Blog über Magic: the Gathering und Brettspiele

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Spiel 2015 – Tag 1

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Nach zwei Jahren mit Zusammenfassungen versuche ich mal wieder eine tageweise Auflistung der Spiel. Es wird auch nicht lang werden. Ich versuche mal kurze Sätze. 🙂

Prelude

Leider gibt es nicht nur positives zu berichten – dafür habe ich mich genug geärgert. Und das, noch bevor ich in den Hallen war. Marion und ich sind nicht so pünktlich los gefahren um zur Öffnung der Messe da zu sein. Dafür war auch zu viel Stau auf der A52. Irgendwie wollte wohl jeder zur Spiel nach Essen und ich befürchtete schon im Stau, dass die Essener Messe zu klein wird für diese Besuchermesse. Nachdem die Hinweisschilder darauf hindeuteten, in Rüttenscheid auf die Parkplätze zu fahren, waren also die messenahen Parkflächen noch anzusteuern und nicht die Ausweichparkplätze, die sich eine Ausfahrt weiter stadtauswärts auf einem Feld befinden.

Um elf waren wir dann bei den Parkplätzen an der Messe, die alle geschlossen waren. Obwohl wir uns in Essen gut auskennen, folgten wir dann der offiziellen Parkbeschilderung und stellten uns auf Parkplatz 10 – dies ist ein Ausweichparkplatz – der sich an der Ausfahrt befindet, die wir vor etwa einer Stunde schon passiert hatten. Dort kostet das Parken ebenso wie auf den messenahen Parkflächen fünf Euro. Dafür werden Shuttlebusse versprochen, die zur Messe fahren. Als wir zu der Bushaltestelle kamen, standen dort aber keine Busse, sondern Menschen, die eine Schlange bildeten. Ich dachte spontan an die Warteschlange von Blue Fire – das würde eine lange Wartezeit bedeuten.

Zum Hintergrund: ich hatte vor zwei Monaten einen Unfall und mein Fuss ist noch nicht ganz wiederhergestellt, sodass ich nicht so lange stehen kann. Aber trotzdem mussten wir uns hinten anstellen und im Regen auf die Busse warten – die aber nicht ausreichend kamen. Ab und zu kam mal ein Bus, aber insgesamt mussten wir fünf Busse und circa zwanzig Minuten warten. Während die Männchen am Einlass jedesmal fünf Euro dafür kassierten, dass ein bis vier weitere Spielsüchtige sich der Warteschlange anschliessen durften.

Immerhin kommt man mit den anderen ins Gespräch. Die Reaktionen „das war das letzte Mal, das lohnt sich nicht“ und „in Frankreich wären wir schon längst im Bus“ unterstützten meine negative Einschätzung dieser Organisationsleistung. Der Veranstalter ist offenbar mit der Messe überfordert.

Spiel 2015

Nach einer kurzen Orientierung, als wir dann um 11.54h in der Messe waren – ok, wir brauchten uns wenigstens nicht in der Ticketschlange anzustellen dank Online-Dauerkarte – es war in der Halle 3 so voll, dass man kaum quer über den Gang gucken konnte. Im Schneckentempo und Entenmarsch liessen wir uns erst mal in einen weiteren Gang schieben, in dem man die weitere Richtung selbst bestimmen konnte.

Zufällig trafen wir dann Manfred, der schon zwei Stunden vor Ort war und entsprechende Schätze vom Kaufhof-Stand mit Payback-Gutscheinen günstiger ergattern konnte. Ich sollte später (während ich diese Zeilen schreibe) feststellen, dass die Payback-App zu viele Informationen von mir haben will und ich diese Genehmigungen nicht für einen 10%igen Nachlass gewähren will. Trotzdem haben wir die Spiele, die wir beim Kaufhof mitnehmen wollten, auf morgen verschoben.

Er zeigte uns noch den Spielbox-Stand und dort verabschiedeten wir uns temporär. Marion und ich besuchten den zwei Stände weiter liegenden Queen Games Stand um das aktuelle Spiel von Richard Garfield zu testen: Treasure Hunter.

Treasure Hunter

Boardgamegeek: Treasure Hunter
Das Draftspiel für 2 bis 6 Spieler basiert darauf, dass man drei Farbbereiche hat, in denen man Karten von 1-12 draften kann. Nach dem Draftdurchgang muss man dann erst alle blauen, dann alle grünen und schliesslich alle roten Karten auslegen. Wer die höchsten addierten Werte besitzt, bekommt eine Punktekarte, die bei „Max“ liegt. Wer die wenigsten hat, die bei „Min“ liegende Karte. Bevor diese aber verteilt werden dürften noch die Aktionskarten zur Modifikation benutzt werden, die eigene Punkte vermehren oder vermindern können.

Danach geht es in die Höhle mit Goblins, wo man immer ein paar Hunde dabei haben sollte (wir kennen das ja schon aus zahlreichen Rollenspielen… oder etwa nicht? Goblins… Hunde… klingelt da was?) Ok in diesem Spiel braucht man Hunde. Wer sich nicht mit Hundekarten ausstatten konnte, zahlt Geld an die Goblins, wobei jedes Geldstück, das fehlt, am Spielende auch ein Siegpunkt weniger ist. Der mit den meisten Tatzen kann sich aber nicht nur die Goblins für Siegpunkte einstreichen, sondern findet auch das Geld, dass die anderen Spieler gezahlt haben.

Damit endet eine Runde und nach fünf Runden kommt es zu einer Schlusswertung. Einige Schätze sind noch variabel und geben am Runden- oder Spielende Punkte nach der Anzahl gespielter blauer Karten, besiegter Goblins oder verdoppeln Geldkarten, die es auch noch gibt, wenn man mal keine farbige Karte draften will.

Tatsächlich ist das Spiel gemeiner, wenn man erst mal hinter die anfänglich einfache Mechanik geguckt hat. Mitspielern noch eine farbige Karte als letzte zuzuschustern kann dazu dienen, das Minimum zu bekommen.

Obwohl die Punktekarten zufällig auf Minimum und Maximum gelegt werden, konnte Marion mit einer konstanten Minimum-Strategie am Ende gewinnen. Das Spiel hat uns gefallen und auch Spass gemacht. Wiederspielreiz ist auch vorhanden. Es gibt eine erste Erweiterung, die es im Bundle für 45 Euro gibt.

Im Fazit ist der geforderte Preis für das Spiel leider nicht fair. Es gibt einige Plättchen, ein Spielbrett und 75 Karten. Die erste Erweiterung… ich denke da eher an einen Marketing-Coup. Warum heutzutage jeder meint, einen Teil des Spiels auszulagern und eine Erweiterung daraus zu machen, weiss ich nicht. Bei genauerer Betrachtung ist das Basisspiel die Familienversion und die Erweiterung mit Karten, die mehr als eine Funktion haben und interaktiveren Aktionskarten (sprich: ich kann auch bei anderen was kaputt machen) bedeutet, dass sie das Expertenspiel ist. Dies sehe ich als ein Spiel und nicht als Erweiterung.

Zum Hintergrund würde ich gerne mehr erfahren. Richard Garfield ist kein Autor, der unbedingt an einen Verlag gebunden ist. Ich denke nicht, dass ihn andere Verlage mit dem Spiel abgelehnt haben. Warum dies bei Queen Games erscheint und nicht beispielsweise bei Hasbro oder Iello („King of Tokyo“) wundert mich schon etwas.

KMB

Gestärkt mit Kaffee und Crepes schlenderten wir dann durch die Halle 2, in der sich auch die meisten Magic-Stände befinden. Wie schon in den letzten Jahren trafen wir KMB. Ich konnte live einen exklusiven Ultra-Pro Binder in echtem gelben Kunstleder bestaunen, das mit einem Pikatchu bedruckt wurde. Die Produktinfo bei Ultra-Pro gibt den hochwertigen Gesamteindruck leider gar nicht wieder. An dem Stand finde ich jedesmal Produkte, die ich noch nicht kenne.

Beispielsweise gibt es auch eine Kunststoffröhre. „Für Playmats oder andere Sachen“, meinte KMB. „Für andere Sachen ist sie zu klein“, meinte ich. „Ok, meine Andeutung hört bei ‚andere Sachen‘ auf“.

Hm – viel hat sich verändert seit der Zeit, in der er noch gebloggt hat. 😀

Witzigerweise kam passend dazu eine Kundin und fragte nach der Playmat-Röhre.

Octo-Dice

Wir machten uns dann aus dem Staub und sprangen noch kurz zur Halle 1 rüber und liessen uns Octo-Dice bei Hall Games von Rebekka erklären. Das Spiel ist wesentlich kürzer und absackergeeigneter als sein thematischer grosser Bruder Aquasphere. Marion besiegte mich mit zwei Punkten (einer Oktopusslänge) Vorsprung und ein bisschen zu spät machten wir uns dann auf zum vereinbarten Treffpunkt…

schattengänger

Zum ersten Mal ist auch schattengänger auf der Spiel und wir trafen uns endlich wieder, nachdem es wohl der Grand Prix in Bochum gewesen sein musste, als wir uns das letzte Mal live getroffen hatten. Ein bisschen sitzen wäre allmählich nicht schlecht. Wir wandern zur „Aussengastronomie“ und reden über Comics, Spiele von Friedemann Friese sowie, dank zweier Sitznachbarn, über Magic und ein anderen Spiel, dass die beiden in Halle 7 gefunden haben. Der eine ist Magic-Freak, der andere steht auf Siedler. Und keiner kann den anderen so richtig überzeugen, mal das eigene Spiel zu lernen. Aber Siedler ist auch erst ab 3 Leuten sinnvoll spielbar (das Tauschen…).

Codenames

BGG: Codenames
Dann gucken wir uns noch was an, nehmen wir uns vor und finden in Halle 1 den Stand von CGE. Die Tschechen haben „Codenames“ vom Erfolgsautor Vlaada Chvátil mitgebracht. Marion und Manfred als rotes Team spielen gegen schattengänger und mich im blauen Team und auch beim zweiten Spiel schlagen sie uns knapp. Dabei gibt es in jedem Team einen Geheimagenten, der ein Wort und eine Zahl sagen kann. Auf dem Tisch liegt ein Raster aus Begriffen und die beiden Geheimagenten sehen auf einer verdeckten Karte, welche eigenen Begriffe zu erraten sind. Der genannte Begriff sollte auf mehrere eigene Wörter passen und vom Partner zugeordnet werden können. Die Zahl gibt an, auf wieviele Begriffe er passt – und erlaubt n+1 Rateversuche.

Mit „Essen zwei“ findet schattengänger problemlos die „Birne“ und „Hering“ in einer Auslage von Wörtern wie „Frankreich“, „Glück“, „Kraft“, „Riese“, „Maschine“. In einem anderen Spiel gehe ich zu risikoreich vor und wähle nach seiner „Bewegung 3“ nicht nur die richtigen „Maschine“ und „Strasse“ sondern nehmen auch noch „Roulette“ – wo sich leider der einzige Assasin verbirgt, der das Spiel wie die schwarze Acht beendet, wenn man ihn trifft.

Under Merch

Es wird Zeit für das Beutebild des ersten Tages. Wie eingangs erwähnt ohne die noch verschobenen Planungen vom Kaufhof. Einige Sachen waren schon ausverkauft, beispielsweise Eclipse Erweiterungen oder die Geheimgänge von König Ludwigs Schloss bei bezier Games. Auch bei CGE konnte ich mir nur von der Space Alert Erweiterung erzählen lassen, denn sie haben keine mehr. Aber in einem Stand in der Ecke von Halle 1 haben wir zufällig noch einen Schnapper machen können, denn sie hatten noch ein Exemplar dieser Erweiterung auf deutsch.

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Insgesamt haben wir 88,80 EUR ausgegeben und dafür diese Spiele mitgenommen (* = Full price):

  • Arcanum
  • Heckmeck Barbecue
  • CV
  • Boomerang
  • Space Alert Erweiterung*
  • Myrmes
  • Prosperity (im Bundle mit Myrmes)
  • Sutter’s Mill
  • Hansa Teutonica: Ost-Erweiterung*
  • Codenames*

Morgen wird es dann etwas ernsthafter mit den Einkäufen.

Und keine Angst, ich habe noch genug zu erzählen für meinen Blog. Themen gab es auch während meiner Krankheit noch genügend. Momentan denke ich auch daran, einen zweiten Blog aufzumachen, weil ich hier lieber nur die Spiel-bezogenen Themen besprechen will und andere Themen in einen anderen Blog gehören. Es gibt immer so viel zu tun…

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