliche mit schwarzen T-Shirts und geekigen Aufdrücken ein, die beim Busfahrer zwei Tickets zur Messe buchten. Zwar erkannte man sie ohne Hinzugucken als typische Besucher für die Spielemesse, aber ich habe mich gewundert, dass sie dort einsteigen, wo der Fuchs dem Dachs ausrichtet, wenn er den Hasen das nächste Mal sieht, ihm „Gute Nacht“ zu wünschen. Dort ist es einsamer als einsam. (Und wenn ihr es mir nicht glaubt, dann guckt doch bei Streetview.

Der kommunikativere der Beiden orderte ein Vier-Fahrten-Ticket zur Messe. Hm, das war schon interessant, denn ich hatte das auch überlegt, aber meine bessere Hälfte fand schnell heraus, dass eine Tageskarte nur 10 Cent mehr kostet. Die zusätzliche Flexibilität war es uns einfach wert. Wussten die beiden vielleicht nicht, aber was sie wussten war, dass sie doch vielleicht eine Kurzstrecke hätten nehmen können? Na gut, dann eben nicht.

Drei Haltestellen später, als wir auch schon so etwa zehn Minuten stadteinwärts gefahren waren, kamen die beiden wieder nach vorne und sprachen den Fahrer an, dass da ja eventuell ein Missverständnis vorläge, denn auf dem Schild an der Haltestelle hätten sie etwas von einer Kurzstrecke gelesen, die man ja für 30 Minuten bei 5,70 EUR nutzen könnte. Busfahrer und Fahrgäste erklärten den beiden dann, dass eine Kurzstrecke nur für maximal drei Haltestellen gilt und die Gültigkeit auch beinhaltet, dass eine Strecke gesperrt sein kann oder der Bus aufgehalten wird, sowie, dass die in der Kurzstrecke enthaltenen Fahrziele explizit genannt werden – und dass von Kettwig aus die Messe keine Kurzstrecke ist.

Das fand ich schon sehr lustig, als der kommunikativere der beiden dann sagte, dass müsste man ja wissen – sie wären das erste Mal in dieser Stadt (oder so ähnlich). Warum fragt er das denn nicht vor dem Bezahlen? Ich kann mir sogar denken, dass sie auf dem Parkplatz geparkt haben und dann statt zum Shuttlebus zur Haltestelle des ÖPNV gelaufen sind. Denn dort ist breit und weit kein Hotel…

7 Wonders: Duel

BGG: 7 Wonders Duel
In der Messe trafen wir Eric und Manfred beim Stand von 7 Wonders, wo sie die neue Duell-Version ausprobierten. Wir fanden auch Marion, die dort erklärt und nach etwas Austausch über Promos waren die beiden auch mit dem dritten Zeitalter fertig. Eric gefiel die normale 7 Wonders Version besser als dieses. Marion sagte, dass viele sich auch intuitiv mit dem Verkaufen von Karten vertun und aus ihrer Ablage verkaufen. Dabei macht man das in der 7-Spieler-Version auch nicht. Da ich das Spiel mehrfach in durchsichtigen Plastiktüten sah und auch am Stand ein gewisses Interesse von anderen Zielgruppen erkennbar war, denke ich, dass sich das Spiel gut verkauft.

Antarctica

BGG: Antarctica
Unser Ziel, Antarcica zu testen, scheiterte allerdings immer wieder daran, dass kein Tisch frei war. Daher haben wir es live nicht getestet sondern sind zu einem nahegelegenen Stand gegangen. Später haben wir eine Rezension von Martin und Rebekka bekommen, dass das Spiel zwar gut ist, aber die (einzige) Schlusswertung beschissen ist. Sie ist so unbalanciert, dass nur der vorne liegende Spieler Punkte bekommt (in etwa 2/3 der Punkte) und es für den zweiten Spieler keine Punkte gibt, beziehungsweise nur abhängig von der Platzierung von Figuren und maximal die Hälfte der Punkte. Dies führt wohl dazu, dass es keinen Anreiz gibt, zweiter werden zu wollen oder das Catch-Up-Feature nicht vorhanden ist. Das Spiel hört sich vom Prinzip her nach einer Murano-Version an.

Roborama

BGG: Roborama
Im nächsten Quergang konnten wir Domus Domini (gerade auf Platz 6 bei Fairplay) nicht spielen, weil die Plätze vorgebucht werden mussten (wie beispielsweise im letzten Jahr bei Aquasphere). Es waren zwar nur zwei der reservierten Spieler vor Ort, aber ich wollte nicht sieben Minuten stehen (sorry, hört sich an wie in der Hölle schmoren für mich). Im folgenden Gang gab es einen freien Tisch bei den Niederländern von PLAYthisONE (sic!). Als erstes testeten wir Roborama.

Kurz gesagt ist es Halma meets Roborally. Man bringt die eigenen Roboter in die andere Ecke des Spielplans. Es ist aber nicht Roborally, weil man nichts programmiert, sondern eine der sechs Aktionskarte nutzt. Die bewegen einen eigenen Roboter um 1, 2, 3, 4 oder 5 Felder in einer Richtung, oder (6. Karte) enttappen wieder eine der Aktionskarten. Denn diese lassen sich sonst nur reakivieren, wenn man auf einem Feld landet, dass eine andere Zahl trägt als die Karte, die man gespielt hat. Mit der Zeit verbraucht man zunehmend Aktionsmöglichkeiten und den letzten Roboter passgenau einzuparken wird schwieriger.

Wir hatten das Glück, dass uns das Spiel jemand auf Deutsch erklären konnte. Ausser den Zugmöglichkeiten, meinte er, gibt es noch Sonderfunktionen auf den Aktionskarten, die einen Sprung über die fremden, sonst im Weg blockierenden, Roboter erlaubt, eine variable Zugweite, zwei Roboter gleichzeitig zu ziehen oder einen Diagonalzug. Auf die Anmerkung, dass wir auch noch mit den zusätzlichen Karten und dem „Chaosbot“, einem ebenso bösen wie neutralem Bot in der Tischmitte, spielen können, nahmen wir auch diese Regeln auf. „Es gibt sechs verschiedene Karten“… er sortierte etwas… aber es waren nur vier. „Oh, gut, es sind nur vier. Das hätte ich wissen können – ich bin Co-Designer des Spiels“. Mit Selbstironie war unser Erklärer nicht sparsam. Denn insgesamt bekommen alle Spieler 12 Karten, sodass bei zwei Spielern jeder 6 bekommt, bei dreien jeder vier und bei vier Spielern jeder 3 Karten haben sollte. Manfred und Eric gab er dann vier Karten. Marion intervenierte – das ginge so aber nicht auf. Daraufhin nahm er die Karten so zurück, dass sie nur noch drei Karten hatten und zählte mir schliesslich nur zwei Karten vor. Als ich das reklamierte meinte er „Ach, ich bin auch eigentlich noch Mathematiker“.
Wir lagen am Boden… 🙂

Da er aber trotz der Comedy-Einlagen eine sehr gute Erklärleistung abgab, konnten wir das Spiel in voller Ausbaustufe innerhalb von etwa 20 Minuten spielen und Manfred gewann dank des starken Doppelzugs. Ich verplemperte meine Sonderaktionen zu früh, Eric verschoss viele, aber auch nützliche Spezialkarten mit dem Chaosbot. Marion war auch sehr knapp am Gewinnen, da sie niemand behinderte und sie anfangs stark darauf achtete, die Aktionsplättchen reaktivieren zu können. Etwas, das mich am Ende einholte, weil ich wieder zurück ziehen musste um den richtigen Pfad zu finden.

Das Spiel gibt es für relativ wenig Geld, denn die Miniatur-Roboter und das bunte Spielbrett geben eine gute Stimmung beim Spiel.

Ugo!

BGG: Ugo
Ebenfalls keine Neuheit ist Ugo!, dass wir dann am benachbarten Tisch ausprobierten. PLAYthisONE hatte noch ein paar kleinere Spiele, die interessant aussahen. Bei Ugo! hatten wir dann erstmals die vermutlich studentische Aushilfe, deren Erklärpotential mit dem einfachen Stichspiel bereits überschritten wurde. Sie konnte so gar nicht richtig erklären. Ich hatte in den letzten Jahren schon mal was über schlechte Erklär-Bären geschrieben.

In klaren Worten geht es darum, mit zehn Karten Stiche zu machen. Es muss bedient werden. Es gibt fünf Farben mit Werten von 0 bis 8 (sodass einige Karten nicht verwendet werden) und wenn man einen Stich macht, dann legt man die Farben gestapelt nebeneinander und kann einen möglichst hohen Wert nach oben legen. Am Spielende sind das Punkte. Ausser, man bekommt später noch mal eine Karte in der Farbe, die man dann wieder auf den Stapel legen muss und damit eine eventuell höhere Karte verdeckt.
Als Besonderheit gibt es noch Marker („Bauern“), die man braucht um den dritten, vierten und fünften Stapel auch werten zu können. Hat man am Rundenende mehr als zwei Farben, braucht man für die dritte Farbe zwei Bauern, für die vierte drei und für die fünfte vier zusätzliche Bauern (insgesamt also 12). Für jeden fehlenden Bauern zählt diese Farbe keine Pluspunkte und man nimmt 5 Minuspunkte für fehlende Bauern hin (zum Beispiel zwanzig Minuspunkte wenn man bei der fünften Farbe keine Bauern hat). Dies ist etwas bulky und umständlich in der Handhabung. Strategisch ist es aber ganz lustig, weil man nicht so viele unterschiedliche Farben haben möchte.

Bauern bekommt man über Stiche. Von der 3 bis zur 7 abnehmend sind Bauern auf der Karte abgebildet. Je höher der Wert, desto weniger Bauern bekommt man. Mit der 1 und 2 kann man Bauern auch „mitbekommen“ wenn der Stich von einem anderen Spieler gewonnen wird. Damit ergibt sich bei einem Blatt mit hauptsächlich niedrigen Karten, dass man viele Farben werten kann und spätere (bunte) Stiche besser verwenden kann und Punkte macht, die sich dank der dann niedrigeren Werte mit den anfänglichen hohen Werten in etwa ausgleichen oder diese sogar übertreffen. Ein interessanter Twist für Stichspiele, mich erinnert da aber viel auch an David und Goliath, dass sich etwas flüssiger spielen lässt weil es keine zusätzlichen Marker verwenden muss.

Revoltaaa

BGG: Revoltaaa
Das neue Spiel in diesem Jahr sind etwas über 60 Karten. Wer gewinnt wohl: Roboter oder Gummienten? Die Karten zeigen blaue Roboter oder rote Gummienten und Werte von 0 bis 5. Nachdem einige Karten verteilt sind, deckt der neutrale Stapel eine Karte auf. Dann spielen alle verdeckt eine Karte aus und decken sie gemeinsam auf.
Die Werte für Enten werden addiert und die der Roboter auch. Für die gewinnende Fraktion erhält der Spieler mit dem niedrigsten einzelnen Wert den kompletten Stapel und legt die Karte der gewinnenden Fraktion oben auf (denn sobald viermal dieselbe Farbe oben liegt, endet das Spiel).

In der Wertung zählt jeder Stapel einen Punkt und jede Handkarte, die man von dieser Farbe noch hat, auch einen Punkt.

Das Spiel ist als „lunch money game“ angelegt und spielt sich schnell. Wie hoch man hier springt ist fraglich, ich fand den Preis vergleichsweise zu hoch.

Stingy

BGG: Stingy
Auch eine Neuheit 2015 ist Stingy – und es ist auch von Reiner Kniza. Unsere Studentin erklärte wieder irgendwas und demnach spielten wir anderthalb Runden bevor es so unlogisch wurde, dass wir in den Regeln eine bessere Erklärung fanden.
Im Spiel gibt es einige Warenplättchen in unterschiedlicher Anzahl und Farbkombinationen. Beispielsweise gibt es sieben Piratenfahnen in einer Farbe, jeweils sechs Diamanten in drei Farben, drei Rumflaschen in fünf verschiedenen Farben und verschiedene Kombinationen dazwischen. Aber von diesen sortierten Ordnungen haben die piratischen Spieler anfangs noch nichts. Mit sechs zufälligen Plättchen startet man. Das Sammlerherz darf in dem Spiel angestossen werden, denn nur komplette Sets sind Punkte wert und sicher vor den Zugriffen der Mitspieler.

Wer am Zug ist, nimmt sich eine Plättchengruppe (gleiches Symbol, gleiche Farbe) von einem anderen Spieler. Piraten nennen das wohl „tauschen“. Aber fair wie sie sind, darf sich der andere Spieler dann Plättchen oder -gruppen mit bis zu gleichem Wert aus dem eigenen Tableau nehmen. Dabei ist eine Karte 1 Punkt, zwei sind 3 Punkte, drei 6 Punkte und so weiter wert. Zum Abschluss des eigenen Zugs nimmt der Spieler sich zwei verdeckte Plätchen aus der Tischmitte, die, wenn sie aufgebraucht ist, das Spiel beendet.

Emotional darf man bei dem Spiel nicht sein. Ich wollte gerne die Flaggen sammeln, aber musste sie nicht nur abgeben, sondern um den Tisch herum gehen sehen. Also nahm ich mir die Rum und Papageien-Karten, die schnell zu vervollständigen wären aber auch wenig Punkte geben. Dabei musste ich einsehen, dass das Spiel einen hohen Glücksfaktor hat (indem man etwas interessantes für Mitspieler am Rundenende aufdecken kann, oder auch selbst zufällig ausreichend Diamanten um den vierer zum sechser zu vervollständigen). Man lernt abgeben, Pech und Glück haben und dass man am Ende mit ein paar Flaschen und Papageien rumhängt, die nix wert sind.

PLAYthisONE

Resumee. Ich habe noch nichts zu den Preisen geschrieben. Das Roborama war mit zivilen 25 EUR eher ein Schnäppchen, wenn man die dreizehn relativ grossen Kunststoff-Roboter betrachtet. Die Roboterkarten von Revoltaaa für 10 Euro fand ich teuer. Auch Stingy will mit 15 nicht ganz in meinem Spieleschrank verschwinden.
Aber alle Spiele des Distributor gemeinsam darf man für 65 Euro mitnehmen. Mit dabei ist dann auch noch Bloqs, eine Tetris/Ubongo-Geschichte, die wir nur am Nachbartisch gesehen haben. Das klingt dann wieder fair. Die Position bei den Niederländern dürfte meiner Meinung nach sein: Roborama oder alles.

So ähnlich wie mit der Kurzstrecke…

Zoch

Da die Spiele bei Zoch keine besondere Tiefe hatten, fasse ich das alles mal in einem Absatz zusammen. Auf dem freien Tisch lag noch Silhouette, für das Zoch auch eine Werbewand am Stand hat. Nach einer Memory-Auslage deckt ein Spieler zwei Kärtchen auf und versucht aus den Begriffen ein gemeinsames Wort zu bilden. Als Beispiel gilt bei „Katze“ und „Wäscheleine“ dann „Katzenwäsche“ als richtig.
In der Realität habe ich „Schwein“ und „Fisch“ aufgedeckt. „Schweinefisch“ kann man ja gelten lassen. „Eselschirm“, „Bärenpuppe“ und andere Wortschöpfungen brachten uns aber auch nicht dazu, das Spiel so wie es wohl gedacht war, zu beenden.

Das Spiel, was ich irgendwie im Kopf hatte, aber von dem ich nun den Namen vergessen hatte, stellte sich dann als Kugellabyrinth heraus. Gegen die Sanduhr und andere Spieler galt es farbige Würfel in einem eigenen Plastikbrettchen in eine Wertungsnase zu schütteln. Vitra Glyzerin oder so ähnlich war wohl der Name. Auch dieses Spiel traf nicht so unseren Geschmack, obwohl Eric, der sich sonst bei sehr strategischen Spielen begeistert, gewann und feststellen musste, dass wir wohl auch keine Geschicklichkeitsspiele gegen ihn spielen würden. 🙂

Beasty Bar war noch vom letzten Jahr auf meiner Einkaufsliste und wir haben es bisher nicht bekommen. Es erinnert lose an Guillotine, aber was uns nicht gefallen hat, war, dass man bei den Karten auf kompletten Text verzichtet hat. Zwar gibt es Malereien am unteren Ende der Karten, aber diese sind für uns so unintuitiv wie Höhlenmalerei und so haben wir die Funktionen der unterschiedlichen Tiere immer auf dem Beipackzettel nachgelesen (dessen viersprachigkeit auf zwei Seiten auch nicht gerade gut lesbar ist). Auf den Kauf haben wir dann verzichtet.

Das gestrige Heckmeck: Barbecue habe ich aufgemacht und die Regeln gelesen. Es hat so weitreichende Übereinstimmung mit Heckmeck am Bratwurmeck, dass man es getrost als Klon bezeichnen kann. Für unter 5 Euro bekommt man es noch beim Heidelbär im Schnäppchenstand und es ist damit billiger als die Version mit den Dominosteinen.

Positiv fand ich buttons, dass auch sehr oft nachgefragt wurde. Allerdings erst nach einer Erklärung durch einen vernünftigen Spielererklärer. Der einen Satz sagte, den man normalerweise nicht hört „ich habe heute schon so viel gesessen, ich kann auch mal stehen“. Es war auch schnell erklärt, nur ist die Anleitung so verworren und misleading dass sie einen echten Mangel darstellt. Zumindest, wenn man danach das Spiel lernen will. Schade, denn das Spiel hat echtes Potential.

Man hat ein Tableau mit sechs Reihen und Spalten mit farbigen Knöpfen. Jeder Spieler ist eine Farbe, die beim Rundenwechsel weitergereicht wird. Eine Runde endet, wenn alle Spieler ausgestiegen sind. Solange man mitspielt würfelt der aktive Spieler alle Würfel. Zwei sind mit goldenen Punkten bestückt und lassen sich – ähnlich wie bei Quixx – von allen Spielern benutzen. Der akitve Spieler muss eine Kombination aus weissem und schwarzem Würfel mit einem Knopf bestücken, die nicht aktiven Spieler können dies (mit der Einschränkung auf den Würfel mit den goldenen Augen).

Einen Knopf darf man nur legen, wenn waagerecht und senkrecht kein Knopf angrenzt und das Feld selbst auch frei ist. Kann man als aktiver Spieler keinen Knopf platzieren, dann ist man kaputt und räumt für die Runde das Feld.

Wenn man raus ist (oder freiwillig am Anfang des eigenen Zugs aussteigt), legt man einen der insgesamt sechs Würfel auf das eigene Tableau. Das macht es für die weiteren Spieler zunehmend riskanter, meistens ist dann auch das Tableau auch schon voller und die Zugmöglichkeiten eingeschränkter.

Am Rundenende kommt eine Zwischenwertung und man bekommt für jeden Farbdrilling einen Stern. Wenn man ausgestiegen ist, einen Stern und wenn man die eigene Farbe dreimal getroffen hat, auch noch einen Stern. Drei oder vier sind schon gute Ergebnisse. Dann legt man Sterne auf die Felder, wo man Knöpfe hat. mit dem Sinn, dass bei 12 Knöpfen oder wenn man 5 waagerecht und senkrecht nebeneinander hat, das Spiel gewonnen werden kann. Die 5er sind schwieriger, da man die Knöpfe dank der Legebeschränkung nur diagonal angrenzend legen darf.

Leider hat das Spiel neben der schlechten Anleitung noch ein paar Probleme – warum sind die Knöpfe so durchsichtig, dass man das Abräumen nicht nur selbst leicht übersehen kann, sondern auch die Mitspieler nicht genau sehen können wo sie liegen? Oder warum gibt es „Würfel mit goldenen Augen“ und nicht einfach verschiedene Farben wie bei Quixx? Dies führt zu völlig verqueren Formulierungen in der Anleitung. Schliesslich fragt man sich bestimmt irgendwann, warum das Spiel buttons heisst, man aber mit Sternen gewinnt. Auch nicht ganz glücklich.

Sapiens

BGG: Sapiens
Etwas ausgepowert waren wir am Ende noch bei iello und haben ein Spiel von meiner Interessenliste untersucht, die ich von den Videos von Dicetower (Essen Spiel 2015 Games Preview – Part 3/5) abgeleitet hatte. Erklärt bekamen wir es von Mathias, der wohl zum französichen Personal von iello gehört und dessen Button sagt, er spräche neben Französisch auch noch Englisch, uns das Spiel aber lieber in etwas Deutsch erklärte, weil er es gelernt habe. Am Ende war es nicht nur genauso lustig wie beim Co-Autor von Roborama, sondern auch noch zig mal besser als bei der Studentin – obwohl wir streckenweise auch Verständigungsprobleme hatten.

Letztlich ist Sapiens aber recht einfach. Man legt jedes Mal ein Dominoplättchen. Das Feld, dass man abdeckt, bringt Futterpunkte. Dann macht man eine von sechs Aktionen, je nachdem wie man den Domino angelegt hat (was matcht). Dann füllt man aus einer offenen Auslage auf und der nächste Spieler ist dran. Das geht so lange, bis alle Dominos aus der Auslage aufgebraucht sind und dann bis jeder gleich oft dran war.

Neben Sonderaktionen (Bonus) durch die angelegten Dominos gibt es noch sechs Höhlen, in die man über den Spielfeldrand hineinbauen kann. Diese geben Höhlenpunkte. Ausserdem geben die orangen Hütten auch Höhlenpunkte. Am Spielende entfernt man den höheren Marker (entweder Höhlen oder Futter) und hat also so viele Punkte, wie der kleinere der beiden Punktemarker angibt. Das ist schon mal ganz interessant.

Dabei gibt es noch ein paar interaktive Möglichkeiten. Plättchen lassen sich tauschen, oder aber man weiss etwa welches Domino ein Spieler einbauen will, dann kann man es mit einer Kampfmarke belegen, die ihm dann ein Futter klaut, wenn er es einbaut. Friedhöfe erlauben ein weiteres Plättchen zu spielen und die gelben Jäger sorgen dafür, dass Bären bei den Gegnern auf dem Plan auftauchen und solange Felder blockieren bis sie von eigenen Jägern verjagt werden.

Die Bonusfunktionen hatten wir schneller drauf als die Tiere von Beasty Bar und dann dreht sich das Spiel schon recht schnell. Ausser den Dominos und den zwei Wertungssteinen ist nichts aussergewöhnliches dabei, aber ein schönes Höhlenmensch-Thema dass sich auch nett erklären lässt und dessen Regeln schon der Urmensch in uns versteht. Kostet 35 Euro, ich überlege aber noch dran.

Mitgenommenes

Die German Railroads haben wir nicht gefunden, dafür noch zwei Spiele aus dem Heidelbärfundus und ein paar vom Kaufhof. Das Octo-Dice wollte ich, nachdem ich es gestern vergessen habe, heute noch erklären, da wir es bei Hall Games mitgenommen haben, aber ich vertröste auf später. Heute landeten knapp 53 Euro in der Tüte:

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  • Octo-Dice
  • Tides of Time
  • Machi Koro Erweiterung
  • Port Royal Erweiterung
  • Coup Royal
  • Roter November

Bis morgen.

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Ein Kommentar

  1. jashinc meint:

    Mann, ich bin neidisch, dass ich dieses Jahr keine Zeit habe zur Spiel zu fahren!
    Danke auf jeden Fall für die Berichte.

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