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Zedruu EDH / Kalitas & Anointed Procession

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Eigentlich wollte ich nur kurz den Hinweis geben, dass ich mich noch kurz mit dem Zedruu-Deck beschäftigt hatte (das Video dazu kommt gleich). Aber dann habe ich noch eine seltsame Interaktion im Tumblr-Feed von „Ask a Magic Judge“ gefunden (Weird Card Interaction), die mich echt aufregt. Daher noch ein paar Zeilen zu Kalitas, Traitor of Ghet und Anointed Procession. Dazu zunächst eine kurze Zusammenfassung über die Interaktion der beiden Karten.

Kalitas macht einen Token, wenn eine Kreatur beim Gegner stirbt. Anointed Procession verdoppelt grob gesagt die Token, die man bekommt. Also bekommt man erwartungsgemäß zwei Token, wenn eine Kreatur beim Gegner stirbt? Die Antwort darauf ist: es kommt darauf an.

Es kommt darauf an, wie die Kreatur beim Gegner gestorben ist. Stirbt sie durch einen Spruch wie Fatal Push, dann bekommt man zwei Tokens. Stirbt sie durch Schaden, zum Beispiel im Kampf oder bei Lightning Bolt, dann bekommt man nur einen Token.

Die Erklärung liegt darin, dass Anointed Procession einen Ersatzeffekt besitzt, der einen Effekt ersetzt. Wenn Kreaturen mit lethalem Schaden in den Friedhof gehen, dann ist das kein Effekt, sondern eine Spielregel und die lösen nach dieser Formulierung nicht die Verdopplung der Tokens aus.

Ich halte dieses „mal zwei, mal eins“ Verhalten für sehr schwierig zu verstehen und, was ich noch wichtiger finde, für total unintuitiv. Man erwartet, dass sich Tokens, die man bekommt, verdoppelt. Besser gelöst ist dieses Wording bei Primal Vigor. Zugunsten einer funktional identischen Karte zu Parallel Lives hat man das ältere Wording aus Innistrad übernommen, aber dies ist ein echt seltsames Verhalten. Wie seht ihr das?

Jetzt noch ein Video zu dem Zedruu Commander, dass ich noch auflösen wollte:

3 Kommentare

  1. Mario Haßler meint:

    Wow, das ist das erste Mal, dass jemand ein Video extra für mich (oder „auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herren“) gemacht hat. Da kann ich ja gar nicht anders, als auch einen Kommentar zu hinterlassen. (Ok, kann ich ja sowieso selten.)

    Doch zunächst zu „Kalitas“ + „Anointed Procession“: Als Regelfuzzy kann man sich natürlich an so etwas ergötzen, aber das ist nicht im Sinne des Spiels, weil für den Gelegenheitsspieler nicht nachvollziehbar. (Hey, haben sie nicht gerade die Formulierung „Immer wenn du eine Karte umwandelst oder abwirfst“ erfunden!?) Wobei ich beide Kartentexte doof finde: „Anointed Procession“ sollte sich nicht auf Effekte beziehen, und „Kalitas“ sollte einfach eine ausgelöste Fähigkeit haben und keinen Ersatzeffekt.

    Randbemerkung zum Thema leicht und intuitiv: In Anbetracht der aktuellen Regeländerungen zu den umgewandelten Manakosten von geteilten Karten (split cards) habe ich bei unserem letzten Magic-Wochenende meinen Freund gefragt, welche CMC denn wohl die Karte „Fire / Ice“ hat. Es gab viele Antworten, aber keine richtige – leider weder nach den alten noch nach den neuen Regeln. Trotzdem halte ich die neue Variante (beide Teile addieren) für besser, weil einfacher und eben intuitiver, auch wenn die Karte damit nicht mehr in mein „Isochron-Szepter“ passt, schnüff…

    So, jetzt aber zum Zedruu-Commander-Deck: Die Deckliste habe ich ja schon auf http://wubrg.de/deck.php?id=6147 überflogen, und in dem Video hat sich zumindest schon mal ein Verdacht bestätigt. Seit Juli 2009 (hab’s extra nachgeschaut) gilt Regel 110.5a: „Der Spieler, unter dessen Kontrolle der Spielstein ins Spiel gekommen ist, ist sowohl der Besitzer als auch der Beherrscher des Spielsteins.“ Bedeutet: Die Spielsteine von „Hunted Dragon“, „Rite of the Raging Storm“ und „Rapid Hybridization“ zählen nicht für „Zedruu“. Außerdem hast du in deiner Videopräsentation den Effekt von „Illusory Gains“ so dargestellt, als ob du dir jedes Mal aussuchen könntest, die Aura an die neue Kreatur anzulegen; dem ist aber nicht so, die Aura wechselt auf jeden Fall.

    Immerhin sehe ich nun die Sache mit den kleinen Kreaturen mit Kommt-ins-Spiel-Fähigkeiten etwas anders als in meinem letzten Kommentar; „Pilgrim’s Eye“ und „Mulldrifter“ kann man durchaus auch mal wegtauschen. Viel stärker ausbauen würde ich, wie bereits erwähnt, den Teil mit „Faith’s Fetters“ und „Oblivion Ring“. „Pacifism“, „Arrest“, „Cessation“, „Hobble“, … da gibt’s so viele Auren, die den Gegner behindern, auch wenn er danach die Aura geschenkt bekommt.

    Dafür würde ich auch schwierig zu spielende Karten wie „Dominus of Fealty“ kürzen und überhaupt die Effekte, die dich für einen Zug etwas vom Gegner übernehmen lassen (und als Konsequenz daraus auch „Goblin Bombardment“ und so). Im Multiplayer machen sich bestimmt politische Karten wie „Ludevic, Necro-Alchemist“ ganz gut, eine Notfall-Absicherung könnte „Selfless Squire“ sein, und wenn es sein muss, kann man auch mal mit so etwas wie „Phyrexian Rebirth“ abräumen und anschließend solide dastehen. Mit der Kartenzieherei dürfte auch ein „Psychosis Crawler“ ganz brauchbar sein (als Siegoption, nicht zum Verschenken). Platz machen könnten durchaus auch einige Karten, mit denen du dem Gegner etwas schenkst, denn das kann ja „Zedruu“ alleine, und es ist ja auch nur für sie von Bedeutung.

    Toll gefallen mir Karten, die den Beherrscher behindern, wie „Aggressive Mining“. Da gibt’s bestimmt noch mehr, mir fallen z. B. „Steel Golem“ und (etwas gefährlicher) „Grid Monitor“ ein, aber auch so eine Ömmel-Karte wie „Rust Elemental“ kann für den Gegner gefährlich werden, sobald er sie untegejubelt bekommt. Und die „Illusions of Grandeur“ haben noch eine kleine Schwester…

    Keine Idee habe ich hingegen, wie man „Zedruu“ besser schützen kann — zwei Ausrüstungen, von denen eine immer zwei offene Mana benötigt, erscheinen doch etwas dürftig. Trotzdem finde ich, dass du dem Deck noch eine Chance geben solltest. Abgesehen von den hier genannten Karten ist dir beim Durchgucken ja auch selbst noch die eine oder andere aufgefallen, die fragwürdig ist.

    Verrückt, wie mich dieser Kommandeur beschäftigt. Vielleicht sollte ich mir doch mal ein Deck mit ihm bauen…

  2. Mario Haßler meint:

    Nachtrag zum Schutz von „Zedruu“: Auren wie „Robe of Mirrors“, „Aboshan’s Desire“, „Clout of the Dominus“, „Alexi’s Cloak“ usw. geben Shroud und können problemlos verschenkt werden…

  3. Mario Haßler meint:

    Bin selbst überrascht, wie schnell das ging — hier ist nun meine Version:

    http://magic.freizeitspieler.de//?kmmndrkrtzdrdgrhr
    http://wubrg.de/deck.php?id=6446

    Mir hat’s bislang viel Spaß gemacht!

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